Aufhebungsvertrag nach EZ: Kein A-losengeld da keine Kündigungsfrist??

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Beitrag von 77ena 17.06.10 - 19:56 Uhr

Hallo,

kurz zu meiner Situation:
Meine Elternzeit endet im Dez 2010, mein AG hat keine qualifizierte Stelle mehr für mich, bietet mit einen Aufhebungsvertrag (AHV) mit Abfindung an.

Er ist so formuliert, dass ich - im Falle von Arbeitslosigkeit im Dez. (was ich nicht hoffe #schwitz) keine Sperre beim Arbeitslosengeld bekommen dürfte (Steht drin: "...wenn nicht AHV, dann hätten wir Frau xxx alternativ nach der EZ kündigen müssen..")

Nun mein Problem:
Das Arbeitsamt sagt, ich bekäme dann zwar keine Sperre, aber dennoch auch erstmal kein A-losengeld, da ich eine "Ruhezeit" #kratz hätte.

Deren Erklärung:
Da man mich in der EZ nicht kündigen darf und somit der AHV im Dezember OHNE KÜNDIGUNGSFRIST direkt in Kraft tritt, "ruht" zunächst mein Anspruch auf A-losengeld dann...
Wie lange genau, das sei abhängig von der Höhe der Abfindung, der Länge der Betriebszugehörigkeit usw. (wollen die mir am Montag bei einem persönlichen termin ausrechnen..)

Nach dem "Ruhen" hätte ich dann aber ganz normal 1 Jahr Anspruch auf A-losengeld und nicht "1 Jahr minus Sperrzeit" wie bei einer "echten" Sperre..

Na toll, d.h. ich kann dann erstmal von meiner (kleinen..) Abfindung leben und mich und meine Kids auf eigene Kosten krankenversichern etc. (bin alleinerziehend..).

Kennt sich jmd. aus, ob das SO echt korrekt ist??

Zu einem Anwalt für Arbeitsrecht gehe ich natürlich eh noch (schon allein, um den AHV zu prüfen), aber vielleicht hat hier dennoch schon mal jmd. Infos dazu...
Wieviel A-losengeld bekommt man eigentlich? 60% von letzten Brutto- oder Nettolohn?? #kratz

#danke

77ena

Beitrag von jamey 17.06.10 - 20:52 Uhr

warum in aller welt willst du nen aufhebungsvertrag annehmen? und ja, was das a-amt dazu sagt ist korrekt. lass dich fristgemäß kündigen mit abfindung...so hast du noch 2-X monatsgehälter und die abfindung?!

und dass dein chef keine qualif. arbeit mehr für dich hat, kann erstmal nicht dein problem sein, er hatte vorher welche, wo ist die hin? ich würd ihm das nicht so einfach machen...betriebsbedingte kündigung mit abfindung, und wenn er die verweigert: hast du ne chance vor dem arbeitsgericht? (seid ihr mehr als10 beschäftigte ohne chef?)

mir erging es ähnlich, aber ich habe das beste für mich rausgeholt. schreib ggf. über vk da ich heute nicht mehr lange online bin

Beitrag von goldie99999 18.06.10 - 10:17 Uhr

Wenn eine Abfindung gezahlt wird, ist das absolut korrekt.

§ 143a SGB III (google doch mal danach!)

Das Grundprinzip dieser Regelung lautet:
Werden Kündigungsfristen gegen Zahlung einer Abfindung "verkauft", ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld für die Dauer der "abgekauften" Kündigungsfristen.

Grüße, Goldie