Heilpraktiker?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von zickl2000 22.06.10 - 21:16 Uhr

Hallo,
ich bin überzeugte Heilpraktikergängerin und würde gerne mal wissen wie Ihr das seht.
Ich für mich lasse mir da sowieso nicht reinreden, ich bin seit 4 Jahren nicht beim Arzt gewesen und war seit ich arbeite (1,5 Jahre) nicht einen Tag krank.
Mit Pascal gehe ich ebenfalls zum Heilpraktiker und natürlich zu notwendigen Untersuchungen zum Arzt. Behandelt hat ihn allerdings auch seit ca. 2,5 Jahren kein Arzt mehr. Auch er hat in den 1,5 Jahren Kindergarten vielleicht 3 Tage wegen Krankheit gefehlt.

Ich schreibe das hier, weil ich immer wieder lese wie oft Kinder hier Antibiotika, Kortison, Fiebersaft etc. bekommen. Fragen sich die Ärzte eigentlich überhaupt nicht mehr woher die Abwehr für später kommen soll? Versteht mich nicht falsch, ich verurteile hier niemanden der seinem Kind aus Sorge dann doch AB gibt sondern eher die Ärzte und unser Gesundheitssystem. Naturheilmittel müssen ja nunmal komplett selbst bezahlt werden, auch für Kinder...denkt eigentlich keiner nach? Gerade sozial schwache Familien sind also dazu verdonnert ihren Kindern nur mit fiesester Chemie helfen zu dürfen...
Ich höre lieber auf, sonst wird das hier zu lang.
lIch bin gespannt auf Eure Meinung!
lg
Nicole

Beitrag von 3erclan 22.06.10 - 21:26 Uhr

Ganz ehrlich!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

NICHTS!!!!

Finde das ist totales geldmacherei hab ne Bekannte die ist Heilpraktikerin und ihre Tochter muss es ausbaden

lg

Beitrag von zickl2000 22.06.10 - 21:46 Uhr

Warum so böse?
Es kommt sicher auf das Können an und es gibt sicherlich auch schwarze Schafe, die meinen ohne Ausbildung Geld machen zu können. Das streite ich nicht ab.Deswegen muß man doch nicht gleich alle über einen Kamm scheren.
Was heißt denn die Tochter muß es ausbaden? Ist sie krank?
lg
Nicole

Beitrag von 3erclan 22.06.10 - 21:56 Uhr

Ja sie ist total allergisch aber wird nicht behandelt weil die Mutter ja nur auf pflanzl schwört.

Das Kind leidet richitg wenn sie kaum aus den Augen rausschauen kann usw..

lg

Beitrag von zickl2000 22.06.10 - 22:05 Uhr

Dann sollte sie vielleicht mal einen Kollegen fragen der sich damit auskennt. Solche Sachen sind sehr gut vom Heilpraktiker zu behandeln, wenn er es richtig macht.
Mein Neffe (inzwischen 15) war so ziemlich gegen alles allergisch (versch. Lebensmittel, Tierhaare, Pollen, Staub)verbunden mit Asthma. Er geht jetzt seit 2 Jahren zum Heilpraktiker und ist komplett beschwerdefrei ohne etwas zu nehmen.
lg
Nicole

Beitrag von gisele 22.06.10 - 21:38 Uhr

hallo.
ich habe das grosse glück eine kinderärztin zu haben die alternativ arbeitet,das ist das beste was uns passieren konnte.
wir behandeln z.b. bei ihr allergien mit bioresonanztherapie und ich bin begeistert über die ergebnisse.
geldschneiderei ist es absolut nicht,aber schon recht teuer#zitter
wir haben eine zusatzversicherung,dadurch ist es erträglich.
lieben gruss,nadine

Beitrag von zickl2000 22.06.10 - 21:43 Uhr

Meine Zusatzversicherung zahlt leider nur die "anerkannten" Therapien. Und das sind ja leider recht wenige. Mir ist es das Geld wert. Ich zahle pro Sitzung für mich 30€ und mit Pascal zusammen 40€. Wir gehen höchstens 1x im Monat, der Rest läuft telefonisch oder in Eigenregie mit Tropfen oder Globuli sowie Tees, Klte, Warme etc.
lg
Nicole

Beitrag von gisele 22.06.10 - 21:51 Uhr

hallo nicole.
wir haben auch ein limit bei der versicherung und haben schon hunderte investiert#zitter
mir ist es auch jeden cent wert,seitdem ist meine grosse tochter NIE MEHR krank und total ausgeglichen...
wir haben verschiedene sachen therapiert wie z.b. spulwürmer in den bronchien(dadurch chronische bronchitis),neurodermitis(komplett weg seit der therapie),momentan sind wir bei nahrungsmittelunverträglichkeiten wie weizen,hefe,tomaten...
auch ich selber therapiere gerade einen entzündeten zahn,parallel zur zahnbehandlung beim zahnarzt...
lieben gruss,nadine

Beitrag von zickl2000 22.06.10 - 22:10 Uhr

Hallo,
Pascals hatte auch Probleme mit der Haut (U7-Kommentar Neurodermitis)..hat er nicht mehr. Im Moment werden seine vergrößerten mandeln und Lymphknoten am Hals therapiert, die ihm immer wieder Wasser hinterm Trommelfell bescheren. Eine Seite ist schon fast normal groß.
Der Arzt hätte lieber operiert und meinte es sei normal, daß das bei manchen Kindern so dick wird. Ist es scheinbar nicht.
lg

Beitrag von janamausi 22.06.10 - 21:56 Uhr

Hallo,

ich halte schon viel von einem Heilpraktiker, aber ich denke auch, es gibt vieeele "schwarze Schafe" die das "Image" kaputt machen und bei denen es nur rausgeschmissenes Geld ist wenn man diese kontaktiert.

Ich habe auch das Glück, dass unser Kinderarzt viel homöopatisch behandelt.

Meine Tochter bekommt auch Globulis etc. aber es gibt auch Grenzen, bei denen ich auf Chemie zurück greife, z.B. wenn das Fieber sehr hoch ist und schlecht mit Wadenwickel runter geht.

Auch "reift" das Immunsystem bei Kleinkindern unterschiedlich schnell (mit ca. 6 Jahren sind die Immunsysteme der Kinder relativ auf einem gleichen Stand). D.h. ein Kleinkind mit einem schon gut ausgereiften Immunsystem kommt besser mit einem Infekt klar als ein Kleinkind mit einem noch schlechten Immunsystem. Was bei einem Kind ein leichter Schnupfen ist, kann bei einem anderen Kind schon eine angehende Lungenentzündung sein und das muß nichts mit bisher vielen verabreichten AB zu tun haben.

LG janamausi

Beitrag von zickl2000 22.06.10 - 22:02 Uhr

Das jedes Kind anders ist stimmt schon, aber es lässt sich ja nicht bestreiten, daß AB die Darmflora und somit unsere größte Immunabwehr zerstören. Ich würde Pascal im Ernstfall wahrscheinlich auch mit Chemie behandeln lassen. Aber wenn es eben nicht Not tut....
lg

Beitrag von 221170 22.06.10 - 22:08 Uhr

Aber wann tut es Not?

Wielange lässt man das ganze laufen?

Ich finde diese Entscheidung oft schwierig.

Beitrag von zickl2000 22.06.10 - 22:17 Uhr

Ich schaue z.B. bei Fieber wie es Pascal dabei geht. Hat er Schmerzen muß ich etwas tun. Hat er keine kann er bis 40° Fiebern ohne das ich etwas unternehme. Ich bin dann halt bei ihm und schaue wie es ihm geht und wenn es die ganze Nacht ist. Fieber hat schließlich einen Sinn. Wenn ich bei 38,5 schon das erste Zäpfchen reinpacke verhindere ich, daß der Körper das selbst lernt. Genauso ist es mit den Ohren. Bei den ersten Anzeichen von Schmerz Wattestöpsel mit Olivenöl und Zwiebelpulver rein 3x tägl. 1 Std. Dann wird es garnicht erst schlimm. Husten..bei den ersten Anzeichen Bronchipret, Thymiantee mit Honig und Honig auf die Brust..
Und jetzt lach nicht...wir essen alle jeden Tag 1/4 tl. Paprikapulver.
lg

Beitrag von 221170 22.06.10 - 22:29 Uhr

So meine ich das nicht.
Das Problem ist das es manchmal eben nicht wirkt wenn man Zwiebelsäckchen macht oder so. Das probiert man und es tut sich nichts. Wielange schaut man zu?
Doktere ich dann weiter rum oder unternehme ich gleich was richtiges? (Die Fragen sind rhetorisch gemeint, ne? Muß ja eh jeder selber entscheiden)

Es ist auch sehr schwer einen guten HP zu finden. Der Name schützt ja vor Mißbrauch nicht, wenn ich sehe wer alles HP werden kann, da stehen mir und jedem anständigen der eine jahrelange teure Ausbildung hatte, die Haare zu Berge.
Das gleiche gilt ja für Osteopathen.
Ich bin Physiotherapeutin und weiß was eine anständige Ausbildung zum Osteopathen kostet und wie lange sie dauert. Wer sich da so alles HP oder Osteopath schimpft.....ui ui ui.

Beitrag von zickl2000 22.06.10 - 22:41 Uhr

oh ja, da hast Du Recht.
Ich kann mein Kind übrigens auch nicht leiden sehen, aber ich hatte Gott sei Dank in den letzten 3 Jahren auch keine Situation wo ich das musste.
lg

Beitrag von arienne41 22.06.10 - 22:10 Uhr

Hallo

Wieso gehst du einmal im Monat zum Heilpraktiker wenn ihr so gesund seit.

Mein Sohn ist auch gesund und deshalb gehe ich nirgends hin.

Wir haben keine Allergien und selten eine Erkältung.

Das letzte mal war mein Sohn richtig krank mit 8 Monaten. Allerdings wird er nun bald 6.

Wir gehen zu den Vorsorgeuntersuchungen und 2 mal im Jahr zum Zahnarzt.

Beitrag von zickl2000 22.06.10 - 22:23 Uhr

entschuldige, ich bin 41 und davon 37 Jahre zum Arzt gegangen. Und ich gehe nicht jeden Monat zum Heilpraktiker sondern maximal 1x im Monat.
Leider hat Pascal Probleme mit der Haut gehabt und immernoch mit seinen Mandeln und Lymphknoten am Hals. Wenn ich auf den Arzt gehört hätte hätte ich ihn mit Kortison eingeschmiert und ihm die Mandeln verkleinern lassen. Nun ging es so. Krank ist Pascal deshalb nicht, sonder fit und quirlig.
Glückwunsch zu Deinem gesunden Kind.
lg

Beitrag von 221170 22.06.10 - 22:07 Uhr

Ich sehe das gemischt und handhabe das auch so.

Meine Tochter hatte im 1. Lebensjahr ständig Mittelohrentzündungen.
Es war ein Alptraum, sie schrie vor Schmerzen.....der Arzt hat uns Schmerzmittel verordnet und die habe ich auch gegeben. Alles andere wäre für mich unter Quälerei gefallen. Wir haben einen Arzt hier in der Stadt, der behandelt echt nur homöopathisch. Er impft nicht, die Kinder bekommen bei MOE erst mal nur Globulis....das finde ich grenzwertig.

Ansonsten ist unser Kia da recht aufgeschlossen, wir bekommen auch z.B. Otowoven verordnet, das brauche ich nicht selber zahlen.

Ich habe recht gute Erfahrungen mit Naturheilkunde gemacht, auch mit physikalischen Anwendungen.
Allerdings vertraue ich der Schulmedizin und je nach dem was Sache ist wird zur Chemiekeule gegriffen.

Ich finde aber auch nicht ok das das ganze eine Frage des Geldes ist. Das dürfte nicht sein, denn der Kram ist teuer und das Geld hat nicht jeder.

Beitrag von daddy69 22.06.10 - 22:28 Uhr

...und würde gerne mal wissen wie Ihr das seht.
Ich für mich lasse mir da sowieso nicht reinreden...

lol. Beste Voraussetzungen für eine Diskussion.

Ich glaube kaum daran. Wohl aber an den Placebo Effekt (der im übrigen auch wesentlich besser erforscht ist).

Ansonsten vertraue ich bei allem, was kritischer als ein Schnakenstich ist der evidenzbasierten Medizin.

LG
Peter

Beitrag von zickl2000 22.06.10 - 22:38 Uhr

naja, ich kann doch vorab schonmal klarstellen, das mich von der Schulmedizin niemand mehr überzeugen wird. Da ich die Verantwortung für mein Kind trage und von unserer Gesellschaft diverse Untersuchungen gefordert werden lasse ich natürlch auch den Kinderarzt mal gucken.
Placebo-Effekt hin oder her. Lachen und Sex kann auch heilen..Glaube sicher auch. Ich glaube allerdings nicht, das mein Kind mit 10 Monaten schon an den Heilpraktiker geglaubt hat und auch dem Hund unseres Lagerleiters, dessen Lähmung in den Hinterbeinen nun verschwunden ist spreche ich diese Fähigkeit ab.
Cooles Bild übrigens in Deiner VK.
lg
Nicole

Beitrag von daddy69 22.06.10 - 22:49 Uhr

Ich denke, dass in manchen Fällen Homöopathie durchaus ihre Berechtigung hat - wenn es richtig gemacht wird, mit eingehenden Gesprächen.

Selbstheilungskräfte gibt es sicher auch - die werden nicht umsonst ernsthaft erforscht.

Zu Tieren bzw. Kleinkindern und Homöopathie: Viele gehen von einem positiven Effekt durch die Zuwendung aus, der übertragbar ist. Aber unabhängig davon: Es gibt immer noch keine ernsthaften Studien, und Einzelerfolge kann ich nicht als Beweis der generellen Wirksamkeit anerkennen. Die deute ich dann als Zufallstreffer.

Und danke für das Kompliment, in Wahrheit sehe ich aber leider anders aus.

LG
Peter

Beitrag von zickl2000 22.06.10 - 23:29 Uhr

Vielleicht kann Dir mein Heilpraktiker helfen so auszusehen....#rofl#rofl
Nüchtern betrachtet hast Du natürlich Recht. Allerdings praktiziert mein Heilpraktiker nicht nur Homöopathie sondern alles Mögliche. Er setzt Blutegel an, spritzt, einiges kommt aus dem Kräutergarten oder einfach aus guten alten Überlieferungen. So war er kurz davor meine Nichte in künstliches Fieber zu legen...was davon nun wissenschaftlich belegt ist ist mir eigentlich egal, so lange wir zu den Einzelerfolgen gehören....
lg und gräm dich nicht wegen Deinem Aussehen
Nicole

Beitrag von daddy69 23.06.10 - 09:19 Uhr

"Nüchtern betrachtet hast Du natürlich Recht."

Ja, diesen Vorwurf höre ich hier oft.

Gegen Deine genannten Beispiele habe ich auch garnichts einzuwenden. Trotzdem sollte man sich der modernen Medizin auch nicht verschließen. Viele Erkenntnisse sind auch hier interessant - und auch gute alte Überlieferungen können Risiken beinhalten.

Denn auch andersrum bedient sich die moderne Medizin ja auch alten Techniken: Zum Beispiel Maden, um Wunden zu säubern. Oder Honig wegen seines antibiotischen Effekts. Nur ist z.B. letzterer steril, da handelsüblicher Honig böse Nebenwirkungen haben kann.

LG
Peter

Beitrag von sneakypie 23.06.10 - 15:37 Uhr

Der Placebo-Effekt ist bei Kindern und Tieren bestens untersucht: er wirkt bei Kindern etwa doppelt so gut wie bei Erwachsenen. Die Erwartungshaltung der Bezugsperson wird auf den Patienten übertragen. Dein Kind muss nicht glauben - es reicht, dass du das tust.

Gruß
Sneak

Beitrag von silkew1976 23.06.10 - 08:38 Uhr

Guten Morgen!

Ich halte sehr viel von alternativer Medizin!!!!! Ich wüßte nicht wann ich das letzte Mal beim Kinderarzt war, außer zu den Pflichtuntersuchungen. Wir haben vier Kinder, sind selten krank, fast ungeimpft und kommen mit unseren Globulis super zurecht! Antibiotika sind hilfreich weil sie Leben retten können, werden heute aber zu oft eingesetzt und das halte ich für bedenklich! Meine Kids kennen zum Glück keine Chemiekeulen!!!!!!

Naturheilverfahren sollten mehr unterstützt werden!!!!!

lieben Gruß
Silke

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