Welche Strafen für "freche" Kinder? Er macht mich noch wahnsinnig!

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von pittjes 18.06.10 - 18:26 Uhr

Hallo,

zualler erst mal: ich schütte Asche auf mein Haupt. Ich oute mich - schweren Herzens - als Mama, die alles andere als konsequent ist Aber ich weiß auch, so gehts nicht. Das nützt ja keinem was. Und ich bin nicht erst gerade darauf gestoßen, sondern schon seit längerem dabei, die alten "Schnitzer" auszubügeln. Aber irgendwie komm ich nicht so recht vorwärts.

Wir haben einen Sohn, 9 Jahre, er ist ziemlich heftig chronisch krank und mir tut das alles natürlich von Herzen leid und ich leide mit. Und deshalb fällt es mir glaube ich so schwer, ihm auch mal Grenzen zu zeigen.... ich denke, das hier auszubreiten, wäre zuviel.

Mein Problem ist, dass ich reden kann und reden kann, aber nix passiert. Gerade eben hatten wir wieder so einen Vorfall, boah, da könnt ich an die Decke gehen. Grrrr.... seit was weiß ich wie lange "predigen" wir auf ihn ein, dass es sich so gehört, beim Kommen und Gehen die Hand zu geben oder zumindestens ordentlich "mit Angucken" Guten Tag und auf Wiedersehen zu sagen. Ich meine, hallo, er ist 9 Jahre alt und kein Kleinkind. Das ich da überhaupt drüber reden muss, find ich schon Hammer.

Gerade wird sein Freund von seiner Mutter abgeholt. Der Freund, Ausbund an Höflichkeit, gibt mir die Hand und sagt "Tschüss bis zum nächsten Mal". Mein Sohn sitzt auf dem Boden, die Mutter beugt sich zu ihm runter, hält ihm die Hand hin und sagt "Auf Wiedersehen". Er gibt nicht die Hand, die fragt nochmal nach: Magst du mir nicht die Hand geben, und er schüttelt den Kopf und sagt "Nö!". Ich fordere ihn auf, sich zu verabschieden und er hebt lässig den Arm und sagt "Tschau". Die Mutter geht und naja, was soll sie schon sagen. Ich bin echt auf 180. Das gibts doch garnicht. Als Begründung sagt er, er sei kaputt und außerdem kenne er die Frau ja fast garnicht. Aber das ist doch keine Begründung. Das ist einfach wieder sein Dickkopf. Das regt mich total auf.

Zur Strafe hab ich jetzt das ganze WE TV-Verbot verhängt. Das "schmerzt" ihn wenigstens mal richtig. Ich hätt gern ne STrafe gehabt, die irgendwie direkt mit dem Vorfall zu tun hat, aber da fällt mir nix ein. Ich verstehe das einfach garnicht, warum macht er das (nicht). Er weiß doch, dass wir das verlangen, dass es sich gehört und dass er uns damit zur Weißglut treiben kann..... hat er doch nichts als Ärger von. Versteh ich nicht.

Wie ist das bei euch, haben eure Kinder auch so "unerklärbare" Macken und wie geht ihr damit um und was habt ihr so für Strafen auf Lager oder wie kriegt ihr die Regeln, die nunmal überall herschen, durchgesetzt?

Ich koche immer noch.

Viele Grüße
pitti-lise

Beitrag von altehippe 18.06.10 - 19:05 Uhr

**Als Begründung sagt er, er sei kaputt und außerdem kenne er die Frau ja fast garnicht***
ich finde das eine super begründung!
kinder sollten natürlich ein gewisses maß an höflichkeit auf den weg mitbekommen, aber hand geben sehe ich erstens als erwachsenen-geste an und noch zudem finde ich es wichtig, dass mein kind selbst entscheidet. wen es "anfasst".
einfach tschüß sagen langt vollkommen aus und ich würde da kein thema draus machen (und bei uns gibts auch regeln, manchmal auch zu viele ;-) )

diese strafe find ich jetzt vollstens überzogen und ich würde mal seine seite sehen.
lieben gruß von belinda (die fast niemandem die hand gibt, sondern immer fröhlich tschüß ruft und es auch ihren kindern so gezeigt hat)

Beitrag von froehlich 19.06.10 - 18:50 Uhr

Du bist ja sportlich drauf! Deinem Kind möchte ich auch nicht begegnen - weder jetzt, noch (erst recht nicht!) in ein paar Jahren.... . Das sind dann so die jungen Erwachsenen, die die einfachsten Höflichkeitsregeln nicht beherrschen, weil niemand sie ihnen beigebracht hat. Hand geben ist eine Erwachsenengeste?! Hallo?! Seit wann denn das? Liebe altehippe, für alle Kinder und jungen Menschen gilt seit jeher: man sozialisiert sich in der Gesellschaft, in der man eben groß wird. Heisst in den meisten Ländern Europas: bestimmte Grußregeln beachten. Und Dein Argument mit dem "anfassen", das Du auf absolut lächerliche Weise mit dem Grüßen verbindest ist ja die Oberlachnummer. Ich bin auch regelkritisch - meine Kinder müssen sich nicht überkorrekt verhalten. Aber bestimmte Grundlagen müssen sie drauf haben - das verlange ich einfach von ihnen. Und das finde ich nicht zu viel. Im Übrigen tust Du Deinen Kindern überhaupt keinen Gefallen, wenn Du sie in der selbstüberschätzenden Überzeugung erziehst, sie seien das Maß aller Dinge und müssten nur ihren eigenen Impulsen gehorchen. Irgendwann werden sie damit gehörig auf die Nase fallen. Und es DIR gewiss nicht danken.

Babs

Beitrag von ma14schi 19.06.10 - 19:09 Uhr

Das sehe ich allerdings auch so.

Ich würde auch so manchen Menschen nicht die Hand geben wollen, das ist ein Eindringen in die Privatspähre, die kein Aussenstehender anzuordnen hat.

Die Strafe zeigt Hilflosigkeit.

Beitrag von frauke131 21.06.10 - 09:15 Uhr

Das Handgeben finde ich auch nicht so wichtig, aber aufstehen und ein freundliches "Guten Tag" sollte drinsein!

Beitrag von marenchen23 18.06.10 - 19:08 Uhr

Hi,

meine MEinung dazu ist, dass mein Kind nicht jedem die Hand geben muss :-)
Rede doch mal in einer ruhigen Minute mit ihm darüber, ob er einfach niemand berühren will?! Hallo und Tschüss sagen gehören schon irgendwie dazu, aber wirklich anfassen... auch wenn es nur die Hand geben ist, dazu würde ich ihn nun wirklich nicht zwingen.
Vielleicht lässt er sich auf den Kompromiss ein, jemandem in die Augen zu sehen beim Tschüss sagen, dafür muss er keine Hand geben?!

Ansonsten hast du jetzt keine Dinge genannt, bei denen du meinst, du bist zu unkonsequent.
Schreib mal noch ein paar Situationen.

Maren

Beitrag von aliciakommt 18.06.10 - 19:41 Uhr

Hach ja, da kann ich dir eine herrliche Geschichte erzählen: Meine Mutter hatte eine Freundin, die hat einen Sohn in meinem Alter. Und der war ja SO gut erzogen. Und SO freundlich. Und hat seiner Mutter zu Muttertag IMMER was liebes gesagt und war ja SO umgänglich. Und ich, äh nicht. Wenn man mir nicht plausibel erklären konnte, warum ich nun ne Hand geben soll, auch wenn ich das nicht mag/mochte, dann habe ich es nicht gemacht. Ich bockiges Kind.
Tja, irgendwann nachdem der Sohn ein Superabitur und eine steile Anwaltskarriere hingelegt hat kam es dann dort, wie es kommen musste. Der Sohn findet keine Freundin. Und die, die er mitbringt, gefallen der Mutter alle nicht. Und überhaupt, macht er sich sehr rar und hat fast keinen Kontakt mehr zu seinen Eltern.
Ich hingegen hab ein super Verhältnis zu meinen Eltern. Weil ich ihnen beibringen konnte, dass es nicht wichtig ist, dass Kinder "funktionieren", sondern dass sie und ihre Entscheidungen respektiert werden, damit sie eigenständige, verantwortungsbewusste Persönlichkeiten werden können..
Viele Grüße und bitte tausche die Strafen gegen Konsequenzen aus. Dein Sohn wird es dir danken, früher oder später..

Beitrag von manavgat 19.06.10 - 18:27 Uhr

Was ist jetzt die Moral von Deiner Geschichte?


Menschen mit Manieren und Stil haben per se einen Scheißcharakter?


Gruß

Manavgat

Beitrag von froehlich 19.06.10 - 18:53 Uhr

DANKE! Das war aber dringend mal nötig!! Hallo?! Sind wir hier im Club der antiautoritären Mütter?! Liebe Kinder, macht nur alle, was ihr wollt, neeee, ihr müsst niemanden ANFASSEN (!!!!!!) Beim GRÜSSEN? DAS ist für Euch anfassen? Herrlich! Wo seid Ihr denn groß geworden - in der Kommune?

Beitrag von aliciakommt 19.06.10 - 18:59 Uhr

Nein, mein Kind wird niemandem die Hand geben müssen. Wenn du mich kennen würdest wüsstest du, dass ich ganz sicher nicht antiautoritär erziehe
*lach*

Aber du kennst mich nicht, also lass mich mal so machen wie ich meine :-)

Beitrag von king.with.deckchair 20.06.10 - 15:04 Uhr

Und du postest nun das ebefalls blödsinnige andere Extrem.

Gibt es in euren einfach strukturierten Hirnen immer nur schwarz und weiß?

Beitrag von aliciakommt 20.06.10 - 21:45 Uhr

Warum musst du gleich beleidigend werden? Du darfst mich gerne besuchen kommen und dich persönlich davon überzeugen, dass ich mit deinem Gehirn leicht mithalten kann..
Viele Grüße, N.

Beitrag von braut2 21.06.10 - 10:10 Uhr

sie hat doch gar nicht dich gemeint, sondern "froehlich" oder? so hab ich es jedenfalls verstanden
#kratz

Beitrag von aliciakommt 21.06.10 - 10:13 Uhr

Ach so, es ist aber auch verwirrend hier. Aber die Einladung steht trotzdem :-)

Beitrag von aliciakommt 19.06.10 - 18:57 Uhr

Ich habe manieren und Stil. Aber es hat für mich keinen Sinn, beides in ein Kind hineinzuzwingen.

Früher oder später, so denke ich, kommt immer der Moment, wo die Freunde eine große Rolle in der Sozialisierung spielen und die Kinder automatisch freiwillig und gerne Höflich, Freundlich etc sind.

So zumindest meine Erfahrung.

Davon mal abgesehen müssen meine Geschichten ja nicht immer eine Moral haben.
Freundliche Grüße!

Beitrag von froehlich 19.06.10 - 19:04 Uhr

"Früher oder später, so denke ich, kommt immer der Moment, wo die Freunde eine große Rolle in der Sozialisierung spielen und die Kinder automatisch freiwillig und gerne Höflich, Freundlich etc sind."

Ach ja? Ich beglückwünsche Dich zu Deinem Optimismus. Man darf gespannt sein auf Deine Kinder in späteren Jahren - oh nein, Manieren und Moral muss das arme Kleine nicht lernen, die kommen später - bums! wie aus dem Zauberhut von selbst! Dumm nur, daß Deine Kinder sich wahrscheinlich genau die Freunde suchen werden, die selbst auch keine Manieren von zu Hause mitbekommen haben und dementsprechend keiner höflich sein muß. Was für ein Quatsch! Wer erzieht hier eigentlich wen?

Beitrag von aliciakommt 19.06.10 - 19:26 Uhr

Ist doch in Ordnung, es gibt halt unterschiedliche Menschen auf der Welt. Ich bin sehr glücklich in meinem künstlerisch- intellektuellen- kreativen Umfeld und ich denke, dass es meine Kinder da auch sehr gut haben und sich wohl fühlen. Es gibt genug Liebe, Musik, Natur, Bildung und freie Meinung, das ist mir ehrlich gesagt am wichtigsten.
Ach ja, Optimismus, Lebensfreude und Kultur gibt es dort auch im Überschwang- starre Formen und verbiesterte Einstellungen allerdings nicht.
Ich denke aber, dass eine Diskussion darüber mit dir nicht sinnvoll ist, da du wahrscheinlich aus einem anderen Umfeld kommst und nicht wirklich verstehst, wovon ich rede. Das ist auch- wie bereites gesagt- in Ordnung so. Viele Grüße von N.

Beitrag von froehlich 19.06.10 - 20:30 Uhr

Putzig! Da Du sosehr mit Deinem Umfeld kokettierst...ich darf Dich beruhigen. Mein Umfeld ist wahrscheinlich mindestens ebenso künstlerisch-intellektuell-kreativ wie Deines. Mutter Schauspielerin, Vater Musiker, wir vier Kinder alle in künstlerisch-kreativen Berufen, lange berufliche und private Aufenthalte in Afrika und Asien, Waldorfschule etc. pp. .....soll ich weitermachen?! Es ist eben ein altes Klischee zu glauben, daß kreativ-musische Mensche automatisch eine laxe Einstellung zu bestimmten Umgangsformen haben (müssen) - Optimismus, Lebensfreude und Kultur sind kein automatisches Ausschlusskriterium für respektable Gesten anderen gegenüber. Im Gegenteil. Aber ich kenne solch ach-so-künstlerisch-musische Menschen wie Dich zur Genüge. Alles Makkulatur. Und einfach oft eine Entschuldigung dafür, sich mit dem eigenen Nachwuchs nicht auseinandersetzen zu wollen (mit der Begründung: ich bin ja sooooo künstlerisch-kreativ und die anderen sind alle Spießbürger). Nun denn. Viel Spaß in der Zukunft.

Beitrag von aliciakommt 19.06.10 - 20:52 Uhr

Naja, wenn du dich jetzt besser fühlst :-)

Beitrag von miezibuh 18.06.10 - 20:00 Uhr

Also ich finde das mal mehr als lächerlich! Ich halte es für total unüblich, dass Kinder anderen Müttern zur Begrüßung oder Verabschiedung die Hand geben! Das hat für mich was von "Feine Pinkel"-Kreise. Entschuldige den Ausdruck, aber mir fällt da echt im Moment nichts anderes ein!

Ich habe als Kleinkind schon Leuten nicht die Hand gegeben! Ich erinnere mich an einen herrlichen Vorfall. Zu Besuch war eine Schwester meines Opas. Für mich als Kind eine uralte Frau. Die brachte mir ein Malbuch mit und ich sollte ihr "ein Händchen" geben, damit sie es mir gibt. Ich habe, ich glaube ich war 4, verkündet, dass ich ihr keine Hand gebe und sie ihr Malbuch wieder mitnehmen könne #rofl Ich finde es total unmöglich, Kinder dazu zu zwingen, anderen Leuten die Hand zu geben. Ein einfaches "Hallo" oder "Guten Tag" tut´s auch.

Jahre später besuchte uns der Enkel besagter Tante. Wir gaben ihm ein Eis. Sein Vater (Kategorie feiner Pinkel) forderte sogleich: So, nun gib mal schön der Tante die Hand. Und was sagte das Kerlchen? "Die kenne ich doch gar nicht, der gebe ich keine Hand." Olles Tantchen stand pikiert daneben. Was haben wir gelacht!

Wie kann man seinem Kind nur deshalb Hausarrest geben?! Ich begreife es nicht.

Beitrag von lisasimpson 18.06.10 - 20:08 Uhr

da bin ich fast geneigt anzufangen mit:

"Halte einen Moment inne und besinne dich auf das Wichtigste"


nun denn.. du suchst nach einer Konsequenz- was du gefunden hast, war eine strafe.
die wird deinen sohn nicht daran hindern weiter seine Identität, seine eigene willen und seine eigene wünsche zu entwickeln.

die sonsequenz von dem verhalten wird sein, daß die besagte mutter auf dem nachhauseweg ihrem sohn sagen wird, daß deiner ein komischer kauz sei und sie wird nicht sehr erpicht drauf sein, ihn als ständigen gast bei sich zu haben.

das würde ich meinem sohn erklären.
welche gesellschaftliche bedeutung haben solche gesten, welche gesellschaftlichen konsequenzen hat dieses verhalten.
das sollte er doch lernen, oder?!
wenn ich richtig liege, dann kan ner sich also selbst entscheiden, ob er die konsequenzen trägt, die damit einhergeben, wenn man Konventionen nicht einhält.

wenn es jedoch dsa problem ist, daß es dir peinlich ist, daß er sich nicht an diese konventionen hält, dann würde ich ihm auch dies mitteilen. vielleicht ist das ne gute grundlage für ein anregendes gespräch über angepaßtheit und "anders sein". ein gespräch, das sicher wichtig sein wird bei einem chronisch kranken Kind.
vielleicht ist es eher das, was euch beide zu einem befriedigend ergebnis bringen könnte: wie seht ihr beide dieses spannungsverhältnis? muß er doppelt so gut "funktionieren" und doppel so "normal"= angepaßt sein in deinen augen um etwas auszugleichen?
muß er (in seinen augen) vielleicht es selsbt in der hand haben, ausßenseiter, anders oder einfach nur "auffallend" zu sein, damit es ein mal nicht mit ihm "passiert,", er es statt dessen (im wahrsten sinne des wortes) in der hand hat?!

Das sind so spontan meine gedanken dazu- ich glaube ich wäre wirklich sehr gespannt auf ein solches gespräch
lisasimpson

Beitrag von brezga 19.06.10 - 13:28 Uhr

hi lisasimpson,

.....deine spontanen gedanken zu diesem thema haben mich sehr nachdenklich gemacht...
danke!

heike

Beitrag von lisasimpson 19.06.10 - 13:56 Uhr

schön, das freut mich immer

lisasimpson

Beitrag von teufelchendani 18.06.10 - 21:06 Uhr

hallo!

ich denke auch, dass kinder lernen sollten die hand zur begrüßung und zum abschied zu geben. wenn man wohin kkommt als gast und wenn jemand ins eigene haus kommt. also hat nichts mit "mein kind brauch nicht jden anfassen" schließlich kommt nicht jeder zu einem oder an geht auch nicht zu jedem.

meine kleine macht das schon ganz selbstverständlich. und meinem stiefsohn musste ich es erst beibringen, als ich mit seinem vater zusammen kam.

ich finde es hat was mit respekt und anstand zu tun und so bin auch ich erzogen worden. man kann schon an den jugendlichen sehen, welche anstand und respekt haben und welche nicht.

naja mit fernseh verbot - das ist wohl keine gute lösung. ich hätte halt als konsequenz gesat, solange er sich nicht anständig verabschieden oder begrüßen kann, darf auch kein besuch mehr kommen.

lg dani

Beitrag von pittjes 18.06.10 - 21:28 Uhr

Hallo ihr Mädels,

nun sind ein paar Stunden vergangen und ich muss doch schon lächeln bei euren Antworten. Ich bin zwar immer noch der Meinung - und das wird sich auch nicht ändern - dass sowas wie "Handgeben" sein muss (da gefällt mir die letzte Antwort wohl am Besten :-) ), aber ich denk auch, das mit dem TV-Verbot schoß wohl leicht übers Ziel hinaus.

Da habt ihr mir aber den Kopf zurecht gerückt - vielleicht mit Recht, aber auf jeden Fall mit guten Argumenten und mit Spiegel vorhalten. Nichts halten tu ich allerdings von "ein Kind muss nicht jeden Anfassen". Das ist mir auch klar, aber ich finde, das hat mit unserer heutigen Situation auch nichts zu tun. Er war bei dem Freund auch schon spielen, er hat aus deren Becher getrunken und war womöglich auf deren Klo - also kann er der Mutter wohl auch ohne Aufreger die Hand geben.

Das die Mutter das nicht Prickelnd findet und sagt, was er denn für einer sei, das hab ich ihm gesagt - ob es ihn interessiert, weiß der Geier. Ich hab aus der Strafe aber doch etwas "pädagogisch wertvolles" gemacht: da er ja nun soviel Zeit hat, weil es am WE kein TV gibt, liest er nun ein Buch seiner Wahl bis Sonntag Abend und dann gehts ins Antolin ins Internet, um zu sehen, wie er das Buch verstanden hat.

Außerdem hab ich mit ihm gesprochen, ob er versteht, was er aus meinem und seinem Ärger lernen kann und soll, hat er gemeint: ja, nämlich, dass man anständig Tschüss und "Tag" sagt. Also, wenn er es wirklich gelernt hat, ok, dann war es das wert.

Sicher ist ein wunder Punkt, dass ich immer schon wollte, dass er normal und nett und nicht schwierig ist. Allerdings war das vor der Erkrankung schon nicht einfach, weil Sturkopf und nun ist alles noch schwieriger. Wie sagt man immer: wie man selbst erzogen wurde.... ich gelte im Allgemeinen als Harmoniebedürftig und möchte es gern allen, naja den Meisten und am allermeisten meinen Eltern..... recht machen. Und da möchte ich eben auch, dass mein Kind auch "leicht" ist und keinen Ärger macht. Aber irgendwie finde ich das eben auch normal, dass man Erziehung und Anstand hat.
Naja, aber wer hat uns Eltern gesagt, dass es einfach ist, gell?

Danke für eure Antworten!
pitti-lise:-)