Sind Dalmatiner "schwer erziehbar"???

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Beitrag von lisabet 17.06.10 - 12:00 Uhr

Das habe ich jetzt schon so oft gehört. Bloß keinen Dalmatiner. Die sind stur und schwer zu erziehen.
Wer hat denn hier einen Dalmatiner und kann mich mal aufklären.
Ist die Rasse denn wirklich so schwierig oder sind das nur Hirngespinste?

Danke #danke


LG Lisa#winke

Beitrag von annelie.77 17.06.10 - 13:11 Uhr

Hallo,

also lass es mich so sagen, es gibt bestimmt einfachere Hunde ;-)

Also unserer ist auch so eine kleine "Diva". Stur bis zum Abwinken, wenn wir auf dem Platz beim Training sind läuft alles super, er kennt und kann so viel, aber wenn wir in der freien Wildbahn sind ... #augen

Ich würde nicht sagen, dass sie im eigentlichen Sinn schwer erziehbar sind, aber die Welt ist doch soooooo interessant und dann kann die sagenumwobene Taubheit auch schon mal ganz plötzlich auftauchen ;-)

Trotzdem (oder war es gerade deswegen?) liebe ich unseren Sturkopf #verliebt

Ach ja, hinzuzufügen wären noch folgende Attribute: Eifersucht, Verfressenheit, muss dringend im Vordergrund stehen und und und...

Willst Du Dir einen anschaffen oder warum fragst Du?

LG

Anne & #hund Noah (7 Jahre)

Beitrag von lisabet 17.06.10 - 13:48 Uhr

Danke für deine Antwort.
Ja. Eventuell schon.
Ich hätte gerne einen Hund der etwas aktiver ist. Ich gehe öfters laufen und fahre gerne Fahrrad. Da kommen ja viele Rassen in Frage. Meine Familie (Kinder und Mann) finden Dalmatiner schön. Doch jedem dem ich das sage der meint - und darum geht es eigendlich - das wäre KEIN Anfängerhund (das hätte ich besser dazu geschrieben).
Nund kann man ein Sofa das doch nicht ins Haus passt zurück schicken...aber einem Hund will ich das natürlich nicht antun!!!!
Hundeschule wäre sicher wichtig, aber verunsichert haben mich die Meinungen schon. Denn im Internet habe ich das nicht unter "Rassetypisch" gelesen.

LG Lisa#winke

Beitrag von annelie.77 17.06.10 - 15:22 Uhr

Also ich würde es jetzt nicht so dramatisch sehen, hattest Du denn noch nie etwas mit Hunden zu tun?

Anfängerhunde sind sicher die meisten Rassen nicht, aber es gibt ja auch verantwortungsvolle Anfänger, die auch mit anspruchsvollen Rassen gut klar kommen!

Wie alt sind denn deine Kinder? Denn da sehe ich eher den Knackpunkt. Die Dalmatiner, die ich kenne, sind jetzt nicht so wahnsinnige Kinderliebhaber.

Wenn Du mehr Fragen hast kannst Du mir auch gerne eine PN schicken.

LG

Anne

Beitrag von lisabet 17.06.10 - 16:15 Uhr

Ja...also...ich habe als Kind mal einen Rauhaardackel ausgeführt#kratz.Gilt das;-)?

Meine Jungs sind 9 und 6 Jahre alt. Im Umgang mit Hunden eher vorsichtig. Wobei das auf Unerfahrenheit beruht. Wir haben zwei Hunde im Freundeskreis (Pudel und Labrador).

Ich hätte da tatsächlich eine Frage. Ich habe gelesen das Dalmatiner durch ein fehlendes Enzym zu Harnsteinen neigen und deshalb Spezialfutter bekommen. Ist das richtig?

LG Lisa

Beitrag von schmuseschaf 17.06.10 - 13:13 Uhr

Wir hatten einen Dalmi (gestorben, da mußt du extreeeem auf die Zucht achten!!)

Aber er war wundervoll!


Und auch nicht "schwer erziehbar"....


Schau dir mal die Rassebeschreibung an und überlege dann, ob bei dem Gebrauch "schwer Erziehbarkeit" tolerierbar wäre....

NEIN!


Viele werden als Reitbegleithunde eingesetzt -da muß der Hund vom Pferd aus, auch ohne Leine "gesteuert" werden....


Ich würde jederzeit wieder einen nehmen #verliebt


P.S: wir haben nun einen Bulldoggen-Mix.
Die gelten als "unerziehbar" und Stur.
Es stimmt nicht.
Sie lernt nicht so schnell wie beispielsweise ein Border, aber sie lernt.

Also -ich finde nur dummes gerede.


Und weist von Leuten die so eine Rasse haben und deren Tiere überhaupt nicht erzogen sind.
UNerziehbarkeit ist halt ne Entschuldigung.... #klatsch

Beitrag von lisabet 17.06.10 - 13:54 Uhr

Danke für deine Antwort.

"schwer erziehbar" meinte ich mit einem Augezwinkern;-).
Tatsächlich habe ich im Internet nichts gefunden was darauf hinweist. Deshalb war ich ja so erstaunt das gleich mehrere Personen (auch mit Hund) mir davon abgeraten haben. Was ich vergaß zu schreiben, es wäre unser erster Hund.
Vielleicht eine Hausnummer zu groß für den Anfang?!?

LG Lisa#winke

Beitrag von schmuseschaf 18.06.10 - 11:00 Uhr

Er war unser aller erster Hund!


Also mit Hilfe von guter Lektüre und einer kompetenten Hundeschule/-Trainer sehe ich da kein Problem.

Eure Kids sind auch schon größer, so dass der Dalmi dann nciht auf Augenhöhe ist -findet meine Tochter noch seeeehr unheimlich... Ist aber auch erst 2,5 ! :-p

Beitrag von 2joschi 17.06.10 - 16:16 Uhr

Ich habe selber keinen Dalmatiner, aber meine Tante. Jessy ist ein absolut toller Hund. Super erzogen und total lieb.

Und definitiv nicht schwierig. Wir hatten bis vor 1 Jahr einen Terrier (wurde 13 Jahre alt und wir mussten ihn leider einschläfern lassen #heul). Der war schwierig, stur und schwer zu erziehen. Aber wir haben ihn trotzdem sehr geliebt. #verliebt

lg

Beitrag von cherymuffin80 17.06.10 - 18:52 Uhr

Hallo,

ich hatte nun schon einige Dalmis und sie sind einfach meine Lieblingshunde #verliebt
Meine letzte Maus musste ich vor 2 Jahren einschläfern lassen, sie war 13 Jahre alt.

Dieser Hund war einfach nur ein Traumhund und mehr wie unkompliziert. Sie war lerneifrig und hörte auch super, mochte es zu Hause ehr ruig und war draußen lauffreudig, sie kahm auch aus einer sehr guten Zucht, habe nach ihrem Tod den Züchter angeschrieben weil ich gern nocheinmal einen Hund aus der Zucht hätte weil sie einfach perfekt war, aber er züchtet leider nicht mehr, dafür habe ich eine Züchterin gefunden die mit Hunden aus dieser Linie züchtet, also der nächste Dalmi wird dann von dort sein ;-)

Schwehr zu erziehen würde ich nicht sagen, aber es sind Hunde die viel beschäfftigt werden wollen, da reicht 3 mal am Tag gassi gehen nicht aus, wenn du sie nicht auslastest tanzen sie dir schnell auf der Nase rum.
Ich habe sie als Reitbegleithunde gehabt (3-4 stündige Ausritte haben die locker mitgemacht und waren danach immernoch flott unterwegs) und ich habe auch viel Kopfarbeit gemacht.

Ich würde mich immerwieder für einen Dalmi entscheiden, da es einfach meine Rasse ist.

Sie sind mit Sicherheit nichts für jeden, aber das ist ja mit vielen Hunderassen so.

Wenn du dich für einen entscheidest gehe aber auf alle Fälle zu einem ordentlichen Züchter, denn da Dalmatiner sehr zum Modehund geworden sind, sind sie leider auch mit Erbkrankheiten belastet und tragen so einige Krankheiten in sich die bei "Massenvermehrern" auch fröhlich weiter vermehrt werden, lieber einmal einen höheren Kaufpreis als ständig nen kranken Hund.

LG

Beitrag von mick 17.06.10 - 22:12 Uhr

Hi Lisa!
Oh ja sie sind stur - in allen Dalmi-Büchern steht: einfach zu erziehen. Das stimmt definitiv NICHT! Wenn du einen Hund willst der brav neben dir herläuft und dich die ganze Zeit anschaut, als wolle er sagen: Was soll ich jetzt tun? (wie es z.B. ein Golden Retriever macht), dann nimm keinen Dalmatiner! Die haben ihren eigenen Kopf. Die Erziehung ist harte Arbeit - auch die Leinenführigkeit gelingt bei dieser Rasse nicht immer. Auf Härte stehen Dalmis gar nicht ... und das macht die Sache so schwer.

Sind aber sehr sehr lieb zu Kindern und verschmust aber *und ich kenne keinen der es nicht ist* auch: VERFRESSEN!!!!!

Ich würde trotzdem immer wieder einen nehmen. Ich finde die Rasse einafch toll, weil ich nämlich auch einen Dickkopf habe :-)

LG
Mick mit Tupfenmonster Lucky (7)

Beitrag von nickel76 18.06.10 - 14:31 Uhr

Ja, ich würde sagen, dass sie schwierig zu erziehen sind. Ich habe schon andere Hunde gehabt (u.a. auch Jagdhundmischlinge) und meine Dalmatinerin ist sicher mit Abstand die am schwierigsten zu erziehende. Extrem aktiv bis ins hohe Alter (ich habe hier vor kurzem eine andere Dalmatiner Besitzerin getroffen und sie meinte, seit ihre Hündin 11 ist muß sie nicht mehr täglich das volle Programm haben...). Meine ist jetzt knapp 7 und alle meinen immer, dass ich einen Junghund habe. Ich bin 2-3 Mal /Woche auf dem Hundeplatz, d.h Gehorsam, Nasenarbeit und Agility (auch mal ein Turnier am WE), dazu laufen die Hunde am Pferd (ganz locker 2-3 Stunden, danach sind sie erst richtig in Arbeitsstimmung...) und zusätzlich eben spazieren gehen, Fahrrad fahren etc...Fällt unser Training mal aus, so sind die Hunde nach spätestens 2 Wochen ungeniesbar.
Ich würde dagen für normal aktive Familien gibt es auch andere passende Hunde, die einfacher sind in der Erziehung.
Und es stimmt dass besonders Dalmatiner häufig Probleme haben mit dem Futter (Taubheit ist auch ein Thema, besonders wenn man keinen seriösen Züchter hat). Es ist auf jeden Fall der extremste Hund, den ich bisher hatte. Ich finde sie toll. Nachteil sind auch die Haare (haaren das ganze Jahr und die Haare sind sehr schwer zu entfernen, man hat also immer und überall weiße Haare), im Winter oder bei nasskaltem Wetter frieren sie sofort, wenn man irgendwo wartet (oder auch im Auto), da braucht der Hund in manchen Situationen schon einen Mantel (und da bin ich wirklich kein Freund von).

Beitrag von nachtweide 18.06.10 - 15:07 Uhr

Also, "schwer erziehbar" ist meine nicht. Man muss halt konsequent sein, wie bei Kindern auch. Dazu kommt, das meine Hündin sehr sehr sensibel ist - so einen scharfen Ton, wie bei einem Rottweiler o.ä. kann ich ihr gegenüber gar nicht anschlagen. Somit hatte ich wenig Probleme.

Die Pubertät war allerdings sehr krass.

Das mit den Haaren kann ich bestätigen!!! Früher lag sie in meinem alten Auto immer auf dem Rücksitz, weil der Kofferraum so klein war - ich hab es selbst mit ganz viel Kleinarbeit nicht mehr geschafft, die Haare rauszubekommen. Egal was ich anziehe, aus dem Schrank oder frisch aus der Wäsche, irgendwo versteckt sich immer ein Hundehaar ;-)
Und sie ist Wetterempfindlich - bei Regen und Wind hat die kein Bock raus. Da kann die auch stundenlang anhalten. Geht dann nichtmal in den Garten.

Aber ihre absolut liebenswerte Art und ihre Treue übertrifft das alles ;-)

Beitrag von nickel76 18.06.10 - 15:17 Uhr

Tja, also meine Hündin "hört" sehr gut, bekomme immer wieder Lob. ABER: ich trainiere auch mehrmals pro Woche dafür....lasse ich es schleifen, dann merke ich es SOFORT bei ihr....und die leinenführigkeit ist bescheiden (auch das habe ich bei KEINEM meiner anderen Hunde so erlebt, ich kenne das nicht, dass der Hund nicht an durchhängender Leine laufen kann), da muß ich immer wieder sehr konzentriert mit ihr dran arbeiten, finde ich antrengend ;-)
Ist ja auch nicht jeder gleich so konsequent und erfahren, also dafür, dass es der erste Hund werden soll, wäre ich skeptisch :-)

Beitrag von lisabet 19.06.10 - 10:35 Uhr

Vielen Dank für eure Antworten.

Die waren alle durchweg informativ und hilfreich!


LG Lisabet#winke