Zugewinn bei Ehescheidung - ehevertrag

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Beitrag von mandy0609 24.06.10 - 12:28 Uhr

Eigentlich müsste hinsichtlich der Firma ja gar kein Ehevertrag ausgearbeitet werden. Da die Firma ja schon VOR der Eheschliessung bestand, und somit in einen evenutellen Zugewinn bei Ehescheidung gar nicht einfliessen würde.


Ist das richtig so ??

Beitrag von manavgat 24.06.10 - 13:09 Uhr

Nein. Das ist Quatsch. Der Zugewinn bedeutet während der Ehe.

Meistens soll mit dem Ausschluss von Zugewinnausgleich der Ehemann vor der "ach-so-raffgierigen-Ehefrau" geschützt werden.

Sinnvoll wäre imho ein Ehevertrag der als Ausgleich die Zahlung von xy Euro vorsieht. Dabei ist es egal, ob Mann oder Frau die Firma gehört.

Gruß

Manavgat

Beitrag von kathi.net 24.06.10 - 13:13 Uhr

#kratz Es spielt keine Rolle, ob die Firma vor der Heirat bestand oder nicht. Grob gesagt wird der Zugewinn aus der Differenz zwischen Anfangsvermögen und Vermögen bei Scheidung berechnet. Wenn die Firma also richtig gut läuft, fliesst das sehr wohl in den Zugewinn ein.

Und das kann für einen Unternehmer zu einem finanziellen Fiasko werden. Deshalb würde ich auf jeden Fall in eine anwaltliche Beratung investieren und einen Ehevertrag aufsetzen lassen.

LG Kathi

Beitrag von lisasimpson 24.06.10 - 13:13 Uhr

na,ja, es geht ja um den zugewinn während der ehe.
was vorher seins war ists auch nachher- was aber an zugewinn in der firma hinzukommt ist doch (so denke ich zumindest) dann zu teilen.
wenn du aber auch aus dem zugewinn der firma ausgeschlossen werden willst, dann braucht es einen vertrag..

alles liebe
lisasimpson

Beitrag von landmaus 24.06.10 - 13:43 Uhr

Hallo,

wie Dir bereits richtig gesagt wurde, ist das falsch.

Bei Selbständigkeit egal auf welcher Seite ist es aber (fast) immer ratsam einen Ehevertrag zu schliessen. Zum einen soll das bestehende Geschäft oä auch bei einer Scheidung vor Pfändung geschützt werden. Insbesondere dann, wenn es weitere Geschäftspartner gibt. Zum anderen ist es wichtig, unabhängig von dem zu versteuernden Einkommen des Selbständigen Unterhals- und Ausgleichsansprüche festzulegen. Hier kann es sonst z.B. durch hohe Abschreibungen zu verfälschten Grundlagen für die nacheheliche Unterhaltsberechnung kommen.

Viele Grüße

Beitrag von kati543 24.06.10 - 23:43 Uhr

Die Firma so wie sie vor der Ehe da war, bleibt tatsächlich im Besitz des einen Partners. ABER: Jede noch so kleine Anschaffung, jeder Gewinn während der Ehe gehört beiden. Ganz besonders interessant wird es dann, wenn die Firma fürher aus 2 Häusern bestand und nach der Ehe aus 3 ;-) (nur als Beispiel)

Beitrag von nobility 25.06.10 - 12:51 Uhr

Der eheliche Zugewinn kann durch einen Notariell beglaubigten Gütertrennungsvertrag ausgeschlossen werden.

Ehepartner die ein, ob nun gemeinsam oder getrennt, Unternehmen haben bzw. führen tun um ihr Vermögen vor fremdem Zugriff zu schützen, einen solchen Gütertrennungsvertrag vereinbaren.

Bei heutigen Scheidungsurteilen die im allgemeinen die Frau besser stellen, sollte Mann vorbeugen.

Beitrag von landmaus 25.06.10 - 13:00 Uhr

*Bei heutigen Scheidungsurteilen die im allgemeinen die Frau besser stellen, sollte Mann vorbeugen.*

Na, da halte ich ja mal für vollkommen unausgegorenen Unsinn. Scheidungsurteile stellen niemanden besser oder schlechter. Die stellen nur die Scheidung fest. Zugewinn, Hausrat, Versorgungsausgleich kann sich jeder selbst ausrechnen. Und selbst Ehegattenunterhalt ist im Prinzip schon vorher klar berechenbar. Besser gestellt wird hierbei auch keiner vor dem anderen.