Betäubung und Nähen-bitte auch Hebis

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von durcheinander80 21.06.10 - 15:10 Uhr

Hi,

es tauchen hier immer wieder Schilderungen der Frauen auf, dass das Nähen nach der Geburt das Schlimmste war an allem.

Ich kann einfach echt nicht verstehen, warum das so sein muss scheinbar...wirken die Betäubungen in dem Bereich nicht?
Allem Anschein nach ist man nach der Geburt doch nicht so unempfindlich, wie es immer von Ärzten geschildert wird.

Das Nähen tat ja vielen richtig weh und war nicht nur einfach nervig.

Es gibt doch so viele Arten der Betäubung, warum frage ich mich, muss man denn gerade noch nach einer Geburt solche Schmerzen erdulden? Gerade in diesem Bereich?

Tut mir leid, wenn der Vergleich jetzt etwas hinkt, aber ein Kumpel von mir, der im Erwachsenen Alter beschnitten werden musste, hat eine PDA erhalten, nachdem die örtliche Betäubung nicht gewirkt hatte...es handelt sich hier um ein Stückchen Haut, bei Frauen ist da ja teilweise auch Muskelgewebe verletzt...

Ist man das als Frau nicht wert oder will man sich die Mühe nicht machen???#kratz

Beitrag von nisivogel2604 21.06.10 - 15:26 Uhr

"Ist man das als Frau nicht wert oder will man sich die Mühe nicht machen"

ein bisschen von beidem. Dazu kommt noch der: "das steht so nicht im Lehrbuch das das Mittel nicht wirkt, also kanns so auch nicht sein" Faktor.

Viele Frauen reagieren auf bestimmte Mittel einfach nicht. Aber darauf geht man gar nicht ein. Man sollte dem Arzt in so einer Situation durchaus einen Deal abringen. Erst macht man ihm ein hübsches Kreuzstichmuster mit 20 Stichen durch die Vorhaut und dann kann er sich ja nochmal überlegen ob er die Frau wirklich ohne ausreichende Betäubung nähen will.

Noch ein Grund um zu Hause zu gebären. Dort entstehen weniger Geburtsverletzungen (es wird kein Powerpressen und keine Zwangsrückenlage praktiziert) und kleine Wunden dürfen durchaus auch ohne Naht heilen. Ausserdem haben die meisten hebammen 2-3 verschiedene lokale Betäubungsmittel an Bord, damit die Frau eben keine Schmerzen beim nähen hat.

LG

Beitrag von linagilmore80 21.06.10 - 15:49 Uhr

Da fällt mir ein alter Zahnarzt-Witz ein:
Ein Mann sitzt beim Zahnarzt auf dem Stuhl und wartet darauf, dass ein Loch im Backenzahl behoben wird. Der Arzt beugt sich also über den Patienten. Kurz darauf stutzt er: "Sie haben doch wohl nicht etwa Ihre Hand an meinem Hoden, oder?" Daraufhin der Patient:"Das stimmt schon! Wir wollen uns doch nicht gegenseitig weh tun oder?"

Wir sollten es wohl ähnlich mit den gefühlosen Gyns. machen, die wirklich ruppig und roh sein können.

LG,
Lina

Beitrag von durcheinander80 21.06.10 - 15:53 Uhr

#rofl#rofl#rofl#winke

Cool, find ich klasse, wobei ich aber auch schon von einigen nicht gerade zimperlichen Ärztinnen gehört habe....

Beitrag von maylu28 21.06.10 - 15:55 Uhr

Hallo,

das kenn ich nicht, ich hab in der Klinik entbunden und hab das Nähen überhaupt nicht gemerkt. Da ich keine PDA hatte wurde selbstverständlich örtlich betäubt, und diese Spritze hab ich auch garnicht gemerkt. Und das Nähen auch nicht. Bei mir wurde aber auch nicht viel verletzt.

LG Maylu

Beitrag von ml79 22.06.10 - 09:57 Uhr

... bist Du gerissen oder geschnitten worden ???

ML79

Beitrag von maylu28 22.06.10 - 10:04 Uhr

Bei mir ist es leicht gerissen, ich glaube hier in dieser Klinik wird seltener geschnitten nur wenn es absolut sein muss....

Es waren 3 kleine Stiche, recht harmlos meinte zumindestens der Arzt.

LG Maylu

Beitrag von marlene95128 21.06.10 - 16:02 Uhr

Hallo,

Bei mir wurde noch mal nachbetäubt. Ich hatte ja schon eine PDA liegen, da wurde noch mal drauf gedrückt vor dem Nähen. An der einen Stelle habe ich es aber trotzdem gefühlt. Der Arzt hat dann einen Stich weniger gemacht. Jetzt hab ich da so ein Eckchen, dass absteht...#rofl Das war mir egal, hauptsache er sticht mich nicht da hin. Alles andere war betäubt. Er hat ca. ne Stunde nach der Geburt genäht.

LG

Beitrag von rmwib 21.06.10 - 16:32 Uhr

Ich wurde gut betäubt. #gruebel

Beitrag von sabrinchen22 21.06.10 - 17:56 Uhr

Hallo,

ich bin eine von denen, für die es der absolute Horror war. Mein Sohn hatte sich mit dem Kopf verhakt, dadurch bin ich innen und außen gerissen, der Damm war gerissen und die Schamlippen. Ich wurde 1,5h genäht und habe geschrieen wie blöd! Für mich war das tausendmal schlimmer, als die Geburt. Irgendwann war ich so hysterisch, habe gezittert und wurde ohnmächtig. Dann erst bekam ich eine Infusion, die mich benebelt hat. Ich fand das eine absolute Frechheit! Ich muss sagen, ich hab diesmal vor der Geburt gar nicht so angst, aber vor dem danach.

LG Sabrinchen 33+6 Ssw.

Beitrag von marlene95128 21.06.10 - 21:13 Uhr

Gehst du wieder ins selbe Krankenhaus? Ich würde das direkt bei der Anmeldung sagen. Sonst hast du ja die ganze Geburt lang Angst, dass du genäht wirst. Es muss ja nicht schlimm sein!

LG

Beitrag von sabrinchen22 22.06.10 - 10:18 Uhr

Nein, diesmal gehe ich in ein anderes Krankenhaus.

LG

Beitrag von dascha81 21.06.10 - 18:42 Uhr

Ich wurde auch gut betäubt, hab gleich zum Nähen eine Vollnarkose bekommen#augen

Beitrag von shorty23 21.06.10 - 18:57 Uhr

Mh, also Schmerzen hatte ich keine, ich fand nur das es ewig gedauert hat, das waren gefühlte Stunden! Richtig weh tat es erst hinterher - autsch!

Beitrag von lisasimpson 21.06.10 - 20:06 Uhr

hallo!

vielleicht wurdest du schon mal genäht, hast mal ein mutermal entfernt bekommen oder so?!
Also ich weiß aus erfahrung, daß die dort verwendeten örtlichen betäubungsmittel bei mir echt schlecht wirken.

ich habe bei meinen beiden geburten (ein mal gerissen, ein mal geschniten) jedes mal drauf hingewiesen und habe immer wiede rrückgemelet, so lange es noch weh tat-
es wurde immer wieder betäubt und irgnedwann wars dann o.k.

ich bin mir gar nicht sicher, was ich am nähen so schrecklich empfand- ich glaueb es waren weniger die schmerzen selsbt.
das gewbe ist ja alles strapaziert- eigentlich will man da ja am liebsten keinen hinlassen und dann mußte da mit gespreizente beinen daliegen 8fand ich möder anstregend nach der geburt) und da wird grob an der rumgepfuscht..

aber es ist natürlich alles auszuhalen, so ists ja auch nicht- halt einfach ätzend und wenn die betäubung nicht wirkt auch schmerzhaft_ daher falls du ein kandiat dafür bist, forder immer weiter nach betäubung

lisasimpson

Beitrag von bine3002 21.06.10 - 20:11 Uhr

Ich war im Geburtshaus und wurde gar nicht betäubt. Es war nicht so toll, aber ich habs überlebt. Was einen nicht tötet, das macht einen härter ;-) Es war aber auch nur zwei kleine Scheidenrisse, die mit 6 bzw. 7 Stichen genäht wurden (ein Stich rutschte durch).

Beitrag von golm1512 21.06.10 - 20:19 Uhr

Hallo!
Ich habe ien Kind im GBH und eines zuhause -mit den gleichen hebammen- bekommen. Beide Male bin ich leicht gerissen.
Nach der 1. geburt wurde vor dem NÄhen örtlich betäubt. Ich habe nichts bemerkt.

Nach der 2. wurde mir gesagt, dass so kurz nach einer Geburt eh noch alles taub sei und sicher kein Lokalanästhetikum nötig wäre. Wenn doch, dann sollte ich Bescheid sagen. Es wurde ohne Betäubung genäht und ich habe wirklich nichts gemerkt.
Ich denke deshalb, dass es von der Zeit abhängig ist: Wie lange der Riss/Schnitt schon besteht bzw. wie lange dauert das Nähen.

Gruß
Susanne

Beitrag von kleiner-gruener-hase 21.06.10 - 21:08 Uhr

Bei meiner ersten Geburt hatte ich eine PDA, die Ärze gingen davon aus dass die als Betäubung reicht und nähten lustig drauflos. Es war die Hölle, ich habe den Arzt beschimpft, der mir immer wieder versicherte ich könne gar nichts merken, wegen der PDA. Die wirkte aber schon lange nicht mehr und so spürte ich jeden einzelnen Stich... #schock

Bei meiner zweiten Geburt hatte ich keine PDA oder ähnliches und da bekam ich zum Nähen eine örtliche Betäubung. Es hat zwar immermal geziept, aber alles in allem habe ich vom Nähen so gut wie nichts mitbekommen.

Ich denke die meisten Frauen bei denen es so schlimm war hatten, genau wie ich beim ersten Mal, eine PDA. Und da gehen die meisten Ärzte davon aus dass die ja noch wirkt.

Beitrag von jindabyne 21.06.10 - 21:43 Uhr

Ich spreche auch nicht gut auf örtliche Betäubungen an. Zwar habe ich im Geburtshaus entbunden, wurde jedoch beim ersten Kind wegen der schweren Geburtsverletzungen in der Klinik zusammengeflickt. Von einer super netten, einfühlsamen Oberärztin, die mir schon bei jedem kleinen Ziepen ordentlich was nachgespritzt hat. Kann nicht meckern, ich hatte absolut keine Schmerzen beim Nähen - und übrigens auch so gut wie gar keine Probleme im Nachhinein.

Ich denke, man kann da Glück und Pech haben, wie einfühlsam derjenige ist, der da näht und betäubt... Aber man kann durchaus auch ohne PDA eine wirkungsvolle Betäubung erhalten!!!

Lg Steffi

Beitrag von josili0208 22.06.10 - 00:07 Uhr

Ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, WAS sich viele Frauen so während und nach einer Geburt gefallen lassen #schock
Ich hatte 3 ungewollte Kaiserschnitte, aber ich hätte mich doch niemals ohne Betäubung aufschneiden oder zunähen lassen!
Und so sehr ich der verpassten Spontangeburt nachtrauere, so froh bin ich auch, dass ich nicht erleben musste, was hier manche Frauen so mitmachen durften #aerger
Ich habe hier beim Lesen bei jedem 2.Beitrag gedacht "Boah! Den Arzt hätte ich verklagt oder verstümmelt!" Wie KÖNNT Ihr Euch sowas gefallen lassen? #schwitz
lg, eine bisschen geschockte jo

Beitrag von lieke 22.06.10 - 08:47 Uhr

Hallo,

so ähnlich ging es mir auch, dass ich geschockt bin wegen der Beiträge.

Ich bin selber ziemlich lange genäht worden MIT örtlicher Betäubung und es tat nicht weh. Allerdings fand ich das ruhig liegen eine Tortur, denn ich wollte ja endlich mit meinem Baby kuscheln. (lag zwar auf meinem Bauch, aber wenn da jemand an einem rum näht ist man da ja auch nicht so beweglich). Ich kann mir vorstellen, dass man, wenn man gerade eine Geburt hinter sich hat nicht so pfiffig ist, direkt mal Klartext zu reden und hinterher erst denkt "was war das denn eigentlich? Wie konnte ich???"

ABER was mich viel mehr schockiert ist, das es anscheinend keine Ausnahme ist, sonder fast schon Alltag in deutschen KHern!
Das ist für mich der eigentliche Schock! Wie kann man da überhaupt entbinden, wenn dass die Haltung ist, mit der man einer Gebärenden/frisch entbundenen Frau gegenübertritt?

LG

Beitrag von anorie 22.06.10 - 06:41 Uhr

Hi,

durch meine PDA meinte die Ärztin ich bräuchte keine Betäubung die PDA würde ja wirken als ich dann meinte das die wohl nicht wirken würde meinte sie doch und das dass setzten der Örtlichenbetäubung wohl mehr weh tuen würde als das Nähen und es sei ja alles eh Taub#augen.

Es war ihr einfach egal sie wollte das nur fix fertig machen und gut, hätte sie dann zumindest gut genäht wärs ja noch ok aber nein die hat zu wenig Haut genomen. Der letzte Stich ist wieder aufgerissen.

Hatte eben Pech habs aber auch der Hebamme gesagt die fand das mal nicht so gut.

Lg Nadine

Beitrag von sabrinchen22 22.06.10 - 09:35 Uhr

Ich antworte mal denen, die geschockt sind.
In dem Moment ist man irgendwie nicht in der Lage Klartext zu reden. Mein Mann konnte es auch nicht. Er bekam den Kleinen unter die Heizlampe gelegt und musst da 1,5h bei ihm stehen. Zu allem Überfluss konnte er mir dabei genau auf die "Zwölf" sehen und war total geschockt, weil nur Blut kam. Die Ärztin und Hebamme haben ewig diskutiert, ob sie mich nun in den OP bringen sollen oder nicht.
Dieses Mal werde ich in ein anderes Kh gehen, meine Panik, dass dies in diesem Kh nochmal passieren könnte ist einfach zu groß. Und übrigens hatte ich keine PDA, hab sie nicht bekommen, obwohl ich sie wollte.

LG Sabrinchen

Beitrag von berry26 22.06.10 - 09:50 Uhr

Hi,

also ich wurde bei der ersten Geburt zwar betäubt aber das Mittel hat nicht lange genug gewirkt. Bei der zweiten Geburt wurde ich wegen 3 Stichen gar nicht erst betäubt. Ich weiß auch von der ersten das die örtliche Betäubung genauso weh tut wie ein Stich. Also wenn man nicht richtig böse gerissen ist, lohnt sich das kaum.

Es hat zwar weh getan allerdings hat man in diesem Moment normalerweise sein Baby im Arm und das lenkt schon ab. Ich habe zum Beispiel in diesem Moment gerade mein Baby zum ersten Mal angelegt und war damit ganz gut beschäftigt.

LG

Judith

Beitrag von durcheinander80 22.06.10 - 13:58 Uhr

Vielen Dank für eure Antworten.

Dies alles bestätigt mich darin, sollte ich schwanger sein, mir lieber gleich eine gute Beleghebamme zu suchen, mit der ich dann ganz genau bespreche, was ich möchte und vor allem WAS und WIE nicht!

Da ich auf örtliche Betäubung so gut wie gar nicht anspreche, werde ich das mit ihr (und am Besten mit Anästhesisten) diskutieren, welche Möglichkeiten es für mich gibt, auch wenn sonst etwas sein sollte, kann auf manche Mittel Atemlähmung bekommen.

Dass man nicht in der Lage ist, nach der Geburt gleich Klartext zu sprechen ist mir völlig verständlich, eine Frau, die danach aber sagt (und zeigt!!) dass sie Schmerzen hat, sollte man aber doch für voll nehmen, oder?
Umso wichtiger, dass die Hebamme da als Art "Vertretung" für einen agiert.

Total geschockt hat mich, dass der Partner dann auch noch voll drauf sehen kann...sorry, das geht ja wohl gar nicht, es gibt schon einige Verletzungen oder OP's, die man nicht mal im Fernsehen ansehen kann, aber bei sowas???

Echt wahnsinn, was frau da alles durchmachen muss.
Da scheint mir Emanzipation und Frauenrechte sehr sehr weit her zu sein.

Hochachtung vor allen Müttern, die das durchmachen mussten, vor allem bei solch einer Behandlung.

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