Meine Große kommt vom Ausflug und ich heule rum.Warum so sentimental ?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von jolin80 18.06.10 - 00:00 Uhr

Hallo ,

ich weiß auch nicht was los ist ? Vielleicht noch Hormone ?Keine Ahnung , auf jedenfall bin ich total sentimental und sehr nah am Wasser gebaut .

Meine älteste ist vorgestern auf Abschlußfahrt gefahren , eine Nacht in einer Jugendherberge mit den ganzen Vorschulkindern .
Sie hat sich wahnsinnig darauf gefreut .Es war das erste mal für sie das sie von uns weg gewesen ist .
Ich hab das ganze dementsprechend mit gemischten Gefühlen gesehen .
Sie hat sich morgens verabschiedet und unsere zweite Tochter fing an zu weinen , da konnte ichs dann auch nicht mehr aufhalten .
Und dabei war sie so stolz und voller Vorfreude !

Heute dann haben wir sie wieder abgeholt , der Bus kam hupend an , und was mach ich ? Mir schießen die Tränen in die Augen .Hab mich bemüht es zu verbergen .Sie hat mich dann gesehen und kam in meine Arme gerannt und hat bitterlich geweint .Warum weiß ich nicht , sie sagte das sie froh sei wieder da zu sein .Hab dann ne Runde mit ihr geweint und dann wars gut .

Keine andere Mama hat geweint und mir war das schon ein bisschen peinlich , aber was soll ich denn machen ?

Übertrieben oder ?

Ich darf gar nicht daran denken wenn sie eingeschult wird .
Mit Sicherheit heule ich da auch wenn ich sie stolz wie Oskar mit ihrer Schultüte da stehen sehe .

Kann man da was gegen machen ?

LG Jolin



Beitrag von jana-marai 18.06.10 - 00:06 Uhr

Hallo,
mir geht es genauso. Eben schossen sogar die Tränen in die Augen, als ich den Part las, wo der Bus hupend angefahren kam. - Ups, da geht es schon wieder los... ich kann mit solchen Situationen auch nicht souverän umgehen ;-)
LG
jana-marai

Beitrag von bald-dreifachmama 18.06.10 - 00:18 Uhr

Mach dir nichts draus. Wenn ich mich mal von meinen Töchtern trenne, hab ich immer grosses Heimweh. Und das obwohl ich weiss, wie es ihnen geht und das sie gut aufgehoben sind. Jedes mal, wenn die zwei wieder heim kommen, heul ich wie ein Schloshund und freu mich, weil ich meine Babys wieder hab. Aber das zeigt doch nur, wie wichtig mir meine Kinder sind und wieviel sie mir bedeuten. Hab ich mir wenigstens sagen lassen.

Beitrag von jolin80 18.06.10 - 00:42 Uhr

Danke , das tut gut zu lesen !
Und ja du hast natürlich Recht , denn auch ich liebe meine Kinder über alles !

Beitrag von unipsycho 18.06.10 - 08:47 Uhr

*g* Das ist wieder ein Fall für: http://www.urbia.de/club/Ich+sehe+was+was+du+nicht+siehst/forum/thread/245451 wenn du dich fragst, was Schnappi mit deinem Problem zu tun hat, dann guck dir deinen Satz: "Kann man da was gegen machen ?" an. Mit Sicherheit tanzt in deinem Kopf dann die Aufforderung, NICHT zu weinen, herum... ;-)

Eventuell gehst du mal in dich und fragst dich, warum es so schlimm für dich ist, dein Kind mal nen Tag wo anders schlafen zu lassen.
Brauchst es gar nicht ins offene Forum zu schreiben. Nur mal überlegen.
Was könnte denn passieren? Oder so...

Ich wette, dass du dir diese "bösen irrationalen Dinge" anguckst und versuchst sie mit "das ist doch alles Schwachsinn" wegzuwischen.
*zack* Kommen die Tränen ;-)

Oft hilft da einfach ein gewisse Akzeptanz, denn deine Gefühle sind absolut nachvolziehbar. Ich vermute einfach mal, dass die Angst vor Ersetzbarkeit viel dabei ausmacht.
Klar knotet sich dein Bauch zusammen, wenn du dein Kind in fremde Hände gibst und dir quasi die Kontrolle fehlt. Klar ist es schwierig zu erleben, dass dein Kind nicht nur von dir getröstet und lieb gehabt werden kann. Das würde dich ja in gewisser weise ersetzbar machen. Und ersetzbar will niemand sein.

Mir tuts auch weh, wenn ich sehe, dass mein Sohn erst nach 2-3 Tagen bei Oma fragt, wo ich denn bin. Wenn er sich auch von fremden Trösten lässt. Das ist schwierig.
Aber ich kann akzeptieren, dass mich das alles nicht ersetzbar macht - gerade jetzt, wo ich Prüfungsstress habe und kaum zu Hause bin, merke ich, dass mein Sohn mich vermisst und braucht.

Ersetzbar sind wir nie, weil wir einen festen Anker im Leben bieten. Die Kinder können die Welt auch ohne uns entdecken, aber sie halten sich ja trotzdem an uns fest und kommen wieder, wenn sie was beunruhigt, oder sie einfach mal mit uns kuscheln wollen #verliebt

Beitrag von jolin80 18.06.10 - 13:45 Uhr

Hallo ,

ich denke das trifft sicherlich zu .

Ich frage mich aber auch wo die Zeit geblieben ist.
Ich erinnere mich an den Tag ihrer Geburt als wäre es gestern gewesen .
Damals sagte ich : Bis sie mal in den Kindergarten geht das dauert ja noch soooo lange ...
Und jetzt geht mein Baby bald in die Schule .
Verstehst du was ich damit sagen will ?

Es geht alles so verdammt schnell !

LG

Beitrag von unipsycho 19.06.10 - 00:07 Uhr

Ja, ich denke, ich versteh das.
Wenn man ein kind hat, dann kann man die Zeit beim Rennen beobachten. Ohne Kind war die Zeit irgendwie nicht so schnell. Da hat das Gesicht, was man im Spiegel angeguckt hat zum 20. Geburtstag fast genauso ausgesehen, wie zum 21. Geburtstag. Aber wenn ich das Gesicht meines Sohnes vom Vorjahr ansehe, dann ist das ein wahnsinnsunterschied.
Kinder sind irgendwie kleine Zeitmaschinen... #verliebt

Beitrag von maryalex 18.06.10 - 20:08 Uhr

#pro schöner Beitrag:-) Les dich immer wieder gern

Beitrag von unipsycho 19.06.10 - 00:03 Uhr

Danke, sowas les ich sehr gern :-)

Komm mir schon manchmal ganz schön albern vor, wenn ich mir meine Beiträge durchles, weil ich voll den Psychologenstereotyp bediene.. #hicks

Beitrag von maryalex 19.06.10 - 20:25 Uhr

Nene, der Psychologenstereotyp braucht selbst nen Psychologen, den Eindruck machst du mir nicht;-) Oder aber man hatte selbst ne schwere Kindheit. Kenne einige, die das studieren, um sich selbst irgendwie zu finden...

Beitrag von sparrow1967 18.06.10 - 09:18 Uhr

NEIN- kannst du nix gegen machen - außer immer Tempos dabei zu haben.
Freu dich schon mal auf die Einschulung, Schulaufführungen, Schulwechsel und - ja- sogar der ABschlußball an der weiterführenden Schule löst in uns nah am Wasser gebaut habenden Mamas Tränen aus.

Ich finds nicht schlimm - ich heule IMMER und ich hab 3 Kinder. Mein Tempo Verbrauch ist also drastisch gestiegen ;-)


sparrow

Beitrag von jolin80 18.06.10 - 13:43 Uhr

Ich sag ja , wenn ich an die Einschulung denke könnte ich jetzt schon heulen , ich weiß das es so kommen wird , aber ich bin halt so .

Beitrag von sandra7.12.75 18.06.10 - 09:52 Uhr

Hallo

Mir geht es auch so.Vor 3 Wochen hatte meine Tochter ein Konzert und das war so toll.

Vor dem WE graue ich mich auch schon.Da ist Sommerfest und da führen die kleinen was auf.
Die tage habe ich geheult wegen der schönen Schultüte.

Dann kommt jetzt bald die Einschulung.

lg

Beitrag von jolin80 18.06.10 - 13:42 Uhr

Danke auch an dich für deine Antwort !

Gut zu merken das man mit sowas nicht alleine ist.

lg

Beitrag von geli03062000 18.06.10 - 11:50 Uhr

Huhu Jolin,

meine Kleine ist noch sehr sehr weit weg von einem Ausflug ohne Mama (GsD) aber als ich Deinen Beitrag las, sind sogar mir die Tränen in die Augen geschossen. Ich find das sooo süß!

Ich hab jetzt schon Bammel davor und ich weiß ich werde weinen, wenn meine Kleine (2,5) im August in den Kiga geht.....

Die Kinder werden groß und wir werden zu Heulsusen#rofl!

Ich finds niedlich, ich wäre die Mama die mit Dir geweint hätte#liebdrueck!

Lg aus Köln,

Angelika & Lena (bald ersteinmal Kiga Kind#schmoll)

Beitrag von jolin80 18.06.10 - 13:41 Uhr

Hallo ,

vielen lieben Dank !
Selbst jetzt kommen mir noch die Tränen ...

LG Jolin

Beitrag von icecream 18.06.10 - 15:01 Uhr

#kratz
Wenn ich sowas lese, stelle ich doch immer wieder fest, was für eine "schlechte Mutter" ich doch bin.

Unsere Kleine schläft seit sie 5 Monate alt ist, regelmässig bei den Grosseltern - in der Regel von Freitag bis Montag.

Bislang habe ich noch kein Tränchen vergossen, wenn sie abgeholt wurde, auch nicht wenn sie wiederkam - da habe ich mich dann gefreut.
Auch die Maus hat noch nie geweint, sie freut sich immer offensichtlich wenn ihr Köfferchen gepackt wird und frägt schon nach kürzester Zeit, wann sie wieder dort schlafen darf.

Ich denke, loslassen können ist sehr wichtig für eine Mutter und für das Kind.

Vorallem weiss man auch nie was kommt.
Ich, z.B. muss im Sommer ins Krankenhaus mit anschliessendem Rehaaufenthalt. Somit bin ich ca. 5 Wochen weg.
Wäre unsere Kleine es nicht gewohnt, auswärts zu schlafen, das würde ja eine Katastrophe geben.

Mir geht es auch zu schnell, wie sie gross wird (mittlerweile fast Vier) - aber so ist der Lauf der Zeit und kein Grund zu glucken.

icecream

Beitrag von piroska77 18.06.10 - 16:24 Uhr

achherje, da bist du ja wie ich.

meine Kleine wird bald 4, hat unterm Jahr im März in den Kindergarten gewechselt. Als wir das letzte mal aus der Krippe raus sind, musste ich heulen. es ist nicht die Angst loszulassen, sondern eher die Beklemmnis, dass die Zeit so schnell vorbeigeht. ich habe das Problem, dass ich viel vergesse (leider), und wenn dann ein Abschnitt vorbei ist, frag ich mich wo die Zeit hin ist und muss heulen. mein Kind wird groß, klug und selbstständig und der Stolz drückt mir des öfteren die Tränen aus den Augen.

schluchz... auch bei deinem Beitrag

Beitrag von damnrats1 18.06.10 - 21:36 Uhr

Ach ja,das hätte ich auch gerne gewusst...
Ich hätte genau wie du geweint,wenn mein Kind von einer Reise zurück kommen würde.

Ich kann dich sehr gut verstehen.Ich bin auch so sentimental und nah am Wasser gebaut.
Vor dem Abschiedsgottesdienst vom Kiga letztes Jahr wurde ich gebeten,ein paar Fürbitten vorzulesen.Aber ich konnte es nicht,weil ich wusste,dass mir bei diesen Worten sofort die Tränen kommen würden.Dabei hätte ich es gerne getan.

So geht es mir öfter!