Neuer Job ist der Horror... weiss nicht weiter...

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von honeymoongirl 13.06.10 - 21:51 Uhr

Hallo,

ich hole mal aus, damit ihr meine Situation versteht:

Im September letzten Jahres sind mein Mann und ich in eine andere Region gezogen wegen dem Beruf meines Mannes und weil wir sowieso in diese Region ziehen wollten. Er ist seit ca. 10 Jahren bei einem Unternehmen beschäftigt und arbeitet dort auch weiter.

Ich habe meine Stelle aufgegeben (die ich nach 7 Jahren sowieso wechseln wollte - im kaufmännischen Bereich.

Wir wollen seit fast 2,5 Jahren unseren Kinderwunsch in die Tat umsetzen - 3 neg. IUIs und gehen wohl bald nen Schritt weiter.

Ich war dann ca. 1/2 Jahr arbeitslos und habe seit Ende März eine neue Stellung (unbefristet - Gehalt ist gut). Und ich bin seit 3 Monaten einfach nur noch unglücklich, ständig am Weinen und mit den Nerven runter.

Die Einlernphase in diesen technisch-kaufmännischen Job war 3 Monate, was für das umfangreiche Aufgabengebiet sehr sehr kurz ist. Es ist auch keineswegs so, dass ich die Stelle schon allein ausfüllen kann, aber genau das soll ich in ner Woche tun.

Das Arbeitspensum ist deutlich zuviel für eine Person und ich bin den ganzen Tag auf 180, mein Adrenalinspiegel ist ständig am Überkochen und das Wichtigste

ICH BIN TOTAL UNGLÜCKLICH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll..

Gehen oder bleiben?

Mein Herz und mein Bauch sagen, ich soll so schnell wie möglich verduften.

Andererseits wäre´s auch irgendwie so ne Niederlage für mich, das alles hinzuschmeissen. Ich bin auch der Typ, der eigentlich echt gerne arbeitet und stolz aufs eigene Einkommen ist.

Mein Mann steht hinter mir, überlässt mir die Entscheidung.

Ich befürchte halt auch irgendwie, dass ich demnächst seelisch und körperlich fertig bin, wenn ich so weitermache...

Für was soll ich mich entscheiden: materielle Sicherheit oder Glück?!

Bin über Anregungen äußerst dankbar.

Viele Grüsse,

Honey

Beitrag von kruemel87 13.06.10 - 22:00 Uhr

Hmm, auf Dauer so unglücklich im Job ist nicht gut... Wie wär´s denn, wenn du dich halt nebenbei weiter bewirbst und aufhörst, wenn du was neues in Aussicht hast?

Beitrag von honeymoongirl 13.06.10 - 22:04 Uhr

Wir wohnen auf dem Land und momentan gibts da leider nicht soviel... und die Kollegin, die mich einlernt ist bald weg... momentan hab ich halt noch 2 wochen kündigungsfrist und später dann 3 monate aufs quartal *horror*

Beitrag von jennychrischi 13.06.10 - 22:04 Uhr

Hey,

wenn du dich dort absolut nicht wohl fühlst, dann schau dich nach etwas anderem um und geh wenn du was besseres findest. Sich aus einer festen Stelle heraus zu bewerben sieht oft auch besser aus, als wenn man ohne Job ist. Wenn ihr auf dein Gehalt nicht zwingend angewiesen seit, dann würde ich aber abwägen, ob es körperlich/seelisch noch lange gut geht. Echt keine leichte Situation. Wünsche dir ganz viel Kraft.

Hast du mal mit deinem Chef gesprochen, was dich genau so unglücklich macht dort? Wie ist denn das Verhältnis zu ihm?

Beitrag von honeymoongirl 13.06.10 - 22:16 Uhr

Jedes Mal wenn ich ihm mitteilen will, dass ich mich noch nicht "reif" dafür fühle, den Job allein zu machen, schmettert er es ab... Er ist an sich schon nett, aber verstanden fühl ich mich nicht. Er hat halt selbst ganz schön viel an der Backe und schwimmt in Arbeit.

Aber ist denn nicht auch die Probezeit dazu da, sich den Job mal anzuschauen und ihn zu prüfen?! Warum fällt es mir so schwer einfach zu sagen "Das war´s halt nicht"

Finanziell kommen wir auch mit dem Gehalt meines Mannes aus, ideal find ich es nicht. Aber ich will einfach nicht mehr unglücklich sein und keine Nacht mehr schlafen können...

*Sorry für´s Gejammere*

Beitrag von thamina 13.06.10 - 23:07 Uhr

Ähm... also mal ganz ehrlich.. 3 MONATE Einarbeitungszeit findest du zu wenig? #schock Ich dachte du kommst schon auf einem kaufmännischen Bereich? Wie lange wolltest du denn erklärt haben wie dein Job funktioniert?

Ich denke mal, jeder Job ist am Anfang "schwer"- seinen Weg muss man eben finden. Rede doch mal mit deinem Chef drüber.

#gruebel Also irgendwie- nimms mir nicht übel- du schreibst der Job ist gut und auch gut bezahlt. Du wärst "schön doof" soetwas heutzutage kampflos aufzugeben.

#herzlich

Beitrag von myimmortal1977 14.06.10 - 14:23 Uhr

"3 MONATE Einarbeitungszeit findest du zu wenig?"

Vielleicht ist die Situation in Deinem Job so. Ich arbeite in einem Job, wo man so viele Dinge wissen muss und die Fallbeispiele so breit gefächert sind, dass man selbst nach einem Jahr noch nicht alles wissen kann.

Jeder Job hat ganz unterschiedliche Anforderungen. Da kann man ohne nötiges Hintergrundwissen nicht drüber urteilen, ob 3 Monate Einarbeitungszeit zu wenig sind oder nicht.

LG Janette

Beitrag von lebelauter 14.06.10 - 16:53 Uhr

was ist das denn für ein job?

Beitrag von myimmortal1977 15.06.10 - 14:48 Uhr

Ich bin "das Ohr für Deutschlands Bürger". Ich arbeite für eine große Tageszeitung, die sich mit ihrem Namen für die Rechte und Probleme der Leser einsetzt.

Sprich ich drücke mit dem Namen der Zeitung die Rechte der Privatpersonen durch, wo andere Stellen versuchen sie durch den Kaokao zu ziehen oder auf gut deutsch gesagt versuchen zu beschei....

Ich kläre vertragsrechtliche Dinge, z. B. Leasingverträge, Mietverträge, Handyverträge, Kaufverträge jeglicher Art zwischen Privatpersonen und Unternehmen.

Ich kläre Probleme mit der Regierung, z. B. in Rentenangelegenheiten.

Ich kläre Probleme mit Banken.

Ich kläre z. B. auch Probleme mit Krankenhäusern, im Falle von nicht gerechter Behandlung von Patientenfragen.

Ich schreibe und telefoniere mich durch jede Branche, jede Führungsebene samt Regierungsmitarbeitern.

Man hat zwar tagtäglich die Masse, die sich immer wiederholt, doch gibt es auch fast jeden Tag wieder ein bis zwei neue Dinge, die man nicht wissen kann. Die immer sehr aufwändig sind.

Die Probleme der Deutschen sind seeeehhhhhrrrrrr vielfältig. Und sehr interessant :-)

"Nebenbei" verteile ich noch angebotene Geschichten durch alle Redaktionsteile in ganz Deutschland. Von den Außenredaktionen gibt es so einige, nebst den Hauptredaktionsteilen, die auch nicht gerade wenig sind.

Die paar Sonderprojekte, die sich die Redaktionsleitung ganz gern mal ausdenkt, fallen dabei schon kaum mehr ins Gewicht ;-) Das Problem an diesen Projekten ist, dass sie von heute auf morgen kommen, total planlos sind und man immer wieder vor eine Löwenaufgabe gestellt wird, da in irgendeiner Art und Weise eine gewisse Struktur reinzubringen, obwohl man immer vor einem riesigen Haufen Kraut und Rüben sitzt....

Ich mag meinen Job. Weil es kein Job der Wiederholungen ist und man nicht Gefahr läuft drüber einzuschlafen ;-)

Dieser Job funktioniert aber auch nur, weil man im Team arbeitet und sich gegenseitig ergänzen kann. Das Wissen aller macht die Sache erst Rund. Einer allein wäre mit der Aufgabenstellung allein nur vom Fachwissen her, komplett überfordert. Denn in dem Job lernt man jeden Tag aufs Neue.













Beitrag von marion2 14.06.10 - 08:10 Uhr

Hallo,

such dir was anderes.

Gruß Marion

Beitrag von vwpassat 14.06.10 - 09:20 Uhr

Du solltest Dir einen Hiwi-Job suchen, der befristet ist und wo Du nur die Hälfte verdienst!

Sorry für die harten Worte, aber nach 3 Monaten sollte man es doch "gefressen" haben oder belastet Dich Dein (Euer?) Kinderwunsch psychisch so sehr?

Beitrag von bruchetta 14.06.10 - 09:36 Uhr

Wenn jetzt, nach 3 Monaten Einarbeitungszeit, Deine Kollegin geht, kann Dein Chef Dir sicher niemanden mehr zur Seite stellen.

Das bedeutet nun: Durchbeißen, vielleicht ist es ja gar nicht so schlimm, das allein zu machen....

Jedenfalls hast Du sicher noch 3 Monate Probezeit, oder? I.d.R sind es ja 6 Monate insgesamt-

Die würde ich nutzen, um mich da allein weiter reinzufinden.
Wenn es dann immer noch nicht besser ist, würde ich kündigen.

Beitrag von ja-frager 14.06.10 - 10:33 Uhr

lass es oder lern nein zu sagen.

entweder du nutzt die kurze kündigungsfrist, weil du eben festgestellt hast, dass es der falsche job ist, oder du setzt prioritäten und machst weiter. im klartext heißt das, dass du nur das machst, was du kannst und auch schaffst; nichts nach hause nehmen, keine aufgaben übernehmen, die nicht teil deiner stelle sind (kleine gefälligkeiten für den ag zum beispiel)...
dass die stelle eigtl. für zwei reichen würde, solltest du deinen chef spüren lassen, ohne es an deiner normalen arbeitsqualität mangeln zu lassen.

oder du merkst, dass es dir zuviel ist, weil du privat auch viel stress hast und auch dann solltest du dich entscheiden, einen angenehmeren job suchen (oder fragen, ob du tz arbeiten könntest) oder privates erstmal zurückstellen, weil du siehst, dass du wirklich nur mehr zeit brauchst, bis alles rund läuft...