Ich bin glücklich, er versinkt im Chaos.... *laaaaaang*

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von waffelchen 14.06.10 - 22:19 Uhr

Vorgeschichte in Stichworten:
7 Jahre Beziehung, Verlobung, gemeinsame Wohnung, schwanger, entscheiden gemeinsam das Kind zu bekommen, nach 6 Wochen in der gemeinsame Wohnung finde ich raus, dass er kifft, trenne mich räumlich, nach 2 Wochen Trennung von ihm, da er sein Leben nicht für mich und Kind ändern will, 36.Woche über MSN die Nachricht, er glaubt es wäre nicht seins.

Jonathan ist jetzt 4 Monate alt, letzte Woche war der erste Termin vor Gericht, Gutachten ist angefordert, ich hoffe der Termin zum Speichelabstrich kommt schnell.
Er hat den Kleinen noch nie gesehen, zeigt kein Interesse, ich könnte ihn umbringen.

So, vorgestern war seine Schwester hier, wir haben guten Kontakt, sie ist eine tolle Tante für den Kleinen.
Sie hat mir erzählt wies ihm so geht....
Er kifft nur noch, spielt WOW, seine Wohnung gleicht einer Messibude, er hat üble Geldprobleme, weil er seine Drogensucht nur durch Hartz4 nicht bezahlen kann, hat wohl schlimme Depressionen, sie hat Angst er tut sich was an....

Und ich??? Ich bin glücklich, mir gehts blendend. Der Kleine erfüllt mein Leben mit soviel Glück, dass ich es kaum fassen kann. Im März fang ich ein Praktikum an, indem ich ihn sogar mitnehmen kann, danach will ich studieren, mein Leben läuft, und sogar besser als mit ihm.

Und ich hab ein schlechtes Gewissen...

Wie er da saß letzte Woche, ich hätte ihn am Liebsten in den Arm genommen, ihm gesagt das ich für ihn da bin....

Ich vermisse ihn täglich, es wird besser, aber ich vermiss ihn halt, und ich denke ich liebe ihn auch noch, trotz allem was er mir angetan hat.
Aus uns wird niemals wieder was, dafür ist zuviel passiert, aber ich wünsche mir Kontakt, schon allein um ihm zu helfen.

Nach allem was passiert ist und der Tatsache, dass ihm sein Sohn "Banane" (Zitat von ihm) ist, fühle ich mich noch immer für ihn verantwortlich und glaube, dass seine Situation zum Teil auch meine Schuld ist und ich deswegen für ihn da sein sollte.

Ich will irgendwas machen, ihm gehts so schlecht und er tut mir so leid, aber was soll ich da tun? Er will ja keine Hilfe, von niemandem....

Und eigentlich ist es ja auch nicht mein Problem, er wollte das ja so, er hat sich für Drogen und Onlinespielsucht entschieden, anstatt sich mit mir eine kleine Familie aufzubauen.

Aber der Zwerg ist so unglaublich toll und es tut mir im Herzen weh, dass er seinen Vater wohl niemals kennenlernen wird und genauso schlimm ist es, dass er sich jegliches Gefühl weggekifft hat....

Ich fühl mich so mies deswegen, aber auch meinen Versuch vor etwa 6 Wochen Kontakt aufzunehmen hat er auf echt fiese Art und Weise (Das "Banane" Zitat) abgewiesen.

Also warum mach ich mir soviele Gedanken, er würde mich sowieso abblocken, wahrscheinlich wieder auf so fiese Art....

Ich weiß echt nicht was ich jetzt machen soll, wahrscheinlich werd ich gar nichts machen und wenn er dann in seiner Wohnung von der Decke baumelt, dann muss ich in Therapie....


So, ich danke euch fürs Lesen ^^

Beitrag von petra1982 15.06.10 - 08:06 Uhr

Hab ich das richtig verstanden? Ihr wart 7 Jahre ein Paar und du hast erst am ende rausgefunden er Kifft? Habt ihr euch davor nie gesehen regelmässig?

Du kannst da nichts machen, was willste denn tun? Er muss sein leben in Griff bekommen wie alt ist er denn? Erwachsen nehme ich mal an, schade das sein Sohn im Banane ist

Beitrag von petra1982 15.06.10 - 08:06 Uhr

Hab ich das richtig verstanden? Ihr wart 7 Jahre ein Paar und du hast erst am ende rausgefunden er Kifft? Habt ihr euch davor nie gesehen regelmässig?

Du kannst da nichts machen, was willste denn tun? Er muss sein leben in Griff bekommen wie alt ist er denn? Erwachsen nehme ich mal an, schade das sein Sohn im Banane ist

Beitrag von waffelchen 15.06.10 - 08:39 Uhr

Nee, ich wusste natürlich davon, ich hatte mich getrennt, eben wegen den Drogen und wir waren 5 Monate auseinander. Er hat in der Zeit eine Therapie gemacht, hatte einen Job, eine neue Wohnung und so weiter.
Ich hätte mich doch nie mit ihm verlobt oder wäre mit ihm zusammen gezogen wenn ich geahnt hätte das er die ganze Zeit über noch gekifft hat.
Im nachhinein weiß ich, dass ich das hätte sehen müssen, aber ich hab die Augen davor verschlossen.....

Beitrag von petra1982 15.06.10 - 08:54 Uhr

kann passieren :-) Aber helfen kannste Ihm nicht, er muss mit seinem Leben klarkommen und dann schauen das er merkt was ihm wichtig sein sollte sein sohn nähmlich

Beitrag von waffelchen 15.06.10 - 09:34 Uhr

Ich weiß....
Es tut mir nur so leid um ihn und ich mach mir richtig Sorgen das er sich was tut :-(

Beitrag von .roter.kussmund 15.06.10 - 13:15 Uhr

"Im nachhinein weiß ich, dass ich das hätte sehen müssen, aber ich hab die Augen davor verschlossen....."

also biste auch mit dafür verantwortlich, wenn du dir heute sagen mußt, daß dein kind etwas besseres verdient hat.


"Aber der Zwerg ist so unglaublich toll und es tut mir im Herzen weh, dass er seinen Vater wohl niemals kennenlernen wird und genauso schlimm ist es, dass er sich jegliches Gefühl weggekifft hat.... "

bei diesem mann muß dir das nicht leid tun. lieber keinen vater fürs kind, als SO einen vater.

Beitrag von famow 15.06.10 - 08:13 Uhr

Moin,

hört sich alles nicht so doll an.

In erster Linie, Du selbst bis in erster Linie für dein Kind und Dich verantwortlich.

Dein Freund hat einen Weg gewählt wo du Ihm nicht folgen willst, dies hat es gewusst und sich dennoch gegen dich und sein Kind entschieden. Du kannst Ihn nicht zum "Glück" zwingen.

Halt die Ohren steif und lass dich nicht von deinem weg abbringen, dies bis du deinem Kind schuldig.

MfG
FamOw

Beitrag von bruchetta 15.06.10 - 09:38 Uhr

Lass ihn und hak das irgendwie ab!

Er will es so, Du hast es schon richtig geschrieben.

Wenn er es anders wollte, kann er sich therapieren lassen.
Soweit ist er offenbar noch nicht.

Vielleicht ist es sogar gut für den Kleinen, dass kein Kontakt besteht. Schließlich ist, gerade für Jungs, der Vater doch ein großes Vorbild! #schock

Beitrag von waffelchen 15.06.10 - 10:25 Uhr

Ja, das denk ich mir eigentlich auch, der Kleine hat was Besseres verdient als ihn....

Beitrag von manavgat 15.06.10 - 11:26 Uhr

Aus uns wird niemals wieder was, dafür ist zuviel passiert, aber ich wünsche mir Kontakt, schon allein um ihm zu helfen.

Sag mal Herzchen, hast Du ein Helfersyndrom????? Oder das Mutter-Theresa-Gen?


dir und Deinem Kind geht es gut. Du brauchst keinen Looser, der sein Leben nicht auf die Reihe kriegt und Dich dann runterzieht.

Such Dir eine gute Therapeutin (zahlt die Krankenkasse), die Dir hilft herauszufinden, was Dir angemessen ist und wie Du Dich gesund von solchen Blut- und Energiesaugern abgrenzt.

Alles Gute

Manavgat

Beitrag von waffelchen 15.06.10 - 19:17 Uhr

Ja, ich hab einen ausgeprägten Helferkomplex....

Beitrag von starshine 15.06.10 - 13:19 Uhr

jeder ist fuer sein eigenes Leben verantwortlich - auch er. Er kann sich nur selbst helfen.

Du solltest lieber auf Dich und Dein Kind schauen und ihn einfach vergessen. Kinder brauchen solche Vaeter nicht!

Glaube mir, ich spreche aus eigener Erfahrung...

Viel Kraft!