Würdet ihr Eure Eltern ins Altenheim geben?

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Beitrag von kendra.26 14.06.10 - 11:27 Uhr

Hallo,

mich würde mal interressieren, ob ihr Eure Eltern in ein Altenheim geben würdet, wenn diese Demenz oder aber pflegebedürftig werden würden.

Oder aber auch Euren Ehemann/frau abgeben oder zu Hause pflegen?

Ich habe mir in den letzten Tagen viele Gedanken über dieses , sehr schwierige Thema gemacht, meine Freundin arbeitet in der häuslichen Krankenpflege und da bekomme ich vieles mit.

Würdet ihr es übers Herz bringen können?

Mein Mann stammt aus der Türkei (aber hier geboren) , und dort ist es etwas sehr schlimmes, seine Eltern abzugeben.

Der Gedanke daran, meine Mutter in ein Pflegeheim geben zu müssen irgendwann macht mich fertig, ich könnte es glaube ich nicht, aber ich weiss auch nicht was auf mich zukommen würde, wenn ich sie zu Hause hätte...

Meinen Mann könnte ich auch niemals in ein Heim geben, er war bis jetzt immer ein sehr guter Ehemann, ich würde es nicht über das Herz bringen.
Wäre er schlecht zu mir gewesen...ich weiss es nicht.

Ich weiss , das ist ein sehr sensibles Thema, ich möchte auch niemandem zu nahe treten, dessen Eltern in einem Altenheim wohnen, manchmal geht es nicht anders :-)

VG

Beitrag von metalmom 14.06.10 - 11:30 Uhr

Hallo,
ich würde meine Eltern ins Heim geben wenn ich merken würde, dass ich es nicht mehr bewältigen kann.
Ich weiss wie es ist, demenzkrakte Menschen zu Hause zu pflegen und das kann nicht Jeder. Körperlich und seelisch ist das ganz schön heftig.
Das hat dann auch nichts mit abschieben zu tun, sondern einfach mit Überforderung. "Über`s Herz bringen", das klingt doch sehr nach Anklage. Man überlässt seine Eltern (normalerweise) nicht einfach so locker flockig einem Altenheim oder Pflegeheim.
Wirklich, Dein Beitrag klingt als wären Heime eine grausame Strafe.
LG,
Sandra

Beitrag von scrollan01 14.06.10 - 11:35 Uhr

Ich bin KS aber arbeite z.Zt. in einem PH.
Und nein - ich würde meine Eltern nicht abgeben!

Ich würde schauen, dass sie so lange es geht in ihrem Haus bleiben können und mit Hilfe eines Pflegedienstes alles abgedeckt ist.
Ich würde nachts eine Nachtschwester einsetzen, damit ich schlan kann.

Wenn sie in ihrem Hause nicht bleben könnten, würde ich sie zu mir holen!

Aber es sind ja nicht alle Heime schlimm!

Es gibt durchaus echt schöne - nur kosten die ordentlich Geld! :-(

Beitrag von agostea 14.06.10 - 12:00 Uhr

>>....als wären Heime eine grausame Strafe. <<

Das sind sie auch.

Gruss
agostea

Beitrag von metalmom 14.06.10 - 12:04 Uhr

Nö, gar nicht.
Meime Oma war im Heim und ist dort richtig glücklich gewesen. Alle waren sehr nett zu ihr und sie wurde hervorragend versorgt.
Aber Du und ich agostea, Du und ich - wir werde immer unterschiedliche Ansichten haben.

Beitrag von agostea 14.06.10 - 12:05 Uhr

Ich habe es anders kennengelernt (Heime). Gruselig.

>>Aber Du und ich agostea, Du und ich - wir werde immer unterschiedliche Ansichten haben.<<

Macht nichts. Es muss auch Leute wie dich geben.

Beitrag von metalmom 14.06.10 - 12:08 Uhr

Tja und ich habe gute Erfahrungen gemacht.

Es muss Leute wie mich geben - ach komm. Das ist wirklich #gaehn und überhaupt und so.

Beitrag von agostea 14.06.10 - 12:09 Uhr

Wenn du das negativ wertest, ist das dein Problem. Bei mir ist das Glas immer halb voll. :-)

Beitrag von metalmom 14.06.10 - 12:29 Uhr

Ich glaube, Dein Glas ist öfter voll als Dir gut tut. #rofl

Beitrag von agostea 14.06.10 - 13:35 Uhr

Glauben heisst nicht wissen. :-)

Beitrag von sue20 14.06.10 - 12:08 Uhr

Die "normalen": Richtig#pro

Die "Goldstübchen" :Naja,wenn man 6000Euro locker sitzen hat, für Plegestufe 1 sind diese bestimmt ganz aktzeptabel und annehmlich...

Lg

Beitrag von agostea 14.06.10 - 12:11 Uhr

Ja, ich meinte auch eher die Normalen - so für den Hans und Franz von nebenan #freu

Kämen Goldstübchen in Frage, würde ich weiter nicht drüber nachdenken. #freu Aber dann würde ich auch nicht im Büro sitzen und mich bei Urbia mit Landplagen befassen#freu

Gruss
agostea

Beitrag von sue20 14.06.10 - 12:19 Uhr

Aber dann würde ich auch nicht im Büro sitzen und mich bei Urbia mit Landplagen befassen


:-DIch wäre dann shoppen#scheinund in meinen Aston nach schönen Häusern Ausschau halten

Beitrag von agostea 14.06.10 - 13:36 Uhr

Ich würde dann wohl jetzt in Irland auf meiner Burg sitzen und Schwertkampf studieren. #verliebt

Beitrag von nakiki 14.06.10 - 12:28 Uhr

Hallo!

Vielleicht ist es ja auch abhängig von der Region? Meine Oma war in einem guten Pflegeheim mit eigenem Appartment usw..
Sie konnte die Kosten selbst tragen. Von ihrer Rente und außerdem hatte sie ein Haus, das vermietet wurde.

Also auch für Hans und Franz finanzierbar.

Gruß nakiki

Beitrag von sue20 14.06.10 - 12:37 Uhr

Ich mag mich irren, aber unsere Eltern oder spätestens unsere Generation, wird nicht mehr eine "gute"Rente bekommen...Denn die Generation der Hinterbliebenden ist vorbei(ok,vereinzelnd noch)
Und da gute Altenheime immer mehr auf den Vormarsch sind, werden auch die Preise steigen-also nicht (nur) für Hinz und Kunz finanzierbar!
Auch ist es die Regel(Ausnahmen mal außen vor) das die jetztige ältere Generation oder wir, unsere Häuser rund 25-30 Jahre abbezahlen....meißt bis zur Rente....

....was hat deine für eine Rente bzw.für Mieteinnahmen?Rein obligatorisch(will ich nicht beantwortet haben)....die meißten(unsere Eltern oder wir) haben dann wahrscheinlich nicht mehr so viel Glück mit ihren Finanzen....

Vg Sue

Beitrag von sue20 14.06.10 - 12:39 Uhr

die -OMA- fehlt#hicks

Beitrag von nakiki 14.06.10 - 14:48 Uhr

Hallo!

Die Rente meiner Oma war nicht besonders hoch. Die Mieteinnahmen betrugen 1.000 DM, also auch nicht so viel.

Die jetztige Rentnergeneration ist verdammt reich. Entweder können sie sich dann selbst eine gute Pflege leisten oder aber es wird doch noch eine Menge vererbt.
Was man nicht vergessen darf: Die Pflege zu Hause kostet auch Geld. Du könntest nicht mehr arbeiten gehen, die Wohnverhältnisse müssen stimmen usw.. Kostenlos ist das ganze auch nicht. Außerdem eine körperliche und seelische Belastung.

Wenn jemand ein Eigenheim hat und bis zur Rente abbezahlen muss, dann war das meiner Meinung nach eh eine Fehlplanung. Eigenlich sollte man doch sparen (hier das Eigenheim) damit man Alter davon leben kann. In den eigenen Häusern können die meisten jedoch gar nicht alt werden, da sie mit der Größe und Garten überfordert sind. Bleibt noch der Verkauf. Man bekommt jedoch nur genug Geld, wenn man immer wieder ins Eigenheim investiert hat. In meinen Augen also eine Nullnummer.
Wenn sich also jemand trotz Eigenheim später keine angemessene Pflege leisten kann, der hat sich verkalkuliert.

Erwartest du, das deine Kinder dich später pflegen sollen? Ich würde mich nicht in so eine Abhängigkeit begeben wollen.

Gruß nakiki

Beitrag von agostea 14.06.10 - 13:39 Uhr

Das kommt darauf an, wo man den Kostenrahmen ansetzt und was du für "finanzierbar" hälst...

Gruss
agostea

Beitrag von nakiki 14.06.10 - 14:50 Uhr

Meine Oma hatte eine normale Rente. Waren keine Großverdiener. Im Prinzip hat sie dem Heim soviel zu zahlen müssen, wie sich auch allein in ihrem Haus verbraucht hat, also Strom, Heizung, Essen usw.

Gruß nakiki

Beitrag von agostea 14.06.10 - 15:36 Uhr

Hm, sicher. Das mag es geben....ich weiss nicht, wie das mal wird. Ich habe halt immer gesagt, das meine Eltern nicht ins Heim gehen. Ob das umsetzbar sein wird? Puh. Hängt von vielen Faktoren ab...und letztlich haben meine Eltern auch noch ein Wörtchen mit zureden...:-)

Gruss
agostea

Beitrag von coppeliaa 14.06.10 - 16:23 Uhr


"Ob das umsetzbar sein wird?"

für mich gliedert sich das so ein bißchen in drei fragen:

wollen die eltern?

verstehen sich eltern und kind gut genug?

kann kind das überhaupt organisatorsch auf die reihe kriegen, müsste kind seinen job dafür aufgeben und würde es das auch tun?

wie sieht vor allem der letzte punkt für dich aus?

lg

co

Beitrag von kittythecat 14.06.10 - 12:08 Uhr

Ich fürchte das hängt ganz eklatant mit den finanziellen Mitteln zusammen, die man in das heim investieren kann. Meine Großmutter hat ihr eigenes Appartement in einem betreuten Wohnen mit entsprechenden Pflegedientsleistungen. Gefällt ihr sehr gut und auch die Atmosphäre im angeschlossenen Heim ist sehr freundlich. Frag aber nicht, was mein Vater dafür monatlich zuzahlt...

VG - kitty

Beitrag von agostea 14.06.10 - 12:13 Uhr

Ja eben. Das wäre dann was anderes. Aber wie ich grade Sue20 schrieb:

Die Goldstübchen sind nicht der Rede wert...#kerze

Gruss
agostea

Beitrag von 96kati 14.06.10 - 13:33 Uhr

Sehe ich gar nicht so!

Das Heim, in dem meine Oma lebt, ist sehr nett und dazu auch noch erschwinglich.

Man sollte nicht immer gleich so negativ an diese Sache rangehen.