unsicher ob mein partner sein kind überhaupt will

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von ardnas12 22.06.10 - 12:47 Uhr

hallo, bin ziemlich verzweifelt und muss nun auch mal als junge mama dieses forum nutzen um etwas austausch zu haben.
bin seit 12 wochen mama und überglücklich ein gesundes und liebes kind bekommen zu haben. da ich nun zuhause bin mit unserer tochter, geht mein partner mehr arbeiten, oft auch am wochenende,es bleibt wenig zeit für die familie.leider merk ich auch immer wieder das er sehr schnell überfordert ist mit der neuen situation.er kann sich wenn er mal da ist, nur kurz mit ihr beschäftigen,wenn sie mal weint und schreit hat er keine ruhe um sie zu trösten,oder nur sehr selten.es gab auch schon momente wo aus der haut gefahren ist und dann auf sie geschimpft hat, z.b. das verdammte kind oder sie wütend in ihr bett zurück gelegt hat , mit den worten du blödes verzicktes gör( sie war gerade mal 6 wochen alt und weinte). ich kann ihm unser kind nicht mehr anvertrauen.würde abends auch gern mal ins kino oder irgendwas anderes machen, schnell mal allein einkaufen oder so. ich trau mich nicht weg, weil ich angst um mein kind habe, das er wieder überfordert ist mit der situation. letztlich bleibt alle arbeit, das kind betreffend an mir hängen und ich habe nicht die möglichkeit mal auszuruhen oder mal etwas anderes zu machen um den kopf frei zu kriegen.wenn ich mich darüber beklage, das er nie zeit hat, er mir fehlt usw. geht er kaum auf mich ein. meistens bin ich so entäuscht über diese kalte reaktion das ich weine und selbst da kann er mich nicht trösten, darauf reagiert er dann garnicht mehr, seine art ist es immer mich zu ignorieren.gestern hatten wir erst wieder so einen moment, es endete damit das er auch der couch geschlafen hat und ich weinend im bett lag.seit einiger zeit trinkt er fast jeden tag bier und er findet es normal 1-2 bier am abend zu trinken. sehe ich das falsch, wenn ich sage das ich das nicht normal finde und da schon eine psychische abhängigkeit sehe?! manchmal denke ich es wäre besser jeder macht seins.ich habe das gefühl immer wieder das er unser kind nicht möchte. kann mir jemand einen rat geben?! geht es jemand ähnlich? danke schonmal

Beitrag von becky170807 22.06.10 - 12:54 Uhr

Liebe Ardnas,

das kenne ich sehr gut. Wir haben auch ein kleines Mädchen, sie war ein Schreibaby und auch mein Mann konnte nicht mit dieser Situation umgehen. Er war nach 3 Wochen wieder an der Arbeit und ich war alleine.

Ich find es nicht gut, wie dein Mann sie betitelt hat, wird er öfters so verbal ausfallend?

Abgesehen davon, ich glaube es ist völlig normal für Männer, dass sie mit den kleinen Geschöpfen nichts anfangen können. Darüber spricht nur kaum einer. Und Männer würden es selten zugeben. Sie sind überfordert, sie fühlen sich verantwortlich zumindest finanziell die Familie abzusichern, denn emotional sehen sie, dass es die Mütter (obwohl es die Väter mind. genauso gut hinbekämen) ihrer Meinung nach, besser schaffen.

Er ist ungeduldig wenn sie weint? Das zeigt, dass er Angst hat zu versagen. Gib ihm Zeit und ich wünsche dir viel Geduld. Bei meinem hat es ungefähr 9 - 10 Monate gedauert, bis er überhaupt anfing sie beruhigen zu WOLLEN (gekonnt hätte er es von anfang an)... Und richtig was mit ihr anfangen, dass kann er erst, seitdem sie läuft.

Ich drücke dich und wünsche dir viel Kraft

Becky mit Elisa Sophie *11.04.2009

Beitrag von juju277 22.06.10 - 13:25 Uhr

"Abgesehen davon, ich glaube es ist völlig normal für Männer, dass sie mit den kleinen Geschöpfen nichts anfangen können. Darüber spricht nur kaum einer."

#schock Oh Gott! Was kennst du denn für Männer?

Also mein Mann konnte von Anfang an was mit den Kindern anfangen und wir entlasten uns gegenseitig. Wäre er anders drauf, wäre er für mich auch nie als Vater meiner Kinder in Frage gekommen!

LG juju

Beitrag von becky170807 22.06.10 - 13:28 Uhr

Du ich kenne genügend Männer, die Angst haben, irgendwas falsch zu machen, wenn sie die Zwerge auf den Arm nehmen oder gar alleine sind mit ihnen, und wenn´s nur 2 Std. sind. Das hat aber m. M. n. nichts mit schlechtem Vater zu tun.

Es gibt auch Mütter, die Angst haben irgendwas falsch zu machen und so in ihrer Angst gebunden sind, dass sie am liebsten nie alleine wären mit dem Kind.

Sei froh, dass du so einen Mann hast, meiner war nicht so. Und trotzdem ist er ein wundervoller Vater!

Beitrag von becky170807 22.06.10 - 13:29 Uhr

es wächst auch nicht jeder gleich schnell in die Elternrolle rein, jeder hat sein eigens Tempo...

Beitrag von janimausi 22.06.10 - 12:57 Uhr

also mir geht es nicht so, aber ich würde ihm klipp und klar sagen, sollte er nocheinmal mit meinem kind so umgehen braucht er seine sachen nicht mehr packen, die findet er dann schon vor der tür.
so ein verhaltne darf einfach nicht sein.

und so wie du schreibst das es zwischen euch ist ist es auch nicht grade gut, liebst du ihn noch, hast du das gefühl das er dich noch liebt?

ich glaube bei so einem mann würde ich sehr dringend die trennund in betracht ziehen.
ich hätte ja nur angst um mein kind.
und die werden ja nun nicht einfacher. bald kommen trotzanfälle, wutausbrüche und jede menge unsinn dazu, was will er denn da machen?

wie gesagt bei so einem mann hätte ich angst um mein kind und würde wenn er sich nicht sofort ändert und vor allem das tägliche biergetrinke sein lässt mich von ihm trennen, um mein kind sowie auch mich selbst zu schützen.

LG und viel Kraft Janina

Beitrag von ardnas12 22.06.10 - 13:10 Uhr

erstmal danke für eure beiträge. ich bin mir sehr unsicher ob er noch was für mich empfindet, ich bin mir auch nicht sicher ob ich noch ausreichend für ihn empfinde.ich frage ihn bei streit oft, willst du das hier eigentlich noch??, er sagt dann immr ja,aber ich kanns ihm nicht glauben. es ist sehr schwer mit ihm über solche sachen zu reden.ich finde keinen richtigen draht zu ihm wenns um uns geht oder nur sehr selten.ich muss zu seiner verteidigung sagen das er nicht nur schlecht drauf ist.er kann sich auch sehr lieb und vor allem stolz mmit ihr zeigen. er hat es im moment auch nicht einfach weil er ebend viel arbeiten muss, sehr viel unterwegs ist und das sehr stressig ist. das versteh ich auch.leider kommt bei mir dann immer mal wieder missmut auf und ich möchte mich auskotzen und ihm sagen wie scheiße ich unsere situation gerae finde. das versteht er dann nicht wirklich und blockt ab und ignoriert mich , was bei mir in verzweiflung endet, bzw. tränen. und selbst das lässt ihn nicht erweichen,nicht das ich das durch weinen hervorrufen möchte, aber normalerweise tut mir dann mein gegenüber leid und ich versuche auf ihn zu zugehen.das kann er nicht , bzw. habe ich das noch nie erlebt.ich weiß nich ob ich überempfindlich reagiere oder nicht.

Beitrag von becky170807 22.06.10 - 13:18 Uhr

Hey,

er wird schon noch was für dich empfinden, nur rückt die Paarbeziehung erstmals in den Hintergrund. Ihr seit Eltern. Jeder geht mit der neuen, nicht vorher gekannten Situation anders um.

Guck mal, du schreibst, er ist häufig an der Arbeit und unterwegs. Stell dir vor, du bist es, kommst nach Hause, hast einen scheiß Tag gehabt, steckst so hohe Erwartungen an dich, die du vielelicht gar nicht bewusst weist und auch nicht vollends erfüllen kannst (Ich muss mein Kind versorgen und immer trösten können...), und dann erzählt dir dein Partner auch noch (während du der Meinung bist, dir wirklich den A* aufzureissen) wie beschissen die Situation ist. Du wärst auch nicht happy damit. Er ist unzufrieden durch sich selbst, durch die Überforderung (die bestimmt sehr viele neue Eltern kennen) und dann durch die Unzufriedenheit (die bestimmt auch berechtigt ist) von dir...

Mein Mann hat mich das letzte Jahr, seitdem unsere Tochter da ist auch nicht trösten können. Ich habe Rotz und Wasser geweint, sogar gesagt, dass er mich doch mal bitte, endlich in den Arm nehmen soll. Ich könne ihm doch nicht so egal sein, aber er konnte es nicht. Vorher konnte er es immer. Da kam dann ein Tropfen zum anderen und man wurde ein Eisbrocken, BEIDE.

Ich verstehe dich sehr gut, mir ging bzw. geht es heute genauso, nur das mein Mann mittlerweile gelernt hat WIEDER zu reden.

Beitrag von ardnas12 22.06.10 - 13:34 Uhr

macht mir schon etwas mut was du schreibst.ich hab ebend auch die angst ihn zu verlieren, weil er halt so schnell dicht macht. 2-3 tage nicht reden, völlig ignoriern ist dann von ihm normal. ich ertrag as einfach nicht.und das sag ich ihm dann auch.ich komm mir dann vor als würde ich um etwas zuneigung betteln. es verletzt mich sehr wenn er so zu mir ist.ich möchte seine seite auch verstehen und er hat auch eigentlich allemn freiraum den er für seine arbeit braucht. er kommt abend erst nach 19uhr nachhaus, muss mind. 2xpro woche proben oder andere bandtreffen und dann seh ich ihn garnicht,weils zu spät wird.am we ist es auch so, entweder muss er arbeiten oder er ist in der welt unterwegs und spielt mit der band. dabei versuch ich ihn ja auch zu unterstützen, denn letztlich ist es auch sein hobby und das kann man jemandem auch nicht nehmen.würde ich auch nie.
reden ist immer die beste medizin in einer beziehung, bzw. die basis. aber ich kanns mit ihm nicht und darum weiß ich eben nicht recht weiter.ich bereue unser kind nicht aber manchmal bin ich sehr verzweifelt und überlege ob es nicht besser wäre sich zu trennen. allerdings will ich auch nicht aufgeben, man muss sich eben erst abschleifen, wir sind gerade mal 1 jahr 3 monate zusammen. ich kann mit dieser art schwer umgehen.

Beitrag von becky170807 22.06.10 - 13:42 Uhr

Kenne ich sehr gut...

Ich denke, wenn du ihm erst mal Zeit gibst (und dir gaaaaanz viel Geduld, auch wenn es schwer wird) und du ihm in einer ruhigen Stunde (vielleicht wenn eure Maus bei Oma und Opa ist oder bei Freunden) deine Gefühlslage erklärst und ihn auch zu Wort kommen lässt kann es sich auch lösen, das Problem.

Ich denke, dass Problem haben wirklich viele junge ELtern, nur schickt es sich nicht, dass so auszusprechen.

Kaum einer würde auch über sein Kind sagen, es sei verdammt schwierig oder hart. Oder dass man sich manchmal wünscht für ein oder zwei Tage das Kind auf den Mond zu schießen und dann erst das Rückholticket schicken...

:-)

Beitrag von becky170807 22.06.10 - 13:05 Uhr

Du, Bier trinken wir seit der WM auch zu jedem Fussballspiel Abends... deswegen sind wir aber auch keine Alkis. Achte mal darauf, wie er reagiert, wenn er mal kein Bier zu Hause hat. Wird er hysterisch? Wird er hektisch? MUSS er Bier zu Hause haben? Dann mach dir darum mal Sorgen.

Ich bin nicht so der Freund, von dem schnellen Trennen. Man hat ja ein Kind bekommen, weil man sich liebt und weil man eine Familie sein will.

Um Gottes Willen es ist nicht richtig, wie er sich verhält, nein... aber versuch sein Verhalten zu hinterfragen. Versuch mal zu fragen, wieso er sich so verhält ohne das es vorwurfsvoll klingt...

Mein Mann konnte z. B. in der Schwangeschaft den Bauch kaum anfassen. Er hatte Angst... hört sich blöd an, aber für wen anderes hört es sich auch vielleicht blöd an, wenn ich sage ich habe mit 24 Jahren Angst im Dunkeln...

Beitrag von ardnas12 22.06.10 - 13:16 Uhr

ja , im prinzip sehe ichdas auch so wie du. und zur wm bier trinken, klar kein thema, gehört halt dazu. ich will ja auch nicht spießig sein oder so. das auf keinen fall.er ist beruflich halt viel unterwegs, er spielt in verschiedenen bands und dabei fließt schon ne menge bier.find ich erstmal auch nich so dramatisch, aber wenn er dann zuhaus ist und nichts weiter los ist, muss er doch nich auch noch bier trinken. er fand das gestern sehr lustig alles und als totalen quatsch.naja ich mah mir eben sorgen um die zukunft,der weg zum alki ist schnell gemacht.

Beitrag von becky170807 22.06.10 - 13:23 Uhr

das stimmt und ich bin ehrlich, ei mir ist da auch immer die Vorsicht dabei. Gerade weil es schleichend geht. Deswegen, beobachte mal, wie er sich verhält, wenn kein Bier in der Nähe ist....

Beitrag von petra1982 22.06.10 - 13:11 Uhr

wolltet ihr das Kind bzw war es geplant? wollte er es auch ? Hört sich so an als sei es ein "unfall" und du hast dich entschieden das Kind zubekommen....Normal find ich das nicht

Beitrag von ardnas12 22.06.10 - 13:19 Uhr

ja es wr ein wunschkind.haben uns beide lange drüber unterhalten und uns für ein kind entschieden. und kurz darauf war ich auch schon schwanger. ich muss dazu sagen, das wir gerade mal 3 monate zusammen waren.kennen uns aber auch schon seit dem wir klein sind.

Beitrag von petra1982 22.06.10 - 13:22 Uhr

War vieleicht doch zu früh. Wie alt seid Ihr denn? Ich denke zwischen von Klein auf kennen und 3 Monate ein Paar sein ist schon ein Unterschied, denn nun habt ihr beide eine Verantwortung deren nur du gewachsen zu sein scheinst.

Sprecht miteinander holt euch Hilfe im Notfall wenn er gar nicht zurechtkommt und gebt euch Zeit

Beitrag von ardnas12 22.06.10 - 13:41 Uhr

ja das ist auch meine befürchtung. er ist 25 und ich bin 27.ich wollte schon immer kinder haben, ich würde gern auch ein geschwisterchen für meine tochter haben,nicht sofort, aber irgendwann schon. er reagiert darauf sehr klar mit nein.das finde ich so schade, vor allem für mein kind.

Beitrag von badguy 22.06.10 - 13:48 Uhr

Ein Wunschkind zu bekommen, heißt noch lange nicht, dass man jeder Situation gewachsen ist, die da kommt.

Einen Säugling zu beschimpfen ist nicht schön, das Kind kann für keine Überforderung seiner Eltern. Menschen sind nur leider nicht perfekt und es ist leichter, die Schuld für eigenes Versagen nicht bei sich selbst zu suchen, was aber nicht heißen soll, dass diese Aussage eine Entschuldigung darstellt.

Eine häufige Reaktion des Vaters ist das Stürzen in die Arbeit. Karriere machen, Knete ranschaffen, Familie sichern. Ähnlich tief verankert wie der Nestbautrieb der Mutter. Jeder ist für seine Sicht der Dinge am Anschlag und das Gemeinsame geht verlorden.

1-2 Bier über einen nicht zu langen Zeitraum halte ich für unproblematisch. Wenn ich deine Schilderung so lese, habe ich den Eindruck, dass euer gemeinsames Leben mehr aus zwei getrennten Leben und massiven Vorwürfen besteht. Ich stell mir vor, ich arbeite den ganzen Tag um meine Familie zu sichern und bekomme dann daheim nur Vorwürfe meiner Frau, was ihr alles fehlt. Darauf würde ich auch ziemlich grätig reagieren. Da, wo Gelassenheit angesagt ist, verkrampft man. Schon mal darüber nachgedacht, euch einen Gesprächsmoderator zu holen und euch gemeinsam gelenkt mal über eure Situation klar zu werden?

Beitrag von becky170807 22.06.10 - 13:52 Uhr

sehr guter Post!!!

#pro

Beitrag von ardnas12 22.06.10 - 13:58 Uhr

hm..naja reden generell ist ein problem. ich traue mich kaum mal meine probleme anzusprechen, weil er meist genervt reagiert und dafür kein nerv hat. ich muss ne gute stimmung abpassen und dann kann ich das mit guten gewählten worten tun. das ist für mich jedoch schon ziemlich anstrengend, denn ich möchte ihm ja auch mal sagen können wenn ich grad n problem hab oder kummer oder so.er würde also ein gesprächsmoderator nicht zulassen. das ist dann wahrscheinlich er totale blödsinn in seinen augen. aber ne gute idee deiner seits.
meinst du ich bin zu vorwurfsvoll in seinen augen? ich möchte ihn nicht nerven, er soll seine freiheiten haben usw. aber ich komm mir grad vor wie in einer wg.

Beitrag von badguy 22.06.10 - 14:38 Uhr

Nu ja, versuch es mal von der Seite aus zu sehen, dass ihr euch in einer steigenden Eskalation befindet. Da kann man fast schon sagen was man will, es wird ganz anders verstanden. Jeder hat die Antennen für seine Probleme an.

Kleiner Exkurs in meine Vergangenheit. 98 ist der Große geboren worden, 2000 sind wir ins Eigenheim und im September kam die Kleine. Meine Ex hat immer nur gejammert, wie müde sie doch ist, wie anstrengend alles ist und ich hab immer nur gedacht. Mädel, wenn ich aufsteh, liegst du noch 3 Stunden im Bett, eher vier. Hast du an diesem Haus, dass mich seit einem Jahr fertig macht, auch nur eine Hand angelegt (außer den Grundstein zu legen)? Komm du mir nicht mit fertig. Du wolltest ein Haus, zwei Kinder, jetzt hast du beides, akzpetier bitte, wenn ich auf deinen Kleinkinderkram keinen Bock habe.

Was ich damit sagen will, du kannst Dinge nicht trennen, du kannst nicht hingehen und sagen meins-deins. Alles muss zusammen gestemmt werden. Bei uns hat keiner mehr den anderen respektiert, seine Wünsche berücksichtigt. Wenn ich auf dem Bau ne Pause gebraucht habe, hatte ich direkt ein Kind auf dem Arm und Madame hat sich gesetzt. Vorwürfe gab es noch und nöcher. Die Beziehung verliert...

Ich weiß nicht, ob du zu vorwurfsvoll bist, du bist wahrscheinlich einfach nur zu platt, siehst die roten Lichter und schreist nach der Hilfe, die dir am meisten gut tun würde. Und die bekommst du nicht. In einer solchen Situation kann man nicht mit dem Finger auf einen zeigen und sagen "Du bist schuld!" das geht nicht und wäre inhaltlich auch nicht zutreffend.

Ach ja, wir hatten zwei Sitzungen bei einer Paartherapeutin, bevor meine Ex geschmissen hat. Diese zwei Sitzungen gehören bis heute zu den positivsten Erfahrungen meines Lebens.

Beitrag von ardnas12 22.06.10 - 15:26 Uhr

hm..ja ich glaube du hast recht.ich möchte diesen kreislauf gern durchbrechen, aber irgendwie glaube ich wird es nur schlimmer.ich mach aus angst, er könnte wieder genervt reagieren wahrscheinlich genau das falsche...
gut mal eine männliche ansicht/meinung zu hören.ich würde von mir behaupten das ich kein jammerlappen bin, ich bin sehr glücklich mit unserer tochter und versuche das auch immer so zu vermitteln.es macht mir einfach auch spaß.klar hab ich auch momente wo ich mal ne pause brauche und die fehlen mir etwas, geb ich zu.manchmal komm ich mir blöd vor weil ich nicht arbeiten gehe und er das machen muss. ich habe ihm schon mehrfach angeboten das ich neben dem elterngeld noch400€ dazu verdienen kann in meiner alten arbeit wäre das kein problem und die kleine könnte ich für diesen tag dann bei meinen eltern unterbringen, aber das will er irgendwie auch nicht.
ich bringe ihn mit der kleinen oft zu arbeit oder hole ihn ab, damit wir etwas mehr voneinander haben, er die kleine auch mal sieht.das ist im moment das einzige miteinander was wir haben.nicht wirklich viel.. wenn man seinem mann sagt das er einem fehlt, fühlen sich männer dann bedrängt, oder in dieser/meiner situation bedrängt?!

Beitrag von frieda05 22.06.10 - 14:47 Uhr

Ich hoffe grundsätzlich für Euch beide, daß Du nicht so redest wie Du schreibst #rofl.

Du erscheinst mir doch recht anspruchsvoll. Ihr habt ein Wunschkind (nach immerhin gut überlegten 3 Monaten Beziehung #klatsch) und nun funktioniert der Kindesvater nicht wunschgemäß. Das ist - zugegeben - äußerst lästig.

Einige erfahrene Userinen gaben Dir hier bereits den wohlgemeinten Rat, eine Trennung in Betracht zu ziehen #klatsch... - dieser Schritt wäre wahrscheinlich ähnlich gut durchdacht, wie die zeitnahe Umsetzung des Kinderwunsches. Repekt.

Da springt Ihr mit Anlauf ins kalte Wasser und wundert Euch wenn es kalt ist #augen. Meine Empfehlung: etwas mehr Verständnis und Chance zur Eingewöhung von beiden Seiten. Meint expliziet hier vor allem von Deiner Seite. Das Leben ist kein Ponyhof. Natürlich kannst Du erwarten..., aber nicht voraussetzen. Du sollst auch reden, aber mit ihm, nicht gegen ihn. Du kannst nicht erwarten, daß Dein Familienleben abläuft, wie in einer amerikanischen Vorzeigefamilie im Vorabendprogramm - läuft nicht - echtjetzt.

Wenn Du herumläufst und Dich anhörst wie ein personifizierter Vorwurf, ist seine Fluchtreaktion verständlich - jedenfalls von meiner Seite. Naürlich sind Kinder anstrengend. Ihm allerdings zu unterstellen, er wolle sein Kind nicht, nur weil sein Umgang mit ihr nicht Deinen Idealvorstellungen entspricht und ihm hier sogar zu unterstellen, man könne ihn nicht unbeaufsichtigt mit Eurem Kind alleine lassen, ohne das es Schäden davontrüge ist - mit Verlaub gesagt schon übel. Du bist anmaßend.

GzG
Irmi

Beitrag von holy_cow 22.06.10 - 15:26 Uhr

Hola,

dein Partner ist uberfordert und wahrscheinlich auch ueberarbeitet.
Du musst dich viel um euer Kind kuemmern und erwartest, dass er sich auch kuemmert und dich dazu noch herzt. Er arbeitet den ganzen Tag und mehr darueber hinaus. Er erwartet von dir vielleicht, dass du mehr auf ihn eingehst, fuehlt sich eventl. von dir auch vernachlaessigt.
Oft ist es so, dass fuer die Frau sich wirklich alles nur noch um das Baby zu drehen hat und aus jeder Muecke ein Elefant wird.

Wieso kannst du nicht ausruhen? Meinen ersten Sohn habe ich alleine bekommen und ich hatte null Hilfe. Ich kann nicht behaupten das es stressig war, solange ich nicht arbeiten musste. Im Gegenteil. Ich habe gelernt meinen Rhytmus dem Baby anzupassen und habe geruht, wenn mein Baby schlief. Den Haushalt zu machen, fand ich mit Baby wesentlich leichter als mit einem Kleinkind, dass ueberall ran geht und Unordung macht.

Anstatt ihn zum Babysitten heran zu holen, solltest du dir ueberlegen, wer sonst Babysitten kann und dann etwas mit deinem Mann zusammen machen. Regelmaessig einen Abend fuer euch zu organisieren. Mit einem Mann der entspannt ist und ausgeglichen kann man viel besser reden als mit einem der unzufrieden und gestresst ist. Lass ihm Abends mal ein Bad ein, bring ihm ein Bier und versuche mal nicht etwas von ihm ein zu fordern.

Es gibt Maenner die mit Saeuglingen und Kleinkindern einfach nicht zurecht kommen. Sicher ist es auch sein Kind, aber du solltest akzeptieren, dass er sich nicht eignet und Geduld haben, ihm Zeit geben. Wenn eure Kleine erst mal laufen kann, brauchst du dringender seine Hilfe, daher wuerde ich ihn jetzt " verschonen " und langsam daran gewoehnen, seinen Teil bei der Kinderbetreuung zu erlernen.

Ihr muesst Beide noch in die neue Rolle hineinwachsen.

Saludes!

Beitrag von frauke131 22.06.10 - 15:56 Uhr

Naja, ein Baby ist erst mal eine Umstellung. Die Partnerschaft ändert sich, die Lebenssituation ändert sich und das braucht Zeit.

Viele Frauen machen den Fehler, sich auf das Kind einzuschießen und der Vater bleibt außen vor. Ich weiß natürlich nicht, ob das auf Dich auch zutrifft.
Als unser 1.Kind geboren wurde, war mein Mann der Erste, der sie windelte und auf dem Arm hatte. Er war immer eingespannt, vom ersten Tag an. Aber erwar damals auch Student und hat sich die Zeit nehmen können. Mein Mann war auch von Anfang an allein mit den Kindern, wenn ich zum Friseur oder Einkaufen war.

Desweiteren bin ich der Meinung, dass man nicht immer und ständig ein Baby betüddeln muss, auch wenn viele das anders sehen. Ein schreiendes Baby kann nicht immer beruhigt werden, jedenfalls nicht jedes. Mein Sohn zum Bsp. wurde dann noch "wütender" und manchmal war es besser ihn schreien zu lassen. Wir legten ihn dann ins Schlafzimmer und sahen immer mal nach ihm. Meist schlief er ein und war danach bester Laune! Er ist auch heute manchmal noch, inzwischen 7Jahre alt#schock, schlechtgelaunt und weinerlich. Ist eben Charaktersache.

Ihr müsst, v.a. Dein Mann, noch herausfinden, wie ihr zusammen tickt. Anstatt von ihm zu erwarten, das Kind zu trösten, ermutige ihn, sein eigenen "Stil" zu finden! Quatsch ihm nicht rein.

Natürlich solltest Du ihm sagen, dass Euer Kind kein vericktes Gör ist und er sich nie so äußern sollte.

Ich verstehe allerdings auch nicht, warum D so gestresst bis? Du musst nicht stramm stehen, wenn Dein Kind schreit. Du solltest ihre Ruhephasen nutzen, um selbst zur Ruhe zu kommen, also nicht grad putzen, wenn sie schläft...

Ich fand die Babyzeit relativ entspannt, erst wenn sie älter und mobiler wurden, war es anstrengend!

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