ungeplannte Schwangerschaft....wie ist jetzt eure Beziehung zum Kind ?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von krtecek 23.06.10 - 13:15 Uhr

Hallilo,
ich wollte eine Frage stellen an Mammis, die ungeplannt schwanger geworden sind. Eure Kids sind jetzt schon größer, könntet ihr mir bitte eure Erfahrungen sagen bzgl. des Verlaufs der Schwangerschaft und Verlauf der Beziehung zum kind. Auch gerne pern PN. War eure Schwangerschaft nur unegplannt aber dann gewollt oder eigentlich auch unerwünscht ? wie ging es euch ? Wie geht es euch jtzt ?

Zum Hintergrund:
Ich bin in der 13.SSW schwanger. Das Kind war ungeplannt, ungewollt, unerwünscht. Die Feststellung war ein Schock. Am Anfang war ich wirklich über mich und die Welt verärgert und sehr negativ eingestellt...
Inzwischen hat es sich gelegt und es überwiegt eine netrale Einstellung zum Kind und zu der Schwangerschsft. Es ist halt da und ich lebe weiter. Gehe regelmäßig zu allen Kontrollen, lehne aber ab, sich zu freuen oder groß einzukaufen...

Wird es noch einen weiteren Verlauf haben, kommen positive Gefühle noch mit dem kind oder erst danach ?
Gaben es bei euch schon Mommente, bei denen ihr dachtet: WAs habe ich mir denn angetan ?

Ich würde mich wirklich über eure Erfahrungsberichte freuen!!!!

LG Krtecek

Beitrag von madmat 23.06.10 - 13:25 Uhr

Hallo,

erstmal herzlichen Glückwunsch!

Meine vierte Ss war ungeplant. Die ersten Wochen war ich auch sehr neg. eingestellt, habe aber nie überlegt, abzutreiben! Diese Gefühle wandelten sich durch viele Gespräche mit meinem Mann, durch die Termine beim Arzt, und auch durch die Angst, die ich in den ersten Wochen hatte.
Bei meinem Mann war es ganz anders. Ich teilte ihm per SMS mit, daß er wieder Papa wird. Er äußerte sich erstmal nicht groß darüber, kam aber ein paar Tage später zum nächsten US-Termin mit. Er hat das Herz schlagen hören, und seine Welt war in Ordnung!
Und durch seine sehr positive Einstellung ist auch meine anders geworden. Ja, ich freute mich irgendwann richtig auf den Wurm.

Unser Ü-Ei ist jetzt 1 1/2 Jahre alt, und sie ist das Liebste, Beste, was uns nach unseren drei Jungs passieren konnte.
Sie ist unser "I-Tüpfelchen"!

Ich wünsch Dir alles Gute!!

Beitrag von schwarzbaer 23.06.10 - 13:35 Uhr

Anna war ungeplant. Und aus beruflicher Sicht für mich auch reichlich ungünstig, hatte gerade erst den Job gewechselt und schwangere Managerinnen werden nicht so gern gesehen. Nach kurzem drüber nachdenken haben wir aber beschlossen "wenn wir eine groß kriegen, schaffen wir auch noch eine zweite".

Trotz dieser einmütigen Entscheidung, während der Schwangerschaft konnte ich mir das alles gar nicht vorstellen. Anna lief komplett nebenbei. Kein Geburtsvorbereitungskurs, keine Einkäufe (eh noch alles da vom großen Kind), kein Zimmer einrichten (hatten eh nur 1 KiZi). War jobtechnisch bis 2 Wochen vor der Entbindung unterwegs, auch wenn ich am Ende nur noch gerollt und nicht mehr gelaufen bin. War damit beschäftigt, meine Vertretung zu organisieren etc.

Nach der Geburt der erste Schock. Anna hat viel geweint, nicht getrunken, war ein Not-KS, sie hatte Anpassungsschwierigkeiten. Gut, daß meine Mama ein paar Tage da war und die Große betüdelt hat, so daß wir uns mit der Kleinen erst mal einsortieren konnten.

Nach ein paar Wochen der nächste Schock: Hüftultraschall: Anna hatte eine deformierte Hüfte. Monatelanges Tragen diverser Spreizgeräte und -hosen folgte. Nachteil: in diesen Dingern kannst Du Dein Kind nicht kuscheln, die sind einfach so unförmig. Damals befürchtete ich, daß ich nie eine so intensive Beziehung zu Anna aufbauen würde wie zu Mara.

Und jetzt? Ich liebe meine Mädels, alle beide, die Kleine nicht weniger als die Große. Die Große (6) fängt langsam an, eigene Wege zu gehen (kommt aus dem Hort und erklärt mir "ich bin dann mal verabredet"), da genieße ich die Kuschelattacken der Kleinen (3) zum Ausgleich. Anna kommt immer noch jede 2. Nacht zu mir ins Bett gekrabbelt - darf sie, ich genieße das.

Beitrag von miss_bucket 23.06.10 - 14:17 Uhr

Hallo :)
obwohl beide meine Kinder (ungeplante) Wunschkinder sind, kommen mir manchmal schon Momente, in denen ich denke: "Warum musste jetzt das 2.Kind sein", wenn die Grosse wieder ein Mordstheater macht. Unser Leben ist recht stressig geworden mit 2 Kindern...

Aber obwohl ich die gesamten Schwangerschaften recth aengstlich war und nicht wusste, ob ich das schaffe, ueberwog irgendwann die Freude.

Meine Kinder haben mir ermoeglicht auch wieder etwas Kind zu sein, nicht mehr sooo ernst zu sein, sondern wieder viel zu lachen, auch ueber klitzekleine Sachen. Und das Leben macht daher dreimal soviel Spass :-)
Ich bin nicht mehr "nur" Vollzeitangestellte, sondern habe etwas anderes in meinem Leben, was mich fuer immer bereichern wird.

Warum lehnst Du ab, dich zu freuen? Gib Dir mehr Zeit, dich an den Gedanken zu gewoehnen moeglicherweise Mama zu werden. Warte die ersten Kicks und 3D Ultraschalls ab - die Natur hat ja da auch was eingerichtet. ;-)

LG aus Irland,
Steffi

Beitrag von nina-nelli 23.06.10 - 14:47 Uhr

Hallo
habe eine Freundin bei der das erste Kind auch ungeplant war und sie liebt ihre Kinder über alles. Sie war auch sehr geschockt. Im 5. Monat empfahl ihr der Arzt schon mal einige Vorbereitungen zu treffen, wie z. B. das Babyzimmer einzurichten. Das sollte ihr dabei helfen sich an den Gedanken zu gewöhnen.

Meine Kinder waren geplant und trotzdem war es bei der ersten SS ein Schock. Ich konnte mich die ersten Wochen gar nicht freuen. Dachte immer nur: "Ach du Schande, ach du Schande..." Ich hatte halt Respekt vor der Verantwortung!

Und glaub mir, selbst mit geplanten Kindern hat man manchmal das Gefühl, dass einem alles über Kopf wächst. Trotzdem bereichern Kinder einem das Leben einfach!

Wünsch dir alles Gute. Das war schon die richtige Entscheidung sich für das Kind zu entscheiden.

L. Gr.
Melle

Beitrag von risala 23.06.10 - 14:58 Uhr

Hi,

mein Sohn ist mittlerweile 7 - und ich mag ihn nie wieder hergeben!

Die Schwangerschaft war absolut ungeplant - aus 2 Gründen:

1. habe ich die Pille zuverlässig genommen

2. war ich mit meinem -jetzt- Mann erst 14 Tage zusammen und hatte ihn vorher auch nur 2x kurz gesehen

3. wollte ich eigentlich keine Kinder (mein Mann auch nicht). Ich war mit meinem Leben sehr zufrieden.

Dann merkte ich sehr schnell (ca. 3. Woche), dass ich #schwanger bin. Mein erster Gedanke: Sch....! Wie konnte das passieren?
Um die Bestätigung zu erhalten, dass ich Recht habe, bin ich zum Arzt - es war aber noch nichts zu sehen. Da stand ich vor der Wahl: nach der Pillenpause wieder anfangen und riskieren das Baby zu verlieren oder meinem Mann "zu beichten" und das beste draus machen (hätte es auch alleine groß bekommen - Abtreibung stand nie zur Diskussion für mich). Ich hatte halt die Einstellung, daß ich alt genug bin, um Verantwortung zu tragen, einen guten Job hatte ich auch - und wer Spaß haben kann muß ggfs. auch für die Folgen gerade stehen.

Naja, ich habs es während dem Spülen nebenbei erwähnt #zitter, dass ich evtl. #schwanger bin und deshalb die Pille erstmal nicht nehmen möchte bis ich es sicher weiß. Deshalb wäre Verzicht auf #sex oder Kondom nötig. Seine Reaktion war klasse: ok, das bekommen wir zusammen hin. #freu

Eine Woche später stand dann (nach 3 eigenen Tests mit unterschiedlichen Ergebnissen) definitiv die Schwangerschaft fest. Und wir haben uns dann doch gefreut. Es fühlte sich einfach richtig an.

Die Schwangerschaft an sich war fürchterlich - ich habe von morgens bis abends fast ständig unter Übelkeit und Erbrechen gelitten und mit allem was daraus folgt (z.B. Kreislaufprobleme) - bis zum letzten Tag. Mein Standartsatz in dieser Zeit "mir ich schlecht". Für mich war das Baby im Bauch irgendwie nicht "greifbar" - eine besondere Beziehung hatte ich nicht. Habe auch selten (so wie meine eine Freundin) mit dem Baby im Bauch Zwiesprache gehalten. Nur, wenn ich länger nichts gepürt habe an Bewegung - dann habe ich ihn "gezankt!":-p

Kurz vor Weihnachten haben wir geheiratet und sind nächste Woche 8 Jahre zusammen.

Die Geburt war eine Notsectio wg. Komplikationen bei mir und dem Kind. Darauf folgte für mich 2 Wochen KH mit 1 Woche Intensivstation. Haben wir aber alles gut verkraftet und ich habe ihn vom ersten Moment an geliebt.

Unser Sohn hat sich toll entwickelt - und wir würden ihn für nichts in der Welt hergeben wollen.

Alles Gute für Dich!

Gruß
Kim

Beitrag von risala 23.06.10 - 15:02 Uhr

sollte heißen:

Kurz vor Weihnachten 2002 haben wir geheiratet und sind nächste Woche 8 Jahre zusammen.

Beitrag von ohmama 23.06.10 - 18:12 Uhr

Hallo!

Als ich vor fast 14 Jahren erfahren habe, daß ich Schwanger bin, war das ein Schock und ich habe sofort angefangen zu heulen.

Allerdings habe ich mich relativ schnell wieder gefangen und angefangen mich auf mein Kind zu freuen.

Nun ist mein großer mittlerweile 13 und ich habe ihn von Anfang an geliebt. Er ist ein tolles Kind und ich bin stolz, daß er mein Sohn ist! #verliebt

LG Bille

Beitrag von krtecek 23.06.10 - 19:01 Uhr

Uiiiiiiiiiiiii,

ich bedanke mich bei euch sehr, dass ihr mir geantowrtet habt. Es war sehr interessant eure Beiträge zu lesen. Jeder von ihnen hat mir was gegeben, danke schön :-)

Warum ich ablehne, mich zu freuen...es ist Selbstschutz. Bei meiner ersten Schwangerschaft ist viel schief gelaufen..Ich bin so trauamtisiert, dass ich dieses blöde Trauma zurzeit in einer Behandlng bearbeiten muss..

Dieses, nicht freuen...bedeutet für mich eine Art Schutz, wenn was shcief gehen sollte..trotzdem habe ich zumindest nichts negatives gegen ,,das unten´´...das war am anfang vollkommen anders..

Wenn es bei mir so enden sollte, was ihr jetzt shcon habt, dann freue ich mich total..

Ich wünsche jeder von euch weiterhin viel Spass mit euren Kids !

Krtecek

Beitrag von mamiki2 23.06.10 - 22:33 Uhr

Hallo,
ich bin auch ungeplant schwanger geworden...im ersten Moment auch#schock

Aber obwohl er ungeplant gewesen ist,war er doch gewollt,nachdem ich mich einmal für ihn entschieden hatte.

Und die Liebe zum Kind ist während der SS nach und nach immer mehr gewachsen,desto kugliger ich wurde und desto mehr ich seine Bewegungen spüren konnte.

Und als er dann da war,so gesund und einfach...naja,perfekt ;-)wußte ich sofort:das ist mein Ma/änn(lein)fürs Leben,ohne ihn mag ich nimmer sein.Und so ist es bis heute.

Und er hat noch zwei Brüder bekommen,die ich ebenfalls über alles liebe...

Liebe Grüße
Nicole

Beitrag von nebelung 24.06.10 - 22:24 Uhr

Hallo,

Mein Sohn ist letzten Freitag 4 Jahre alt geworden und auch er war völlig ungeplant, im Nachhinein aber das beste, was mir passieren konnte!#verliebt
Ich wollte nie Kinder (Kindheitstrauma, bin grad in Behandlung deswegen) und als ich im Herbst 2004 die Diagnose Endometriose bekam und der FA meinte, es sei unmöglich, auf natürlichen Wege schwanger zu werden, war ich nur erleichtert, dass ich nicht mehr an die Pille denken musste.;-)
Ungefähr ein Jahr später hatte sich mein Sohn eingeschlichen...

Ich hatte vorzeitige Wehen in der Schwangerschaft, eine grausame Geburt und einen schweren Start (KISS beim Baby, Wochenbettdepressionen bei mir), aber es war letzendlich nicht schlimmer, als dass er keine 2 Jahre später eine Schwester bekam.


Alles Gute.