schwerverletztes Vogelbaby, wohin jetzt wenden???

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von nina1511 12.06.10 - 18:57 Uhr

Hallo #winke,

wir haben vorhin auf unserer Terasse ein schwerverletztes Amselbaby gefunden. Flügel ist gebrochen und es ist total apathisch:-(.

Würden es ja gerne zu einem Tierarzt bringen, aber bei uns in der Stadt hat natürlich keiner mehr geöffnet und die nächste Tierklinik die geöffnet hat ist über eine Autostunde entfernt.

Habt ihr noch eine Idee wohin wir uns wenden können oder wie wir sonst dem armen Tierchen helfen können.

Nimmt sich ein Haustierarzt überhaupt eines Amselbabys an oder gibt es da andere Stellen an die wir uns wenden müssen (Vogelschutzverein o. ä.)

Vielen #danke schonmal vorab!!!!!
Viele Grüße
Nina

Beitrag von blaue-blume 12.06.10 - 19:02 Uhr

hallo!

wenn das tierchen wirklich schwer verletzt ist, würde ich es erlösen. so ein kleines genick kann man leicht umdrehn.

ich weiss, das klingt grausam, aber ein junges, schwerverletztes wildtier in menschenhand, das ist pure angst für das tier, von den schmerzen mal abgesehn...

es kann gut sein, das es auch innere verletzungen hat, da wird auch ein tierarzt nichts anderes machen, als es ein zu schläfern...


tut mir leid für dich...


lg anna

Beitrag von maddytaddy 12.06.10 - 19:10 Uhr

Ruf doch zumindest mal bei der Tierklinik oder bei den Tierärzten an. Manche Tierärzte hören ihre ABs abends nochmal ab. Ich würd vllt auch bei der Polizeistation anrufen, vllt kennen die Wildtierstationen. Wenn es wirklich apathisch ist und leidet würde ich auch drüber nachdenken es zu erlösen.

Ich geb dir noch ne Suchmaschine wo man nur seine PLZ eingeben muss und einem Nottierärzte angezeigt werden. Vllt gibts ja einen der näher an euch dran ist:

http://www.tierklinik.de/notdienst.php?content=00009

LG

Beitrag von nadine1976 12.06.10 - 19:35 Uhr

Hi,

manche Tierärzte sind in Notfällen über Handy zu erreichen, die Nummern werden dann meist auf dem AB angegeben.

Aber ich denke auch, das Anna recht hat und Ihr es erlösen solltet.

Ich habe einmal versucht einem Amselbaby zu helfen und es ist leider kurz vor der Rettung in den Händen des Mannes, der es hätte retten sollen, verstorben.

LG

Beitrag von -mell1982 12.06.10 - 20:41 Uhr

Hallo,
ja mag schon sein das man es erlösen sollte aber auch das kann eine Spritze sein ich würde nie ein Lebewesen umbringen geht es noch?

Beitrag von krokolady 12.06.10 - 21:04 Uhr

lässt Du es lieber unnötig leiden?

Beitrag von klumpfussindianer 12.06.10 - 22:46 Uhr

Was ist humaner?

Variante A:

Ameselbaby nehmen, Genick umdrehen, Tier tot.....muss nicht mehr leiden


Variante B:

Amselbaby in einen Karton setzen - Amselbaby hat Paras....keine Mama da, keine Geschwister, alles tut fürchterlich weh

Tierärzte abtelefonieren, nach etlichen Telefonaten endlich einen erreichen, der das macht. - Amselbaby schlottert in seinem Karon vor sich hin, Schmerzen werden wohlmöglich schlimmer

Amselbaby im Karton packen und ins Auto packen, Auto starten und zum TA fahren - Amselbaby im Karton hat immernoch Schmerzen und mindestens genausoviel Angst, kann das ratternde Geräusch nicht einschätzen, mama ist immernoch nicht da, das Herz fängt an zu rattern und der Schmerz wird immer unerträglicher.

Amselbaby in die Praxis bringen, auspacken, auf den Behandlungstisch setzen - Amselbaby hat fürchterlich angst und grausame Schmerzen, erst diese ratternde Geräusch vom Auto, jetzt ein greller Raum und kalter Tisch und ein zweiter Mensch fümmelt am Amselbaby rum.

TA setz Spritze, Amselbaby tot - Amselbaby hat nun mindestens eine Stunde, Stress und Schmerzen hinter sich, falls es die Fahrt überhaupt überlebt hat. Das letzte Gefühl war fürchterlich aufgestaute Panik und unsäglicher Schmerz den es über eine Stunde ertragen hat....




So, welche Variante würdest du nehmen?????

Beitrag von equus1977 12.06.10 - 22:50 Uhr

Da gebe ich dir Recht.

Abgesehen davon überleben Vögel in dem Zustand meist nicht lange, es ist also sehr fraglich ob der Vogle - wenn er wirklich schwer verletzt und apathisch ist - die Fahrt zum TA überhaupt überlebt.

Beitrag von -mell1982 13.06.10 - 11:37 Uhr

ich könnte niemanden den hals umdrehen...
das ist meine meinung ob ihr mich jetzt zerfleischt oder nicht!

Beitrag von tauchmaus01 13.06.10 - 16:31 Uhr

Ich könnte auch keinem Tier den Hals umdrehen und bei mir müßte das Amselbaby schlottern bis der Tierarzt es erlöst.
Aber ich denke die Tiere stehen bei einer schweren Verletzung so unter Schock, die bekommen nicht mehr alles so im Detail mit wie Du da schreibst um der TE ein schlechtes Gewissen zu machen.

Im Besten Fall ist nur ein Gelenk ausgerengt und nicht gebrochen und man kann es richten. Mit liebevoller Pflege wird das Tier wieder und kann ein paar Jahre leben.

Ich habe schon Vögel großgezogen, das dauert nur bis zu dritten Mahlzeit und dann ist die Scheu weg.

Was denkst Du warum in Vogelaufzuchtsstationen die Vögel nicht gleich masakriert werden? Weil sie eben eine gute Chance haben in Menschenhand aufzuwachsen.

Und von jemandem zu erwarten ein Vogelbaby zu killen ist nicht sehr nett, vor allem von Dir überhaupt nicht einzuschätzen was dem Tier fehlt.

Ich frage mich übrigens wie Du einschätzen kannst ob ein Vogelkind sich einsam fühlt ohne seine Mutter. Die ist auch im gesunden Vogelbabyleben kaum da sondern ständig auf Futtersuche .


Bis dann und dem Vogelkind wünsche ich noch eine Chance.

Mona

Beitrag von blaue-blume 15.06.10 - 11:15 Uhr

und warum nicht?
es geht hier nicht darum, seine mordlust an einem hilflosen tier aus zu lassen, sondern dem leiden ein möglichst schnelles ende zu setzen.


eigendlich unvorstellbar, das die menschliche rasse so lange überlebt hat, wenn sie solche weicheier hervorbringt...#klatsch


ich bin froh, das es bei mir "noch geht" um deine wortwahl auf zu greifen, denn lieber helfe ich in einer akut-situation schnell, als wegen unangebrachten ethischen bedenken (oh gott, wie kann man nur ein tier töten#augen) längeres leiden zu verursachen.


es kann immer passieren,das man in einer situation ist, in der kein tierarzt mit spritze zur verfügung steht...
da will ich nicht hilflos daneben sitzen müssen und zuschaun wie ein lebewwesen elendig verreckt, nur weil ich unfähig bin, richtig zu handeln...



bei uns im stall ist neulich ein huhn unters pferd geraten (dummheit der frau, die das pferd geführt hat-sie hätte auch einfach stehen bleiben können) und hatte mehrere knochenbrüche. da wird auch kein tierarzt gerufen, da wird der hals umgedreht und gut ist....


lg anna

Beitrag von justagirl22 13.06.10 - 17:12 Uhr

Hi,

ich hab gestern Nacht bei der letzten Gassirunde auch eine verletzte Amsel gefunden. Sie konnte nicht mehr fliegen, aber machte sonst einen guten Eindruck. Hab sie mit nach Hause genommen und in eine Transportbox gesetzt. Wollte sie heute eigentlich in eine Wildtierauffangstation bringen, aber leider hat sie die Nacht nicht überlebt. :-(
Hab gehört, dass es wohl passieren kann, dass wenn Vögel verletzt sind sie in eine Art Schockstarre verfallen und sterben. Man kann wohl nicht immer helfen.
Die Nummer und Adresse von der Auffangstation hab ich übrigens von unserem örtlichen Tierheim bekommen. Die haben solche Daten eigentlich immer parat.

LG

Beitrag von frau2808 13.06.10 - 17:59 Uhr

Hallo Nina, wie gehts dem Vogelbaby?

LG Alexandra

Beitrag von sternenlicht 13.06.10 - 18:56 Uhr

(1) Ein Wirbeltier darf nur unter Betäubung oder sonst, soweit nach den gegebenen Umständen zumutbar, nur unter Vermeidung von Schmerzen getötet werden. Ist die Tötung eines Wirbeltieres ohne Betäubung im Rahmen weidgerechter Ausübung der Jagd oder auf Grund anderer Rechtsvorschriften zulässig oder erfolgt sie im Rahmen zulässiger Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen, so darf die Tötung nur vorgenommen werden, wenn hierbei nicht mehr als unvermeidbare Schmerzen entstehen. Ein Wirbeltier töten darf nur, wer die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat.

Nur mal so zur Information!

Ich glaube kaum, dass sich hier viele finden die die notwendige Kenntnis besitzen.

So wie das geklungen hat, hat sich das, so schlimm es ist, mit dem Amselbaby bestimmt schon erledigt.