Hochzeit glücklichster Tag im Leben?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von Frageheutemal 12.06.10 - 18:42 Uhr

Hallo!

Meine Frage steht ja schon da und ich frage natürlich nicht einfach nur so, sondern weil es bei mir defintiv nicht der glücklichste Tag in meinem Leben war. Ich dachte aber wir könnten glücklich werden....naja, nach etwa 2 Jahren kommen mir langsam doch Zweifel...irgendwie bin ich unzufrieden und habe das Gefühl dass mir etwas fehlt. Und dann taucht plötzlich auch noch ein anderer Mann auf, der mir total den Kopf verdreht. Ich weiss nicht mehr was ich machen soll. :-(
Habe ich damals einen Fehler gemacht? Muss sich eine Hochzeit immer richtig anfühlen?

LG

Beitrag von dominiksmami 12.06.10 - 18:57 Uhr

Huhu,

der glücklichste Tag...hmmm nein ich denke es war nicht DER glücklichste Tag, aber einer der glücklichsten Tage war es definitiv.

Aber ich denke dennoch nicht das sich die Hochzeit selber immer so überflügelt schön anfühlen muß...das kommt ja auch auf viele Randbegebenheiten an.

Im Schnitt ist so ein Tag ja oft auch äusserst stressig, manchmal ist man schon deswegen einfach nicht mehr so gut drauf etc.

lg

Andrea

Beitrag von freundliche 12.06.10 - 19:20 Uhr

Hallo,

nein der glücklichste Tag im Leben war dieser nicht...

ein schöner Tag ja...

der glücklichste und schönste Tag meines Lebens war die Geburt meiner Tochter...

Du solltest mit deinem Mann über deine gedanken sprechen... auch ich habe manchmal solche Gedanken, war es richtig, lieb ich ihn noch usw...
ich glaube auch das kommt in vielen Ehen vor...

wünsche dir alles alles gute

Beitrag von birkae 12.06.10 - 19:41 Uhr

Hallo,

mein Hochzeitstag war schön, aber nicht der schönste Tag. Zu den schönsten Tagen zählen für mich die Tage, an denen ich die positiven Schwangerschaftstests in den Händen hielt und die Tage, als meine Kinder geboren wurden.

Schöne Tage gab es viele in meinem Leben, aber dass der Hochzeitstag DER schönste Tag sein soll, kann ich bei keinem Menschen nachempfinden - egal wieviel Geld in die Feier gesteckt wird...;-)

Aber so ganz kann ich nicht verstehen, warum der "schönste Tag im Leben" ein Garant für eine ewig glückliche Beziehung sein soll. Ich denke, wenn ein anderer Mann dir den Kopf verdreht, liegt es nicht an der Hochzeit, sondern an eurer Beziehung.

LG
Birgit

Beitrag von jurbs 12.06.10 - 20:04 Uhr

meine standesamtliche Hochzeit war ein super toller Tag, aber nicht der glücklichste (an dem war ich völlig allein!) ... meine kirchliche Hochzeit war einer der schrecklichsten Tage meines Lebens ... meine Partnerschaft ist die glücklichste in meinem Leben, auch wenn wir 2 Choleriker mal rumbrüllen müssen und das andere manchmal sicher irritiert, mein Mann ist ein fast-Traummann und einziges was wirklich stört sind seine Eltern respektive Mutter - das überschattete auch beide Hochzeitstage - aber was zählt ist, dass wir verheiratet sind und uns nicht scheiden lassen werden, egal was passiert - egal ob wir uns die Liebe verloren gehen würde und jemand sich in nen anderen vergucken würde - die Ehe zählt und zwar in guten wie in schlechten Tagen - Scheidung ist in unseren Augen der einfache Weg, der feige Weg!

Beitrag von anyca 12.06.10 - 20:11 Uhr

Ich finde, Du solltest die Hochzeit von der Ehe trennen. Auch nach einer "perfekten" Hochzeit kann die Ehe scheitern, auch nach einer Hochzeit, die total schiefgelaufen ist, kann man glücklich zusammen leben!

Meine Hochzeit war schön, aber ich würde nicht sagen, daß sie der schönste Tag in meinem Leben war.

Willst Du jetzt ernsthaft einen Neuen, nur um noch mal die Chance zu einer "perfekten" Hochzeit zu haben? Oder bist Du unzufrieden mit Deiner Ehe und schiebst die Hochzeitsfrage vor?

Beitrag von frageheutemal 12.06.10 - 20:45 Uhr

Nein, ich will keinen Neuen um eine perfekte Hochzeit zu haben. Ich frage mich nur immer mehr, ob das schon dass erste Indiz dafür war, dass mein Mann doch nicht der Richtige war. Hätte ich es damals schon erkennen müssen? Ist es mein Fehler? Habe ich mir etwas vorgemacht? :-(

Beitrag von schlumpfine2304 12.06.10 - 21:36 Uhr

hi
brauchst du "den richtigen"?
woher weiß man(n)/ frau, das er/sie der/die richtige/r ist?
woran willst du das festmachen? überleg mal, ob du nicht einfach noch mehr vom leben erwartest als bis zum rest deines lebens mit demselben mann einzuschlafen.

ich kann dir z.b. nicht sagen, das ich den richtigen zu haus vor der glotze hab. es passt einfach. an einigen tagen mehr, an anderen tagen nicht. that´s life!

lg a.

Beitrag von anyca 13.06.10 - 12:10 Uhr

Wie gesagt, ich würde das nicht an der Hochzeit vormachen. Hat Dein Mann denn tatsächlich genau am Hochzeitstag die Eigenschaften offenbart, die Dich jetzt stören, und vorher nie?

Wichtig ist doch, wie die Parterschaft JETZT funktioniert. Da zwischen "doch ganz o.k." und "geht gar nicht" zu unterscheiden und entsprechende Konsequenzen zu ziehen, hat mit der Stimmung bei der Hochzeit nichts zu tun.

Beitrag von rose1980 12.06.10 - 20:18 Uhr

Hallo,

Bei meiner ersten Hochzeit, war es nicht der glücklichste Tag... ganz im gegenteil, naja...
diese Beziehung zerbrach nach 10 Jahren, weil ich mich wegen der Kinder nicht trennen konnte.

Ich bin jetzt wieder verheiratet, bin mit meinem Partner seit 3 1/2 Jahren zusammen, und ich weiss er ist der richtige.
Wir lieben uns jeden Tag mehr, und jeder respektiert den anderen.

Aber wenn du jetzt schon sagst das dir etwas fehlt, dann glaube ich, ist er nicht der richtige.

Dann musst du selbst schauen, was du willst.
LG

Beitrag von mysterya 12.06.10 - 22:38 Uhr

Es wäre schlimm für mich, wenn der Tag meiner Hochzeit der glücklichste meines Lebens wär, weil das doch heißt, dass kein Tag meines Lebens mehr besser oder schöner min. genauso glücklich sein kann wie dieser. Übersetzt: Alles was danach käme, wär nach diesem Spruch ja nur schlechter. An so eine Kacke - sorry - glaube ich daher nicht. Es ist in meinem Augen auch nie ein Fehler jemandem eine Chance zu geben, bereit zu sein zu lieben und zu vertrauen. Allerdings entwickelt sich der Partner nicht immer mit einem gleich und in jeder Beziehung kann es passieren, dass es irgendwann nicht mehr passt. Deshalb ist heiraten für mich generell ein schwieriges Thema... Ich glaub nicht, dass du eine Fehler gemacht hast. Akzeptier deine Vergangenheit als Ausgangspunkt für deine Zukunft. Und wie die verläuft, da bist du vollkommen frei zu entscheiden. Ich persönlich würde danach gehen, was mein Herz, mein Bauch, meine Seele braucht und mir sagt. Denn es hat sich nie für mich gelohnt mich selbst zu verbiegen oder zu verstellen und daher kann ich dir nur das selbe raten. Du musst aber selber heraus finden, was du eigentlich brauchst und möchtest. Dabei kann dir hier niemand helfen.

Beitrag von donnerdrummel 12.06.10 - 22:47 Uhr

Wenn du dir überlegst, wie viele Menschen es auf der Welt gibt, dann kannst du dir leicht ausrechnen, dass es IMMER mehr als einen gibt, der passen könnte. Wär ja auch schrecklich, wenn nicht, man stelle sich vor, man bekommt den einen nicht, was dann...?
Man sollte also wissen, selbst wenn man "den" oder "einen" Richtigen hat, kann es immer passieren, dass jemand vorbei kommt, der auch interessant ist. Dass etwas nicht stimmen kann, wenn man Gefühle für einen anderen hat, das glaube ich nicht unbedingt. Es ist dann halt neu und aufregend und das verwechseln viele!
Tu dir den Gefallen, gib deiner jetztigen Beziehung die Chance, die sie verdient hat, schließlich hast du dich irgendwann bewusst dafür entschieden. Schmeiß nichts einfach so weg. Wenn du nach reiflicher Überlegung immernoch der Meinung bist, dass das nicht das richtige ist, dann kannst du immernoch handeln, aber lass dich nicht von neuen Schmetterlingen zu leichtfertigen Schritten verleiten. Denk daran, wenn der neue "alt" wird, wirst du auch an ihm Dinge entdecken, die schwierig sind!

Beitrag von frageheutemal 12.06.10 - 23:05 Uhr

Danke Leute!
Ihr habt recht, es ist nicht alles schwarz oder weiss. Ich sollte mir wohl klar werden was ich genau will und zwar für die Zukunft, nicht für die Vergangenheit, was nicht so einfach ist und dann dafür kämpfen. Sorry, ich hab nur grad einen Hänger irgendwie, weil ich nicht glücklich bin und langsam verzweifel...aber vom Nichtstun wird es ja nicht besser, was? Also aufraffen und handeln! Leicht gesagt, aber ich werd mir Mühe geben. :-)

Beitrag von clazwi 13.06.10 - 09:41 Uhr

Für mich war die Hochzeit mehr ein Tag der Anspannung als alles andere ;-).

Am wichtigsten war mir, dass wir verheiratet sind....das ganze Drumherum war zwar schön und gut, aber ich war nicht auf "Glückswolke 7".

Die glücklichsten Momente mit meinem Mann waren unsere stille Verlobung unter der Nürnberger Burg, die Entscheidung zu Heiraten, als wir gerade gemeinsam von der Berufsschule nach Hause gegangen sind, der Moment als wir ins Flugzeug gestiegen sind, um unseren ersten gemeinsamen Urlaub in den USA zu machen, der Moment, in dem uns unsere Adoptivtochter am Flughafen in Nairobi in die Arme gedrückt wurde...


LG
Claudia

Beitrag von nick71 13.06.10 - 09:43 Uhr

"Muss sich eine Hochzeit immer richtig anfühlen?"

Für mich müsste es das definitiv. Wenn ich -aus welchen Gründen auch immer- Zweifel hätte, würde ich es lassen bzw. die Hochzeit verschieben, bis es sich richtig anfühlt.

Sieht wirklich danach aus, als hättest du einen Fehler gemacht, diesen Mann zu heiraten...

Beitrag von anyca 13.06.10 - 12:04 Uhr

Ähm ... hätte ich zehn Minuten vor dem Jawort die Hochzeit verschieben sollen, weil die Vorzimmertussi im Standesamt genervt und die Standesbeamtin eine trübe Tasse war? Zumindest die standesamtliche Hochzeit fühlte sich bei uns eher eigenartig als besonders erhebend an, aber das tut doch unserer Ehe keinen Abbruch ... #kratz

Beitrag von nick71 14.06.10 - 13:48 Uhr

Irgendwie hast du mich komplett missverstanden...ich habe mich aber auch weniger auf den Threadtitel als auf den Text bezogen. Es muss sich für mich richtig anfühlen, Mann XY zu heiraten...auf den Ablauf der Hochzeit an sich hat man nicht bis ins kleinste Detail Einfluss und er sagt letztendlich natürlich auch nichts über die Qualtität der Ehe aus.

Beitrag von ayshe 13.06.10 - 16:52 Uhr

Da schließe ich mich an.



Aber die Hochzeit muß nicht der glücklichste Tag im Leben sein.
Mein glücklichster Tag im Leben war der, an dem meine Tochter auf die Welt kam.