weiß nicht, ob ich hier richtig bin...

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Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von mille83 20.06.10 - 16:11 Uhr

.. war bislang eher im Kiwu-Forum. jetzt haben wir allerdings erfahren, dass im sperma meines freundes keine spermien enthalten sind. auf normalen wege wirds also nix mit dem nachwuchs. es wird jetzt getestet, ober er überhaupt sperma produziert usw. die ergebnisse stehen noch aus.
jetzt wollte ich nur mal wissen, welche kosten einen bei einer kinderwunschbehandlung so erwarten, was die krankenkasse davon übernimmt und ob es ein problem ist, dass wir nicht verheiratet sind. könnte man sich in einer kinderwunschklinik einen beratungstermin holen oder braucht man da eine überweisung?
sorry, fragen über fragen, vielleicht kann mir ja jemand helfen. bin nur grad so verzweifelt... :-(

Beitrag von tatti73 20.06.10 - 16:25 Uhr

Hallo,

leider bist du hier absolut Richtig.
Um genaues zu sagen, reicht meines Wissens nach ein einziges Spermiogramm nicht aus.

Dennoch, der Weg in eine KiWu ist der Beste.
Bei verheirateten Paaren übernimmt die Krankenkasse des "Verursachers" 50 %, bei unverheirateten Paaren leider nichts.
Dann seid ihr Selbstzahler.
Wenn es an deinem Schatz liegt, bleibt nur eine ICSI. Aber auch dafür braucht man wenigstens ein bißchen was an Spermien. Womit sollte sonst deine Eizelle befruchtet werden.
Samenspenden sind soweit ich weiß in Deutschland verboten.
Für ein Erstgespräch in einer Kinderwunschklinik braucht ihr beide eine Überweisung.
Mein Mann hat auch keine bekommen, da er als Soldat keine Überweisung bekommt.
Wir zahlen für ihn für das Beratungsgespräch 80,- €
Für eine ICSI kann man als Selbstzahler schon zwischen 3000 und 6000 Euro rechnen, je nachdem, wieviele medis ihr braucht usw.

Aber in deinem Fall ist das alles erst mal nur Spekulation.
Lasst euch in einem Kinderwunschzentrum beraten.
Vorher nutzt es nichts sich über Kosten verrückt zu machen.
Auch wenns mir grad auch so geht.#zitter

Viel Glück

Beitrag von mille83 20.06.10 - 16:32 Uhr

danke für deine antwort.
wir haben 2 spermiogramme beim selben urologen machen lassen, die beide gleich ausgefallen sind. mein freund soll sich jetzt einen termin beim andrologen holen...
mal sehen, wie es weitergeht, der weg in eine kinderwunschpraxis ist wohl das beste...
die kosten sind schon heftig, aber da mach ich mir dann gedanken drüber...

Beitrag von dunki 20.06.10 - 17:27 Uhr

Hallo,
habe gerade gesehen das Du aus Hamburg bist. Der beste Androloge weit und breit ist Prof. Dr. Schulze im Uniklinikum Hamburg Eppendorf. In 2006 nahm er auch Kassenpatienten an. Es fahren wirklich manche Leute hunderte von Kilometern um sich dort bei ihm untersuchen zu lassen. Ist für Euch ja um die Ecke.

Viel Glück!

Beitrag von motmot1410 20.06.10 - 16:48 Uhr

Nee, nee, man braucht nicht unbedingt eine Überweisung. Ohne muß man als Kassenpatient halt die Praxisgebühr noch einmal zahlen.

Wenn garkeine Spermien enthalten sind, dann sollte man erst einmal schauen, wo Du Ursache liegt (die kann man aber nicht immer finden). Da ist der Gang zum Andrologen schon mal richtig.
Wenn das Ergebnis so bleibt, dann könnte man mit einer TESE oder MESA noch Spermien für eine ICSI gewinnen (dabei werden Spermien aus dem Hoden bzw. Nebenhodengewebe) entnommen.
Meines Wissens übernimmt die GKV die Kosten für diese Ops allerdings nicht. Und auch die Kosten für das Kryokonservierung der Spermien muß man selbst tragen. Das sind schon mal einige Hundert Euros.
Bei Verheirateten übernimmt die GKV dann die Hälfte der ICSI. Eigenanteil ca. 1500€ (hängt aber stark von den Medis ab und wieviel Du davon benötigst). Selbstzahler müssen schon mal 5000 - 6000 € pro ICSI hinlegen (hängt von der Klinik ab und mit welchem Satz sie abrechnen).

Samenspenden sind in Deutschland übrigens erlaubt. Nur keine Eizellenspenden. Allerdings gab es dazu letztend ein Urteil der Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Es kann also gut sein, dass dieses Verbot bald aufgehoben werden muss. Nur als Anmerkung ;-)

Tatti, warum muss Dein Mann den die Kosten für das Erstgespräch zahlen? Die diagnostik wird doch von allen Kassen übernommen. Mein Mann hat nach unserem Erstgespräch auch nur eine Rechnung für die Blutabnahme bei ihm bekommen. Die Rechnung für das Gespräch lief über mich.

Beitrag von tatti73 20.06.10 - 16:51 Uhr

Hm, wenn ich das wüßte.
Die dame von der Klinik meinte, wir müßten beide eine Überweisung haben, ansonsten kostet das Erstgespräch 80,- €

Ich hab ja eine Überweisung, aber die Bundeswehr stellt keine Überweisungen mehr für solche Dinge aus.

Beitrag von motmot1410 20.06.10 - 16:59 Uhr

Das hab ich ja noch nie gehört. Bist Du Dir sicher, dass Du sie nicht einfach falsch verstanden hast?
Wir sind auch ohne Überweisung in die Kiwu. War kein Problem.
Außerdem erscheinen mir 80€ für ein Gespräch etwas sehr hoch. Die Rechnungen für die Gespräche lag bei uns immer so bei 45 - 50 € (abgerechnet mit 2,3 fachem Satz). Und dann nur für mich. Die Männer sind ja nur die Begleiter, aber nicht die Patienten. Kosten für die fallen nur bei Blutabnahmen, dem Spermiogramm oder halt beim Urologen/Andrologen an. Aber doch nicht bei dem Gyn.

Beitrag von tatti73 20.06.10 - 17:01 Uhr

Ich hab extra nochmal angerufen.#gruebel ist ja komisch...

alle anderen Untersuchungen läßt mein Schatz eh im Bundeswehrkrankenhaus machen. Die Ergebnisse nehmen wir dann mit.

Beitrag von motmot1410 20.06.10 - 17:15 Uhr

Da würde ich auf jeden Fall noch mal nachhacken.
Es macht halt garkeinen Sinn, dass Dein Mann eine Überweisung braucht, obwohl ihr zum Gyn geht. Es ist ja nicht der Patient.
Ich hab gerade extra noch mal in meine Unterlagen geschaut: Die Abrechnung erfolgt immer über mich.
Mein Mann bekommt nur Rechnungen für die Blutabnahme und das Spermiogramm. Aber halt nur vom Labor. Nie von unserer Kiwu-Ärztin.

Beitrag von tatti73 20.06.10 - 17:28 Uhr

Ich werd morgen nochmal anrufen.
Ich dachte bei einer künstlichen Befruchtung sind wir im Grunde beide Patienten, auch wenn ich Verursacher bin?

Beitrag von motmot1410 20.06.10 - 17:44 Uhr

Wer Verursacher ist, ist erst mal irrelevant.
Die Behandlung wird an Dir vorgenommen und zwar von einem FA der sich auf Endokrinologie und Reproduktionsmedizin spezialisiert hat. Und da ist immer nur die Frau Patientin. Dein Mann ist nur der Begleiter und muss für das Spermiogramm aufkommen bzw. für die Kosten, die bei seiner Diagnostik auflaufen. Wenn Du in der GKV bist, dann übernimmt Deine Kasse die Kosten für Deine Diagnostik und die Hälfte der Kosten von der IVF.

Beitrag von tatti73 20.06.10 - 17:47 Uhr

Na, dann hat die Gute bei der KiWU vielleicht was mißverstanden und dachte, ich hätte auch keine Überweisung.
Aber ich hab das schon ausdrücklich gesagt.
Komisch. Weil, einen Vertrauenswürdigen Eindruck machts dann erst mal nicht.

Beitrag von napi79 20.06.10 - 22:40 Uhr

Hallo Tatti,
kennen das Problem mit der Bundeswehr auch nur zu gut, da mein Mann auch Soldat ist. Allerdings muss man bei denen nur gut hinterher sein und darf sich nicht zu schnell abwimmeln lassen. wir haben somit die Überweisung für die KiWu-Klinik für meinen Mann bekommen und auch für die genetische Beratung haben wir eine Überweisung bekommen. Es wurden auch die notwendigen Laboruntersuchungen im Rahmen der genetischen Beratung bezahlt. Ich weiß ja nicht ob ihr das auch brauchen werdet, da wir ICSI gemacht haben.

lg

Beitrag von cwallace 20.06.10 - 17:10 Uhr

Hey Mille!

Mein Mann auch keine Spermien im Ejakulat...haben eine Tese machen lassen und da wurden Spermien gefunden (die Tese muss man immer selbst zahlen, egal ob verheiratet oder nicht, die Kosten inkl. Kryo Konservierung lagen bei 1500,-€)

Mich würde mal interessieren, wie bei Euch grade getestet wird, woran die Azoospermie liegt?

Achja die Krankenkassen bezahlen 50 %, (bei verheirateten Paaren ab dem 25. Lebensjahr) jedoch gilt nur bei den privaten Krankenkassen das "Verursacherprinzip" ... Ich kann theoretisch auf natürlichem Weg Kinder bekommen und trotzdem musste meine Krankenkassen die kompletten Kosten für die ICSI übernehmen, bin eben gesetzlich Versichert.

Auf meine VK ist unser "Weg" detailiert festgehalten...

viele liebe Grüße