KS da unsere Ashley zu groß war!

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von gitti1982 14.06.10 - 08:25 Uhr

Hallo........
so nun ist unsere Ashley schon 18 Tage alt und ich habe grade mal Zeit einen kurzen Bericht zu schreiben!
Also bei ET +4 waren wir zu Kontrolle beim Gyn und es stellte sich plötzlich raus, dass unsere Mausi ca 58cm und 4300 gramm als Maße hat!
Musste dann ins KKH um das kontrollieren zu lassen. Dort wurden die Werte bestätigt und da unsere Maus ausser der Größe zu wenig Fruchtwasser hatte, die Plazenta halt schon verkalkt war (war ja über Termin) und sie ein Sternengucker war, hat man sich für einen KS entschieden. Mir war das Recht, da die Risiken, wie z.B. die Kleine könnte stecken bleiben einfach zu groß waren.
Also bei ET +6 wurde unsere Ashley dann geholt und ich für mich muss sagen, dass ein KS eine schreckliche Erfahrung für mich war! Mein Kreislauf hat versagt und ich weiß von dem Tag kaum noch was! Zumindest habe ich den Moment der Geburt richtig wahr genommen.
Schrecklich fand ic hauch, dass ich 2 Tage kaum was konnte und mich nicht um mein eigenes Kind kümmern konnte.
Also für mich ist es fraglich, wie man sich freiwillig dafür entscheiden kann.......das ist nicht böse gemeint aber ich bin recht traumatisert!
So viel zu unserer Geburt!!

Wir wurden ja für alles was die Tage war gut entschädigt!

Allen frisch gebackenen Mamis alles Liebe und Gute zur Geburt und viel Spaß mit euren Mäusen!!

GGLG Gitti & Ashley

Beitrag von tauchmaus01 14.06.10 - 09:55 Uhr

Und? Haben sich die Werte bestätigt?
Leider sind solche Messungen nicht sehr genau und können +/- 500 g sein.

Ist nicht böse gemeint, aber ich finde es wird zu schnell zum Messer gegriffen.

Meine Kleine wog auch über 4 Kilo und war 54 cm lang. Ob da nun noch 4 cm mehr Kind rausrutschen oder nicht macht keinen Unterschied.

Hab sie aber nicht schätzen lassen vorher eben weil ich weiß dass bei über 4 Kilo Babys gerne ein KS gemacht wird (die Ärzte haben dann einen offiziellen Grund und bekommen für den KS mehr Geld als für eine spontane Geburt)

Aber was das wichtigste ist, ist das gesunde Baby.....bei Deinem Kind steht ja dann auch "übergewichtiges Neugeborenes" im OP Bereicht, oder?

Herzlichen Glückwunsch zu Deiner Ashley....

Beitrag von gitti1982 14.06.10 - 11:27 Uhr

Hi!
Also sie kam mit 4275 gramm und 58,5 cm KU37cm zur Welt!
Also waren die gemessenen Werte sehr genau!
Sie sagten mir im NAchhinein, dass es doch möglich gewesen wäre die kleine spontan zu entbinden, da mein Becken groß genug gewesen wäre. Aber da das im Vorraus keiner sagen konnte, war mir das Risiko definitiv zu groß! Was wäre WENN sie stecken geblieben wäre und sie die Spätfolgen tragen MÜSSTE nur weio ich spontan entbinden wollte...................Dieses Wenn und Aber steht halt im Hintergrund!
Und da ic hbreits eine FG hatte, wollte ich nichts aufs Spiel setzen!!!

Keine Ahnung was in dem Bericht stand-habe den nicht gelesen!
Definitiv ist das Wichtigste, dass sie super gesund und munter ist und mich so manchen Schmerz vergessen lässt!!!!

LG

Beitrag von susasummer 14.06.10 - 21:25 Uhr

Bei mir waren die Werte auch sehr genau.
Ich habe mein erstes Kind auch mit 4040g und 54cm entbunden.Mir wurde zwar vorher gesagt,das er groß sein soll,aber mit den Maßen hatte ich nicht gerechnet.
Normal kann man doch ausmessen,ob das Kind durch das Becken passen würde,soweit ich weiss.
Ich kann dich da verstehen,das du den KS nicht toll fandest.Hauptsache sie ist jetzt gesund und alles ist ok.
lg Julia

Beitrag von becca04 15.06.10 - 13:41 Uhr

Hallo,

nein, man kann das Becken nicht vorher ausmessen bzw. derartige Messungen bringen nichts, da das Becken sich zum einen unter der Geburt öffnet bzw. verschiebt und zum anderen auch der kindliche Kopf verformbar ist.

Das einzige, was man durch Röntgen (vor der SS!) feststellen kann, ist, ob das Becken abnormal verformt ist und dadurch ein Durchtritt des kindlichen Kopfes unmöglich ist.

In der Regel kann man es einfach drauf ankommen lassen, vorausgesetzt, man hat eine intensive und v.a. kompetente Begleitung unter der Geburt, die etwaige Notsituationen frühestmöglich erkennt!

LG,
B.

Beitrag von cori0815 15.06.10 - 17:09 Uhr

Ein sogenanntes "relatives Missverhältnis" - also dass der Kopf tatsächlich aufgrund der Anatomie der Frau nicht durchs Becken passt, ist nur sehr sehr selten tatsächlich gegeben.

Das kann im Übrigen im Vorfeld überprüft werden. Ginge es dann unter der Geburt tatsächlich nicht weiter voran, wäre ein KS ja immer noch eine Lösung. Außer es läge eine Beckenendlage vor - da geht man das Risiko eher selten ein, da man ja schlecht den Po wieder reinschieben kann, wenn man merkt, dass der Kopf nicht durch passt ;-)

Ich bin auch der Meinung, dass man sich in dem Fall zu schnell zu einem KS entschlossen hat. Ich kann aber auch dich verstehen, dass du dich nicht dagegen gesperrt hast. Denn das hätte die ganze Sache noch unerquicklicher für dich gemacht. Vor allem heißt es ja nicht, dass es nicht doch am Ende noch ein KS wird, wenn es unter der spontanen Geburt einen Geburtsstillstand gibt.

LG und dir und deiner Tochter alles Gute
Cori

Beitrag von becca04 14.06.10 - 11:16 Uhr

Hallo,

möchte mich meiner Vorschreiberin anschließen - ich habe mich selbst mit Unterstützung meines Entbindungskrankenhauses ("Wir können unter der Geburt immer noch einen KS machen, wenn es nicht passt!") gegen den KS-Wunsch meiner niedergelassenen FÄ gewehrt - sie hatte aber eher Geburtsverletzungen bei mir als Schäden beim Kind befürchtet.

Ich bin mit dieser Entscheidung gut gefahren - die Geburt war zwar v.a. wegen der ausgebliebenen aktiven Geburtsbegleitung durch die anwesende Hebamme und die Assistenzärztin lang und anstrengend, aber ich konnte meine große Kleine (4.340g, 58cm, KU 38cm) spontan mit einem kleinen Dammschnitt (der eigentlich überflüssig war) gebären.

Kind Nr. 2 kam dann vollkommen problemlos nach 5 Stunden Wehen auf die Welt und war noch schwerer (4.500 g, 56cm, KU 38 cm).

Nun erwarte ich Kind Nr. 3 und hoffe auf eine ebenfalls schnelle und unkomplizierte Geburt - egal bei welcher Größe und welchem KU.

Ich hatte mich - nachdem meine FÄ bei meinem 1. Kind aufgrund der voraussichtlichen Größe in Panik geraten war - ganz in Ruhe informiert: Vom Kaiserschnitt schreckten mich vor allem die fehlende Indikation (Makrosomie/Riesenwuchs ist KEINE Indikation für einen primären/ geplanten Kaiserschnitt!) ab und die Gefahr von Komplikationen aufgrund des KS in den Folgeschwangerschaften (Verwachsen der Plazenta mit der KS-Narbe z.B.). Und da wir noch mindestens ein weiteres Kind wollten, war die Sache für mich klar.

Auch Sternengucker-Lagen sind keine Indikation für einen primären KS: Zum einen drehen sich die Kinder unter der Geburt noch bzw. erfahrene Hebammen können durch eine Lageveränderung der Mutter in der Eröffnungsphase die Drehung des Kindes unterstützen, zum anderen dauert die Geburt zwar länger und ist auch schmerzhafter, trotzdem können die Kinder in der Regel spontan auf die Welt kommen.

Ich halte Dir die Daumen, dass Du den KS trotz allem gut verarbeitest!

Alles Gute und liebe Grüße,
Becca

Beitrag von frierschaf 23.06.10 - 09:15 Uhr

Erst einmal noch herzlichen Glückwunsch zu deiner Ashley. Genießt die Zeit miteinander.

Was deine Erfahrung mit dem KS betrifft, kann ich dich nur zu gut verstehen. Ich fand es auch schrecklich und kann absolut nicht verstehen, wie man sich das freiwillig antun kann. Vor allem die Schmerzen. Ich habe Wochen gebraucht, bis ich so halbwegs wieder richtig gerade stehen konnte.

Aber wenn die lieben Ärzte Angst haben, weil das Kind etwas größer ist, dann sorgen sie schon dafür, dass es ein KS wird. Du hast dem gleich zugestimmt, was ja auch verständlich ist. Denn schließlich willst du ja, dass deiner Kleinen nichts passiert. Und du bist ja kein Arzt und hast ihnen vertraut. Aber letztlich hätten sie sogar noch unter der Geburt dafür sorgen können, so wie ich es erleben musste. Irgend ein Grund findet sich immer.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur sagen: Rede über dein Trauma - und lass dir nicht sagen, das wäre nicht normal. Es geht vielen Frauen so. Und dann kuschle viel mit deiner Maus. Das kann auch ganz viel heilen.

Euch beiden alles Gute
LG
frierschaf