Hund reißt Katze? Wie läuft das ab?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von twins 25.06.10 - 09:08 Uhr

Hi,
ich gehe jede morgen mit meiner Nachbarin + 2 Hunde Gassi. Da gehen wir auch am Waldrand durch einen Bauernhof, der auch einen Hund hat und alle spielen immer super gerne zusammen.
Jetzt ist der HUnd von der Nachbarin einmal in den Hof hinein und kam auch nach 2x pfeifen zurück, hat nur einen kurzen Moment gedauert - solang wie gefühlt 20 sec. oder so, keine Ewigkeit.

Heute wurde wir auf unsere Runde vom Bauern angesprochen, das der Hund eine Katze gerissen hat. Er hat es nicht gesehen nur dann irgendwann eine tote Katze gefunden, die ein Genickbiss hatte.

Nun ist meine Frage, ob es so geräuschlos vonstatten geht. Das ist so ungefähr 20m entfernt gewesen und da stehen ein paar Obstbäume und ein ganz kleines Stück Rasen. Wir haben absolut nichts mitbekommen, kein Bellen, kein Geschrei von der Katze, absolut nichts.

Liebe Grüße und DANKE
Lisa

Beitrag von pizza-hawaii 25.06.10 - 09:43 Uhr

Wenn er schnell war, dann geht das leise -die Katze schreit nicht beim weglaufen und der Hund bellt auch nicht beim jagen!

Aber mal ehrlich, das kann ja sonst wer gewesen sein, wie will der Bauer das denn nachweisen?

pizza

Beitrag von windsbraut69 25.06.10 - 10:14 Uhr

Doch, ein gezielter Genickbiss macht keinen Lärm, das ist gut möglich.

Laufen die Hunde denn mit Einverständnis des Bauern frei auf dem Hof rum und gilt bei Euch momentan kein Leinenzwang?

Unser Nachbar sah das bislang auch nicht so eng mit seinen Jagdhunden und Leine.....bis einer der beiden unseren Kater von unserer Mauer geholt und böse zugerichtet hat.
Die 200 Euro für den TA haben ihn anscheinend aber bekehrt und hätte er irgendwelchen Ärger gemacht und die Rechnung nicht kommentarlos übernommen, hätte ich ihn angezeigt.

LG

Beitrag von cherymuffin80 25.06.10 - 10:34 Uhr

Schön, Hunde in der Schonzeit ohne Leine geht schonmal gar nicht und dann noch auf fremde Höfe rennen erstrecht nicht! Sorry!

Bei mir auf der Weide rennen auch immer wildfremde Köter rum und jagen meine Pferde, gab auch schon beachtliche Bisswunden an den Pferden.

Und ja, einmal kurz auf die Katze gehüpft und ins Genick gebissen geht schnell.

Beitrag von windsbraut69 25.06.10 - 10:38 Uhr

Da bin ich auch hochgradig hysterisch!
Aber es sieht ja so lustig aus, wenn die Hunde Weidetiere durch die Gegend jagen.

Unsere Dicke macht allerdings kurzen Prozess, die läuft nicht weg, sondern wehrt sich und das ist gut so.
Ich möcht aber mal das Gejammer der Hundehalter hören, wenn das böse große schwarze Pferd wirklich einen Hund platt macht.

LG

Beitrag von cherymuffin80 25.06.10 - 10:56 Uhr

Vorallem ist neben unsere Koppel Naturschutzgebiet, das interessiert keine Sau! Hauptsache die Hündchen haben ihren Spaß, die wollen doch nur spielen :-[

Einer Stute von mir wurde mal die ganze Brust aufgerissen von sonem dummen unangeleinten Köter, das war ne riesen siffende, kaffende Wunde, der Halter hat sich ganz schnell aus dem Staub gemacht, Nachbarn der Koppel haben das nur gesehen und wir haben halt Anzeige gegen unbekannt gestellt, leider erfolglos, da es zuviele Hunde bei uns gibt auf die diese Beschreibung gepasst hätte. Auf den TA Kosten sind wir sitzen geblieben, das Pferd war von dem tag an verstört und entwickelte ne Abneigung gegen Hunde bzw. brach in Panik aus, ob nu mit oder ohne Reiter.

Wenn man diese Leute anspricht, sie sollen die Hunde anleinen oder dafür sorgen das die nicht auf meiner Weide rumrennen, werden die noch frech, man solle sich nicht so haben, aber das ist nun mal Privatland! ich schicke meine Tiere ja auch nicht in deren Wohnzimmer zum toben :-[

Ich bin weiß Gott kein Hundehasser, hatte bis vor 2 Jahren selbst immer einen Hund, aber man muss sich nunmal an Spielregeln halten und dafür sorgen das sein Hund keine anderen Lebewesen belästigt, verletzt oder gar töted!

LG

Beitrag von windsbraut69 25.06.10 - 11:20 Uhr

Ja, das scheint überall gleich zu sein.
Alles in Deutschland, dass keinen adretten weißen Gartenzaun hat, wird im Zweifel als Allgemeingut betrachtet und für Dinge genutzt, für die das eigene Grundstück zu schade ist.

Bei uns schalten Pilzsammler und Angler das E-Gerät ab, damit sie keinen gewischt bekommen, wenn sie über unsere Wiese trampeln, unsere Nachbarn haben ihr benutzte Katzenklumpstreu auf unserer Wiese verteilt, es wird zum Hund bürsten extra raus gefahren, damit säckeweise Hundwolle nicht im eigenen Garten rumfliegt und und und.

Ich hab selber nen ganzen Zoo und die Tiere können ja auch nichts dazu aber der Jagdhund, der unseren Kater von der Mauer gepflückt hat (der hat sich auf unserer Mauer gesonnt und gepennt!), ist meinem Freund am Vortag vors Auto gerannt und wir haben bedauert, dass er gebremst hat...

Beim Pferdehetzen ist ja nicht nur die Gefahr von Bisswunden gegeben, es kann ja noch viel Schlimmeres passieren, wenn die Pferde in Panik in oder durch den Zaun rennen. Wir hatten bisher immer Glück, sehr hengstige Wallache bei unseren Stuten zu haben, die ihre Herde sehr gewissenhaft verteidigt haben und jetzt eben die olle Friesenstute. Da bin ich auch heil froh drüber - ein Fohlen würde so einen Biss, den Du beschreibst, vielleicht gar nicht überleben.


LG

Beitrag von cherymuffin80 25.06.10 - 11:57 Uhr

Jap, stimmt, alles wo keine Mauer drumm ist gehört anscheinend allen, ich will jetzt unten am Weidezaun son Schafszaun machen, da kommen hoffentlich keine Hunde mehr drunter durch.

Das Weidezaungerät haben ich in einem abschliesbarem Metallkasten, sonst wäre es hier warscheinlich schon längst geklaut worden.

Bei uns sind das schlimmer die Großstädter die hier spazieren gehen, der Hof liegt direkt an der Berliner Stadtgrenze und in den Neubauten wimmelt es ja nur so von Hunden und die kacken sich alle auf unseren Wiesen oder den Feldern der Nachbarn aus.

Nen Shetty von mir wurde auch schon vom Rottweiler attackiert, bei dem war es "zum Glück" die Pobacke und nicht die Kehle, vonner Größe her hätte der Rotti den locker platt gemacht wenn er ihn dort erwischt hätte.

Unsere Pferde sind so treudoofe Dödel, da auf dem Hof der Hund meiner Freundin lebt kenne die halt Hunde, nichmal der Hund darf unangeleint mit auf die Weide!

LG

Beitrag von windsbraut69 25.06.10 - 12:13 Uhr

Deutsche Mentalitat. Das sind die Leute, die einen Komposthaufen im Garten unpassend finden und ihren Gartenabfall zum Nachbarn rüber werfen!

Unsere Pferde machen komischerweise Unterschiede, wir hatten ja bis vor kurzem selbst 4 Hunde, mit denen sie wunderbar klar kamen!

Traurig eigentlich, dass Ihr Eure Wiese vor Eindringlingen schützen müßt aber anders geht es in vielen Gegenden ja nicht.

LG

Beitrag von paankape 25.06.10 - 11:36 Uhr

Kann durchaus sein, allerdings geht es doch oft mit zumindest einem Schrei der Katze ab oder knurren des Hundes etc.

Beitrag von windsbraut69 25.06.10 - 12:14 Uhr

Nee, das muß man gar nicht mitbekommen.
Ein professioneller Todesbiss macht nicht viel Lärm #zitter

Beitrag von paankape 25.06.10 - 13:56 Uhr

Ja das weiß ich, aber die wenigsten Hunde könne das noch so präzise. Meist ist es doch eher ein jagen mit viel Tamtam und getöse und schwer verletzter Katze :-(

Hier in der Stadt jedenfalls.

Beitrag von windsbraut69 25.06.10 - 14:01 Uhr

Ja, in der Stadt :)
Auf dem Land sind die Hunde noch instinktsicherer und geübt!

Schade, dass die TE sich noch nicht geäußert hat, wie der Hund ansonsten Katzen und anderen Tieren gegenüber drauf ist.

Beitrag von paankape 25.06.10 - 18:23 Uhr

Ja, das kann wirklich sein.:-(

Beitrag von pechawa 25.06.10 - 12:32 Uhr

Hallo,

du schreibst "gefühlte 20 Sekunden oder so" - nein, ich denke nicht, dass es euer Hund war! So ein Biss kann schon mal schnell vonstatten gehen, aber in so kurzer Zeit mit nur 20 Meter Entfernung, ohne dass ihr einen Laut hört #kratz zumindest eine kurze Verfolgung hättet ihr mitbekommen müssen! Die Katzen sitzen ja nicht so einfach rum und warten darauf, dass ein Hund kommt und ihnen die Kehle durch beißt oder das Genick bricht! Eher war es so, dass die Katze irgendwo oben drauf saß, runter viel und so sich das Genick brach. Es ist ein Ammenmärchen, dass Katzen Stürze immer überleben, häufig geht es gut, aber manchmal auch nicht! Ob euer Hund die Katze vorher erschreckte und somit indirekt beteiligt war, ist die andere Frage. Aber ein Hund gehört angeleint, wenn er nicht auf's Wort hört und fremde Grundstücke betreten geht nun mal garnicht,

LG

Beitrag von windsbraut69 25.06.10 - 12:35 Uhr

Wenn die Katzen arglos in der Sonne döst, muß es keine große Verfolgung geben.

In unserem Fall ist der Hund gezielt wieder zurück gekommen als sein Halter ihn in den Zwinger stecken wollte und hat einfach nur zu gepackt, nachdem er sich das Opfer vorher schon ausgeguckt hatte...

LG

Beitrag von pechawa 25.06.10 - 13:12 Uhr

:-( war es ein Jagdhund?

LG

Beitrag von windsbraut69 25.06.10 - 13:40 Uhr

Ja und der wird exakt zu dem Zweck üblicherweise genutzt.
Da fließt im Normalfall (unser Kater war zu groß und fett für ihn glücklicherweise) weder Blut, noch gibt es vorheriges Knurren oder Geschrei der Katze...

Immerhin kurz und schmerzlos. Die packen nur zu und schütteln einmal kurz durch, um das Genick zu brechen.

LG