Ich glaube ich liebe mein Baby nicht genug!

Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von *****hallo***** 17.06.10 - 09:18 Uhr

Hallo,

ich schreibe hier lieber anonym, weil ich auch sonst mit niemanden darüber offen reden kann. Und sicher wird es einige geben, die mich für meinen Beitrag verurteilen. Aber ich muss das jetzt einfach mal los werden.

Ich bin ungeplant schwanger geworden und auch schon über die 12. SSW hinaus. In meiner Ehe läuft es von meiner Seite nicht sehr gut. Ich habe schon so einige Male an eine Trennung gedacht. Doch wir haben bereits ein Kind und das soll mit seinem Papa aufwachsen. Dieses Kind liebe ich wirklich abgöttisch. Es war eine gewollte SS und ich habe mich vom ersten Moment an gefreut, als ich es wusste. Nie hatte ich irgendwelche Ängste oder Sorgen. es war von Anfang an bedingungslose Liebe gegenüber diesem Kind. Ich hätte alles für das Kind aufgegeben und so ist es noch.

Und nun bin ungeplant schwanger geworden und ich habe das Gefühl gar nichts zu empfinden. Weder beim US, wenn ich das Kind sehe noch sonst irgendwie. ich habe keine Lust für das Kind etwas einzukaufen. Keine Lust es hören über den Angelsound oder Fragen über die SS zu beantworten. Ich möchte am liebsten gar nicht darüber reden und auch niemanden die US - Bilder zeigen oder sonst was. Gestern habe ich Babykleidung bekommen von Verwanten, weil ihr Kind nicht mehr rein passt. Ich hab mir die Sache nicht mal angesehen.

Wie kann das nur sein? Ich verstehe nicht, warum ich dieses Kind nicht genauso lieben kann, wie mein erstes. Ich will es ja, aber es geht einfach nicht. Kann es sein, dass ich jetzt schon SS - Depressionen habe? Oder liegt es einfach daran, das der Zeitpunkt einfach nicht so perfekt war. Oder vielleicht, weil ich eigentlich schon vor ein paar Wochen mit der SS abgeschlossen habe, weil es nicht sehr gut aussah? Ich bin mir so unsicher, ob ich diesem Kind wirklich die Liebe geben kann, die es verdient. Die gleiche Liebe, die auch schon mein erstes Kind bekommt. Mein Mann freut sich auch schon so riesig auf das Kind.

Beitrag von birkae 17.06.10 - 09:39 Uhr

Hallo,

wieso dass so ist, kann ich dir leider nicht sagen. Aber ich würde dir raten, zu jemanden zu gehen, der dir diesbezüglich helfen kann. Sprich deine Frauenärztin darauf an und und lasse dir gegebenenfall einen Therapeuten empfehlen.

Du kannst zwar auch warten, bis das Baby da ist, aber dann kommen vielleicht wirklich noch die Wochenbettdepries dazu und du bist gefangen in dem Kreis. Also mein Rat: wende dich jetzt an jemanden, der dir professionell helfen kann.

Lg und alles Gute!
Birgit

Beitrag von schmusimaus81 17.06.10 - 10:29 Uhr

Hallo,

es ist sicher nicht leicht im Moment für dich. Erst denkst du an Trennung, aber eigentlich doch nicht, weil dein Kind mit Papa aufwachsen soll. Dann bist du auch noch ungeplant schwanger. Das bringt den Hormonhaushalt ganz schön durcheinander.

Du bist nun schon über die 12. Woche hinaus. Normalerweise stellt sich da schon eher ein Freudengefühl ein auf das Baby. Ich selber habe meine 2. Schwangerschaft zu dem Zeitpunkt auch noch nicht so wahr genommen, obwohl dieses Kind gewollt war. Ich habe den Gedanken schwanger zu sein da noch verdrängt. Meine Arbeitskollegin war 2 Monate weiter mit ihrer Schwangerschaft als ich (wir arbeiten in der selben 5 Mann "starken" Abteilung). Ich hatte deswegen auch ein schlechtes Gewissen, konnte aber im Gegenzug nichts dafür. War ja schließlich nicht abgesprochen. Erst als meine Kollegen mitbekommen haben, dass ich auch schwanger bin (weil sich jemand von der Chefetage verplappert hat) und sie sich so darüber gefreut haben, kam bei mir auch langsam etwas Freude auf. Und als ich die kleine Maus in der 17. Woche dann im Bauch strampeln gemerkt habe, wars dann vorbei mit der "Unlust" aufs Baby.

Ich denke mal, dass wird bei dir bestimmt auch so sein. Wenn du das Würmchen erstmal spürst im Bauch, dann kommt bestimmt auch bei dir Freude auf. Du kannst dir sicherlich auch noch nicht vorstellen wie es sein wird mit 2 Kindern. Ging mir ganz genauso. Es klappte sooooo gut mit der Großen allein. Aber was wird es, wenn erst das Baby da ist? Mittlerweile ist mein "Baby" 1 Jahr alt geworden und meiner Großen gefällt es mit ihrer Schwester viiiieeeel besser als zu der Zeit ohne Schwester.

Du schaffst das auch !!! Mit meinem Mann klappts übrigens auch jetzt besser, wo wir 2 Kinder haben. Vielleicht wirds bei dir auch so (ich weiß ja nicht, aus welchen Gründen du dich trennen wolltest).

LG

Beitrag von babsy999 17.06.10 - 10:48 Uhr

Hallo,

du sprichst mir ernsthaft aus der seele. ich habe die selben probleme wie du! meine ehe , naja was soll ich sagen, wir verstehen uns gut, schlafen aber in getrennten zimmern und körperliche anziehung ist von meiner seite nicht da! mein mann freut sich total auf das kind (ws ich nicht verstehen kann)
ich empfinde nichts für dieses kind. meine tochter (13 monate) liebe ich über alles und auch wie bei dir war ich von anfang an feuer und flamme dafür! aber jetzt? ich habe die selbem symptome wie bei meiner tochter aber trotzdem bekomm ich es net auf die reihe mich zu freuen! ich versuche mich damit anzufreunden, an die zukunft zu denken wenn es da ist, aber ganz ehrlich? dabei wird mir richtig schlecht!
ein abbruch kam für mich nie in frage, aber diese gefühle sind doch echt schrecklich!!! ich fühle mich so schuldig dem kind gegenüber, aber ich kann nichts dagegen tun!

zwei freundinnen von mir wissen das ich schwanger bin, die freuen sich ja soooo für mich, :-[ können nicht nachvollziehen das ich mich nicht freue. immerzu fragen sie mich nach dem baby, dabei will ich gar nicht drüber reden. ich wünschte es wüsste niemand!!! mein mann will jeden abend meinen bauch streicheln und einreiben, das hasse ich! #aerger in der ersten schwangerschaft hätte ich das noch begrüßt aber jetzt? ich werde verrückt!!! #heul

ich habe auch schon überlegt mich mal an einen seelenklempner zu wenden, doch so wirklich überzeugt davon bin ich nicht!

fürher hab ich frauen nie verstanden die so reagiert haben auf ihre schwangerschaft und heute? bin ich eine von ihnen! es fällt mir verdammt schwer in den spiegel zu schauen... #heul



Beitrag von anna030 17.06.10 - 11:28 Uhr

Hallo,
ich würd' die mamis, die sich hier mit ihrem baby noch schwer tun,
gern einfach mal drücken. #liebdrueck
uns frauen wird doch suggeriert, dass es bei den verhütungsmöglichkeiten heute, eigentlich keine ungeplanten und damit "unerwünschten" kinder mehr geben dürfte. wenn man sich dann entschieden hat das kind zu bekommen und sich nicht gleich glücksgefühle einstellen, haben wir ein schlechtes gewissen, oder zweifeln an uns selbst.

dabei ist es doch völlig normal, dass sich mit dem körper auch unsere seele erst mal darauf einstellen muss. wenn's einem dann auch noch schlecht ist oder partnerprobleme dazukommen, macht das die sache nicht einfacher.
ich find's gut, dass du da ehrlich dir selbst gegenüber bist. #pro
gib dir selber zeit, gib dem baby zeit. bald kann es sich selbst schon bemerkbar machen, dann ist es leichter eine beziehung zu deinem baby aufzubauen. reden kannst du jetzt schon mit ihm!
allerspätestens wenn du es in deinen armen hast, wirst du es genauso lieb haben können wie dein großes.
ich hoffe du findest immer wieder zeit dir selbst und eurer partnerbeziehung was gutes zu tun.#blume#blume
alles alles gute euch als ganze familie!
deine anna

Beitrag von krtecek 17.06.10 - 13:06 Uhr

Hi, ich musste lachen, herzlich lachen nd ich hoffe, wenn ich es dir beschreibe, dann verstehst du warum. Erstmal vorweg, der einzipe Punkt, in dem wir uns unterscheiden: Warum läuft deine Ehe aus deiner Seite so schlecht ? Was ist der Grund, nur das finde ich wirklich wirklich traurig ? Erklärst du mir das, auch gerne pen PN ?

Also, vollkommen identische Situation. Kind 1 sogar künstliche Befruchtung. Danach wollte ich kein Kind mehr. Kind Nr.2 ein wahnsinnger Unfall. ich habe gesundheitliche Probleme, es bedroht meine Gesundheit.

Mein Mann happy. Ich dachte über einen Abbruch nach. Dann entschieden wir uns (und ist auch egal warum..für das Kind). Ich bin jetzt Ende 12.Woche. Und ? Ich lehne es ab, mich zu freuen. ich will und kann nicht. Heute morgen habe ich nachgedacht. eingekauft wird, wenn das Kind geboren wird, dann dachte ich: puuh, bisl bekloppt bist du schon..Es wächst da unten. Ich empfinde rein gar nichts und will auch nichts emfipnden..Die Schwangerschaft läuft vor sich hin und ? Wir thematisieren es auch nicht, haben auch einen Arbeitstitel:der Knubbel..

du schreibst, ob du das Kind genauso lieben kannst. Ja, ich habe auch darüber nachgedacht. Aber es gab shcon diverse Fachleute, die mir sagten, dass bei solcher situation unterschiedet sich das Gefühl im Bauch und dann wenn du es tatsächlich im Arm hast..Erklärung nachvollziehbar.

ich habe zusätzlich zu ganzen Problemen eine Blasenentzündung und dauerhaft Pilze unten...hey, warum soll ich mich von Gefühlen fertgi machen, wenn es dann vllt geht..warum soll ich darüber nachdenken, ob ich das Kind mehr lieben werde oder nicht..

Eins tue ich. Da es leider in der letzten Schwangerschaft was schief gelaufen ist, nehme ich fachliche Hilfe in Anspruch. Gestern sagte beim ersten Besuch ein ganz lieber Psychieter zu mir: ja, sie haben eine Anpassungstörung...verrückte Ärzte wurden sogar von einer posttrauamtischen Belastungsstörung sprechen..

Ja, gut. da unterschieden wir uns aber ist irgendwo gesagt, dass man Gefühle haben uns, gerade wenn es ungeplannt ist.. kann man sich nicht akzeptieren: Es ist halt so..und die Zeit entscheiden lassen ? Warum verstevkst du dich hinter einem weiteren Nick ? Wenn mich blöde verureitelen, geht mich das was an ?

Hebe deinen kopf hoch. Wir haben extra gesagt, dass wir bis zu einem bestimmten Datum ncihts kaufen, uns für nichts interessieren und so ist es gut...Angenommen, du kannst momentan mit deiner Einstellung unddeinen Gefühlen gut leben..warum soll man sich Selbstvorwürfe oder Sorgen machen..?

ich weiss nicht, ob ich bei deiner Seele bisl angenommen bin. Ich wollte dir nur sagen, es ist alles halb so schlimm und bestimmte Sachen regelt nur die Zeit..ich kann mir kaum vorstellen, du wirst das Kind irgendwann nciht lieben...dann brauchst du halt mehr Zeit...und dies ist nicht schlimm..

angelsound gibt es bei uns gar nicht. irgendwann werde ich es doch spüren..Bestimmte Sachen, die von Schwangeren gemacht werden, kann man als bisl verrückt bezeichnen..dazu bin ich einfach nur zu alt..

Lass dich gaaaaaanz fest Grüßen, hoffentlich musst du dich nicht verstecken Krtecek

Beitrag von kleopatra1803 17.06.10 - 14:27 Uhr

Hallo du Liebe!

Ich kann dich sehr gut verstehen. Bei mir ist es nur jetzt schon fast 1 1/2 Jahre her, das ich in der Situation war.
Einen Monat bevor ich ungeplant ss wurde, hätte ich mich fast von meinem Mann getrennt, wenn nicht schon die drei Großen gewesen wären, hätte ich es auch sicher gemacht. Aber so wollten wir es ein letztes Mal versuchen. Aber noch ein Kind war ausgeschlossen.
Und dann bin ich im nächsten Monat, trotz Kondom und max. 2 Mal #schwimmer, #schwanger geworden. Ich war fertig! Und ich wollte das Kind eigentlich nicht. Aber eine Abtreibung war für mich ausgeschlossen. Es war eine schreckliche Schwangerschaft! Ich habe sehr viel geweint und gezweifelt, ob die Entscheidung fürs Kind richtig war. Noch wenige Tage vor der Geburt, ich war einige Tage über den Termin, habe ich die Kleine "gehasst", das sie mich auch noch solange warten lässt. Aber in dem Moment, als ich sie dann im Arm hatte, war alles vergessen. Ich habe mir immer wieder gesagt, dass sie ja auch nix dafür kann, dass ihr Papa scheiße gebaut hat und sie zum falschen Zeitpunkt entstanden ist.
Ganz wichtig: Ich habe mir das immer laut gesagt. Denn im Unterbewusstsein kommt es nur dann auch an! Wenn man das nur denkt, bringt das leider nix.

Ich muss aber dabei sagen, dass mein Mann schon vor und natürlich während der Schwangerschaft sehr an sich gearbeitet hat und unsere Ehe weitesgehend wieder ok ist. Er hat echt viel um uns gekämpft und auch kämpfen müssen.
Auch meine Mama hat alles gewusst und war mir eine Riesenstütze in der Zeit!

Meine Kleine ist nun schon fast 9 Monate alt und ich liebe sie über alles!

Ich hoffe, ich konnte dich etwas aufbauen und du kannst irgendwann auch so positiv berichten! Wenn du noch fragen hast, kannst du dich gerne an mich wenden!

Ganz liebe Grüße
kleopatra

Beitrag von sunmelon 17.06.10 - 15:04 Uhr

Hallo,

mich hat dein Beitrag sehr mitgenommen, genauso wie die Postings von anderen Betroffenen hier in diesem Thread, die es genauso geht wie dir.

Wie soll ich anfangen? Also ich bin so ein Kind was ungewollt auf die Welt gekommen ist. Ich habe es bis heute life miterlebt das es auch Mütter gibt, die ihr Kind irgendwo gern haben, aber wohl nicht lieben können, weil die Beziehung zum KV nicht mehr die selbe war, wie bei den Geschwistern. Ich bin mittlerweile 24. Jahre alt und meine Mama kann zu mir keine offene herzliche Beziehung aufbauen. Blöd ist es auch noch, dass sie es öffentlich, bzw. bei mir noch nicht mal zugibt. Damals wars so, dass mein Dad mich zuerst nicht haben wollte, weil er Angst hatte 3 Kinder, davon eins geistig behindert. Aber meine Mama sagte sie treibt kein Kind ab. Nachdem sich mein Paps dann aber besonnen hat freute er sich sehr auf mich. Meine Mama aber (angeblich) nicht so, vergass FA-Termine und ich kam als Sturzgeburt mit starken Blutungen und ziemlich blau auf die Welt - im 8. Monat. Meine Mama war nicht die erste die mich sah, sondern mein Dad, wenn auch im Brutkasten und er freute sich so sehr, auch wenn ich nicht wie geplant ein Junge geworden bin. Meine Mama wollte mich dann auch nach der Narkose sehen und schickte die Schwester 3x mit mir weg, sagte ich wär nicht ihr Kind. Beim 3.mal kam mein Dad dann dazu und klärte es auf.

Ich hatte als Kind und Teenager immer Alpträume, dass mich meine Mama wegschob und nicht wollte, weil es eben das wiederspiegelte, was im Alltag rüber kam. Meine Schwester wurde/wird von ihr abgöttisch geliebt, was sich bis heute nicht geändert hat. Sie kann scheiße bauen und wird weiterhin mit offenen Armen empfangen, ich dann eher mit vernichtenden Blicken.

Mittlerweile bin ich selbst schwanger im 8. Monat und freue mich so sehr auf meine kleine Maus. Meine Eltern sind bis heute noch zusammen, hatten sogar Pfingsten 30. Hochzeitstag. Da eskalierte alles und seitdem rede ich mit meiner Mama nicht, habe auch zu meinem Dad gesagt, wenn die Kleine kommt, will ich erstmal nicht, dass sie ins KH kommt. Mein Dad hat seinen 30. Hochzeitstag alleine mit mir und meinem Mann verbracht!! Eine Entschuldigung habe ich bis heute noch nicht von ihr. Sie untergräbt diese Sache wie immer. Ich weiß nicht, ob es ihr weh tut oder ob es ihr überhaupt was ausmacht, es ist ihr erstes Enkelkind. Durch den Zusammenhalt wegen meine behinderte Schwester, helfe ich natürlich wo ich kann und deshalb sehe ich sie bedingt ab und zu. Gestern fragte sie mich, wie es mir geht und ich antwortete nicht ihr sondern meinen Dad. Ich kann das einfach nicht mehr!

Versteht ihr was ich damit sagen will? Euer Kind hat auch ein recht geliebt zu werden. Meine Mama hat mich nie lieben gelernt und es war für mich schwer vorallem die ersten 18. Jahre (wo ich von ihr 4 Wochen nach meiner Volljährigkeit auch rausgeschmissen wurde, wegen einer Kleinigkeit). Mittlerweile habe ich eine tolle Schwiegermama die mich wie ihre eigene Tochter liebt, die mich auch mal toben lässt, wenn ich das will, die mir gut zugesprochen hat, wenn ich Angst um meine Maus hatte/habe. Erst da habe ich mal gesehen, dass meine Mama eifersüchtig sein KÖNNTE (was sie wohl nie zugeben wird) aber es kamen schon mal so Spitzen wie, "Ludmilla wird aber auch erst zur Hochzeit erfahren was es wird!" oder solche Sachen.

Mein Topf an Traurigkeit ist wirklich sehr voll, wenn ich daran denke, wie einsam ich aufgewachsen bin, obwohl sie ja da war, aber ihre Liebe fehlte. Ich habe mir früher immer selbst eingeredet eine "Prinzessin" zu sein, weil es immer meine Schwester für alle war. Es grenzt an ein Wunder, dass ich relativ normal geblieben bin und nicht auf die schiefe Bahn gekommen bin, sogar was aus mein Leben gemacht habe - besser als meine Schwester oder mein Bruder.

Ich wünsche dir/euch so sehr, dass du/ihr euer Kind noch lieben lernt und das ungeborene Baby ein recht auf ein großen Teil in eurem Herzen hat. Euer Baby spürt ja wie es euch geht, vll kann es euch viel bringen, wenn ihr euch mit eurem Baby jetzt schon unterhaltet und einfach alles von der Seele redet, wenn das Ungeborene antworten geben kann mit Tritten und Boxer erfreut ihr euch vll auch an das Kleine. Das Baby wird euch auch nicht auslachen, wenn ihr weint. Bitte gibt es eine Chance, denn es tut verdammt weh, die Liebe der Mutter nicht genauso zu bekommen, wie die anderen Geschwister!

Viele herzliche Grüße und lasst euch denoch ganz doll #liebdrueck

Steffi

Beitrag von *****hallo***** 17.06.10 - 15:59 Uhr

Hi,

eure Beiträge haben mich ganz schön aus der Fassung gebracht muss ich zugeben. Aber im positiven Sinne. Ich dachte ich werde hier richtig fertig gemacht usw. Deswegen habe ich auch in schwarz geschrieben. Aber ich danke euch sehr, das ihr so ehrlich zu mir seid. Und das ich nun weiß, dass es nicht nur mir so geht und das ich mit meinen Gefühlen nicht alleine bin. Das hilft mir sehr. Ich fühle mich schon nicht mehr ganz so mies. Und vielleicht ist es auch wirklich nur die Angst vor dem Ungewissen. Ich habe Angst, dass mein erstes Kind weniger Liebe bekommen wird als vorher und dass es mich dadurch hasst. Ich bin die wichtigste Person in seinem Leben und ich möchte, dass das so bleibt. Vielleicht habe ich deswegen Angst vor dem Baby in meinem Bauch. Ich weiß gar nicht so richtig, ob man verstehen kann, was ich damit sagen will. Aber es hilft mir darüber zu schreiben. Und ich danke euch dafür, dass ihr euch die Zeit genommen habt um mir zu antworten. DANKE!

Und die Sicht aus den Augen eines "betroffenen Kindes" ist auch sehr wichtig, finde ich. Ich weiß, dass es falsch wäre das Kind nur zu haben, aber es nicht zu lieben. Doch Gefühle kann man schlecht beeinflussen. So auch in meiner Ehe. Ich liebe meinen Mann zwar noch, aber nicht so, wie man seinen Mann lieben sollte. Er ist eher wie ein Bruder für mich. Es ist alles so alltäglich. Wir haben uns kennen und lieben gelernt, da war ich 16. Das ist nun 10 Jahre her und ich habe das Gefühl, dass es für mich schon länger nicht mehr das ist, was es sein sollte. Aber er gibt sich so unwahrscheinlich viel Mühe. Aus diesem Grund habe ich auch gesagt, wir versuchen es weiter. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich hoffe wirklich inständig, dass wir, die mit unseren Gefühlen so zu kämpfen haben, uns spätestens wenn die Babies da sind einfach nur noch freuen und Liebe schenken können.

Ich danke euch sehr.

LG

Beitrag von krtecek 17.06.10 - 17:14 Uhr

Es freut mich sehr, dass es dir besser geht...ich wollte dir nur eins zu der Ehe sagen...wenn man tausend Partner hatte, mit denen man vorher shcon auch mal gelebt hat...weiß man eher, was man will und was nicht...wenn man aber z.B. eher einen Partner hat..oder einfach wenig längerer Erfahrung mit anderen, dann droht die Gefahr, dass man genau weiß, was schief läuft...kann aber das wertvolle nicht so schätzen..

Nach 10 Jahren ist es echt schwierig, dass man groß sexuell anziehend bleibt und ich glaube, dass es eher eine Kunst ist..Eine Aufgabe, an der man immer wieder arbeiten muss..

Du scheinst (auch wenn es nur ein Brunder sein sollte) einen Partner zu haben, der sich wirklich viel mühe gibt..Ich finde dies großartig und eine gute ausganslage, zweites Kind wird das nicht besser machen...aber wenn man nach 10 jahren sagen kann, dass ER für mich wie ein Bruder ist..finde ich es zumindest mal großartig..

ich habe einen großartigen Mann, trotzdem kann ich nicht sagen ,er wäre wie ein Bruder für mich. und nach 10 Jahren (ist bei uns genauso) bin ich realistisch genug, um zu wissen, dass ein Bruder immer da ist...und das ist für mich am wichtigsten..

ist die FRage, ob in einer neuen beizehung nicht am Anfang wieder alles toll wäre, wie es sein sollte..und dann kehrt irgendwann eine Routine ein..

sorry für das bla,bla..