Wie sich verhalten. Kind sagt Aua, obwohl es nicht stimmt....

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von monika13 15.06.10 - 14:02 Uhr

Hallo, ich wüsste nicht, wie ich das Betreff kurz , aber verständlich schreiben soll...


Mein Kleiner, der ist 3 Jahre.
Seit einiger Zeit beobachte ich, dass er immerwieder Mama Aua, Mama aua sagt, wenn irgendetwas nicht nach seiner Nase läuft.
Er macht das bewusst mit Aua, Aua, weil immer wenn er sich echt wehgetan hat, habe ich sofort reagiert, ihm getrösstet und beruhigt.Was ich als richtig finde..
Mir ist bewusst, dass er so meine Aufmerksamkeit auf sich tritzdem lenken sol.....und man müsste so ein Verhalten ignorieren.

Aber...., ob das die richtige Strategie wäre....bei vielleicht doch aua..zu ignorieren...??

Wie würdet ihr das machen??

Ich nenne ein Beispiel:

Er macht gerne beim essen Theater, fängt an zu nöllen, wenn es nicht das zu essen gibt, was er gerade möchte...
Ich möchte aber beim essen eine ruhige, entspannte Zeit haben, und sage dann zu ihm, es wird das gegessen, was ich gekocht habe und wenn er weinen oder merkern will, kann er im Wohnzimer machen, und zu uns kommen, wenn er sich beruhigt hat.....hat er kein Hunger soll er sitzen und warten bis alle aufgegessen haben.
Dann fängt er an zu nöllen.....ja, ja, doch essen, dann doch nicht, dann weinnt er, ist lauter....dann nehme ich ihm fest und schicke ins Wohnzimmer bis er sich ausgenöllt hat!

da fängt es an.....Aua, aua, da aua....

So, wie soll man da reagieren??

Vielen Dank für jede Tipps!
LG
Moni

Beitrag von tjanzen 15.06.10 - 14:09 Uhr

Hallo,

meine Große hatte das auch - nur war es bei ihr: "Müde, müde".
Sie heulte also ständig "Müde, müde", wenn sie wütend war oder traurig oder es nicht so richtig lief.

Ich denke nicht, dass es dabei nur darum geht, Deine Aufmerksamkeit zu erhaschen. Den Kindern fällt es noch schwer, ihre Gefühle richtig auszudrücken bzw. zu benennen. Und wenn Du Deinen Sohn ins Wohnzimmer bringst, zum "Ausbocken" fühlt sich das für ihn halt irgendwie an wie "Aua, aua".

Das beantwortet noch nicht die Frage, wie man am Besten damit umgeht - aber es ist vielleicht ein anderer Verständnis-Ansatz.

Zum Umgang damit: Je nach Situation würde ich sagen. Manchmal hilft es ja nichts, da muss das Kind sich "austoben" und erstmal beruhigen. Anderesmal hilft es am Besten, den "Schmerz" zu beruhigen, wenn man es in den Arm nimmt. Wieder anderes Mal vielleicht ein Kompromiss, etc.
Ich denke nicht, dass es da ein Patentrezept gibt.

Nur eines ist sicher - durch diese Bock-Phase müssen wir alle durch!

Liebe Grüsse und viel Glück,
Tina#winke

Beitrag von lisasimpson 15.06.10 - 14:21 Uhr

"Mir ist bewusst, dass er so meine Aufmerksamkeit auf sich tritzdem lenken sol.....und man müsste so ein Verhalten ignorieren. "

diese logik werd ich NIE verstehen!

Wenn du merkst, daß dein kind ,deine aufmerksamkeit möchte- dann ist es doch wohl am geschicktesten du gibst sie ihm (für etwas angemesenes), denn wenn es schon auf unangemessenes zurückgreifen muß, um sie zu bekommen, hast DU es ja schon verpaßt, sie ihm RECHTZEITIG zu geben- oder sehe ich da was falsch?!

wieso muß dein kind sitzen bleiben bis alle fertig sind?
trägt das zur ruhigen und entspannten Atmosphäre maßgeblich bei?

"dann nehme ich ihm fest und schicke ins Wohnzimmer bis er sich ausgenöllt hat! "

was heißt denn "dann nehme ich ihm fest"

nun ja- da könnte dsa "aua-aua" bedeuten- dsa war zu fest- du hast mir weh getan.
oder es heitß: es tut mir weh, daß ihr mich nicht bei euch haben wollt..."

also ich kann dir mal sagen, wie wir eine ruhige und entspannte atmosphäre am tisch hinbekommen:

niemand muß essen was er nicht mag.
wer gar nichts davon mag, kann ein brot essen.
wer fertig ist, darf aufstehen und spielen.
wer aufsteht hat sein essen beendet (außer natürlich kolgang o.ä.)

grundsätzlich gilt außerdem: wer aufmerskamkeit möchte, bekommt sie wenn möglich. ist dies gerade nicht möglich, wird kurz auf später verwiesen und dies dann KONSEQUENT eingehalten.
Wer "aua" sagt, darf sagen, was er braucht ,damit das "aua" verschwindet (meist ist das pusten). das ist ne sache von 2 sekunden, dann ist jegliches imaginäre aua verschwunden und ich kann die aufmerksamkeit auf etwas positives lenken.

lisasimpson


Beitrag von alexis-chester 15.06.10 - 14:49 Uhr

#pro#pro#pro#pro#pro

genau so handhaben wir es auch...und es funktioniert

Beitrag von linagilmore80 15.06.10 - 14:45 Uhr

"Es gibt kein größeres Leid, als das der Mensch sich selbst andeit"...

Wenn Du ihn feste packst und ins Wohnzimmer verbannst, dann wundert es mich nicht, dass er "Aua" brüllt.
Was eure Abendessensituation angeht: Du gibst ihm zu viel Input und Du überforderst ihn. Einfache kurze Sätze reichen.

Alles in einem hat man den Eindruck, Dein Kind nervt Dich nur noch - vor allem wenn er mal weint.