Wie lange darf der Spaziergang sein?

Archiv des urbia-Forums Mein Tier & ich.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von tarra 25.06.10 - 09:56 Uhr

Hallo

Unser Welpe ist nun schon 16 Wochen alt.
Er ist total hibbelig und aufgedreht und springt wie ein junges Reh herum.

Wie lange dürfen die Spaziergänge denn jetzt sein? Uns wurde gesagt, dass wir nicht mehr als 15 Minuten am Stück mit ihm gehen sollen.

Der ist aber nach 15 Minuten nicht ausgelastet und der will dann auch gar noch nicht wieder zurück.

Gestern haben wir auf dem Feld den Kong mitgenommen und weggeworfen so dass er den holen durfte und dabei rannte er natürlich sehr schnell. Wir wurden dann von einem Spatziergänger getadelt, weil der Hund ja no so klein ist dürfe der das noch gar nicht.....

bin nun etwas verwirrt #kratz

Grüsse
Tarra

Beitrag von blueskorpi 25.06.10 - 11:18 Uhr

Uns wurde damals gesagt 1-2 Min pro Lebenswoche. Wäre bei Dir also 15-30 Minuten Spaziergang.
Ich denke es kommt auch immer auf die Rasse an und nen Welpen vom Rennen und spielen abhalten ist doch blöd. Schmeiß den Kong ein paar mal und lass ihn rennen dann passt das schon.
Sie sollen ja wegen der Gelenke nicht so springen und Treppen laufen aber rennen #kratz Wir habens gemacht. Ging beim zweiten auch garnicht anders da sie sonst ständig nur an der Leine hätte sein müssen.

LG
Inka

Beitrag von schmuseschaf 25.06.10 - 11:22 Uhr

Was für ne Rasse ist euer Hund?


Pro Lebensmonat 5 Minuten Gassigang. Er ist 16 WOche= 4 Monate= 20 Minuten laufen.


Das mit dem werfen finde ich auch etwas problematisch.

1. eben wegen dem vielen rennen -nicht so toll für den Bewegunsapparat.
Mal macht das nix, aber been nicht ne längere Zeit.

2. lernt der hund so "wenn ich vom Rudel wegrenne -also dem Kong hinterher- dann macht das Spaß.
Gerade am Anfang soll der hund aber vor allem lernen: da wo das Rudel ist ists toll.
Also Körpernahes spielen (nciht zu verwechseln mit Zerrspielen) ist toll und powert auch aus.


Und dann noch Kopfarbeit!

Welpi muß ja noch sooo viel lernen...

Sitz
Platz
Geh ins Körbchen
usw.

Wobei Sitz und Platz eben ganz am Anfang steht.

Um das zu festigen im Hundekopf muß man es pro Tag 20-30 mal wiederholen.
Das kostet Zeit und ist für den Hund anstrengend.


Macht ihr keine "Erziehungsspaziergänge"?
Also z.B. fremde Treppen steigen (vornehmlich hoch statt runter wg. den Gelenken); ind er Stadt durchs Kaufhaus; anderes Mal Aufzugfahren in der Stadt...

Gerade bei den Stadttrainings reichen 15 Minuten LOCKER und der Hudn ist danach für Stunden platt weil das soo viele Eindrücke sind die er verarbeiten muß.


Letzter Tip: Gute Hundeschule mit ner gut geführten Welpengruppe.


LG

Beitrag von paankape 25.06.10 - 11:30 Uhr

Mit 16 Wochen ist er natürlich neugerig und verspielt.

Zum Hundeleben gehört aber nicht nur spielen, sondern auch lernen ruhig zu sein.

Versucht einen geregelten Tagesablauf zu bekommen, das hilft vielen Welpen.

Ansonsten habe ich mich bei meinen Hunden nie an die Zeiten gehalten, gerade bei meinem Rüden war das absolut nicht möglich, der wäre mir mit 6 Monaten schier urchgedreht hätte er nicht rennen dürfen.

WIe sehen denn eure Spaziergänge aus? Normales laufen oder ist er permanent am toben?

Ansonsten kann man die Zwerge prima mit kleinen SPielchen, Futterspielen etc beschäftigen.

Beitrag von tarra 25.06.10 - 11:58 Uhr

Ich antworte mal so, damit es einfach ist.

Unser Welpe ist ein Mischling von der Strasse, wir wissen nicht was alles drinnen ist, es könnte von Labi bis Schäfer echt alles drinn haben.
Er ist jetzt ca 40 cm hoch von sehr schlanker Statur und hat 10 kg

Treppen laufen macht er max. ein mal am Tag und das nur ca 10 Stufen. Hochspringen sind wir immer am üben, dass man das nicht macht, passiert nur selten.

Sitz und Platz kann beherrscht er einwandfrei, egal ob auf Kommando oder auf Handzeichen. "Geh ins Körbchen" mag er gar nicht, wird aber mind. 10 mal am Tag geübt und dann auch heiss gelobt.

Auch Erziehungsspaziergänge werden gemacht. Da fahren wir mit dem Bus in die Stadt und gehen diverse Routen, an Spielplätzen vorbei durchs Kaufhaus, mit Sitz am Fussgägnerstreifen usw.

In eine Welpengruppe gehen wir auch, die ist unterteilt von 10 bis 16 Wochen und von 17 bis 22 Wochen, nächstes Mal gehen wir in die "ältere" Gruppe, weil wir dort jetzt mit ihm mehr profitieren können.

Wir bauen nach dem Spiel und Gassi gehen immer Ruhepausen ein. Da muss er in seinem Körbchen bleiben oder auf der Decke. Da bekommt er einen Kauknochen und schläft meistens nach 5 minuten ein.

Nach dem Schläfchen steht er sofort wieder auf der Matte und will spielen. Zuerst gehen wir aber Pinkeln und dann fordert er seine Spielzeit wieder ein.

Bei den Spaziergängen gehen wir meist den gleichen Weg. Da gehen wir ca 2-3 Minuten dann wird getobt und dann muss er wieder an der Leine laufen, bis wir wieder zu Hause sind.

Wir üben das "Hier" oft auch draussen, aber das klappt oft nicht so gut, weil er sich sehr leicht ablenken lässt. Auf dem Hundeplatz oder in der Wohnung klappt das super.....

Beitrag von schmuseschaf 26.06.10 - 12:23 Uhr

Hallo Tarra,

ich tippe bei der Konstellation 40 cm SH mit 16 Wochen #schock bei nur 10 kg auf Podenco(mix).


Super dass ihr die ganzen Sachen mit ihm macht! #pro

Was mir auffällt:
>>Nach dem Schläfchen steht er sofort wieder auf der Matte und will spielen. Zuerst gehen wir aber Pinkeln und

dann fordert er seine Spielzeit wieder ein<<


Wenn er es einfordert gibt es gar nix!
Egal WAS er einfordert!!

So kannst du deinen Hund nämlich auch zum "spinnen" erziehen.
(Wir spielen wenn ich will, streicheln wann ich will, toben wo ich will......)
Und dann fordert er es immer mehr ein und das kann dann noch schlimmer werden wie du es jetzt schon hast.


Bei den Spaziergängen ist es wichtig oft neue Wege zu gehen.
Auch mal weiter weg, wo man dann mit dem Auto hinfahren muß
Das hat für dich den Vorteil dass dein Hund mehr "bei dir" ist.
Es könnte ja sein dass er dich verliert.
DEshalb wenn er besonders abgelenkt ist (z.b. durch dolles Schnüffeln am Boden) ruhig mal hinter nen Baum/Busch hüpfen.
Wortlos.
Und dann warten.
Du mußt Hund noch sehen können!
Er wird hin und her laufen, fiepen und dich dann (im Idealfall) suchen.
Dann kannst du auch ein bißchen "locken" in deinem Versteck und wenn er dann da ist freust du dir natürlich nen Wolf!!!
Sollte er allerdings panisch werden #schrei, dann tritt aus dem Versteck raus dass er dich sieht und rufe ihn.

Bzgl. des Abrufens: besorg dir eine Schleppleine (10 Meter nicht länger) und übe das Abrufen.
Leckerlie in die Hand, Name und hiiiiier (komm geht auch, aber hiiiiier läßt sich besser rufen).
Wenn er dann kommt, "flötest" du den ganzen Weg bis er da ist.
(ja super, ja komm schnell, schau mal.....)
Wenn du denkst, jeder der dich hört hält dich für völlig irre, dann wars richtig! #schein

Sollte er nach dem rufen nicht kommen (oder unterwegs mal kurz ne Pause machen um zu schnüffeln oder so) dann holst du ihn an der Schlepp- Leine zu dir.
Also richtig herziehen.
OHNE nochmal zu rufen.
Wenn er da ist loben -aber ohne Leckerlie. (das gibts nur wenn er ohne herziehen kommt).

Er hat jetzt nämlich schon gelernt: ach wenn die draußen rufen und da ist was spannendes dann muß ich ja nicht kommen...
Und das willst du bestimmt nicht, dass sich das festigt!?!


LG