Spricht Ihr über Eure FG mit anderen in Eurem Umkreis

Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von juliet76 25.06.10 - 09:07 Uhr

Hi Mädels,

würde gerne wissen ob ihr über diesen Verlust redet oder lieber es verschweigt, weil es ein wunder Punkt ist. Ich erzähl das eigentlich so gut wie keinen außer meine Familie und beste Freundin. Nun habe ich gestern als meine beiden Kinder auf dem Spielplatz waren, mit zwei Nachbarin darüber gesprochen. Ich habe mich danach schlechter gefühlt, weil ich mir verletzlicher und schwach vorkam. Hört sich jetzt komisch an, aber man denkt die werden jetzt darüber tuscheln. Und wenn eine schwangere oder eine Frau mit Baby ankommt werde ich mich nicht mehr so locker geben. Ist es bei euch anders? Seht ihr das als ein Schwachpunkt, ich meine das ist menschlich aber ich möchte kein Mitleid oder Spekulationen haben. Man kann über dieses Thema mit Gleichgesinnten viel offener und herzlicher besprechen.


LG

Beitrag von qrupa 25.06.10 - 09:13 Uhr

Hallo

ich hatte bisher zwei FG. und ich finde es schlimm wie dieses Thema totgeschwiegen wird. ich binde es nun nicht jedem auf die nase, aber ich rede darüber weil ich finde es sollte etwas sein über das man normal reden kann. Wenn man das nicht möchte ist das natürlich auch in Ordnung, aber so zu tun als währe nie was gewesen fühlt sich für mich falsch an

LG
qrupa

Beitrag von escada87 27.06.10 - 11:58 Uhr

sehe ich genauso

Beitrag von marzipanengel 25.06.10 - 09:23 Uhr

hallo,

ich spreche nur mit den menschen darüber, die auch wußten, dass ich schwanger bin. das is meine family und mein engster freundeskreis.
viellecht ist es etwas anderes, wenn man später ein gesundes kind bekommt. habe das gefühl, dann fällt es leichter fremden zu erzählen, dass es noch ein kleines sternchen im himmel gibt, das auf sein geschwisterchen aufpaßt.
im moment hab ich das gefühl, wenn es jemand erfährt, der vorher nichts davon wußte, hält der mich für einen versager oder schaut mich einfach mit anderen augen an. klingt blöd, ich weiß, aber so fühle ich mich im moment. vielleicht liegts auch daran, dass es noch nicht allzu lange her ist.

lg marzipanengel

Beitrag von juliet76 25.06.10 - 09:27 Uhr

Hi marzipanengel,

genau so ist es bei mir. Du hast es auf dem Punkt gebracht

Beitrag von yannik9 25.06.10 - 09:32 Uhr

hallo,.ja ich rede darüber und aufeinmal habe ich gehört ,wie viele es auch schon erlebt hatten,die dankbar waren ,das ich das Tabuthema gebrochne habe!
Ich finde es sehr wichtig ,ich zähle mein Sohn auch immer mit auf als meine Kinder bei Bekannten!USW!'
Er war in mein Bauch und ich muß ihn nicht verheimlichen!
LG

Beitrag von nini14 25.06.10 - 10:19 Uhr

Bei uns wußten alle von der Schwangerschaft und wir haben es auch allen erzählt, das ich eine FG hatte.

Dumm oder verleztlich kam ich mir dabei gar nicht vor.
Ganz im Gegenteil, viele sagten dann, das Sie das auch schon hatten und nur nicht darüber reden mochten.

Ich finde eine Schwangerschaft ist ja was schönes und das kann auch jeder erfahren und wenn es dann leider zu einem Abbruch kommt, kann auch dies jeder Erfahren. Das gehört dann nunmal zusammen.

Allerdings habe ich es in der Firma nur meinem Chef und meinen beiden Kollegen vor Ort erzählt. Der Rest weiß von nichts.
Wir erzählen nur Leuten von der SS und somit auch von der FG, die sich für uns freuen würden (bei der SS). Leute wo wir wissen, das die "blöd" reagieren, denen erzählen wir sowas eh nicht.

Lieben Gruß

Karin #winke

Beitrag von moosroses 25.06.10 - 10:33 Uhr

Habe erst garnicht darüber geredet und habe auch keine Freunde an mich rangelassen. Wollte nicht mehr hören, "ach das war ja noch nicht so weit" "du hast ja eine gesunde Tochter" "sei froh, dass es jetzt passiert ist" " Dann übt ihr eben weiter" bla bla bla...

Meine Schwester hat mir dann Sternenkinder. de empfohlen, dort war ich erstmals stiller Mitleser. Irgendwann hab ich dann meine Geschichte geschrieben und war tierisch am heulen beim Schreiben.
Jede Antwort hat mich zum weinen gebracht, aber irgendwie hat es auch was gelöst.
Im Kindergarten haben mich immer wieder Eltern gefragt wie es mir und dem Baby im Bauch ginge und ich hatte nie was gesagt. Dies hat sich nach dem aufschreiben auch geändert, zwar habe ich immer und immer wieder Weinkrämpfe beim erzählen gehabt, aber es ging mir immer besser. Jetzt kann ich darüber reden ohne jedesmal zu weinen, zwar habe ich Angst, ich könnte mein #stern chen vergessen, aber irgendwie muss es weiter gehen. Hier hat vor kurzem ein Forummitglied geschrieben: dass Baby hat sich dazu entschieden nicht weiter zu leben... und dies hat mich auch weitergebracht, den ich hab mir wohl unbewusst immer und immer wieder die Schuld gegeben und mich gefragt, was ich falsch gemacht habe. ABER nicht ich oder mein Mann waren schuld, es war der Wille des Babies....

Mir ist übrigens aufgefallen, dass durch das erzählen viele auch auf einen selbst zu kommen, die leider das gleiche Schicksal hatten und mit denen ich zuvor nie Kontakt hatte. Man ist nicht alleine und es ist unheimlich erschreckend wieviele #sternmamis es gibt.

Es tut mir leid, dass du auch eine Sternenmami bist und ich wünsche dir unheimlich KRAFT und MUT!!!
#kerze

Beitrag von moosroses 25.06.10 - 10:36 Uhr

Habe erst garnicht darüber geredet und habe auch keine Freunde an mich rangelassen. Wollte nicht mehr hören, "ach das war ja noch nicht so weit" "du hast ja eine gesunde Tochter" "sei froh, dass es jetzt passiert ist" " Dann übt ihr eben weiter" bla bla bla...

Meine Schwester hat mir dann Sternenkinder. de empfohlen, dort war ich erstmals stiller Mitleser. Irgendwann hab ich dann meine Geschichte geschrieben und war tierisch am heulen beim Schreiben.
Jede Antwort hat mich zum weinen gebracht, aber irgendwie hat es auch was gelöst.
Im Kindergarten haben mich immer wieder Eltern gefragt wie es mir und dem Baby im Bauch ginge und ich hatte nie was gesagt. Dies hat sich nach dem aufschreiben auch geändert, zwar habe ich immer und immer wieder Weinkrämpfe beim erzählen gehabt, aber es ging mir immer besser. Jetzt kann ich darüber reden ohne jedesmal zu weinen, zwar habe ich Angst, ich könnte mein #sternchen vergessen, aber irgendwie muss es weiter gehen. Hier hat vor kurzem ein Forummitglied geschrieben: dass Baby hat sich dazu entschieden nicht weiter zu leben... und dies hat mich auch weitergebracht, den ich hab mir wohl unbewusst immer und immer wieder die Schuld gegeben und mich gefragt, was ich falsch gemacht habe. ABER nicht ich oder mein Mann waren schuld, es war der Wille des Babies....

Mir ist übrigens aufgefallen, dass durch das erzählen viele auch auf einen selbst zu kommen, die leider das gleiche Schicksal hatten und mit denen ich zuvor nie Kontakt hatte. Man ist nicht alleine und es ist unheimlich erschreckend wieviele #sternmamis es gibt.

Es tut mir leid, dass du auch eine Sternenmami bist und ich wünsche dir unheimlich KRAFT und MUT!!!
#kerze


P:S: sorry dass ich zweimal gepostet habe, hatte mein Posting als Antwort einer anderen abgeschickt :-[

Beitrag von tina_christian2005 25.06.10 - 11:05 Uhr

Hallo, nein ich sprech eigentlich nur mit meinem Mann darüber und einer Bekannten die auch die selbe Erfahrung gamacht hat wie ich. Nach meiner ersten FG im Februar 04 haben es alle gewusst (Kollegen, Freunde und Familie). Alle waren betroffen. Bei meiner 2 FG da waren die Kollegen betroffen aber meiner Familie war das egal schließlich war ja meine schwägerin schwanger und die ist ja so wichtig gewesen und für uns interessierte sich keiner. Die 3 FG davon wussten alle aber es kamen keine Reaktionen oder welche du nicht hören willst. Meine Mutter sagte zu mir damals: "Für was wir den ein Kind brauchen würden" und solche dinge halt. :-[:-[:-[

Die 4 FG verschwiegen wir auch das wir alles Untersuchen ließen. Dann wurde im Juni 06 mit meinem Sohn schwanger. Haben es bis zum 4 Monat verschwiegen. Es war keine tolle SS, viele hoch und tiefs und kaum einer hat mal uns gedacht oder sich für unsern Sohn interessiert. Erst als er ca. 1 Jahr alt war wurde das Intresse von unserer Familie geweckt Ich kam mir da vor wie der letzte Arsch und mich hat da voll genervt. :-[#wolke:-[:-[:-[:-[:-[

Unsere letzte FG im März 10 haben wir keinem erzählt. Und auch sonst rede ich da nur mit jemanden der das wirklich hören möchte und den es interessiert.

LG TIna

Beitrag von daisydonnerkeil 25.06.10 - 11:14 Uhr

Hallo,
ich bin mit ICSI schwanger geworden. Da wir mit unserer KiWu-Behandlung sehr offen umgegangen sind, wussten unsere Freunde schon früh von der Schwangerschaft und dann auch von der Fehlgeburt. Mir hat es gut getan, viel darüber zu reden. Ich weiß auch gar nicht, wie ich die Trauer für mich hätte behalten sollen, so groß wie sie war. Ich kann nicht gut Theater spielen, ich hätte mich wahrscheinlich wochenlang einigeln müssen. Mein Partner allein hätte das nicht auffangen können.

Durch meine Offenheit habe ich auch mehrfach den Satz "Das ist mir auch passiert" gehört, was mir auch gut getan hat. Zu sehen, dass so etwas passiert. Immer wieder, auch jungen Frauen. Das hat für mich dem ganzen die Wucht des Schicksalsschlages genommen.

Grundsätzlich habe ich kein Problem mit Schwangeren und Babys. Klar, gibt es immer noch wieder dunkle Tage. Aber mein Leben wäre nicht besser, wenn es den anderen Frauen schlechter ginge. Wir hatten letztens Freunde mit ihrer sechs Monate alten Tochter zu Besuch. Die Kleine war so sonnig und gut gelaunt, dass das einfach nur ansteckend war.

Alles Gute,
Da.

P.S.: Die Kinder in meiner VK sind die Töchter meines Freundes. Ich selbst bin noch kinderlos.

Beitrag von melanie1105 25.06.10 - 12:13 Uhr

Hallo da

du hast ja so recht mit allem was du schreibst. Mir geht es genau so. Ich wurde auch durch ICSI bzw. Kryo schwanger und alle wissen es. Es ist doch keine Schande unfruchtbar zu sein oder ein Kind zu verlieren. Reden hilft so viel. Im Gegenteil ich hatte gestern wieder mal einen totalen Heulanfall weil ich das Gefühl hatte das niemand mehr darüber spricht - ich habe Angst das alle mein Baby vergessen.

Ich kann allen empfehlen mit allen darüber zu reden, dann hört man auch mal wie vielen Frauen das selbe passiert ist und man fühlt sich nicht mehr als Totalversager.

Melanie mit Janis 14 Monate (ICSI) #stern 6.SSW 4/08, #stern 6.SSW (Zwilling vom nächsten Sternchen) 3/10 und #stern 15. SSW 5/10

Beitrag von -julia 25.06.10 - 13:14 Uhr

Bei uns wussten auch sehr viele,dass ich schwanger bin wir konnten sowas schönes einfach nicht für uns behalten.
Und wir haben auch kein bisschen damit gerechnet, dass ich eine FG haben werde...

Und wo ich dann die FG hatte, wussten es dann natürlich auch viele, aber mir hat es geholfen darüber hinweg zukommen...ich habe viel mit anderen darüber geredet und manche haben sich dann geöffnet und erzählt, dass sie das auch schon miterleben mussten...

Und dann fühlt man sich nicht alleine...


Lg Julia*