Grundstücksanteil verkaufen!!!!! Etwas lang :-)

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Forum: Haushalt & Wohnen

In diesem Forum haben Haushaltstipps und alle Fragen rund ums Wohnen und den Garten ihren Platz. Fragen zur Baufinanzierung sind besser bei "Finanzen & Beruf" aufgehoben". Viele Tricks und Kniffe zum Thema Haushalt findet ihr in unserem Service "Die besten Haushaltstipps".

Beitrag von bowh 22.06.10 - 14:20 Uhr

Hallo alle zusammen.

Ich weiß nicht ob ich hier richtig bin, wenn nicht bitte verschieben.

Es geht um vollgendes:

Mein Nachbar ersuchte mich heute bei der Gartenarbeit auf und schilderte mir sein Anliegen.

Unsere Nachbarn würde gerne von unserem 1200qm Grundstück ca. 400-600qm abkaufen. Unser Grundstück zieht sich über die ihr Grundstück lang. Also deren Haus ist links entlang von unserem Grundstück. Rein theoretisch wäre es perfekt, denn dann müssten die nur eine Mauer ziehen und schon wäre es abgegrenzt. Habe eben bei der Bodenrichtwertauskunft angerufen und den aktuellen Richtwert erfragt. Der liegt in diesem Jahr (31.12.2009 festgelegt) bei 12€/qm.

Nur meine Bedenken sind:

-muss ich das Grundstück geräumt übergeben?
Denn: es sieht aus wie bei Hämpels unterm Sofa. #schock Also alles Naturprodukte und Holz. Denn den Teil des Grundstückes bewirtschaften wir momentan nicht und werden/würden es auch die nächsten Jahre nicht bewirtschaften können. Eben aus dem Grund weil es über und über mit Holz, Laub, Bäume die so groß und mit Efeu bedeckt sind, das es nicht mehr schön aussieht.

Nun mein großer Hund bewirtschaftet es derzeit auch. #rofl Also er "düngt" es. Das liegt dann auch da rum. Aber das verrotet ja auch.

Für uns wäre es perfekt. Wir müssen weniger Grst-steuer zahlen. Brauchen uns keinen Kopf mehr machen, das es sooooooo schlimm aussieht. Meine Nachbarn hätten mehr Platz für Ihre Enkelkinder. Jedem wäre geholfen.

Wie würdet ihr das machen? Nehmen wir den Richtwert von 12€/qm oder etwas mehr. Müssen wir denen das dann "leer" übergeben oder deswegen runter gehen mit dem Preis?

Finanziell wäre es super, dann könnten wir endlich unsere untere Etage richtig ausbauen. Denn das ist auch noch eine Baustelle. Bzw. sieht nicht schön aus. Ausser 4 Räume. Unser Haus ist 150qm groß (plus Keller 200qm) und das muss auch ausgebaut werden. Wir haben das Haus Ende 2006 erworben.

Was ist Eure Meinung. :-)

LG bowh

Beitrag von raena 22.06.10 - 15:02 Uhr

Um Himmelswillen wo wohnt ihr, dass ein Grundstück nur 12 Euro den qm kostet? #schock#schock#schock#schock#schock

*grmpf* wir haben vor 2 Jahren 150 Euro gezahlt und konnten noch froh sein #schwitz


Egal!

Grundsätzlich gibt es keine gesetzliche Regelung wie ihr das Grundstück übergebt. Ihr könnt es genauso übergeben wie es jetzt ist. Wieviel ist dafür verlangen könnt müßt ihr mit eurem Nachbarn aushandeln.

Denkt aber bitte an die Nebenkosten!!!!!!

Notargebühren, Grundbucheintragungen, wenn der Teil des Grundstücks nicht schon eine eigene "Parzelle" im Grundbuch ist, dann muss es vom Vermessungsamt neu ausgemessen und separat im Grundbuch eingetragen werden bevor ihr es verkaufen könnt, wenn ihr noch eine Hypothek auf dem Grundstück habt, dann muss der der in der Grundschuld eingetragen ist mit dem Verkauf einverstanden sein (auch wieder Notariell) und dann vielleicht noch so ein paar Sachen die mir nicht einfallen!

Aber bzgl. des Übergabezustandes habt ihr mit eurem Nachbaren freien Verhandlungsspielraum!

LG
Tanja

Beitrag von bowh 22.06.10 - 15:10 Uhr

Also die restlichen Kosten müsste natürlich der Käufer übernehmen. Denn das würden wir nicht vom Kaufpreis abziehen. Denn unsere Nachbarn möchten das Grundstück unbedingt haben. Wenn wir es nicht verkaufen würden, dann würden diese sich ein anderes Haus holen. Und das muss ja auch nicht sein. Wer weiß was dann für Nachbarn kommen. #schock

Also das Haus+Grundstück bezahlen wir momentan ab. Also im Grundbuch stehen noch die Bank und wir drinnen. Und wenn die anfangen zu bauen, dann muss ich in der Zeit mit meinem Hund woanders hin. Da er auf unserem Grundstück frei laufen kann.

Beitrag von bowh 22.06.10 - 15:27 Uhr

Was könnte man denn für ein Preis nehmen? Das Grundstück ist wirklich sehr schön gelegen. Und die wollen es ja unbedingt haben. Ein neues Haus wäre teurer und es wäre zuviel Arbeit und und und. Wir können das Geld echt gut gebrauchen. Aber aus diesem Grund kann man ja nicht viel mehr nehmen. Wenn wir mit ca. 600qm rechnen?

600qm insgesamt. Pro qm nehmen wir 25€?! Dann haben wir 15000€. Wäre das realistisch? Kann sich die Bank daran bedienen??????? Oder wäre es komplett unseres?

Beitrag von windsbraut69 22.06.10 - 15:38 Uhr

"600qm insgesamt. Pro qm nehmen wir 25€?! Dann haben wir 15000€. Wäre das realistisch? Kann sich die Bank daran bedienen??????? Oder wäre es komplett unseres? "

Du willst den doppelten Richtpreis für ein verwahrlostes Grundstück?
Klär das mit dem Nachbarn.
Dass die Bank Euch aber einen großen Teil Eures Grundstückes einfach so verkaufen läßt, kann ich mir nicht vorstellen...

Gruß,

W

Beitrag von bowh 22.06.10 - 15:44 Uhr

Es ist nicht verwahrlost. Es liegen an 2 Stellen Holzhaufen. Und 2 Bäume stehen drauf. Ein Birnenbaum und ein Nussbaum. Mehr ist dort nicht. Aber es ist halt da. Und nicht glatte Stellen. Und etwas Unkraut. Aber das wissen die ja auch. Sie können ja auf unser Grundstück drauf schauen.

Warum sollten wir nicht 20€ nehmen? Der Herr von der Bodenrichtwertauskunft sagte, das wir selbstverständlich mehr nehmen können und auch sollten.

Das Grundstück gehört uns. Wir stehen im Grundbuch drinne. Die Bank hat den KP de Hauserben (Besitzer sind verstorben) überwiesen und wir zahlen dieses an die Bank ab.

Beitrag von bezzi 22.06.10 - 16:21 Uhr

"Das Grundstück gehört uns. Wir stehen im Grundbuch drinne. Die Bank hat den KP de Hauserben (Besitzer sind verstorben) überwiesen und wir zahlen dieses an die Bank ab. "

Das ist klar. Die Bank wird den Kaufpreis aber wohl nicht "blanko" überwiesen haben, sondern hat sich dafür eine Grundschuld eintragen lassen, oder ?
Eine (Teil-)Veräußerung ist also ohne notarielles Einverständnis der Bank nicht möglich.

Beitrag von bowh 22.06.10 - 16:28 Uhr

Da werde ich mich noch bei der Bank schlau machen müssen. :-) Aber erst, wenn wir uns über alles einig sind.

Beitrag von windsbraut69 22.06.10 - 16:37 Uhr

#augen

Beitrag von bowh 22.06.10 - 16:40 Uhr

Na das ist ja mal eine Aussage. #rofl :-D

Beitrag von bowh 22.06.10 - 16:25 Uhr

Ach um das mit dem "verwahrlosten Grundstück" aufzuklären. Ich finde es nicht schön, für mich ist etwas schon unschön, wenn irgendwo etwas rumliegt, dass da nicht hingehört. :-)

Es sieht nicht schlimm aus, nur halt nicht schön. Schön ist für mich:

glatter grüner Rasen und alles grade!

So ist es eben leider nicht. Es liegen 2 Haufen (ca. 2x2m) Holz rum, eine Hütte (Holzhütte, grade mal 4 Jahre alt) und unbenutzt. Also gut in Schuss. Dann die beiden wirklich sehr großen Bäume. Also der Birnenbaum zumindestens. Dann an einigen Stellen der Dünger meines Hundes. Das aber auch schnell verrottet. Und dann halt Unkraut an den restlichen freien Stellen. Aber das kann man entfernen. Wollen unsere Nachbarn aber selbst machen, denn sie lassen es von einer Firma machen, mit Bagger und allem drum und dran.

Die 12€ sind nur Richtwerte, die vom letzten Jahr ausgerechnet wurden. Also die Bodenrichtwertauskunft hat ein Auszug der im letzten JAhr verkauften Grundstücke bekommen und davon nehmen diese den DN. Das ist dann der Richtwert. Nur in unserer "Kleinstadt" (ca.4100Einwohner) werden selten Häuser verkauft und wenn dann ist das Grundstück sehr klein. Unser Grundstück ist noch eines der größten hier. Daher ist dieser Richtwert. Und aus diesem Grund, würden wir doch schon mehr nehmen. Weißt du.

Beitrag von bezzi 22.06.10 - 15:41 Uhr

"600qm insgesamt. Pro qm nehmen wir 25€?! Dann haben wir 15000€. Wäre das realistisch?"

Das kann doch hier keiner sagen. Da müsste man eine Glaskugel haben.

"Kann sich die Bank daran bedienen??????? Oder wäre es komplett unseres?"

Auch hier: Vereinbarungssache. Die Bank muss zustimmen und das ganze notariell beurkunden. Stimmt die Bank zu, dann unter deren Bedingungen. Möglicherweise verlangt die Bank eine Teilablösung des Kredits, da sich mit dem Verkauf ja auch deren Sicherheit verringert, möglicherweise aber auch nicht. Dann könnt ihr es frei verwenden.

Aber der allererste Schrit ist der Schritt zum Kataster- und Grundbuchamt. Dort kann Dir gesagt werden, ob Euer Vorhaben überhaupt machbar ist, die Grundstücke (Parzellen) überhaupt geändert werden dürfen.

Alternative: Ihr verpachtet das Grundstück an den Nachbarn. Das geht ohne große Formalitäten.

Beitrag von bowh 22.06.10 - 15:46 Uhr

Das ist eine gute Idee, das mit dem verpachten. Sollte es mit dem verkaufen nicht möglich oder noch nicht möglich sein. Bis dahin kann man es verpachten.
Danke Dir. :-)

Beitrag von nick71 22.06.10 - 20:17 Uhr

"Um Himmelswillen wo wohnt ihr, dass ein Grundstück nur 12 Euro den qm kostet?"

"*grmpf* wir haben vor 2 Jahren 150 Euro gezahlt und konnten noch froh sein"

Ich gehe davon aus, dass es sich hier um Hinterland und in eurem Fall um Bauland handelt...und diese Preise sind selbstverständlich nicht vergleichbar.