Einfach gemein...

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Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von vera10483 20.06.10 - 10:44 Uhr

1 Quartal 2010

162.100 Geburten in Deutschland,
dagegen stehen 29.800 Abtreibungen!

Beitrag von schnuggibutzidutzidu 20.06.10 - 10:48 Uhr

Stimmt :-( - nicht nachvollziehbar!

Beitrag von miss_manu 20.06.10 - 11:15 Uhr

Oh Gott, wirklich schlimm, kann es auch nicht verstehen.
Doch wenn mich mein langjähriger Kiwu etwas gelehrt hat, dann, dass es nun mal keine Gerechtigkeit auf der Welt gibt.

Beitrag von tatti73 20.06.10 - 11:58 Uhr

:-[Zu alledem... wer sich seinen Kinderwunsch nicht spontan erfüllen kann, muss richtig Geld auf dem Konto haben, wenn nicht: tja, Pech gehabt.

Dagegen:
Die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch nach der Beratungsregelung sind von der Frau/dem Paar selbst aufzubringen. Für Frauen in einer finanziellen Notlage übernimmt - nach Antragstellung - der Staat.

DAS finde ich ungerecht.

Beitrag von daisydonnerkeil 20.06.10 - 12:03 Uhr

Die Zahlen sagen nichts, aber auch gar nichts über die Schicksale der Frauen aus, die sich gegen ihr Kind entschieden haben.

Ich stehe vor meiner 2. ICSI (1. positiv mit FG in der 8. Woche) und ich möchte mit den Frauen, die ungewollt schwanger werden und das Kind nicht behalten können, nicht tauschen.

Beitrag von tatti73 20.06.10 - 12:10 Uhr

Das ist Richtig! Hinter jeder Zahl steht ein Schicksal.
Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen. das sehe ich auch so.
Was mir aber nicht in den Kopf will ist, dass Frauen die sich eine Abtreibung nicht leisten können, die Geldmittel vom Staat bekommen, und Frauen dagegen, die eine künstliche befruchtung brauchen, müssen sehen ob sie die tausende von Euro zusammen kratzen können.
Wenn nicht hat man eben Pech gehabt.

Beitrag von daisydonnerkeil 20.06.10 - 12:19 Uhr

Ja, natürlich ist das ätzend, dass wir vieles (oder auch alles) selbst zahlen müssen. Aber dafür können die Frauen, die ihre Kinder nicht behalten können nichts. Und sich mit anderen zu vergleichen, bringt einen überhaupt nicht weiter.

Mein Leben wäre nicht ein bisschen besser oder gerechter, wenn diese Frauen ihren Eingriff häufiger selbst zahlen müssten.

Beitrag von motmot1410 20.06.10 - 12:25 Uhr

Das seh ich genauso. Wir haben halt einen ganz anderen Erfahrungshorizont, als andere Frauen.
Inzwischen würde ich auch niemals abtreiben. Ich weiß aber nicht, wie es vor einigen Jahren gewesen wäre oder halt in einer anderen Situation.

Was die Kostenübernahme angeht: Ich finde es prinzipiell ok, dass man Menschen in Notsituationen hilft. Dann man uns aber so alleine lässt, finde ich absolut asozial:-[
Aber wenn man mal darauf hinweist, bekommt man ja doch nur so Sprüche wie: "Na, wenn ihr das Geld nicht aufbrigen könnt, dann könnt ihr euch auch keine Kinder leisten." oder "Es gibt so viele Kinder auf der Welt, die Eltenr brauchen. Adoptiert doch einfach eins":-[
Naja, wenn man selbst nicht in der Situation steckt, kann man natürlich große Sprüche klopfen...

Beitrag von tatti73 20.06.10 - 12:38 Uhr

Ja, die sache mit dem " wenn ihr euch das schon nicht leisten könnt, wie wollt ihr dann ein Kind groß ziehen", das hört man sicher oft.
Aber nur weil man nicht mal eben so 3000 € oder gar noch mehr locker machen kann, heißt das ja nicht, das ich nicht ein Kind ordentlich versorgen kann.
Und wenn eine Adoption mal eben so gemacht wär, dann gäb es wahrscheinlich auch weniger Kinder die Eltern brauchen.

Ach, ist alles seltsam.
Aber das ist die Gesellschaft in der wir nicht nur leben, sondern die wir selbst auch prägen. Leider.

Beitrag von motmot1410 20.06.10 - 14:17 Uhr

Vorallem bekommt man ja, als Eltern auch noch finanzielle Unterstützung. (bei uns wären das fast 400€/monatlich. Kindergeld und Kinderzuschlag für Beamten.
Außerdem braucht man ja nur einmal vielleicht 2000 - 3000 € für die Grundausstattung eines Kindes (man kommt sicherlich auch mit weniger aus). Und die Kosten werden wir ja auch noch haben, wenn es dann mal geklappt hat.

Eine Adoption ist, in meinen Augen, auch etwas ganz anderes. Außerdem hätten wir kaum Chancen auf einen Säugling oder ein Kleinkind. Mein Mann ist schon 40 und ein Adoptionsverfahren dauert ja noch mal einige Jahre. Ein älteres Kind, was auch noch mit massiven Problemen belastet ist (diese Kinder haben unter Umständen kaum Liebe erfahren, wurden mißbraucht, haben Gewalt erlebt, usw) aufzunehmen, käme für mich nie in Frage. Das würde ich mir garnicht zutrauen.
Und dann das ganze Adoptionsverfahren, bei dem wildfremde Menschen in die tiefste Privatsphäre eindringen. Nee, das kann ich mir garnicht vorstellen.

Irgendwie hab ich manchmal das Gefühl, dass viele Menschen denken, dass ungewollt kinderlose Paar selbst an ihrer Situation Schuld sind und deshalb auch selbst dafür aufkommen sollen. :-[

Beitrag von tatti73 20.06.10 - 15:32 Uhr

Genau das meine ich auch.
Es fühlt sich eh immer schon so an, als hätte man selbst Schuld.
Sprüche wie" du darfst nicht dran denken, dann klappt es schon"
" Du darfst dich nicht so versteifen darauf"

Vor zwei Jahren, ich war damals schonmal hier angemeldet bekam ich zu hören :
" was ich mir einbilde, mit 35 könne man ja dann mal den Kinderwunsch aufgeben" ich sei eh schon viel zu alt.:-[

Naja, und dann wenn man sich endlich überwunden hat zur Kinderwunsch Klinik zu gehen, bekommt man Sprüche wie: " seh doch ein, es soll halt nicht sein" #schmoll

Und zu guter Letzt:
" Wie? Du weißt nicht wie du die Behandlung bezahlen sollst? Dann setz lieber keine Kinder in die Welt"

Beitrag von motmot1410 20.06.10 - 16:04 Uhr

Ja, sag mal, mit 35 ist das Leben doch praktisch vorbei und da willst Du noch nicht mal mit Deinem Kiwu abschließen #rofl
Ist schon absurd, wie wenig einfühlsam manche Menschen sind.
Bei ist es eher umgekehrt. Ich bin ja "erst" 27 und da kann ich mir eher anhören, dass ich doch noch sooo viel Zeit haben und wir es doch noch eine Weile so probieren könnten. Oder das ich doch erst mal mein Studium beenden soll, weil man ja immer noch später Kinder haben kann. Hm, das seh ich ja. Ist schon schön, wie einfach gestrickt Viele sind. Bloß nicht von der Norm abweichen.

Aber noch was zu Deinem Alter: Mit 37 ist noch nichts verloren und sicherlich ist es noch viel zu früh mit dem Kiwu abzuschließen.;-) Aber ich würde nun echt schauen, dass nicht noch unnötig an Dir herrum gedoktort wird, sondern lieber gleich mit einer IVF anfangen. Die Chancen nehmen halt auch mit IVF mit dem 35.Lebensjahr ab. Das wird man Dir in der Kiwu vermutlich auch sagen.

Beitrag von tatti73 20.06.10 - 16:40 Uhr

Ja, weiter abwarten werd ich auch nicht.
So viele Chancen werd ich wohl nicht haben.
Aber vielleicht klappts auch auch beim ersten Mal.#verliebt

Die Hoffnung stirbt zuletzt.#winke

Beitrag von stefanielena 20.06.10 - 15:14 Uhr

Sooo viele?
Traurig...