Brief v. Arbeitgeber=> Betriebsrat informiert

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von kristallwelt 24.06.10 - 10:58 Uhr

Hallo!
Vielleicht erinnert sich die eine oder andere Leserin an meinem Beitrag "Brief vom Arbeitgeber erhalten" vom Dienstag. Kurz gesagt ging es darum, dass ich von einer Sachbearbeiterin dazu aufgefordert wurde, von meiner FÄ das mir erteilte Beschäftigungsverbot aufheben zu lassen.
Gestern habe ich nun mit dem Betriebsrat telefoniert. Die waren ziemlich sauer über den Inhalt des Briefs (so wie ich auch) und haben mir geraten, dass auf keinen Fall so hinzunehmen. Der Arbeitgeber ist gar nicht berechtigt zu fragen, warum ich von der FÄ ein BV bekommen habe, schon gar nicht steht es irgendwem zu, eine Aufhebung des BV zu verlangen. Na ja, heute um 16 Uhr habe ich erstmal nen Termin bei meiner FÄ *freu* und ich werde den Fall sicher mit ihr besprechen. Und, drückt mir die Daumen, dass alles ok ist, ist mein erster Ultraschalltermin (beim letzten Mal vor vier Wochen hat man nur die Fruchthöhle und den Dottersack gesehen...)!
Gruß kristallwelt

Beitrag von wind-prinzessin 24.06.10 - 11:02 Uhr

Hallo,

an deinen Beitrag erinner ich mich noch gut. Finde es super, dass der Betriebsrat hinter dir steht! Denke mal, so kann man dann eher was bezwecken. Wünsche dir alles Gute

Beitrag von windsbraut69 24.06.10 - 11:22 Uhr

Wogegen denn was bezwecken?
Dass sie (wieder) arbeiten muß, wenn der Grund für das BV nicht mehr besteht???

Beitrag von wind-prinzessin 24.06.10 - 11:30 Uhr

Weißt du den Grund für ihr BV? Der stand weder im letzten Posting noch in diesem. Und wenn der Amtsarzt Blut abgenommen und den Urin untersucht hat, vielleicht auch noch nen US, wird er wohl kaum tiefere Gründe festgestellt haben. Das könnten zB Mobbing oder Depressionen sein. Ich würd auch bei keinem fremden Arzt einen Seelenstriptease hinlegen. Das hat ja immerhin auch was mit Vertrauen zu tun.

Ein BV bekommt man ja nicht, weil der FA grad Lust und Laune hatte, sondern wenn Gründe vorliegen.

Beitrag von windsbraut69 24.06.10 - 11:50 Uhr

Doch, das stand ziemlich detailliert im letzten Post:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=2688327

Wenn Du den Grund aber NICHT kennst, warum sprichst Du dann von "gegen vorgehen"???

Beitrag von griesklein 24.06.10 - 11:03 Uhr

Hallo


Darf ich Fragen wieso du ein BV hast ??

Ich hab kein BV ,ich hab eine Risiko-SS + (4FG) Schwere Arbeit
Morgens und Abends 2 Std Fahrt zu ARbeit

Und gehe immer noch ARbeiten

Vieleicht kannst du mir sagen warum du eins bekommen hast ??

Danke

Beitrag von liv79 24.06.10 - 11:07 Uhr

Auf die Frage wollte die Autorin schon letztes Mal nicht antworten...
Finde ich auch etwas seltsam...

Begründetes BV ok, klar, aber ich als Arbeitgeber wäre auch sauer, wenn man mir gar nicht sagen würde, worum es eigentlich geht...
Wer auch immer da im Recht ist, ich finde das gehört zum guten Ton!


(Hatte auch 2 FGs, 40 h Job und 2 h Fahrt..., Hämatom in der Plazenta, etc.)

Beitrag von windsbraut69 24.06.10 - 11:21 Uhr

Doch, soweit ich mich erinnere, ging es um Immunität und das Problem hat sich inzwischen eh erledigt.
Deshalb denke ich schon, dass der AG ein Recht hat, zu erfahren, dass der Beschäftigung nichts mehr im Wege steht!

LG

Beitrag von castorc 24.06.10 - 12:31 Uhr

Ich finde, dass der Grund für den BV nicht genannt werden muss. Das ist doch ein wenig persönlich, oder?
Man kann doch auch einfach davon ausgehen, dass die FA nicht grundlos ein BV verordnet.
Fast schon zu "verlangen", dass der Grund genannt wird ist dreist. Und dem AG geht es auch gar nix an. Er muss nur wissen dass sie ausfällt, nicht warum.

So viele Persönlichkeitsrechte sollte man dann doch noch haben.

Beitrag von kerstin1111 24.06.10 - 11:13 Uhr

In manchen Berufen dürfen Mitarbeiterinnen nicht mehr beschäftigt werden, sobald eine SS festgestellt wurde. Vielleicht ist dies auch so einer. (mein Mann ist Spediteur und Schwangere sind ab dem bekannt werden der SS von der Arbeit freigestellt wenn sie LKW fahren)

Liebe Grüße,

Kerstin

Beitrag von liv79 24.06.10 - 11:17 Uhr

Sie ist Erzieherin, aber gegen die Infektionskrankheiten immun, deshalb hat der AG das BV nicht verstanden...

Beitrag von kerstin1111 24.06.10 - 11:23 Uhr

Immun sein bedeutet glaube ich nicht dass man trotzdem nicht eine leichtere Form einer Infektionskrankheit bekommen kann.

Gerade im Kindergarten ist das Risiko natürlich vorhanden und durchaus nachvollziehbar.

Beitrag von windsbraut69 24.06.10 - 11:49 Uhr

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=2688327

Der Amtsarzt ist da anderer Ansicht und von daher denke ich, ist der AG völlig im Recht!

Beitrag von kerstin1111 24.06.10 - 15:48 Uhr

;-) Okay, aber vielleicht hat sie ja noch einen anderen Grund Warum sie nicht mehr arbeiten darf.

Man muss den Arbeitgeber ja nicht darüber informieren was man hat, oder?

Es hat ja mit Sicherheit einen Grund, warum auf einer Krankschreibung der Krankheitsschlüssel nicht steht. (Es ist immerhin auch verboten Statistiken darüber zu führen, weshalb AN wie oft und wie lang krankgeschrieben sind.)

#winke

Beitrag von goldie99999 24.06.10 - 11:09 Uhr

Hallo,

ich muß leider anmerken, dass der AG sehr wohl das Recht hat, über den Grund für das BV informiert zu werden. Liegt der Grund in der Tätigkeit muß der AG die Möglichkeit haben, Dich anderweitig im Betrieb einzusetzen- so, wie es Dir gesundheitlich möglich ist. Arbeitest Du beispielsweise in einem Labor, darf der AG Dich stattdessen ins Büro versetzen, wo vom Arbeitsplatz keine Gefahr für Mutter& Kind ausgeht.

Natürlich kann der AG zu keiner Zeit die Aufhebung des BV verlangen- aber der Grund hierfür MUSS ihm mitgeteilt werden. Das ist leider so.

Tip: bist Du gewerkschaftlich organisiert, laß Dich beraten. Bist Du nicht in der Gewerkschaft, besprich das Thema mit einem Fachanwalt für Arbeitsrecht. Die Erstberatung ist sehr günstig und ggf. hast Du, je nach Einkommen, Anspruch auf einen Beratungsschein vom Amtsgericht.

Ich hatte in der ersten SS auch Probleme mit meinem damaligen AG und habe das ganze Prozedere, inkl. individ. BV, Kündigung wg. des BV, Aufhebung der Kündigung, darauffolgende fristlose Kündigung und Kündigungsschutzklage durch- es war lang und nervenaufreibend (und natürlich habe ich letztenendes bei Gericht Recht bekommen). Du kannst mich gern anschreiben wenn Du magst.

Alles Gute für Deinen Termin heute Nachmittag :-)

LG, Goldie

Beitrag von mella1806 24.06.10 - 11:10 Uhr

warum hast du denn ein BV bekommen?

Beitrag von nusch 24.06.10 - 11:11 Uhr

Also ich glaube jedoch, dass die Frauenärztin das BV gegenüber dem Arbeitgeber ausführlich begründen muss, damit der Arbeitgeber die Chance hat, die Gefahr für Mutter und Kind abzustellen, wenn diese im Arbeitsplatz begründet ist.

Liegt die Ursache für das BV in medizinischen Gründen bei Mutter oder Kind, wird sie dem AG diese wohl nicht mitteilen müssen.

Beitrag von goldie99999 24.06.10 - 11:12 Uhr

richtig.

Beitrag von prinzessinaqua 24.06.10 - 11:17 Uhr

Huhu,
ich weiß ja nicht als was du Arbeitest, aber das du direkt ein BV bekommen hast muß ja sein grund haben.
Weil ich arbeite schwer bin Altenpflegerin und habe bis jetzt noch kein BV und bin ja 11 SSW.
Habe nun mit meinem AG geredet und er meinte wen es nicht mehr geht dann soll mir der Arzt ein BV ausstellen das er volles Verständniss hat, weil ich ja nicht einfach anders eingesetzt werden kann.

Daher denke ich mal will dein AG wissen warum, weil du evt anders eingesetzt werden kannst.

LG
Manu

Beitrag von windsbraut69 24.06.10 - 11:18 Uhr

Ich glaube, Ihr liegt da falsch.
Ein BV ist keine AU und Dein AG hat immer das Recht, Dich schwangerschaftsgerecht einzusetzen. Das kann er aber nur, wenn er "grob" weiß, ob Du gesundheitliche Probleme hast oder es - wie bei Dir - nur um die Immunität geht!

Gruß,

W

Beitrag von kristallwelt 24.06.10 - 11:21 Uhr

Anmerkung:
Dieser Beitrag ist vielleicht nur für diejenigen interessant, die die Diskussion vom Dienstag mitgelesen bzw geführt haben.
Es geht auch nicht darum, dass ich hier den Grund für mein BV nicht nennen möchte. Es ändert halt nichts am Sachverhalt.
Nochmal kurz als Erklärung:
Es muß unterschieden werden: es gibt das generelle BV und das individuelle BV für den Einzellfall nach §3. Gründe dafür können sein: Risikoschwangerschaft, Gefahr einer Frühgeburt, Mehrlingsgeburt, Muttermundschwäche,... Durch das individuelle BV soll gewährleistet werden, dass eine werdende Mutter sofort aufhört zu arbeiten, wenn auch nur das kleinste Risiko für sie oder das Kind auftritt.
Gruß kristallwelt

Beitrag von liv79 24.06.10 - 11:25 Uhr

Ich versteh dein Problem echt nicht:
Wenn es einen triftigen Grund für ein BV für dich gibt (und so lange man den nicht kennt, hat man allen Grund, skeptisch zu sein, denn viele erschleichen sich ein BV regelrecht...), dann ist das doch ok.
Dann kannst du das dem AG nennen und er wird keine Möglichkeiten haben, dagegen vorzugehen.
Nur den AG im Dunkeln zu lassen ist schlechter Stil.

Wenn du nichts zu verbergen hast, sag ihm was los ist - entweder er kann dir entgegen kommen oder du ziehst halt dein BV durch.


Sorry, Arbeitnehmerrechte in allen Ehren, aber ein Arbeitgeber hat auch ein gewisses Entgegenkommen verdient!!! Für ihn ist das schließlich auch nicht alles so einfach.

Beitrag von white77 24.06.10 - 11:32 Uhr

Das sehe ich genauso... Man sollte an der ganzen Vorgehensweise auch einmal bedenken, dass die meisten von uns nach der Elternzeit wieder in dem Betrieb arbeiten wollen. Und wenn ich mich jetzt durch eine unüberlegte Vorgehensweise unbeliebt mache, vereinfacht das später nicht gerade den Einstieg.

Ich bin jetzt in der 10. SSW und mein Arbeitgeber überlegt jetzt, wie er mich ersetzen soll. Eine Kollegin kommt 2 Monate vor meinem ET aus der Elternzeit wieder, würde also passen. Aber sie hat sich durch ein BV und unerklärliche Verhaltensweisen nicht richtig verhalten und die Quittung bekommt sie jetzt. Man vertraut ihr nämlich nicht, hält sie für unzuverlässig und möchte sie in einer Position einsetzen, wo sie keine große Verantwortung hat.

Und selbst wenn das BV berechtigt ist, würde ich immer an die Folgen meiner Vorgehensweise denken!!!

Beitrag von windsbraut69 24.06.10 - 11:52 Uhr

Der Grund für Dein BV besteht doch aber nicht (mehr)!

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=2688327

Beitrag von kerstin1111 24.06.10 - 20:23 Uhr

Sie hat den Grund aber nicht genannt. Sie hat ein individuelles BV. Und sie hat sich bereit erklärt andere Tätigkeiten auszuführen.

Büro / Schreibtisch usw. ???