SS und Job, Praxisgebühr, etc.... hmpf!!

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von hanika 25.06.10 - 14:16 Uhr

Hi zusammen,

ich hab da mal eine Frage. Im Grunde weiß ich ja schon, wie ich mich verhalte, aber Meinungen anderer Schwangeren wäre vielleicht doch mal interessant. Und vielleicht hab ich dadurch eine neue Ansicht oder Idee... Wir werden sehen...

Also Fakt ist:
ich arbeite seit ziemlich genau Mitte Nov. 2009 über eine Zeitarbeitsfirma bei einem ambulanten Pflegedienst. Dieser Pflegedienst hat vor 2 Monaten geäußert, mich übernehmen zu wollen - was ich total toll finde!
Letzten Monat habe ich meinen Lappen abgeben müssen für 31 Tage und bin den Dienst mit meinem MTB gefahren - wollte schließlich keinen Ausfall haben nur weil ich kein Auto fahren durfte.

In der zwischenzeit wurde nach einem halben Jahr mein Vertrag verlängert von der Zeitarbeitsfirma - damit ich nicht auf der STraße lande, weil der Pflegedinst mich (wegen der Führerschein-Geschichte) noch nicht übernehmen konnte/ wollte.

Jetzt bin ich ss und bei geschätzten 4+6 - keiner weiß etwas! Nur Mann, Freunde in NRW - die wissen es.

Ich hab vorgestern einen Termin gemacht bei einem neuen FA (bin ja erst neu hier nach Bayern gezogen) und hab gesagt ich würd gern Mitte Juli kommen. Die Sprechstundenhilfe fragte nach der letzten Krebsvorsorge und der letzten Mens - ich sagte aber, es sei wegen einem positiven SST. Sie wollte mir schon ende Juni einen Termin geben! Hab aber dann verneint und wollte mitte Juli. AM 8.7. um 14 uhr habe ich meinen ersten FA-Termin und werde sicher dann auch die Bestätigung meiner ss bekommen.

Meine Frage an euch:

1.) Wann bekomme ich den Mutterpass ausgestellt?

2.) Hätte ich vielleicht doch eher gehen sollen?? Ich hab so schreckliche Seitenstiche..

3.) Wann sag ich es meinem Arbeitgeber/ der Firma wo ich eingesetzt werde? (ich will weiter arbeiten!!!)

4.) Und kennt ihr den §28 Sozialgesetzbuch Nr. 5 Absatz 4? Schaut es euch mal an! Da heißt es nämlich, dass man die Praxisgebühr ab der Diagnose nicht zahlen muss! Das heißt, man muss nicht mal bezahlen, wenn man wegen eines positiven SST hingeht um sich das bestätigen zu lassen! Und alle Behandlungen, die mit der SS in Bezug sind, werden ohne Praxisgebühr gehalten!! Mädels, lasst euch nicht über den Tisch ziehen!

http://www.sozialgesetzbuch.de/gesetze/05/index.php?norm_ID=0502800

Zitat: (4) Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, leisten je Kalendervierteljahr für jede erste Inanspruchnahme eines an der ambulanten ärztlichen, zahnärztlichen oder psychotherapeutischen Versorgung teilnehmenden Leistungserbringers, die nicht auf Überweisung aus demselben Kalendervierteljahr erfolgt, als Zuzahlung den sich nach § 61 Satz 2 ergebenden Betrag an den Leistungserbringer. (das heißt, dass man die 10€ zahlen soll)

Satz 1 gilt nicht für Inanspruchnahmen nach § 23 Abs. 9 (Impfungen beruflicher Gründe), § 25 (http://www.sozialgesetzbuch.de/gesetze/05/index.php?norm_ID=0502500), zahnärztliche Untersuchungen nach § 30 Abs. 2 Satz 4 und 5 sowie Maßnahmen zur Schwangerenvorsorge nach § 196 Abs. 1 der Reichsversicherungsordnung und § 23 Abs. 1 des Gesetzes über die Krankenversicherung der Landwirte. Soweit Versicherte Kostenerstattung nach § 13 Abs. 2 gewählt haben, gelten die Sätze 1 und 2 mit der Maßgabe, dass die Zuzahlung gemäß § 13 Abs. 2 Satz 9 von der Krankenkasse in Abzug zu bringen ist.

Wusstet ihr das?? Ich wette nicht! Hab auch direkt meine Krankenkasse angerufen um zu fragen, was dran ist, als ich davon erzählt bekam. Der nette Mann sagte mir, dass es nicht nach Krankenkasse geregelt ist (also dass die eine das macht, die andere nicht..) sondern dass es im Gesetz verankert sei und somit rechtens! 10€ sind 10€ und was Recht ist, muss Recht bleiben! Lasst euch nicht das Geld aus der Tasche ziehen :)

LG Anika

Beitrag von bibuba1977 25.06.10 - 14:21 Uhr

Hallo Anika,

1. deinen Mutterpass wirst du aller Voraussicht nach bei deinem Termin im Juli dann auch bekommen.
2. schau mal, ob dir Magnesium hilft.
3. dem AG wuerde ich es fruehestens sagen, wenn der FA die SS bestaetigt hat, spaetestens nach Vollendung der 12. SSW, damit das Mutterschutzgesetz fuer dich greift.
4. JA, das wusste ich!
Es ist aber auch so, dass dann nur die Regelleistungen abgehandelt werden duerfen. Hast du auch nur eine Frage darueber hinaus, ist die Gebuehr doch wieder faellig. Deswegen nehmen einige Praxen sie schon im Vorfeld pro forma.

LG
Barbara

Beitrag von freundliche 25.06.10 - 14:22 Uhr

Hallo,

erstmal glückwunsch zur SS.

den ersten termin würd ich so auf die geschätzte 6 oder 7 SSW legen, damit man beim Ultraschall auch was sehen kann...

deinen Mu-Pa wirst du bekommen, wenn alle gemachten Blutergebnisse (nach feststellung der ss) vom Labor zurück kommen.

deinen AG musst du nicht gleich bescheid sagen, wäre jedoch nach bestätigung des FA sinnvoll wg. Mutterschutz!!!

desweiteren sollte man die Praxisgebühr schon bezahlen, da sonst dein FA zwar Untersuchungen macht, aber dir keinerlei Infos geben muss. Er macht quasi die Untersuchungen und sagt nichts drüber...
(ich bzw wir, haben ein Hausarztmodell, somit zahlen wir nur 1x im Jahr die 10 euro)----


lg und alles gute

Beitrag von -baby2010- 25.06.10 - 14:31 Uhr

Hallo,

"wir, haben ein Hausarztmodell, somit zahlen wir nur 1x im Jahr die 10 euro"

Nur einmal im Jahr?
Ich dachte man müsste die Praxisgebühr 1x pro Quartal bezahlen.

Wie funktioniert das denn mit dem Hausarztmodell?

Lg, Mally (21. SSW)

Beitrag von qrupa 25.06.10 - 14:45 Uhr

Hallo

das stimmt so nicht. informationen über die Untersuzchungsergebnisse gehören zur behandlung dazu. und auch beratungsgespräche sind in der Vorsorge vorgesehen. ich frag mich manchmal was hier alle für Fragen haben die nicht zu den in der Vorsorge vorgesehenen Themen dazugehören. Denn eigentlich umfassen die alles relevante.

LG
qrupa

Beitrag von wuestenblume86 25.06.10 - 14:33 Uhr

#gaehn#augen Kinder kosten mehr als 4 Quartale à je 10 Euro. Zudem wenn du die 10 Euro nicht zahlst, darfst du dem Arzt keine Fragen stellen und irgendwelche Zusatzleistungen stehen dir auch nicht zu.

Deinem Arbeitgeber musst du gar nix sagen ...... kannst es auch bis zur 30. ssw verheimlichen wenn dir das trotz Bauch gelingt :-p die Schwangerschaft mitzuteilen dient nämlich nur zu DEINEM Schutz!

Außerdem bei 4+6 wird man wohl noch nicht soviel sehen :-p viele FÄ sagen auch, man soll sich noch etwas gedulden mit einem Termin.
Wann du den Mutterpass bekommst, hängt von deinem FA ab. Ich habe diesen sofort in die Hand bekommen, als der Urintest positiv anschlug.

#winke

Beitrag von hanika 25.06.10 - 14:46 Uhr

Hi und danke für die vielen Antworten!

Also sagen muss man das echt nicht sofort beim AG. Selbst in der Probezeit ist man vor einer Kündigung geschützt! :) Ich weiß das! Hatte damals einen Anwalt eingeschaltet, weil ich WEGEN der ss am ende der Probezeit gekündigt wurde - leider war es nachher rechtskräftig, da ich die FG hatte und somit nicht mehr im Mutterschutz/ Kündigungsschutz war. :( Shit happened..

Die Info an den AG dient echt nur zum eigenen Schutz! Es ist auch so, dass man 6 Wochen nach einer Kündigung immer noch hingehen kann und dem AG den Mutterpass vorzeigt (wichtig: man muss nur ET bekannt geben - KEINE Ergebnisse der VU!!!)

Aber wegen der Krankenkassen und der Praxisgebühr bin ich wirklich jetzt wieder unsicher! Wie gesagt, der Mann von der Krankenkasse sagte mir, dass es sich um JEDE Leistung einer Untersuchung handelt bei einer ss. Sei es Untersuchung, Heil- und Hilfsmittel und so weiter..! Ja sogar Verbandmittel seien somit inbegriffen und man muss keinen Cent dazu beitragen!

Aber scheinbar werd ich wohl trotz aller Wortmeldungen hier noch mal anrufen bei meiner Krankenkasse! *g*

LG Anika

Beitrag von windsbraut69 25.06.10 - 14:52 Uhr

"Die Info an den AG dient echt nur zum eigenen Schutz! Es ist auch so, dass man 6 Wochen nach einer Kündigung immer noch hingehen kann und dem AG den Mutterpass vorzeigt (wichtig: man muss nur ET bekannt geben - KEINE Ergebnisse der VU!!!) "

NEIN, es sind 3 Wochen Frist für eine Kündigungsschutzklage und die Schwangerschaft mußt Du m. W. innerhalb dieser Frist spätestens dann nachweisen.

Beitrag von hanika 25.06.10 - 15:03 Uhr

danke für den hinweis und die korrektur!! :)

Beitrag von qrupa 25.06.10 - 14:52 Uhr

Hallo

natürlich kosten Kinder mehr als 10 Quartal, aber von jeder Patientin pauschal die Gebühr zu verlabgen ist versicherungsbetrug und da mache ich persönlich nicht mit.

Denn die Kasse zahlt nur für die in den Mutterschaftsrichtlinien vorgesehenen Untersuchungen und weitere Untersuchungen nur, wenn ein Grund vorliegt. Auch Beratungsgespräche zu allen relevanten Themen gehören dazu, man darf also sehr wohl Fragen stellen.

Beitrag von faehnchen77 25.06.10 - 14:54 Uhr

Immer die Diskusion wegen den 10 Eur pro Quartal. Zahlen und gut ist. Man geht regelmässig zum Fa und möchte doch auch genau informiert werden. Und es kommen noch so viele Kosten auf einen zu.

#winke

Beitrag von qrupa 25.06.10 - 15:06 Uhr

Ich für meinen teil WILL nur die in den Richtlinien vorgesehen UNtersuchungen muß trotzdem jedes Mal wieder drum kämpfen die gebühr nicht zu zahlen und das ist einfach eine Sauerei. Denn die Kasse will das Gled nicht haben udn ich laß mich nunmal ungern bescheißen

LG
qrupa

Beitrag von qrupa 25.06.10 - 15:04 Uhr

Hallo

zur Praxsgebühr: leider wird da gerne dran gedreht. Für alle in den Mutterschaftsrichtlinien vorgesehenen Untersuchungen muß man keine Praxisgebühr zahlen. Dazu gehören auch beratungsgespräche bei denen man selbstverständlich Fragen stellen kann und auch das mitteilen von Untersuchungsergebnissen gehört selbstverständlich zu einer UNtersuchung dazu.

Wenn du mehr willst als das was die Kassen an Vorsorge vorgesehen hat, dann mußt du das selbst zaheln, dann darf der Arzt das aber eigentlich nicht Praxisgebühr nennen, denn auch dann zahlt die Kasse keine Extras die eigentlich nicht vorgesehen sind. Leioder haben die meisten FA keine Skrupel an dem Punkt Versicherungsbetrug zu begehen bzw die Patienten zu bescheißen.

Das mindeste währe die Frauen aufzuklären und vor die Wahl zu stellen ob sie Untersuchungen wollen die nicht vorgesehen sind. Und wenn sich jemand dagegen entscheidet, dann darf man auch keine Praxisgebühr verlangen. Und wenn jemand Extras will, dann muß man die eben privat zahlen. Aber das ganze dann Praxisgebühr zu nennen ist einfach falsch


ich für meinen Teil zahle keine, lasse aber auch alle Vorsorge bei der Hebamme machen und geh nur zwei mal in der kompletten SS zum FA.

LG
qrupa