vorzeitige Einschulung- 2 Wochen nach Stichtag geboren

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von bellesatin 24.06.10 - 18:24 Uhr

Hallo ihr Lieben,

meine Tochter wird 2011 Anfang Oktober 6 Jahre alt und ist somit ein Kann-Kind (Stichtag 30.Sep.).

Sie ist in allen Bereichen (kognitiv, körperlic, etc.) eigentlich recht fit und lt. KIGA sollte eben an eine vorzeitige Einschulung (sind ja gerade mal 2 Wochen über Stichtag) gedacht werden.
Falls sie 2011 eingeschult wird, wäre sie ja im neuen Kiga-Jahr ein Vorschulkind.

Jetzt aber zu meiner eigentlichen Frage:
Ist es nicht so, dass Kann-Kinder vor der Schuleinschreibung einen Test machen müßen, und/oder ein schulpsych. Gutachten erstellt wird (heißt das so?)? Wie ist es dann mit der Vorschule?
Meine Tochter wäre also im schlimmsten Fall ein Vorschulkind (ist mit Sicherheit auch stolz darauf) und fällt dann evtl. durch den Test, etc. durch? Das wäre für sie schrecklich.

Sollten wir sie dann doch lieber erst regulär einschulen lassen?

Was denkt ihr???

Vielen Dank für Eure Hilfe,
liebe Grüße

Beitrag von anno1978 24.06.10 - 19:13 Uhr

Hallo...

bei uns hat das mit der Einschulung (regulär 2014) zwar noch etwas Zeit, aber wir befinden uns dann in einer ähnlichen Situation.
Unsere Maus ist am 17. August geboren und der Stichtag ist der 31.Juli. Wir werden sie nicht früher einschulen, auch wenn die Erzieher heute schon sagen, dass sie sehr weit für ihr Alter ist.

Letzens wurden wir im KiGa schon gefragt, ob unsere Maus in die Gruppe wechselt, die ein Schuljahr (also 2013) früher eingeschult wird.
Wir sagten, dass man das heute noch gar nicht einschätzen kann, ob unser Kind auch in 3 Jahren noch so weit ist wie heute und wir das auch noch später entscheiden können. Naja die Leiterin und eine Mama, die ihr Kind (hat am 3.August Geb.) unbedingt in diese Gruppe haben will, waren erstaunt, dass wir so denken.

Naja nun bleibt sie in Ihrer Gruppe und wir sind froh darüber, denn wir kennen auch die andere Seite, wo ein Kind (hat 3 Tage vorm Stichtag Geb.) eingschult wird, welches noch gar nicht soweit ist. Sie ist zwar körperlich soweit, aber geistig und sozial eben nicht. Aber die KM schult es ein, weil sie dem Kind nicht sagen will, dass es noch nicht in die Schule kommen kann. Naja nicht mein Kind, wenns dann später 2 mal die 1. Klasse machen muss, gibts genau so Stress.

schönen Abend noch
anno1978

Beitrag von loonis 24.06.10 - 19:19 Uhr




Ich würde nicht früher einschulen lassen....
Die "Reife" u. das Sozialverhalten sind auch sehr wichtig.
Unser Großer geht in d.1.Klasse ,er ist sehr viel weiter als
d. and. Kids (konnte schon vor d.Einschulung lesen) ...rechnet
inzwischen Aufgaben d. 3./4.Klasse usw.
Wir haben uns GEGEN eine Höherstufung entschieden
u. es war gut so.
Luca wäre in d.2.Klasse untergegangen ....1-1,5 Jahre Alters-
Unterschied machen eine Menge aus.

LG Kerstin

Beitrag von ines01.06.79 24.06.10 - 20:00 Uhr

#winke

Ich selbst war damals#schock auch einen Tag über den Stichtag und konnte, wenn meine Eltern wollten 1 Jahr früher eingeschult werden!
Meine eltern hatten sich dagegen entschieden!

Für mich war es gut.
Denn nach der Realschule war ich 17 Jahre alt und konnte meine Wunschausbildung beginnen! (Krankenschwester)
Diese war erst ab 17 Jahre möglich!!!

Einige aus meiner Klasse mußten damals 1 Jahr bis Ausbildungsbeginn üerbrücken oder wählten eine andere Ausbildung weil sie das Mindestalter dafür noch nicht hatten!!!

Lg ines

Beitrag von janamausi 24.06.10 - 20:06 Uhr

Hallo,

ich würde nicht vorzeitig einschulen lassen. Ich halte nicht viel davon.

Meine Tochter ist im Januar 6 Jahre alt geworden (kommt dieses Jahr in die Schule) und wenn ich sie mit den Kindern vergleiche, die erst im September/Oktober 6 Jahre alt werden, ist da schon ein großer Unterschied.

Ich würde sie regulär einschulen lassen, dann ist sie auch eine von den Ältesten und wird sich sicherlich in der Schullaufbahn leichter tun. Es geht ja nicht nur um das 1. Schuljahr sondern sie wird immer eine von den allerjüngsten sein.

LG janamausi

Beitrag von mona98 24.06.10 - 20:47 Uhr

Hallo!!
Unsere Lina wird Ende Oktober 6Jahre alt.Wir hatten auch darüber nachgedacht,weil Lina schon 1,24m groß ist und damit größer als manches Schulkind.Unsere Kindergärtnerin hat uns abgeraten,wir sollen ihr doch das eine Jahr noch lassen,denn sie liebt den Kindergarten!!Es ist ja auch wirklich so ,sie sind dann nicht nur die ersten Wochen die Jüngsten ,sondern die ganze Schulzeit lang!! Unser Tim war kurz vor dem Stichtag geboren und immer der Jüngste in der Klasse.Jetzt ist er gerade 15,kommt in die 10.Klasse und ist absolut nicht reif für eine Lehre ,das heißt in jedem Fall weiter Schule machen.Falls er das Abi machen kann ,ist das ja noch ok ,andernfalls muß er auf eine andere Schule weil er noch überhaupt keinen Plan hat ,was er werden möchte.Es ist nicht verkehrt ,wenn die Kinder etwas reifer sind,es hat überhaupt keinen Sinn ,sie so früh in die Schule zu schicken.Das ist meine persönliche Erfahrung!! MONA

Beitrag von geelinde 25.06.10 - 09:21 Uhr

Du hast eine Standarddiskussion ausgelöst. Ich will mal versuchen, das neutral zu betrachten, möchte aber meine persönliche Erfahrung auch schildern.

Jedes Elternteil denkt doch darüber nach, was das Beste für das Kind ist. Jedenfalls sollte es so sein. In die Entscheidung fließen neben eigenen Ansichten ja auch die Meinungen des Kindergartens sowie des Schularztes mit ein. Außerdem spricht man ja mit vielen, die das Kind kennen und fragt (wie Du hier) nach Erfahrungen anderer. Daraus entwickelt sich dann irgendwann eine Tendenz.
Wenig hilfreich sind die Aussagen von Leuten, die Euch nicht kennen und dann sagen: "Mach es nicht/das arme Kind/Ernst fängt früh genug an/etc.", denn jedes Kind ist anders und Schule heißt nicht unbedingt, dass die Kinder keinen Spaß mehr haben.

Überdenke vor allem die Einschätzungen derer, die Dein Kind kennen. Niemand aber kennt Dein Kind so gut wie Du, Fremde schon dreimal nicht.

Meine Große war nicht nur 2 Wochen über den Stichtag, sondern als Dezemberkind sogar sehr weit entfernt. Wir haben sie trotzdem ein Jahr früher eingeschult und es bis jetzt nicht bereut. Mich haben die gleichen Ängste geplagt wie Dich.
Es war so, dass der Kindergarten bei uns eigentlich dagegen war, ich jedoch deutliche Unterschiede in der Beurteilung der Kinder gesehen hab (so sollte sie z.B. alleine in die Hortgruppe gehen, wollte sie beim ersten Mal nicht alleine, deswegen sei sie nicht schulreif. Ältere Kinder gingen seit Wochen nur mit anderen Kindern in andere Gruppen, da war das kein Problem). Ich habe mich dann aus vielerlei Gründen FÜR die Einschulung entschieden.

Da die Schuluntersuchung erst im Februar war, die endgültige Entscheidung über ihre Einschulung erst im Mai nach einem Probetag in der Schule fiel, die Vorschulgruppe aber ja schon im August startete, hab ich durchgesetzt, dass meine Tochter mit den Vorschulkindern mitgehen darf. Gab große Konflikte mit der Kindergartenleitung, es war wirklich nicht einfach.
Fakt ist, dass bereits in der Schuluntersuchung ein besonderer Förderbedarf festgehalten wurde, damit das Kind nicht unterfordert sein würde, ein Schulbesuch dringend angeraten wurde und das Kind als "über sein Alter hinaus gereift" eingeschätzt wurde. Und das von einer Schulärztin, die dafür bekannt ist, Früheinschulungen mehr als kritisch gegenüber zu stehen.

Wenn Euer Kindergarten eine Antragseinschulung befürwortet, kannst Du davon ausgehen, dass Dein Kind keine Probleme mit der Schuluntersuchung haben wird. Zwei Wochen über Stichtag sind ja jetzt auch nicht übermäßig viel. Ein Durchfallen in dem Sinne gibt es ja auch nicht. Sollte die Empfehlung tatsächlich so lauten, dass Deine Tochter noch nicht eingeschult werden soll, dann wäre es doch im schlimmsten Fall so, dass sie die Vorschule ein zweites Mal durchläuft.

Wir haben unserer Tochter immer gesagt, dass wir erst abwarten müssen, wie die Entscheidungen ausfallen. Dass wir zwar möchten, dass sie eingeschult wird, wir es ihr aber nicht versprechen können. Wir haben ganz klar gesagt, dass es nicht an ihr liegt, es also kein Versagen ist, wenn sie nicht eingeschult wird. Solange Ihr Eurer Tochter den Rücken stärkt, wird sie jede Entscheidung verkraften.

Eine kurze Frage zum Schluss (Huch, ich hab einen Roman geschrieben, 'tschuldigung!): WAS möchte denn Deine Tochter?

Liebe Grüße,
Gerlinde

Beitrag von kuri 26.06.10 - 16:24 Uhr

Hallo,

mein Sohn wird auch im Oktober 6 und der Stichtag ist bei uns auch der 30.9.
Es ist uns sehr schwer gefallen eine Entscheidung zu treffen. Nun kommt er dieses Jahr in die Schule. Inzwischen habe ich ein gutes Gefühl. Erzieherinnen und Koop.lehrerin sind dafür. Er war ganz normal bei der Schuluntersuchung. Mehr war nicht. Keine Tests. Ich denke mal auf Wunsch kann man sicher so einen Test veranlassen.

Tina