Jetzt eben doch Polypen-Op! Tipps für ängstliche Mami?

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von inese 19.06.10 - 20:46 Uhr

Liebe Miturbianerinnen,

oh Mann. Ich bin zur Zeit etwas fertig. Bin Mami von zwei wundervollen Söhnen, der Ältere, um den es hier auch geht, ist dreieinhalb und der Kleine ist gerade ein Jahr alt geworden. So. Nun die Vorgeschichte: Mein Sohn Bruno war bis zum Umzug in den Norden Deutschlands immer supergesund, was vielleicht auch daran lag, dass wir selten andere Kinder trafen. Das lag daran, dass er oft bei Oma war, weil ich meinen Uniabschluss machen musste und für Aktivitäten mit ihm nur wenig Zeit hatte. Er hatte sicherlich trotzdem immer mal Erkältung, auch mal MOE und Magen-Darm-Grippen (auch mal Noro, aaah!)...aber nicht mehr als andere Kinder. Nun leben wir im Norden und das seit Februar. Liegt es am furchtbar ätzenden kalten Jahr oder am Umzug (Klimawechsel) oder daran, dass wir nun öfters in Kindergruppen sind (in den Kiga geht er erst ab August wegen dem Umzug gab es nichts für eher)...es begann im Februar mit Scharlach, dann MOE, dann Magen-Darm, dann MOE, wieder MOE und nun wieder MOE. Paukenergüsse, die wieder abgeklungen sind letzte Woche, doch prompt nun hat er seit gestern nacht wieder eine MOE und nimmt zum 7. Mal seit dem Umzug Antibiotikum!!!!!!SCHRECK! Beim HNO waren wir, der meinte, Bruno habe Polypen und wenn man die rausnimmt, wird es besser. Ich wollte OP vermeiden, ich dachte, ich geb ihm eine Chance, den Klimawechsel bzw. was immer es ist, zu überwinden aus eigener Kraft. Doch nun habe ich meine Meinung schlagartig geändert, weil er zum 7. Mal AB nehmen muss und wieder eine MOE hat!
Frage: WIRD DAS NACH DER OP WIRKLICH BESSER??? Oder ist das eine falsche Hoffnung?
Frage: Paukenröhrchen ja oder nein? Wenn bislang nach jeder MOE der Paukenerguss verschwand und richtig weg war und Kind super hört? (HNO will die rein machen, weil er das gut findet generell). Ich sehe das kritisch.
Frage zur Narkose: Mein Mann kann aus beruflichen Gründen nicht mitkommen zur OP und ich muss dann meinen kleinen Wurm mitnehmen.... hat damit jemand Erfahrungen? Ich habe hier noch nicht so gute Bekannte, dass ich ihn den Tag "abgeben " könnte und meine Eltern sind im Urlaub, mein Bruder kann nicht kommen...Mist.
Frage: Was hilft gegen meine Angst? Ich will nicht, dass der Kleine das mitbekommt....
Oh Mann, ich bin echt fertig. Warum sind wir nur in den SCH**Nordne gezogen??? Liegt es daran? Unsere Kinderärztin sagte hier: Willkommen im Norden, dass die Kinder hier viel öfters krank sind, hat ihnen keiner gesagt, was?
Ich bin gerade psychisch am Ende....dieses ständige KRANK! Aber deshalb ne OP? Mein Kind ist doch mein Kind und ich möchte nicht, dass er operiert wird, weil ich mir da Hoffnungen mache, falsche...für ihn, für uns alle.
Versteht mich nicht falsch, ich bin einfach nur erschöpft, mein Mann hilft gerade kaum mit und mein ganz kleiner zahnt, will den ganzen tag auf meine Arm und der Große ist dauerkrank. WAH! Kein Ende....oder doch?
Wird alles gut, bald wieder?
Jana;-)

Beitrag von schnuffel0101 19.06.10 - 22:16 Uhr

Ich kann Dich so gut verstehen. Mein Grosser (fast 5) wird nächsten Monat auch die Polypen raus bekommen. Ich habe auch tierische Panik vor der Narkose, auch wenn ich im Prinzip weiss, dass das alles Blödsinn ist. Aber ein Eingriff ist halt ein Eingriff. Bei uns kommt noch dazu, dass unser Kleiner (8 Monate) auch operiert werden muss. Ihm wird ein Muttermal am Bein entfernt. Auch in Vollnarkose. Ich hab das ganze also zwei Mal vor mir.
Einen Tip geben kann ich Dir leider auch nicht. Wir müssen wirklich versuchen, für unsere Kinder stark zu sein. Wenn sie in Narkose sind, können wir heulen wie die Schlosshunde. Aber das ist echt leichter gesagt als getan.

Wird schon...

Beitrag von inese 20.06.10 - 11:07 Uhr

Ich seh schon, dass wir Mamis einfach stark sein müssen. Das ist halt so im Leben. Meine Güte. Also viel Schoki essen, Kakao trinken, telefonieren und sich selbst verwöhnen, damit man ausgeglichen ist trotz Stress, das wirkt sich positiv auf die Kleinen aus...denk ich. Und natürlich auf einen selbst...bitte berichte mir doch mal, wie es Euch ergangen ist, wenn die Ops rum sind, beide. Ich drück dir die Daumen für beide Ops!!! Wir Mamis schaffen das. Wir sind nicht Ärzte, wir sind nicht Gott, wir sind Mütter, d.h. wir müssen für unsere Kinder da sein und uns auf Ärzte verlassen und auf Gott. Hand in Hand. Das wird... ;-) In dem Sinne! Alles Gute! Jana (die auch ständig nur heulen möchte wegen der OP)

Beitrag von jajale 19.06.10 - 22:17 Uhr

Hallo Jana,

Mein Sohn, 2 Jahre, hat seit Januar diese Jahres auch ca. 7 MOE gehabt.
Wir haben uns fuer die Paukenröhrchen OP entschieden. Die OP hat keine 5 Minuten gedauert und seit dem geht es ihm viel besser.

Es war keine leichte Entscheidung, aber ich bin sehr froh, dass wir es gemacht haben.

Ich würde Dir nur den Rat geben, nach einem Babysitter für den Kleinen zu suchen, damit Du Dich ganz um den Grossen kümmern kannst. Bei uns durften Babys auch gar nicht mit ins Krankenhaus.

Gute Besserung,
Jajale

Beitrag von inese 20.06.10 - 11:09 Uhr

Liebe Jajale,
danke für deinen Tipp mit dem Babysitter...stimmt. Das könnte gut sein, dass der gar nicht rein darf. Ich denke auch, dass man seine Kraft für den Großen braucht, logischerweise....und das es also auch gut ist, wenn babys nicht mit dürfen, auch wenn das für mich nun Organisation bedeutet...so schnell einen guten Babysitter aufzutreiben. Sind die MOEs denn weniger geworden seit dein Kind operiert wurde???
LG Jana

Beitrag von jajale 20.06.10 - 20:13 Uhr

Ich war seit Januar 2010 2x die Woche mit meinem Sohn beim Kinderarzt (und fast taeglich mit dem Arzt/ Krankenhaus am Telefon).

Er hatte 6-7x MOE, 2x Lungenentzuendung, 1x Bronchitis und noch andere Erkrankungen.

Seit der OP vor 1.5 Monaten ist er gesund. Es ist wie ein Wunder. Ich bin zwar keine Aerztin, bin mir aber sicher, dass alle diese Krankheiten an den Ohren lagen.

Ich bin so erleichtert und dankbar und wuerde jedem Kind, das oft MOE hat, diese OP empfehlen.

Nur Mut und frag doch mal bei anderen Muettern auf dem Spielplatz nach einem Babysitter.

Alles Gute fuer Euch.
Jajale

Beitrag von schoko74 19.06.10 - 22:19 Uhr

Hallo!

Auf Deine OP Frage kann ich Dir leider keine Antwort geben...
Mir geht es nur grade genauso, daß ich psychisch echt fertig bin, da meine Kinder ständig krank sind...Mein Großer ist auch 3, 5 und mein kleiner 8 Monate...Die Kinderärztin hat schon gefragt, ob sie uns ein Bett aufstellen soll:-[?
Mein Mann ist beruflich viel unterwegs...
Meinem Sohn wurden die Polypen rausgenommem und ein Röhrchen links eingesetzt...
Bisher kann ich noch keine "große" Besserung sehen...aber hören tut er besser!:-)


Liebe Grüße und viel Kraft und Nerven!
Michaela

Beitrag von inese 20.06.10 - 11:11 Uhr

Liebe Michaela,
oh, dann bist Du in einer ähnlichen Situation wie ich. Kinder etwa gleichalt, auch hier ist der Mann beruflich viel unterwegs. Er wird auch nach der OP für zwei Wochen im Ausland sein. Wieso gab es bislang keine Besserung bei deinem Sohn? Das ist ja nicht so schön. Würdest Du dann sagen, dass du die OP nicht gut findest im Nachhinein?
LG Jana

Beitrag von schoko74 20.06.10 - 15:13 Uhr

Hallo Jana!
Ich denke es ist wohl etwas früh zusagen, daß die OP nichts gebracht hat...
Ich muß erst noch ein paar Wochen abwarten....von den Paukenröhrchen her, hat es aber etwas gebracht!
Und unser HNO Arzt hat nur links eins eingesetzt....er ist da ein Glück nicht so schnell, sondern guckt schon nach der Notwendigkeit...

Liebe Grüße
Michaela

Und mit 2 Kindern ist so eine OP sicher schlecht...kannst Du die nicht aufschieben, bis Dein Mann Zeit hat?? Die OP meine ich??
Das andere Kind darfst Du sicherlich nicht mit in den OP Aufwachraum nehmen...

Beitrag von inese 20.06.10 - 20:45 Uhr

Liebe Michaela,

dann wünsch ich Euch mal alles, alles Gute, dass die OP was gebracht hat! Und dass Dein Kleiner GESUND bleibt, und wenn er mal einen Schnupfen bekommt, dass es dann bei einem Schnupfen OHNE MOE bleibt! Ich will mit der OP nicht warten, weil mein Sohn aktuell auch eine MOE hat, Antibiotikum bekommt und der Arzt meinte, dass das Kind unbedingt schnell operiert werden soll, dass Handlungsbedarf besteht, er operiert, obwohl der Kleine Antibiotikum bekommt.Oh, das muss ich gleich nochmal posten, das finde ich nämlich ehrlich gesagt, etwas seltsam... Ich will einfach, dass wir es so schnell wie möglich hinter uns bringen, damit es dem Kleinen endlich wieder besser geht...
LG Jana

Beitrag von petriheil80 19.06.10 - 23:47 Uhr

huhu!
bei meinen beiden jungs mussten die polypen raus und röhrchen gesetzt werden.
das mit den röhrchen entscheidet man während der op, wenn der erguß dünnflüssig ist werden keine gesetzt bei dickflüssigem zähem erguß werden welche gesetzt, weil es ein zeichen dafür ist, das die flüssigkeit schon länger vorhanden ist.
das mit den röhrchen ist nicht schlimm. wenn sie ihn sowieso operieren, können sie die doch gleich mit einsetzen. dann ist das innenohr immer gut belüftet und es entsteht garnicht erst ein erguß.
durch vergrößerte polypen bekommt man evtl auch etwas schlechter luft.!
nur mut diese op geht schnell und dein kleiner bekommt davon ja nix mit

meinen beiden jungs hat die op nichts ausgemacht, sie waren danach superschnell wieder fit! und danach auch viiiiel fitter!!


gaaanz viel glück und nur mut!!
Petra, mit 3 jungs, einer davon erst 3 monate (mal sehen, ob er später auch diese op mitmachen muss)

Beitrag von inese 20.06.10 - 11:12 Uhr

DANKE für deine mutmachende Post hier! Danke! Jana

Beitrag von nickichen80 20.06.10 - 09:54 Uhr

guten morgen,

ich kann dich sehr gut verstehen.....mein grosser (3j.) wird jetzt am donnerstag op.....ich hab ehrlich gesagt auch bammel,weil ich weiss das ich sehr heulen muss,muss aber bevor er op wird versuchen stark zu bleiben(leichter gesagt,als getan#schock)

also,ich kann dir leider auch keinen tipp geben,ausser stark zu bleiben und mach dir keine sorgen,das wird schon wieder!!!

lg
nicole

Beitrag von inese 20.06.10 - 11:14 Uhr

Liebe Nicole,

juppi, ich muss auch dauernd Tränen unterdrücken. Das wird hart werden. Ich hab ja schon fast geheult, als der HNO meinte, dass die Op sein muss. Ich kam mir vor wie beim Jüngsten Gericht, uaaah! Kein Ausweg. Es muss. Sowas mag ich generell nicht. Keine Entscheidungsmöglichkeit...LG Jana

Beitrag von inese 20.06.10 - 11:04 Uhr

Ich danke Euch allen recht herzlich für Eure Antworten! Jana

Beitrag von sandramutti 20.06.10 - 11:56 Uhr

hallo!

kan verstehen, wie du dich fühlst. meine mäuse sind nicht ganz so oft krank, allerdings bin ich diejenige, die sich ständig rumquält. bei dem wetter kein wunder...

was ich kurz sagen möchte, ich würde mir trotz allem noch von einem 2. oder 3. hno eine meinung einholen. selbst wenn wirklich eine op sinnvoll ist und erfolg verspricht, dann kannst du sicher sein, das richtige getan zu haben und wirst sicher etwas ruhiger was den eingriff angeht.

in unserem bekanntenkreis hatten viele kinder diese paukenröhrchen, polypen ops und einem nachbarskind gings leider danach garnicht gut...(will dir keine angst machen, aber kann sein, dass die tage nach der op auch ziemlich anstrengend werden und wenn noch ein kind zuhaus ist, wirst du bestimmt hilfe brauchen, egal von wem, oma, mann etc.)
aber muss ja auch nicht sein, den anderen kindern, die den eingriff hinter sich hatten gings allen prima.

lg, sandra

Beitrag von mistral68 20.06.10 - 20:14 Uhr

Hallo,

unser Großer - inzwischen 5 1/2 - ist schon zwei Mal in Vollbarkose operiert worden.

Einmal mit 3 Jahren, da haben wir Hodenhochstand, Leistenbruch und Nabelbruch in einer OP machen lassen.
In diesem Jahr hat er kurz vor Ostern die Polypen raus bekommen, er hat fast gar nichts mehr gehört.

Beide OPs mussten sein. Ich hatte vor allem auch beim ersten Mal Schiss, aber die Kleinen stecken das in der Regel gut weg. Such Dir am besten Anästhesisten und HNO, die sich gut mit Kindern auskennen. Bei uns war der Ablauf vor der OP dadurch sehr kindgerecht.

Nach der ersten OP hätte er eigentlich Ruhe halten sollen, aber er ist schon nachmittags wieder durchs Haus gehüpft und war nicht zu bremsen.
Nach der Polypen OP war er bis auf ein bisschen Halsschmerzen auch nach ein/zwei Stunden schon wieder fit.

Vielleicht solltest Du wissen, dass die Kinder oft wenn sie aus der Narkose aufwachen für eine Weile sehr unleidig sein können.

Nach der ersten OP hat Vincent eine Stunde geschrieen, um sich geschlagen etc. Das war sehr anstrengend. Nach der Polypen OP war er beim Aufwachen aus der Narkose ca. 5 Minuten wach, hat etwas gejammert, dann noch mal ca. 1 Stunde geschlafen und war dann gleich ok.

Wenn sie schreien und um sich schlagen, dann muss man sie im Arm halten/festhalten,.....das stelle ich mir ehrlich gesagt schwer vor, wenn Du Deinen Kleinen auch noch dabei hast. Da würde ich mir an Deiner Stelle auf jeden Fall jemanden suchen, der auf ihn aufpassen kann.

Alles Liebe

Kathrin & Vincent (*16.01.2005) & Valentin (*1.12.2008)