kennt jemand so ein verhalten bei 1 1/2 jährigen HILFE

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von 2010.2009 18.06.10 - 12:59 Uhr

mein sohn ist 1 1/2 und seit ein paar wochn verhält er sich komisch.

wenn ich ihm etwas verbiete also nein age ist er ganz muksch verdreht die augen schiebt ne schnute, schluchzt und verkrümmelt sich in eine ecke.legt sich auf den boden und luschert manchmal, wenn ich gucke, dreht er sich weg.das kann manchmal ne halbe std so gehen.

auch wenn er sich wehtut, weint er nicht aber verzieht sich muksch in ne ecke, wenn ich ihn trösten möchte ist er sauer und stößt mich weg.

ich weiß garnicht so recht wie ich damit umgehen soll, ich möcht ihn dann doch trost geben. aber er lässt es nicht zu :(

könnt ihr mir tipps und ere erfahrugen geben.

lg

Beitrag von sassi31 18.06.10 - 13:17 Uhr

Das hat mein Cousin auch immer gemacht. Auch dann, wenn er wegen irgendetwas traurig war. Das ist einfach eine Art von ihm. Er musste sowas mit sich selber ausmachen.

Signalisiere deinem Kind einfach immer wieder, dass du da bist, wenn er sich weh getan hat oder so. Er kann dann selber entscheiden, ob er getröstet werden will oder eben nicht.

Beitrag von mauz87 18.06.10 - 13:44 Uhr

Wenn Er das dann nicht will lass Ihn...Das ist normal bei den Kleinen in dem Alter. Alina hat es auch ...Und wenn Sie keinen Trost möchte dann lasse Ich es eben sein.Die kommen dann schon von alleine an, wenn Sie danach Bedarf haben.Die Kleinen wissen momentan nicht genau ob Sie sich lieber von Mama abnabeln sollen sprich weil Sie ja schon Groß sind , oder ob es doch nicht besser ist wenn Mama tröstet.

Wenn Alina Ihre Turen drauf hat gehe Ich etwas anderes machen.Dann ist schnell wieder Ruhe.Falls nicht!?Ohren auf Durchzug stellen.Denn genau auf das Gequängel hören und immer etwas sagen ist eine Bestätigung und das bekommt meine nicht wenn Sie nur rummäckert.


lG

Beitrag von welle3000.lifeflow 18.06.10 - 16:08 Uhr

Ja
1 1/2 jährige sind mitten in der eigenen NeinEntwicklung. Diese muss kraftvoll ausreifen und nicht grenzenlos. Dann das ElternNein ........
Tipp: 3-4 mal täglich voll und ganz mit ihm auf seine Weise etwas hindurchgehen, mit seiner unverwechselbar eigenen Art und Ausdruck bis er voll und kraftvoll im Höhepunkt SEINE Erkenntnisse/Ideen/Ergebnisse hat, sie so lassen wie sie sind und nicht Eigenes von sich aus dazu geben.j
Dann 2 mal ein klares ElternNein setzen und ihn bei seiner Umorientierung jetzt begleiten. Das heißt dass er sich von etwas lösen muss mit SEINEM Ausdruck von JaUNDNein im Wechsel. Er darf und muss das JaUNDNein im Wechsel ausdrücken können, dann reift er: 1. Phase ist: Es-nicht-wahrhaben-können-wollen. Da ist ganz normal wenn er sich wegdreht, weint, Kopf hineinsteckt, wegläuft, etwas stampft, unter Tisch geht ......zügig weiter sodass er sich nicht darin verliert, aber nicht verbieten oder dagegen gehen. Beim schon schon schon bleiben. Ist gute Reifung für 1. Phase. Dabeibleiben und weitergehen. 2. Phase Gefühlschaos des Kindes. Ist gute Reifung für 2. Phase mit Wutausbruch, Umstellungsgefühlen, Ducheinandergefühlen, dunkler Blick usw. Nicht auf sich beziehen sondern das gehört zu seinem Ablauf beim Umorientieren. Weitergehen und nicht auf das Zulassende zeigen sondern auf das Zuerreichende. Davon nicht abgehen, ruhig bleiben (denn du brauchst deine Kraft von weiter) Dann kommt das eigentliche Lösen erst in der 3. Phase. Wenn du bis dahin gekommen bist, großartig. Geduld und etwas Humor, es ist nur die erste Zeit "so heftig", weil ungewohnt für euch beide und vor allem auch für dein Kind neu. Ich hoffe du magst dein Kind umfassend und nicht nur zur Hälfte, das heißt auch wenn es unangenehm und nicht so glänzend und strahlend wird, denn das gehört dazu. Hat dein Kind das geschafft - alles mit deiner wohlwollenden aber konsequenten und ausreichend wohlwollenden Hindurchbegleitung - dann gib dir eine eigene Anerkennung, da es auch für dich ja nicht leicht ist, ausser du hast dies schon bei Kindern davor durchgegangen, natürlich etwas anders was Inhalt, Ausdruck usw. betrifft. Denk daran es geht gut weiter. Danach kommt dann noch eine kleine Weile des HinUNDHer in der 4. Phase. Jetzt kein Zugeständnis oder so etwas wie Zuckerl oder Entspannungsangebot oder eine Ideologie wie so viele Eltern sie praktizieren. Kein schlechtes Gewissen, sondern ein gutes. Das schlechte Gewissen kommt nur von Vergangenheitspraktiken, vielleicht sogar aus der eigenen Kindheit oder einem einschränkenden Umfeld, wo das Unangenehme vermieden wurde usw. Gehe weiter und stelle immer wieder ruhig konsequent geduldig und freundlich aber bestimmt das hin auf das sich dein Kind orientieren muss z.B. anziehen. Du erkennst das Sich-vertrautmachen mit dem was ihr anstrebt - und bedenke das ist erst in der 5. Phase - wenn dein Kind neugierig wird in diese Richtung, es erkundet oder fragt in diese Richtung und sich etwas vertraut macht damit....z.B. die Schuhe beginnt anzuziehen oder ...... Bleibe klar dabei bis es voll und entspannter einsteigt. Dann ist es geschafft - nicht dein Wille - sondern du hast ihm ein Geschenk gemacht und dir selbst: es hat eine Umorientierung geschafft mit dir, die es dann kann, auch wo anders einmal, wenn es die Wahl hat Seines durchzusetzen oder sich Umorientieren auf etwas ganz anderes als das Eigene. Diese zwei Abläufe, der schöpferische Ja-Prozess und der schöpferische NeinProzess und dann noch der Kompromiss, natürlich der wahre und nicht der faule, wo beide sich lösen müssen - du und das Kind - und ihr zusammen etwas ganz neues kreieren müßt auf das ihr euch einigt, sind wertvolle und lebenswichtig im Umgang mit dem Leben und mit Menschen. Super Gratulation: dein Kind ist gut ausgerüstet. Und es fürchtet sich nicht in einem Dazwischen hängen zu bleiben oder blockiert in Ersätze und Verdrängungen ausweichen zu müssen oder gar sich in einer Grenzenlosigkeit zu verlieren oder in Einseitigkeit und im Extremen, wo es um blinde Wut, blinde Zustimmung usw. geht. Das Ja muss immer wieder etwas über das Nein die Oberhand bekommen, nur etwas und nicht grenzenlos. Da baut sich dann auch ein gesunder Selbstschutz auf der spannungstragfähig ist und wo sich eine Entspannung aus sich heraus ereignen kann und nicht von aussen manipulativ und abhängig machen zugeführt wird oder als Tipp dir vorgeschlagen wird. Schaue auch auf dich selbst, nimm deine Schatten locker, auch die deines Partners und des Vaters, hab eigene Verantwortung für Überziehungen und löse dich aus Verstrickungen, Extremheit, Grenzenlosigkeit, Einseitigkeit wo du sie noch als Relikt aus der Kindheit hast. Das ist ein Tipp von meinen langjährigen Erfahrungen, ein ganz konkreter. Und ich hoffe dass du etwas damit anfangen kannst. Sonst lass es und vergiß ihn.