Wir brauchen Rat! Sitzen abends oft stundenlang am Kinderbett....

Archiv des urbia-Forums Schlafen.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von dielollefrau 19.06.10 - 22:30 Uhr

Hallo, wir brauchen euren Rat.

Unsere Tochter ist nun 15 Monate alt und sie schläft abends nur dann ein, wenn einer von uns an ihrem Bett sitzt. Sie kennt es nicht anders, weil sie noch nie anders bze. allein einschlafen konnte. Wir haben abends immer die gleichen Rituale: Schlafanzug an, Milch trinken, in ihr Bettchen legen, Licht aus, Mama setzt sich neben das Bett und singt ein paar Lieder. Ich gehe dann raus, sobald sie schläft, denn eher würde sie ein Riesentheater machen. Das dauert zwar etwas, klappt aber ganz gut.

Prinzipiell ist das auch OK so. Bisher dachte ich, wenn sie das so braucht, dann mache ich das so, das ist OK. Aber inzwischen ist sie fast 1,5 Jahre alt und es wird immer schlimmer: Jetzt schläft sie abends für eine Stunde ein, wacht dann auf, sieht, dass wir nicht am Bett sitzen und schreit.

Dann kommt einer von uns, setzt sich wieder dazu und wartet, bis sie schläft - mindestens 15 Minuten dauert das jeweils immer. Und genau diese Prozedur zieht sich am Abend oft 2 Stunden lang!!! Nachdem sie erneut eingeschlafen ist, wacht sie etwa 5 Mal wieder auf, bis wir um Mitternacht alle totmüde ins Bett fallen! Man kann richtig beobachten, wie sie eigentlich noch schläft, aber sich immer wieder bemüht, zu blinzeln, ob wir noch da sind. Gegen 2 Uhr holen wir sie dann zu uns ins Bett und dann schläft sie durch.

Habe mal versucht, immer wieder zu ihr hin zu gehen, und nach dem Zureden wieder ins Wohnzimmer zu gehen. So nach dem Motto: wir sind da, alles ist gut, aber du musst jetzt schlafen. Pustekuchen!!! Sie schreit, als gäbe es keinen Morgen mehr und das Bett ist Nass vor lauter Tränen. Das halten wir nicht durch.

Was können wir tun bzw. sollten wir was tun? Ich frag mich halt, wie ich es schaffen kann, dass sie von vorn herein allein einschläft. Ich halte jedoch nicht viel von diesen Schreinen-Lassen-Methoden :-( Wer hat ähnliches erfahren und kann uns Tips geben?? Wir brauchen doch abends auch mal wieder Zeit für uns und ich finde eigentlich, dass man das nach 15 Monaten so langsam auch mal wieder für sich beanspruchen kann.

LG

die Lollefrau

Beitrag von perserkater 19.06.10 - 22:53 Uhr

Hallo

Ich habe meinen Sohn auch immer in den Schlaf begleitet und auch er hatte so mit 1 1/2 J. so ne Phase wo er nach dem einschlafen wach wurde und alleine nichts ging. Wir haben ihn dann einfach bei uns im Wohnzimmer weiter schlafen lassen und nachts schlief er eh bei uns mit im Bett.

Wenn sie bei euch eh besser schläft dann lass sie doch gleich bei euch im Bett einschlafen. Vielleicht reicht der Geruch schon aus dass sie weiter schläft. Mir ging es als Kind so, ich war sogar schon einiges älter, ich weiß noch genau was das für ein schönes Gefühl war im Bett meiner Eltern einschlafen zu dürfen. Sie haben mich dann immer in mein Bett getragen wenn sie selber schlafen gegangen sind. Und ich schlafe heute in meinem Bett ein, wie du siehst, nichts ist von Dauer.

Mein Sohn konnte dann mit 2 1/2 J. alleine einschlafen, sogar in seinem Bett. Nachts kommt er aber noch oft zu uns gewandert und so lange er es braucht und möchte darf er es. Denn ich weiß ja aus eigener Erfahrung, alles vergeht schneller wenn man nicht gegen arbeitet.

LG

Beitrag von dielollefrau 19.06.10 - 22:59 Uhr

Danke!

Ja, daran hab ich auch schon gedacht. Finde es halt nur seltsam, wenn ich sie direkt in unser Bett lege, obwohl sie im eigenen ja ganz gut einschlafen kann - zu Beginn zumindest.

Aber vielleicht ist das die Lösung für alle Beteiligten, das kann sein. Und ich kann nachvollziehen, dass sie das gern hat, das stimmt schon ;-)

Ich werd es probieren!

LG

Lollefrau

Beitrag von ina175 20.06.10 - 07:37 Uhr

Unser Sohn ist mittlerweile knapp 3,5 und mein Mann bleibt bei ihm bis er einschläft. Marius hatte mit 1. Jahr einen Unfall und seitdem ist es so geblieben. Nicht immer einfach, denn auch wir hatten Einschlafszeiten von bis zu einer Stunde.

Wir haben Marius sein Bettchen ins Schlafzimmer gestellt, eine Seite offen, ran an unser Bett so konnte mein Mann sich auch hinlegen.

Muß dazu sagen, dass das ins Bett bringen seit der Geburt mein Mann übernommen hat. Ich bin dabei, sage unser Gedicht mit auf und dann gehe ich raus. Natürlich kommt es vor, dass mein Mann nicht da ist, da mach ich es.

Ich kann euch sehr gut verstehen, man möchte abends auch mal die Zeit geniessen. Besser wurde es, als ich Marius seinen Mittagschlaf verkürzt habe. Dann ging das Einschlafen abends schneller.

LG, Ina mit Marius (3,5), Miniwichtel (11+5) und #stern#stern

Beitrag von lady_chainsaw 21.06.10 - 10:45 Uhr

Hallo Lollefrau,

und wenn ihr sie gleich in euer Bett bringt? #gruebel

Meine Tochter hat sich auch die ersten 4 Jahre in den Schlaf begleiten lassen. Das hat auch mal länger und mal kürzer gedauert - besonders, wenn ich den Kopf voll mit anderen "wichtigeren" Dingen hatte (Abwasch, Wäsche, Müll....), dann hat es ewig gedauert. Ich glaube, die Kleine bekommen diese innere Unruhe mit #augen Also dachte ich eher an die schönen Dinge des Lebens ;-) und es ging wirklich schneller.

LG

Karen