Er beißt und beißt...

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von jimmytheguitar 19.06.10 - 21:50 Uhr

und beißt! Ständig ist mein Kleiner (12 Mon.) bissig. So richtig fies wird es morgens um halb 5 wenn er wach wird und mir (die noch schläft) in die Brust oder in Oberarm beißt! Er hat schon sechs Zähne. Das tut verdammt weh...

Ich sage dann nachdrücklich "NEIN" und setze ihn weg, sage, das mir das weh tut. Also zeige ihm schon das es nicht richtig ist was er macht und das es mir weh tut.

Aber er beißt zu jeder Tageszeit, oft unvermittelt, egal wen (meist trifft es mich oder seinen großen Bruder). Er findet es scheinbar sehr lustig.

Was kann ich denn noch tun?

Dachte, das lässt irgendwann nach bzw. er müsste es doch mittlerweile gelernt haben, das man das nicht macht!

LG

Beitrag von ann-mary 19.06.10 - 21:53 Uhr

Hi,

mit 12 Monaten kann er das noch nicht "gelernt" haben, da die Kleinkinder noch nicht soweit entwickelt sind. Sie vergessen es einfach wieder....Sie leben im Jetzt und Hier und nicht was vor 5 Minuten war. Das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben.

HG

Beitrag von jimmytheguitar 19.06.10 - 22:01 Uhr

Ist ja interessant! Es gibt andere Dinge die weiß er ganz genau...
Naja, dann werden wir es wohl noch eine Weile ertragen müssen! Aber ich habe schon blaue Flecken. Habe das Gefühl, es ist eine richtige "Macke" von ihm, er macht es wirklich häufig!

Beitrag von qayw 19.06.10 - 22:11 Uhr

Hallo,

na, das wage ich zu bezweifeln...
Meine Tochter hat mit 1 Jahr gelernt, daß sie nicht an den Steinchen unserer Hydro-Kultur-Palme zu suchen hat, weil ich sie zig mal weggesetzt und geschimpft habe. Parallel dazu habe ich versucht, ein Blumentopf-Abdeckgitter dafür zu kriegen, aber Merle hatte begriffen, daß der Blumentopf "nein" ist, ehe ich eins aufgetrieben hatte.

Zu dem Beiß-Problem weiß ich aber auch keine andere Antwort, als zu schimpfen und ihn weg zu setzen.

LG
Heike

Beitrag von saubaer 19.06.10 - 22:06 Uhr

ich denke er probiert einfach noch sehr viel aus.
vielleicht zahnt er auch!?
LG

Beitrag von missi1978 19.06.10 - 22:32 Uhr

Hallo, kann dich gut verstehn - mein Sohnemann ( 2 Jahre ) beißt u. zwickt auch ständig! Hauptsächlich mich und die Oma`s u. zu meinem Leidwesen auch andere Kinder!

Trau mich schon gar nicht mehr ihn mit anderen Kindern spielen zu lassen - da er um seinen Willen durchzusetzen od. einfach nur aus Übermut zubeißt!

Haben auch schon alles probiert, was man uns geraten hat - und nix funktioniert! Fürchte fast, diese Phase müßen wir überstehn - solang sie auch dauert! :-(

Tips die wir bekommen haben, vielleicht funktionieren Sie bei euch:

* vortäuschen von Weinen u. das Mitgefühl anregen
* leicht zurückbeißen - ( halt ich persönlich nicht für gut )
* Für ne Auszeit ins Zimmer schicken - ( bei 1 jährigen wohl ned so passend )
* reden, reden, reden
*erklären, daß Menschen nicht beißen - nur Tiere! ( naja ? )
* keine Beachtung schenken und strikt ein kurzes STOP!

Ich hoffe, es passt was für dich und
lg Birgit

Beitrag von tweetyengel 20.06.10 - 10:36 Uhr

Hallo,

meine Tochter ist auch zwölf Monate alt und beißt seit ein paar Wochen ständig. Ich habe schon jede Menge blaue Flecken an den Oberarmen. #heul und bekomme manchmal schon richtig "schiss" wenn sie ihr Gesicht an mich drückt, weils echt weh tut.
Ich mache es so wie du; sage: "nein, nicht beißen" und setze sie zur Seite. Ich glaube mehr können wir da sowieso nicht machen, als immer wieder nein sagen und sie wegsetzen.
Wir hatten die Phase aber vor ein paar Monaten schonmal, kurz darauf kamen weitere Zähne. Ich vermute also das das wieder mit dem Zahnen zusammenhängt.

LG
Ela+Livia

Beitrag von tweetyengel 21.06.10 - 12:28 Uhr

... " Im Grunde lässt sich aber sagen, dass bei stärkeren Aggressionen immer im familiären Bereich etwas im Argen liegt. Sowohl größere familiäre Probleme wie Scheidung, Tod eines Elternteils, Gewalt (Gewalt zieht Gewalt nach sich; Kinder kennen kein anderes Problemlösungsschema) als auch emotionale Kälte und Vernachlässigung sind als Ursache der gesteigerten Aggressivität einzustufen. Sowohl Schicksalsschläge als auch Gewalt der Eltern den Kindern gegenüber und / oder untereinander bzw. gegenüber Menschen außerhalb der Familie können demnach ursächlich sein. Wenn Kinder kaum noch wahrgenommen werden und ihnen nicht ausreichend Interesse und Anteilnahme entgegengebracht wird, ihnen also die notwendige Geborgenheit und Liebe verweigert wird, schafft das eine mangelhafte Grundlage, auf der Fehlverhalten, wie z.B. Beißen, Schlagen, Treten u.ä. entstehen können. ..."

Der Sohn der TE ist grade mal ein Jahr alt. Dein Link scheint sich aber eher auf ältere Kinder, die im Umgang mit anderen Kindern Gewalt anwenden, zu beziehen.
Meine Tochter ist auch ein Jahr alt und beißt mich immer wieder. Ich kann aber definitiv sagen, daß wir ein sehr liebevoller Haushalt sind und unsere Tochter unser erstes Kind und das erste Enkelkind bei beiden Großeltern ist. Sie bekommt also unmengen an Aufmerksamkeit. :-)

LG