Lohnfortzahlung bei 400-Euro Job

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Beitrag von fallen-angel89 14.06.10 - 19:42 Uhr

Hallo,

habe am 06. Mai einen 400 Euro Job angefangen. Habe kürzlich schon einmal geschrieben wegen Beschäftigungsverbot.

Da ich jetzt schwanger bin darf ich laut Mutterschutzgesetz nicht mehr arbeiten und eine andere Arbeit kann mir mein Chef nicht geben.

Klar ist es eine sehr kurze Zeit wo ich dort gearbeitet hab aber das tut ja nichts zur Sache.

Dadurch das ich familienversichert bin weiß ich schon das ich für die 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt nur einmalig irgendwas mit 200 Euro bekommen werde.

Wie sieht es aber nun genau mit meinem Lohn weiterhin aus?

Es ist so das ich keinen Stundenlohn hatte. Ich wurde nach den Sachen bezahlt (für alles gab es pauschalbeträge) die ich gemacht hatte. Somit konnte ich meine Zeit frei einteilen. Im Monat Mai habe ich genau 395 Euro bekommen. Immer wieder lese ich das zur Berechnung die Gehälter der letzten 3 Monate angeschaut werden und danach berechnet wird wie viel Lohn ich weiterhin erhalten würde. Aber es gibt hier ja nur diesen einen Monat.
Das einzige was ausgemacht war, das ich an 2 fixen Tage die Woche komme. Dadurch das ich erst am 6. angefangen habe hat mir ein Tag "gefehlt" und ich bin in einer Woche 3 mal gekommen.

Mein Chef weiß nichts davon das er mit weiter Lohn zahlen müsste, den er ja wiederum erstattet bekommt. Von ihm kam nur: ja dann kannst du wohl nicht mehr arbeiten, dann lassen wir es jetzt eben so. Den einen Monat kann man ja auch als Probezeit sehen.

Soviel zu dem drumherum.

Was muss ich denn nun tun? Ihn darauf hinweisen das er zahlen muss? Oder muss er das gar nicht weil ich nur so kurz dort gearbeitet habe?

Lg

Beitrag von che-raya 14.06.10 - 19:56 Uhr

Soweit ich weiß bekommst Du bei einem 400€ Job keinen Lohn, wenn Du nicht arbeitest.
Du bist nicht selbst versichert, zahlst keine Abgaben...

Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber ich arbeite selbst auf 400€-Basis und denke nicht das Du da irgendwas bekommst!

Lg

CR

Beitrag von muffin357 14.06.10 - 19:59 Uhr

du liegst falsch.

du hast ALLE RECHTE, die auch alle "normalen" arbeitnehmer haben, - inklusive KÜndigungsschutz, Wiederbeschäftigungspflicht nach Elternzeit, Lohnfortzahlung bei BV, Einmalzahlung MuSchugeld usw.....

Beitrag von muffin357 14.06.10 - 19:58 Uhr

da du da nur einen monat gearbeitet hast, ist die berechnung der HÖhe tatsächlich schwierig und sicher von der rechtslage nicht so klar.

fakt ist richtig: du bekommst lohnfortzahlung bis zum beginn Muschu - die frage ist: wie hoch.

auf dieses geld würd ich keinesfalls verzichten (weil es ja auch dein Elterngeld beeinflusst) und eben die eine stunde beratungslohn bei einem anwalt investieren ...

lg
tanja

Beitrag von fallen-angel89 14.06.10 - 20:21 Uhr

Danke für deine Antwort. Am besten rufe ich erstmal bei der Knappschaft an die müssten das ja auch wissen.

Lg

Beitrag von susannea 14.06.10 - 22:44 Uhr

Die Rechtslage ist ganz klar, wenn der zeitraum kürzer war wird taggenau gerechnet. Es zählt eigentlich eh die zeit vor dem Eintreten der schwangerschaft beim BV und nicht die letzten drei Monate!

Beitrag von alexa1973 14.06.10 - 20:31 Uhr

Ruf in der Minijob-Zentrale an, die beraten Dich da gern!

Beitrag von susannea 14.06.10 - 22:45 Uhr

Er muss das Geld weiter zahlen.
Die Rechtslage ist ganz klar, wenn der Zeitraum kürzer war, wird taggenau gerechnet. Es zählt eigentlich eh die Zeit vor dem Eintreten der Schwangerschaft beim BV und nicht die letzten drei Monate!

Beitrag von momfor3 15.06.10 - 13:40 Uhr

Hier bitteschön:
http://www.buzer.de/gesetz/6816/a96852.htm

mf3