Geplanter KS oder normale Geburt riskieren trotz KS-Narbe?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von vanillezauber 14.06.10 - 16:16 Uhr

Ich brauch mal euren Rat. Denn es kann mir keiner wirklich weiter helfen, habe schon mit dem Kreißsaal, meiner Gyn, meiner Hebi und zig anderen Leuten gesprochen...

Vielleicht gibt es ja hier wen mit ähnlichen Erfahrungen?

Problem ist folgendes ...

Letzte Woche war ich zur Geburtsbesprechung im KH. Kind lag da immer noch in BEL und so entschied der Chefarzt nach meiner Untersuchung das eine äußere Wendung und damit eine normale Geburt aufgrund meiner dünnen KS-Narbe vom Oktober 2008 (gerade mal 2 mm Haut dort) das es Übermorgen nen geplanten KS geben sollte. Jetzt hatte ich mich damit abgefunden das ich wieder nen geplanten KS bekomme, wie bei meiner Tochter auch schon, weil sie genauso stur in BEL saß.

Nun zum Problem:
Heute war ich zur Kontrolle nochmal bei meiner Gyn, und sie stellte fest das sich das Baby nun doch in SL begeben hat und super mit dem Kopf im Becken liegt und ich sogar schon leichte wehen habe. Letzte Woche noch haben es alle Ärzte ausgeschlossen, das es sich noch von alleine drehen würde. Ich vermute das Kind hat sich letzte Nacht gedreht, mein Bauch sah gestern noch anders aus und jetzt wandert er auch weiter runter.

Da mein erster PDA KS der reinste Horror war hatte ich mich nun auf einen KS in Vollnarkose eingestellt, da mein Wunsch in der Wanne normal gebären zu können ja wieder nicht klappen sollte.

Durch die Drehung des Babys sind nun aber wieder beide Möglichkeiten offen. Problem ist nur das der Chefarzt vom Kreißsaal noch letzte Woche sagte, dass er glaubt das meine alte KS-Narke, weil sie so dünn sei (2 mm), 2,5 - 3 mm dicke Haut sollte Frau wohl mindestens am Bauch haben, reißen oder platzen könnte. Am Rest des Bauches habe ich 4 mm dicke Haut.

Jetzt zu meiner Frage:

Was würdet ihr wohl an meiner Stelle machen?
Trotz des Risikos das die alte KS-Narbe reißen oder platzen würde normal gebären und wenn es schief geht das Risikos eines Not-KS eingehen oder würdet ihr in 2 Tagen den geplanten KS wie geplant machen?

Mein Wunsch war ja eigentlich immer ne normale Geburt, aber inzwischen bin ich von meiner Angst hin und her gerissen das die alte Narbe reißen könnte!

Bin jetzt 37+5 SSW und der ET wäre eigentlich am 30.06.2010. Die Ärzte sind sich auch einige, dass das Kind schon größer/schwerer ist als bisher berechnet wurde.

Ist das bei euch schon mal vorgekommen, das eure alte KS-Narbe bei der 2. Geburt gerissen ist weil ihr normal entbunden habt???

Beitrag von muffin357 14.06.10 - 16:53 Uhr

hi,

ich versteh Deine "Gedankenkippung" nicht.

Die GEfahr, dass die Narbe reisst ist bei BEL genausogross, wie bei SL. -- und bevor sich dein Baby gedreht hat, war für Dich doch alles klar.

hm ... also wenn die Ärzte schon sagen, das wäre so/zu dünn, -dann würd ich das nicht riskieren, -oder könntest Du da abschalten und die geburt wirklich kopffrei laufen lassen mit diesem Gedanken im Hintergrund?

überleg mal in diese Richtung..... - die Ärzte werden die Gefahr einer reissenden Narbe schon richtig einschätzen. die haben ja erfahrung...

alles alles gute....
Tanja

Beitrag von vanillezauber 14.06.10 - 17:07 Uhr

Wäre mein Baby ja in BEL geblieben, hätte ich nen KS machen müssen, jetzt liegt die Entscheidung ja bei mir was ich will. Das ist das Problem!

Meine Gyn und meine Hebi sagen ich soll es mir überlegen mit normal gebären. Also sind sie anderer Meinung als der Chefarzt vom Kreißsaal, der glaubt das die Narbe platzen könnte.

Meine Hebi sagte auch, dass es vielleicht vom Chefazt nur Panikmache sei das die Narbe reißen könnte. ich kann es nicht beurteilen, da ich da keine Erfahrungen mit habe!

Beitrag von brautjungfer 14.06.10 - 17:12 Uhr

Hallo,

hör auf deine Hebamme. sie ist in Geburtsfragen die bessere Ansprechpartnerin. ich würde NIE einem Arzt in der Klinik vertrauen da diese meist nicht neutral urteilen über die Annamnese.

lg

Beitrag von qrupa 14.06.10 - 17:13 Uhr

Hallo

dass Risiko einer Ruptur besteht immer bei jeder Geburt. Selbst wenn man noch nie einem KS hatte. Nach einem KS ist es nur einfach minimal höher als ohne. und gerade wenn mehr Experten für die spontane Geburt sind, würde ich es immer spontan versuchen. Wenn sich nun komplett alle einig sind, dass es ein KS sein muß, ok, dann ist das was anderes, aber so würd eich persönlich einen KS ablehnen.

LG
qrupa



Beitrag von linagilmore80 14.06.10 - 18:00 Uhr

So minimal ist es nicht, dass es eine Uterusruptur gibt. Betrifft immerhin eine von 200 Frauen.

LG,
Lina

Beitrag von qrupa 14.06.10 - 18:38 Uhr

Hallo

und ohne vorherigen KS ist es kaum geringer. Nur macht sich da keiner einen riesen Kopf drum.

LG
qrupa

Beitrag von brautjungfer 14.06.10 - 21:32 Uhr

hallo,

die Zahl die die Userin gepostet hat stimmt aber nicht.
die Häufigkeit liegt bei 1:1500
http://www.enzyklo.de/Begriff/Uterusruptur

lg

Beitrag von brautjungfer 14.06.10 - 21:31 Uhr

das stimmt nicht. die Häufigkeit liegt bei 1:1500
http://www.enzyklo.de/Begriff/Uterusruptur

lg

Beitrag von nisivogel2604 14.06.10 - 17:06 Uhr

Ich würde spontan gebären. Der Ultraschall ist sehr stark benutzerabhängig. Es kann also sein das die Messungen schlicht und ergreifend absolut falsch sind.

Beitrag von vanillezauber 14.06.10 - 17:10 Uhr

Das wusste ich auch noch nicht, dass das so ist. Danke für die Info!

Beitrag von carrie23 14.06.10 - 19:35 Uhr

Sicher hast du recht das gilt aber für beide Richtungen.
Es kann genauso sein dass die Narbe dünner ist als angegeben weils eben auf den Benutzer ankommt.
Generell bin ich aber dafür, sofern keine Komplikationen da sind, es spontan zu probieren.
Ne Sectio kann man immer noch machen.
Ich habe ne sehr dünne Gebärmutternaht und werde deshalb im September meinen dritten Kaiserschnitt bekommen.

Beitrag von qrupa 14.06.10 - 17:07 Uhr

Hallo

ich persönlich halte von diesem Narbe ausmessen rein gar nichts. Hält man den US nur in einem minimal andern Winkel zur Narbe, mißt ein paar cm weiter links oder rechts, kommen plötzlich komplett andere Ergebnisse dabei raus.

Aber wenn du solche Angst vor einer Ruptur hast, dann wird es für dich sicher sowieso schwer sein bei einer spontanen Geburt soweit den Kopf frei zu bekommen, dass du wirklich gebären kannst.
Ich für meinen Teil sehe das für mich so entspannt, dass ich trotz oder auch gerade wegen des vorherigen KS eine HG plane. Außerdem könnte ich persönlich nie in eeinr Klinik ein Kind bekommen, in der ich laufend das gefühl hätte, die Ärzte warten nur auf einen Vorwand um mich in den OP zu schieben.

Wie wäre es sonst, wenn du dir nochmal von einem anderen Arzt eine zweite meinung holst und den KS Termin erstmal noch um ein paart Tage verschiebst bis du dir zum einen oder anderen völlig sicher bist?

LG
qrupa

Beitrag von vanillezauber 14.06.10 - 17:12 Uhr

Ich weiß im Moment nicht wovor ich mehr Angst habe. Vor einem zweiten "horror" KS oder das die Narbe platzen könnte. :-S

Beitrag von qrupa 14.06.10 - 17:19 Uhr

Hallo

das Risiko für eine Ruptur liegt bei unter 0,5%. Solang du weder zum einen noch zum anderen wirklich ja sagen kannst, würde ich persönlich erstmal abwarten. Ich würde mich nach einem geplanten KS wahrscheinlich ewig fragen , ob es wirklich sein mußte.
Die spontane geburt würde sowieso viel intensiver überwacht und sobald es Anzeichen gäbe, dass etwas mit der Narbe nicht in Ordnung ist, würde dann eh ein KS gemacht (was nicht automatisch ein Not KS ist). Ich würde lieber für einen möglichst ungestörten Geburtsverlauf sorgen und alle störenden Eingriffe ablehnen, weil das beides Faktoren sind, die das Risiko einer Ruptur erhöhen.

LG
qrupa

Beitrag von lieke 14.06.10 - 17:46 Uhr

Hallo,

ich sehe das genauso wie grupa, habe selber nach KS zweimal vaginal entbunden, sogar eingeleitet, was viele ja für noch "gefährlicher" halten, weil die Wehen künstlich sind. Der KS war eine Zwillingsgeburt mit längerem Schnitt als normal. Bei mir wurde nichts ausgemessen und ich habe das (außer hier im Forum) noch nie gehört.

Für mich käme in deiner Situation ein KS nicht in Frage. Ich habe das Gefühl, dass du dich in dem KH nicht so gut aufgehoben fühlst. Vielleicht überdenkst du den Geburtsort nochmal? Ich verstehe, dass dir der KS Termin im Nacken sitzt, aber medizinisch gesehen gibt es für dich und das Baby keinen Grund zur Eile. Laß dich nicht bedrängen, es ist eine neue Situation, da darfst du ruhig in Ruhe drüber nachdenken.

LG,
Lieke

Beitrag von tragemama 14.06.10 - 18:07 Uhr

Ich hatte eine Narnenruptur und lebe wahrscheinlich nur noch, weil ich zufällig gerade in einer Klinik war - und das trotz normaler Narbe und nur mit leichten Wehen. Ich würde den KS vorziehen (in meinen Augen planbarer und sicherer).

Andrea

Beitrag von minnie85 14.06.10 - 20:08 Uhr

Hi!

Also rein statistisch ist die Gefahr einer Narbenruptur immernoch geringer als das reine KS-Risiko...daher ist es rein statister sicher, spontan zu gebären und gerade für dein Kind hat es sehr viele Vorteile und erspart Spätfolgen wie die falsche Darmbesiedelung.

Eine Wassergeburt...die kann jetzt wieder klappen! Daher gehe nochmal in dich und frage dich genau, was du möchtest...ich habe nach einem KS spontan entbunden und es war das Beste, was mir je passiert ist!!! Ich wünsche jeder Frau nur einmal das Gefühl, das Kind aus eigener Kraft geboren zu haben.

Alles Gute!

Beitrag von lienschi 14.06.10 - 21:40 Uhr

Genau so seh ich das auch. #pro

Ich hoffe auch stark das ich nach meinem ungewollten Kaiserschnitt beim nächsten Kind spontan entbinden kann.

Der Narbenmessung trau ich übrigens auch nicht über den Weg.

Wenn man alle Risiken ausschließen möchte, müsste man auf´s Kinderkriegen wohl ganz verzichten... es gibt schließlich bei allen Geburtarten genug Risiken.

lg, Caro

Beitrag von minnie85 15.06.10 - 18:23 Uhr

Das Leben an sich ist einfach risikoreich und man muss dann auch mal auf sein Bauchgefühl hören. Und rein lehrbuchtechnisch ist die Spontangeburt das Beste für alle Beteiligten und das sagte mir mein Bauchgefühl damals auch...und es war goldrichtig!

Beitrag von brasusu 14.06.10 - 22:24 Uhr

Hey Du!

Bei mir hat bei der zweiten Schwangerschaft niemand die Narbe gemessen. Ich hatte auch Angst, dass dort was reißt. Dann wurde bei mir eingeleitet mit Gel. Während der Geburt habe ich sogar nen Wehentropf bekommen, ich hatte Wehen fast ohne Pause und da ist nichts gerissen. Die Ärzte haben immer gesagt ich soll mich nicht verrückt machen, da wird nichts reißen. Und sie hatten im Endeffekt auch recht. Probiere es normal! Du wirst gut überwacht und im Notfall kann eingeschritten werden. Die Ärzte irren sich manchmal um mehrere hundert Gramm beim Kindsgewicht, da wollen die nen halben mm bei der Kaiserschnittnarbe, wohl gemerkt der inneren sehen, niemals! Google mal, es gibt auch viele Seiten, die schreiben, dass eine Ausmessung der NArbe nicht erforderlich ist! Wenn man Dir ne normale Geburt anbietet, dann wird diese vertretbar sein und Du kannst es probieren und ja jederzeit abbrechen! Viel Glück Dir!

Beitrag von vanillezauber 14.06.10 - 22:35 Uhr

Vielen Dank ihr lieben das ihr so zahlreich geantwortet habt. #blume

Ich werde mir morgen auf jedenfall im Kh noch andere Meinungen einholen, da ich sowieso schon mal da bin.

Nachdem ich den Schock nun etwas verdaut habe das ich nun doch normal entbinden könnte, wo ich die Hoffnung ja schon lange aufgegeben hatte tendiere ich auch zur normalen Geburt. Meine Angst vorm KS scheint doch noch größer zu sein, als das die Narbe die Geburt nicht aushalten könnte.

Zumidnest kann ich jetzt, wie ich es eigentlich immer wollte, versuchen normal zu entbinden :-)

Beitrag von kra-li 15.06.10 - 08:24 Uhr

meiner freundin wurde ein KS empfohlen, weil der letzte erst Gut ein Jahr her war...

Meine Kollegin hatte Nr. 2 mit KS und Nr. 3 dann nach 2 Jahren spontan entbunden...

bei uns in der nähe ist wohl erst eine frau verblutet weil die narbe gerissen ist, sie reisst ja wenn dann in der gebärmutter und das lässt sich schlecht stillen und man merkt es auch nicht gleich...

ja die entscheidung kann dir leider keiner abnehmen, ich würde dann lieber kein risiko eingehen und den ks nehmen, deine kinder brauchen dich ja noch...

Beitrag von becca04 15.06.10 - 13:37 Uhr

Hallo,

meine Hebamme erklärte mir, dass eine Kaiserschnittnarbe nur in den seltensten Fällen "aufreißt", sondern häufig sich nur leicht auftrennt, was aber - genaue Beobachtung unter der Geburt vorausgesetzt - nicht allzu problematisch ist.

Studien haben wohl auch ergeben, dass Narben, die infolge der Misgav-Ladach-Methode (sanfter KS: nur eine Naht am Uterus) entstanden sind, leichter aufgehen als "klassische" Narben (mindestens 2 Nähte). Da könntest Du Dich noch einmal informieren.

Grundsätzlich ist bei "Zustand nach Sectio" wichtig, keine Geburtseinleitung vornehmen zu lassen und auch keine Betäubung (PDA etc.), damit man als Gebärende möglichst schnell irgendwelche kritischen Symptome wahrnehmen kann.

LG,
Becca.

Beitrag von tragemama 15.06.10 - 15:54 Uhr

Was ist denn bitteschön "leichtes Auftrennen einer Narbe"? Versteh ich nicht...

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