2.Klässler vergißt ständig Hausaufgaben

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Beitrag von schnuputor 18.06.10 - 14:58 Uhr

In letzter Zeit ist es zum Heulen mit den Hausaufgaben. Mein Sohn ist eh schon immer von der langsamen Sorte, braucht viel Unterstützung/Beistand bei den Hausaufgaben. Wíe schon einmal vor einiger Zeit hat er jetzt wieder eine Phase, wo er ständig etwas vergißt. Ständig kommt etwas zurück zum Nacharbeiten, immer wieder reden wir darüber. Oft läßt er sich auch während der Hausaufgaben von mir nichts sagen, bekommt es dann ein paar Tage später aus den selben Gründen wie meinen zurück. 2, neulich sogar 3 Stunden für Hausaufgaben sind keine Seltenheit! Gestern hatte ich einen Brief/Kommentar der Lehrerin im Heft, den ich gegenzeichnen mußte. Ich solle mit ihm reden, daß er sich letztendlich nur selbst schade usw.. WIE OFT habe ich schon geredet! Jetzt will er wieder disziplinierter sein Hausaufgabenheft benutzen, was ich dann abhaken kann bzw. KÖNNTE, denn heute hat er einfach ein Buch in der Schule vergessen! Was soll ich da bloß machen? Ich verstehe ja, daß die Lehrerin keine Zeit hat, von jedem Kind das HA-Heft oder die Tasche zu kontrollieren. Nach 3 Strichen für massiv fehlende Hausaufgaben wird (in der Regel... nicht immer...) 1 x nachgesessen. Das hatten wir bislang 1 x. Aber es bringt ja nichts. Beschämt war mein Sohn deswegen jedenfalls nicht und geändert hat sich danach auch nichts. Ich bin total am verzweifeln. Dies, zumal ich viel Zeit und Energie für dieses leidige Thema aufbringe und bei der Lehrerin wohl dennoch der Eindruck besteht, daß ich mich nicht "kümmere". Es ist echt zum Heulen.

Wäre über hilfreiche Tipps dankbar. Diejenigen, die mal wieder nur Vorwürfe rausschießen wollen, können sich ihren Kommentar gerne sparen... ;-)

Ebenso die, die kein Verständnis dafür haben, wenn man nicht sofort auf ihren Eintrag antwortet...

Beitrag von kikou 18.06.10 - 15:13 Uhr

Hallo,

In der Klasse meines Sohnes (auch 2. Klasse) schaut die Lehrerin immer über die Hausaufgabenhefte drüber, um sicher zu stellen, dass die Kinder auch alle Hausaufgaben aufgeschrieben haben. Sie achtet aber dann nicht mehr wirklich drauf, ob die Kinder die entsprechenden Arbeitsbücher auch mit nach hause nehmen, das ist auch nicht mehr ihr Job, finde ich.

Wenn mein Sohn ein Arbeitsbuch vergessen hat, habe ich 2 Möglichkeiten (also 2 Eltern), bei denen ich anrufen kann. Die scannen und mailen mir dann die entsprechenden Blätter. Mein Sohn muss dann eben am nächsten Tag in der Schule Bescheid sagen, dass er die Hausaufgaben auf ein Extrablatt gemacht hat. Hast du ein Netzwerk aus Klassenkameraden, mit denen das funktionieren könnte?

Die ultimative Lösung hab ich vielleicht nicht, aber auf Anhieb fiel mir ein, dass du dich mit den Eltern eines Klassenkameraden kurzschliesst und halt täglich anrufst, um die Hausaufgaben "abzugleichen". So kannst du sicherstellen, dass das, was im Hausaufgabenheft drinsteht, auch die Aufgaben sind, die die Kinder machen sollen.

Vielleicht solltest du auch für eine Weile jemand anderen (Oma, Papa, Freundin) mit der Hausaufgabenbetreuung beauftragen, um diesen Stress mal aus eurer Mama-Sohn Beziehung rauszunehmen?

Egal wie, 3 Stunden (!!) für die Hausaufgaben sind echt zu lang. Dass er da keine Lust mehr hat und eher mal Hausaufgaben "vergisst", in der Hoffnung, dass die anderen sie auch vergessen, kann ich aber auch ein bisschen verstehen.

Viel Geduld wünscht dir
Kikou

Beitrag von schokostreusel 18.06.10 - 15:17 Uhr

Ich würde

1. persönlich mit der Klassenlehrerin über die Probleme sprechen
2. Klarstellen, dass Du Dich kümmerst und viel Zeit investiert
3. gemeinsam eine Strategie entwickeln, wie es in Zukunft besser klappt
( kurze Erinnerung nach Unterrichtsschluss und direkte Aufgabeneredigung zum Hause, telefonsiche Rückversicherung bei Klassenfreunden o.ä. )

Warum braucht er so lange, weil er den Stoff nicht versteht oder weil er abgelenkt und unkonzentriert ist ?

Beitrag von biene1975 18.06.10 - 15:22 Uhr

Hallo Schnuputor,

ich kann Dich nur zu gut verstehen. Ich habe auch so ein Exemplar zu Hause.

Niklas vergißt auch ständig seine Hausaufgaben. Mal ein Heft zum lesen, mal sein Rechenbuch. Er mußte auch schon einmal nachsitzen und nachdem erheute wieder eine Mappe vergessen hat, denke ich wird das 2. Nachsitzen fällig.
Ich weiß auch nicht mehr was ich tun soll. Er ist so ein super Schüler. Er gehört zu den Besten, macht seine Hausaufgaben selbständig ( wenn er denn mal sitzt und anfängt) und sauber, das einzigste was die Lehrerin anmerkt ist, das er sehr ruhig ist und sich so gut wie gar nicht meldet. Aber das ist einfach sein Wesen. Er ist halt einfach ruhig und still.

Wir haben mit der Lehrerin vereinbart, das wir gleich wenn er von der Schule kommt ich kontrolliere ob er alles hat und wenn nicht, muß er nochmal zurück um die fehlenden Unterlagen zu holen. Die Lehrerin ist normalerweise immer noch 1 Stunde in der Klasse und so hat er die Möglichkeit sich die Sachen zu holen.
Hatten er jetzt auch schon 2 mal gemacht ( heute wieder) aber leider war die Lehrerin jedesmal nicht mehr da. Also auch nicht wirklich eine Lösung!!

Bin mal gespannt welche Tipps hier kommen, bin auch über jeden Tipp dankbar.

Schöne Grüße

Sabine

Beitrag von fraz 18.06.10 - 16:51 Uhr

Hallo


Dein Sohn vergisst seine Sachen, nicht weil er nicht will, sondern weil er unter diesen Umständen nicht KANN. Seine Lehrerin soll mit ihm besprechen, was er braucht, damit die Hausaufgaben auch nach Hause kommen. ER soll Lösungsvorschläge machen, nicht ihr.
Dasselbe zu Hause: Frag ihn, was er (von dir und von sich selber) benötigt, damit er die Hausaufgaben machen KANN.
Solange DU rennst und machst und tust, solange wird sich dein Sohn nicht verantwortlich fühlen!

Beitrag von schnuputor 21.06.10 - 09:33 Uhr

Dir und den anderen Schreibern erstmal Danke für Eure Meinungen/Anregungen. Ich wünsche mir auch, daß mein Sohn selbst erkennt, daß es für ihn wichtig ist und daß er Verantwortung tragen muß. Aber ich weiß eben nicht, WIE! Ich gehöre nicht zu den Müttern, die nochmal in die Schule fahren o.ä., Telefonieren kommt im Einzelfall schon mal vor, aber nicht regelmäßig. Es wäre mir zuwider, mich täglich mit einer anderen Mutter über die Hausaufgaben kurzuschließen. Teilweise gibt es Eltern/Mütter, die min. 1 x die Woche in die Schule fahren und fehlende Unterlagen holen (sogar mal direkt vom Lehrerpult weg!!). Und es gibt welche, die die Malarbeiten (o.a.) erledigen, weil die Kinder keine Lust haben. Ist das nicht verrückt? Ich will das nicht und werde das auch nicht tun. Aber manchmal denke ich schon, daß meiner sich dann schlechter steht, weil er eben nicht so schöne (vollständige) Arbeiten abliefert.

Naja. Heute werde ich mal versuchen, die Lehrerin zu erwischen. Vielleicht finden wir eine bessere (Kontroll-)Lösung. Zumindest kann mein Sohn ja merken, daß sie und ich in irgend einer Form zusammenarbeiten (wenngleich ich mit ihrer Art und Weise so gar nicht zurecht kommen. Sie ist viel zu locker, hat x Regeln, die sie letztendlich nicht einhält, neigt wohl zum hysterischen Rumschreien und wenn sie dann beim Gehen noch ne Hausaufgabe zuruft, kann ich nachvollziehen, daß der eine oder andere das Mal nicht mitgekommt). Im übrigen habe ich noch eine Tochter in der 1. Klasse. Bei der gibt es solche Probleme gar nicht. Die denkt an alles selbst, manchmal (leider) auch abends beim Einschlafen.

Wir wohnen übrigens in Bayern. Und ich hab das Gefühl, daß der Leistungsdruck hier noch eine Spur größer ist. Selbst, wenn man es als Eltern eigentlich nicht will, wird man da automatisch reingezogen.

Beitrag von kimchayenne 19.06.10 - 08:50 Uhr

Hallo,
in meinen Augen ist es völlig normal das ein 2 Klässler mal was vergisst,also Buch in der Schule liegen bleibt oder was auch immer,das passiert meinr Tochter auch ab und zu,dann muss sie das halt am nächsten Tag nacharbeiten.3 Stunden für Hausaufgaben finde ich definitiv zu lange in dem Alter,wodran liegt es braucht er so lange weil er trödelt oder haben die Kinder wirklich soviel auf?Grundsätzlich finde ich es nicht gut wenn in den ersten Klassen schon so ein Druck ausgeübt wird.Bei uns ist es so das die KInder z.B. 15 Minuten Mathe auf haben,manche Kinder schaffen in der Zeit 5 Aufgaben andere 10,individuelles lernen ist hier angesagt,das wird auch von den Lehrern unterstützt,genauso wie bei uns die Hausaufgabenhefte von den Lehrern unterschrieben werden und von den Eltern gegengezeichnet werden sollen.Somit weiß ich genau was meine Tochter auf hat,sie macht ihre Aufgaben selbstständig und ich schaue ob sie alles gemacht hat,verbessert wird von mir nicht,die Lehrer sollen ja erkennen können wo eventuelle Probleme bestehen.
LG KImchayenne