Was kann ich nur tun?

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von sabse1982 13.06.10 - 22:04 Uhr

Hallo,
ich weiß so langsam echt nicht mehr was ich noch tun soll!
Bin seit November 09 von meinem Mann getrennt. Der Umgang wurde gerichtlich geregelt, da mein Mann so gekränkt ist, dass ich ihn nun endgültig verlassen habe und ich mich mit ihm nicht normal unterhalten kann.
Nun wurde geregelt dass unsere 2 gemeinsamen Kinder jeden Freitag von 15 - 18 Uhr und alle 2 Wochenenden bei ihrem Vater sind.
Der Große (5) übernachtet dann jedes zweite Wochenende dort. Den Kleinen (1) Jahr hole ich Samstags immer um 13 Uhr ab.
Nun waren die Jungs letzten Freitag wie immer bei ihrem Vater, und als ich sie abholte meinte der Große er habe ganz doll durst. An diesem Tag hatte es 35 Grad im Schatten. Er war 3 Stunden lang mit den Kindern draußen und hat ihnen nichts zu trinken gegeben. Der Kleine hat nur gebrüllt als ich ihn geholt habe und beide haben dann ca. 0,5 L auf ex getrunken.
Als ich meinen Ex darauf angesprochen habe, meinte er nur - sie wären ja nicht daran gestorben - ein normales Gespräch war wie immer nicht möglich. :-[ Was kann ich nur tun damit die Kinder während des Umgangs ausreichend versorgt werden? Wenn der Kleine Samstags von 9 - 13 Uhr bei seinem Vater ist bekommt er auch nie wie eigentlich besprochen etwas zu Essen!#aerger
Ich habe vor ein Gespräch im Jugendamt zu suchen um dort die Gegebenheiten auf normale Art und Weise zu besprechen.

Zum Schluss habe ich noch eine Frage:
Kann der Vater (gem. Sorgerecht) ohne mein Wissen mit den Kindern, bzw. mit dem Großen in Urlaub fahren? Keine Ahnung wie das rechtlich geregelt ist???

Was würdet ihr an meiner Stelle tun?

LG Sabrina

Beitrag von delfinchen 14.06.10 - 08:07 Uhr

hallo,

ich kann dir leider nur auf deine letzte frage eine antwort geben: nein.
er kann nicht einfach ohne dein wissen mit den kindern in den urlaub fahren. er braucht eine vollmacht von dir, dass du einverstanden bist - so hat man es uns am jugendamt gesagt.

das andere problem gestaltet sich wohl schwieriger .... ich würde auf jeden fall mit datum notieren, wann was "vorgefallen" ist. sag deinem expartner, dass du ihm unter diesen umständen die kinder nicht mehr gibst und gib das und deine aufzechnungen auch ans jugendamt weiter. wenn deine kinder dann das nächste mal unversorgt von ihrem vater zurückkommen, sag, dass er die kinder nächste woche nicht mehr kriegt und zieh das auch durch. melde es dann auch dem jugendamt - normalerweise bin ich nicht so drastisch, aber erstens geht es hier um das wohl deiner kinder und zweitens scheint man mit ihm ja echt nicht reden zu können, wenn er schon mit dem kleinen vorwurf, er habe den kindern nichts zu trinke gegebe, nicht klar kommt.....

viel kraft und alles liebe,
delfinchen

Beitrag von kati543 14.06.10 - 10:13 Uhr

Sie DARF ihm die Kinder nicht verweigern. Ansonsten ist sie ganz schnell das Sorgerecht los. Also bleibt ihr nur die Möglichkeit, alles zu notieren und beim nächsten mal möglichst einen UNBETEILIGTEN Zeugen mitnehmen, der das alles bestätigen kann.

Beitrag von hedda.gabler 14.06.10 - 11:25 Uhr

Hallo.

>>> Sie DARF ihm die Kinder nicht verweigern. Ansonsten ist sie ganz schnell das Sorgerecht los<<<

Blödsinn! Niemand ist ganz schnell das Sorgerecht los ...

... was soll eigentlich immer dieser Sch*** hier, Mütter, die sich zu Recht Sorgen machen und nach Möglichkeiten suchen, mit dem angeblichen Sorgerechtsentzug in Angst und Schrecken zu versetzen ...

... die Motivation, jemanden das so vor den Latz zu knallen, würde mich echt mal interessieren.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von parzifal 14.06.10 - 12:13 Uhr

Du schreibst nur, dass die Kinder Durst hatten als Du sie abholen wolltest und vom Vater bis dato nichts zu trinken bekommen haben.

Leider aber schreibst Du aber nichts zu den weiteren Umständen.

Haben die Kinder zum Vater gesagt, dass sie wahnsinnig Durst hatten und der Vater hat sich geweigert etwas zu geben? Hat er diese Weigerung irgendwie begründet. Mit leuchtet nicht ein, dass er es nicht einmal zu einem Wasserhahn geschafft hat.

Und wenn Dein einer Sohn gerade mal nur 4 Std. beim Vater ist warum muss er in dieser Zeit noch etwas essen? Am Ende noch Frühstück und Mittagessen?

Ist vorher Frühstücken und nachher Mittagessen nicht möglich?

Oder bittet auch er um Nahrung was der Vater hartnäckig ignoriert?

Beitrag von tomama 14.06.10 - 15:55 Uhr

Hallo,

normale Eltern bieten ihren Kindern bei solchen Temperaturen regelmäßig etwas zu Trinken an und animieren sie viel zu trinken. Und ein einjähriges Kind kann sich da noch nicht äußern und auch 5jährige vergessen im Spiel gerne mal das Trinken. Also, eindeutig Aufgabe des Elternteiles!

Ich kann die Mutter gut verstehen, daß sie sich sorgt. Und bei der Reaktion ihres Ex-Mannes. Finde ich sehr erschreckend und ich hätte kein gutes Gefühl mein Kind dort hin zu geben.

lg tomama

Beitrag von parzifal 14.06.10 - 17:27 Uhr

Weshalb das einjährige Kind in vier Stunden verhungern und verdursten soll ist mir nicht ganz klar.

Wenn man vergisst etwas zu trinken zu geben und das Kind selbst dies gar nicht bemängelt sollte man aber Deiner Meinung nach sicherlich genauso massiv eingreifen wie wenn das Kind um trinken bettelt.

Dass man sicher oftmals "vergißt" zu trinken mag ja sein. Ich gehe aber davon aus, dass man den Durst mit Sicherheit nicht so vergisst, dass man plötzlich ins Koma fällt.

Oder können die Kinder der TE kein Durstgefühl entwickeln und daher die Dramatik? Ich dachte sie hätten dann doch etws über großen Durst gesagt?

Beitrag von tomama 15.06.10 - 23:20 Uhr

Hallo Parzifal,

ich verstehe Deine Gedankengänge nicht. Sind mir als Mutter irgendwie befremdlich. Fürsorge ist eine Aufgabe von Eltern, vor allem wenn die Kinder noch so klein sind.

gruß Tomsms

Beitrag von sabse1982 21.06.10 - 23:04 Uhr

Hallo parzifal,

der KV war mit den Kindern die ganze Zeit über bei der Hitze draußen auf nem Feld. 50m weit weg gibt es einen Lidl und Rewe. Doch angeblich hatte er keinen Geldbeutel dabei.

Der Große hatte ihm durchaus desöfteren gesagt, dass er Durst hat!!! Aber er wurde ignoriert. Und der Kleinen kann es dem KV noch nicht sagen dass er Durst hat. Der hat bei der Übergabe nur gebrüllt bis mir mein Großer gesagt hat was los ist und ich beiden etwas zu trinken gegben habe.

Die Kinder frühstücken Morgens bei mir bevor sie der KV abholt. Doch ein 1-jähriger isst bekanntlicher Weise nicht so viel, dass es ihm über Stunden reicht. Und es war besprochen, dass der KV den Kindern, wie es für einen fürsorglichen Elternteil normal ist, mit Essen und Trinken versorgt!
Da der Kleine erst 1 Jahr alt und außer Mama, Oma und Opa nicht viel spricht, kann er es leider nicht deutlich sagen dass er hunger hat.
Genausowenig wie er dem KV mitteilen kann dass seine Windel randvoll ist und ausläuft!

Zumal er vor Gericht mind. 50 € Umgangskosten geltend machen will.