was der hund nicht essen sollte...ist da was dran???

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von saubaer 15.06.10 - 23:05 Uhr

Hallo!

Ich bin etwas verwirrt, auf einigen seiten liest man, der ein hund viele sachen nicht essen sollte weil es wohl "gift" wäre.
aber ist das nicht ziemlich übertrieben?
zB schonmal ein stückchen schokolade, oder das restfleisch vom teller(was ja gewürzt ist), oder aber schweineohren!!??
ich habe gelesen, das hunde davon sterben wenn sie zu viel essen, als bestes beispiel kann ich aber den golden retriever meiner oma nennen, der hund hat ALLES zufressen bekommen, egal was, wie ein mülleimer und der hund ist trotzdem nicht gestorben und krank war er auch nicht.
ist das dann nicht ein bisschen übertrieben, das der hund nur sein futter fressen darf?
LG

Beitrag von aussiegirl600 16.06.10 - 00:04 Uhr

Klares Jein.

Schokolade: ja, die ist für Hunde giftig. Je nach Größe des Hundes und Schokoladenmenge kann der Hund daran sterben. Wenn aber zB ein mittelgroßer Hund aus Versehen mal ein kleines Stück erwischt, dann überlegt er das schon. Aber man muss es ja nun wirklich nicht drauf anlegen. Warum sollte ein Hund denn auch bitte Schokolade fressen???

Schweineohren: ich weiß nicht genau auf welche Problematik du dich beziehst. Einerseits kenne ich Fälle, wo Ohren gesplittert haben und der Hund dann erstickt ist. Das würd ich jetzt igonrieren weil sonst darf der Hund auch keine Knochen, Stöcke oder sonstwas haben. Oder meinst du in Bezug auf Schwein diesen bestimmten Virus? Da gehen die Meinungen stark auseinander - ich hab mal gelesen, dass der in D ausgerottet ist. Nun weiß man aber oft nicht woher das Stück Schwein mal kam... ABer ich würde davon ausgehen, dass wenn ein Schweineohr für den Hund verkauft wird, dass der Virus dann kein Problem sein dürfte.

Gewürztes: Naja, STERBEN wird der Hund davon nicht. Aber er wird zu viel Salz etc aufnehmen was schlicht nicht gesund ist. Wenn du dem Hund MAL ein kleines Stück Fleisch gibst und er nicht nen empfindlichen Magen hat, dann überlebt er das schon.

Sterben Hunde wenn sie zu viel fressen: Ja. Wie Menschen. Übergewicht schadet Organen und Gelenken. Wenn ein Hund dauerhaft zu viel, zu fett und nicht artgerecht frisst, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er entsprechende Folgeerkrankungen davonträgt und früher stirbt. Klar gibts immer Gegenbeispiele, es gibt ja auch Raucher oder Leute mit BMI 40 die steinalt werden. Aber GESUND ist was anderes.

Hundefutter: Wenn man sich mal Inhaltsstoffe von Hundefutter anschaut, dann graut zumindest mir. ZUcker, Geschmacksverstärker und Unmengen an verschiedenem Getreide statt Fleisch. Das ist genausowenig gesund wie nicht artgerechtes Essen vom Tisch.


Ich denke: Als Basis ein hochwertiges Futter mit viel Fleisch und wenig Getreide ODER Barf - dann fällt auch eine ungesunde Kleinigkeit nicht ins Gewicht. Wobei ich alles was wirklich GIFTIG ist, also Schokolade und anderes, komplett weglassen würde. Das muss einfach nicht sein. Ich probier ja auch nicht einfach so mal Arsen.

Beitrag von chou99 16.06.10 - 06:46 Uhr

Hallo!

Rinder- und Schweineohren oder Ochsenziemer kommen meist aus Indien oder aus der Türkei. Da das meiste Zeug davon auf Grund von Salmonellenbelastung gammabestrahlt wird, wird man in dieser Ware auch keinen Aujetzkyvirus finden.

Grüße
Nicole

Beitrag von tauchmaus01 16.06.10 - 08:18 Uhr

Hallo,

ich habe keinen Hund, aber ich hatte immer Kleintiere, noch heute.

Ich wüßte absolut nicht was dafür sprechen würde einem Hund Schokolade oder andere Dinge zu geben´, die er absolut nicht braucht.

Weiterhin muß man bedenken: Was er NICHT kennt, wird er auch nicht fordern.
Kann mir gut vorstellen dass ein Stück Schoki für einen Hund total lecker ist, kennt er es erstmal, dann wird er es immer wieder haben wollen, bleibt es ein Tabu dann wird er das akzeptieren.

Meine Kaninchen und Meerschweinchen würden auch alles Mögliche haben wollen, Trockenfutter, Leckerchen ect. Ich weiß aber dass es nicht gesund ist, daher bleibt es bei uns vom Futternapf fern.

Hätte ich einen Hund würde er auch keine Essensreste bekommen, schon gar nicht vom Tisch. Wie schon gesagt, macht man da mal Ausnahmen, dann wird er immer und immer wieder betteln.

Im Gegenzug dazu, würde ich auch nicht das Futter von meinem Hund essen, jedem das seine;-)

Beitrag von krumel-hummel 16.06.10 - 06:44 Uhr

Hallo

Was dran ist, weiß ich leider nicht genau. Aber wenn ich mir einen Hund hole, dann sorge ich für ihn nach bestem Wissen und Gewissen. Dazu gehört auch das richtige, gesunde Futter! Ich hol mir doch nicht einen Hund, damit ich ihm die Reste vom Tisch verfüttern kann.

Gruß
Hummel

Beitrag von saubaer 16.06.10 - 18:24 Uhr

das ist ja gar keine frage, natürlich muss der hund vernünftiges futter haben, man holt sich ja schließlich keinen hund um weniger müll zu haben.
aber ab und zu mal ein kleines stückchen, das mache ich schon und dabei sehe ich auch nichts schlimmes.

Beitrag von sora76 16.06.10 - 07:05 Uhr

Hallo!


Gesagt wurde ja schon einiges.
Unser Hund hat auch Reste vom Tisch bekommen. Allerdings waren die Sachen dann nicht wirklich gewürzt. Alles Andere habe ich dann lieber weggeschmissen.
Unser Hund hat das immer vertragen.
Schokolade hat unser Hund nie bekommen. Warum auch? Ess ich lieber selber. ;-)

Ich finde sogar, das ein Hund nicht nur sein Futter bekommen sollte. Etwas Abwechslung ist sicherlich nicht falsch. Dies sollte aber eben Hundegerecht sein.
Wenn Hunde zuviel fressen werden sie dick, das dies ungesund ist, erklärt sich von Alleine.

Es gibt Hunde die vertragen das alles und Hunde die darauf reagieren. Wenn ich weiß das dies und das eher nichts für einen Hund ist, lass ich es einfach. Das tut ja keinem weh. Hab ich Zweifel ob der Hund das und das bekommen darf: Dann geb ichs ihm nicht.

LG Sonja

Beitrag von germany 16.06.10 - 08:06 Uhr

Morgen,

es kommt immer auf die Menge an. Generell haben Hunde aber einen komplett anderen verdauungsmechanismus als wir Menschen und unser Essen ist für Hunde ungesund. Nur weil der Hund Glück hatte, heißt es nicht das dein Hund das überlebt.

Schokolade, Zwiebeln, Weintrauben usw. sind je nach Menge Gift für dne Hund. Auch ein einmaliges geben einmal die Woche kann den Hund auf Dauer töten, weil er den Giftstoff im Körper einlagern könnte und die Menge wird logischerweise nicht geringer.

Schwein ist giftig, weil es den Aujetzki (Herpesvirus) überträgt. Rohes Schwein ist definitiv tödlich für Hunde. Ich spreche hier nicht von fritierten Schweineohren sondern von rohem Schweinefleisch.


Natürlich gibt es auch Dinge die ein Hund von uns essen arf wie gekochte Kartoffeln, Hühnchen ohne Knochen (die splittern und können den Darm aufreißen), Reis ect. alles ungewürzt natürlich. Hunde haben nun mal nicht unseren Verdauungstrakt und vertragen nicht immer alles was wir essen und können davon Durchfall und Magenkrämpfe bekommen.


lG germany mit zwei Bordeauxdogge-Boxer Mischlingen die auch mal Obst, gemüse, oder mal(!!) ein bisschen Eis habe dürfen.

Beitrag von windsbraut69 16.06.10 - 12:28 Uhr

"Schwein ist giftig, weil es den Aujetzki (Herpesvirus) überträgt. Rohes Schwein ist definitiv tödlich für Hunde. "

Das stimmt so nicht!
Erstmal ist Schweinefleisch nicht giftig, nicht mal dann, wenn es infiziert wäre....dann ist Schweinefleisch nicht tödlich, sondern allenfalls die Viren, so vorhanden.

Gruß,

W

Beitrag von risala 16.06.10 - 10:02 Uhr

Guten Morgen!

Manches ist übertrieben anderes nicht.

Unsere Hunde bekommen auch mal Reste vom Tisch - stärker gewürztes (wenn mal was vom Grill-Hähnchen übrig bleibt) wasche ich ab. ansonsten wird bei uns generell wenig gesalzen und gewürzt (mein Mann muss aus gesundheitlichen Gründen darauf achten).

mit Schokolade und Hunden haben wir ganz eigene Erfahrungen:

Die bekommen unsere Hunde grundsätzlich NICHT, aber wir haben einen ehemaligen mallorquinischen Straßenhund (lebte fast 10 Jahre auf der Straße), der bis vor ein paar Jahren geklaut hat wie ein Rabe und äußerst erfinderisch in Klettermöglichkeiten war. Irgendwann lag mal auf der Küchenablage eine angebrochene Tafel Vollmilchschokolade - EIGENTLICH außerhalb seiner Reichweite (er ist nur 26cm hoch, 7kg) - so dachten wir zumindest. Nur ist dieser Hund alles andere als dumm. Er sprang vom Stuhl auf den Küchentisch und von dort auf die Arbeitsplatte - und fraß in aller Ruhe die Schokolade (ca. 80-90g), weil wir nicht da gewesen sind.

Die Folge:

Er hatte Vergiftungserscheinungen wie Koordinationsprobleme, Erbrechen und Druchfall, war apathisch. Machen konnte man nichts - nur abwarten und hoffen. Er hat es überstanden und ist mittlerweile 17 Jahre alt. Seit dem liegt angebrochene Schokolade nur noch in Schränken.

Gruß
Kim

Beitrag von risala 16.06.10 - 10:04 Uhr

Ach so...

nur weil man es so kennt, dass nichts passiert, wenn Hund "verbotenes" fressen sollte man das nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Beitrag von sternenzauber24 16.06.10 - 11:04 Uhr

Ehrlich gesagt ist die Frage doch total überflüssig!

Warum sollte ein Fleischfresser ein Stück Schokolade bekommen? Und warum Tischabfälle, seit wann kochen Wölfe sich ne deftige Erbsensuppe mit Einlage? Natürlich sollten Hunde wenn dann nur ihr Futter bekommen, die bekloppten Ideen mit Schokolade u.s.w. hat doch nur der Mensch.

Beitrag von unilein 16.06.10 - 13:32 Uhr

Ich würde bei Dingen, die der Hund nicht fressen darf, vier verschiedene Kategorien unterscheiden:

1.) Was für den Hund nicht unbedingt bekömmlich ist und zu Magenverstimmungen oder ähnlichem führen kann.

2.) Was in großen Dosen tödlich ist, aber in kleinen Dosen keine Probleme verursacht und was der Körper auch wieder abbauen kann.

3.) Was der Körper vom Hund nicht oder nur schwer abbauen kann und deshalb in der Summe über die Zeit zum Tod führen kann, auch bei regelmäßigen kleinen Dosen.

4.) Was der Hund im Normalfall unbeschadet übersteht, was aber in seltenen unglücklichen Fällen zu schweren Komplikationen, Krankheiten oder dem Tod führen kann.

Unter 1.) würde ich Gewürztes einteilen. Das kriegt mein Hund schonmal zu fressen, ich bin da nicht so.

Unter 2.) fällt Knoblauch bzw alle Zwiebelgewächse. Gebe ich nicht ohne Grund. Knoblauch soll ja gut gegen Parasiten sein, da könnte ich es mir schon vorstellen, das mal zu geben, wenn ich dabei sicherstelle, dass ich die tödliche Dosis um ein Vielfaches unterschreite.

Unter 3.) fällt Schokolade bzw. das darin enthaltene Theobromin. Würde ich nicht geben. Mein Hund hat sich schon das ein oder andere Stück selbst genehmigt. Schlimm genug.

Unter 4.) fallen rohes Schweinefleisch, weil man nicht sicher sein kann, ob das betroffene Tier mit dem für Hunde und Katzen tödlichen Aujeszky-Virus infiziert ist sowie gegarte Knochen, weil die im unglücklichen Fall zersplittern und sehr gefährlich oder gar tödlich für den Hund sein können. Gebe ich beides ab und zu, weil ich denke, dass die Gefahr, von einem Auto überfahren zu werden, größer ist und trotzdem gehe ich mit meinem Hund noch über die Straße (auch unangeleint). Schweinefleisch gebe ich nur selten und wenn ich weiß, dass das Tier aus Deutschland kommt.

Am besten fährt man sicher, wenn man auf die Dinge aus allen Kategorien verzichtet. Aber ich finde es schon wichtig, zu wissen, WARUM man etwas nicht gibt. Wer seinem Hund jahrelang Schokolade gibt, weil bisher ja auch nie was passiert ist und dann am Ende das böse Erwachen hat, weil er sich nicht informiert hat, dass die Dosen sich über die Zeit summieren, hat seinem Hund aus purer Bequemlichkeit geschadet.