Wie lief bei euch die Eingewöhnung?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von jenny133 25.06.10 - 22:34 Uhr

Hallo

Nico wird im September drei, dann werde ich auch wieder Teilzeit drei Tage die Woche arbeiten und kann ihn leider nicht vom KiGa abholen. Macht dann seine Omi, die er über alles liebt. Sie betreut ihn jetzt schon die zwei Nachmittage in der Woche wo ich arbeiten muss. Naja, das am Rande.
Aber irgendwie mache ich mir doch Gedanken, ob das dann alles rund läuft. Ich dachte die Ganze Zeit ich könnte ihn ab dem 01.09. in den Kindergarten geben und hätte dann drei Wochen bis zum 23.09. Zeit ihn langsam einzugewöhnen. Jetzt habe ich beiläufig erfahren, das der KiGa erst ab dem 13.09. wieder auf hat nach den Sommerferien. Meint ihr wir schaffen eine gute Eingewöhnung in nur eineinhalb Wochen?

Ich habe im Februar mal nachgefragt, ob er früher reingehen könnte, aber früher würde nur in die zweijährigen Gruppe gehen und die ist voll. Da gibts leider keine Möglichkeit :-(

LG
Melanie mit Nico

Beitrag von anira 25.06.10 - 23:00 Uhr

ja
ich habe einen totalen anhänglichen 2 jähriges nesthäckchen gehabt
wir haben 2mal die taktik geändert und es hat geklappt
aber ich muss sagen ich vertraue da meinem kiga so dermassen

ich habe keinerlei zweifel das sie seine trauer nicht auffangen könnten oder so ich weis er hat es da gut

Beitrag von bine3002 25.06.10 - 23:10 Uhr

Ich würde ihn jetzt schon darauf vorbereiten, dass er am September ein Kindergartenkind ist. Verkauf es ihm als etwas Großartiges, nicht als Pflicht, weil Du arbeiten musst.

Kaufe mit ihm gemeinsam seine Kindergartenausstattung von der Matschhose über die Tasche bis zu den Hausschuhen. Legt die Sachen dann weg, sodass er sich darauf freuen kann. Am 1 Kindergartentag bekommt er sie dann überreicht. Das macht ihn bestimmt stolz.

Erkläre ihm oft, dass es bald so weit ist, dass er dann alleine dort bleibt und die Oma ihn dann immer wieder abholt. Nenne die Erzieherinnen beim Namen und erkläre ihm, dass er immer zu ihnen gehen kann, wenn er kuscheln möchte, Hilfe braucht oder Sorgen hat.

Und dann würde ich versuchen ihn gleich am ersten Tag nach einer kurzen Verabschiedung dort zu lassen. Bei uns hat das gut geklappt.

Beitrag von jenny133 25.06.10 - 23:18 Uhr

Danke

werde mir deine Tipps zu herzen nehmen.
Das mit dem Kindergarten weiss er schon. Wenn man ihn fragt: "Wann hast du Geburtstag?" sagt er: "In September und dann ist auch Kindergarten"
Sein großer Cousin geht auch in den Kindergarten (aber leider in einen anderen) aber er erzählt uns oft davon.
Mit einigen seiner dortigen "Kollegen" war er schon zusammen in der Krabbelgruppe, bzw. mit einem Mädchen haben wir heute noch oft Kontakt die kennt er dann auch schon.

Generell ist er allerdings schon eher schüchtern und ich habe das Gefühl, das er irgendwie alles was ich in seinen Augen nicht so mache, wie es für ihn angenehm ist als Ablehnung meinerseits sieht. Zb. wenn ich mit ihm schimpfe sagt er gleich: "Mama heben" als ob er Angst hat das ich ihn dann nicht mehr mag oder so :-( Will nicht, das er das auch denkt, wenn ich ihn im KiGa "allein" lasse. Dabei bin ich gar nicht so eine Mutti, das er solche Sorgen haben müsste - ich liebe ihn ja über alles und zeige ihm das auch...

LG
Melanie

Beitrag von bine3002 25.06.10 - 23:24 Uhr

"Will nicht, das er das auch denkt, wenn ich ihn im KiGa "allein" lasse."

Dann vermittele ihm, dass Du ihn dort alleine lässt, weil Du ihm zutraust, dass er das schafft. Und er wird das schaffen, so wie viele andere vor ihm. Natürlich ist sowas immer ein großer Schritt. Ein neuer Lebensabschnitt, aber die Kinder profitieren davon. Trau ihm was zu, das wird schon...

Da Du nur so wenig Zeit für die Eingewöhnung hast, würde ich persönlich die Zeit noch weiter abkürzen und dem Kind das Ganze gleich so verkaufen, dass es eben ein KINDERgarten und kein MAMAgarten ist. So ist es von Anfang an klar, dass er das alleine schaffen muss und er ist nicht verwirrt, dass Du nun die erste Woche da bleibst und die zweite eben nicht. Klare Regelegungen fallen Kindern häufig leichter als dieses allseits beliebte "Wischiwaschi".

Beitrag von jenny133 25.06.10 - 23:29 Uhr

Ok Danke

gut, das ich mich hier schon vorab informieren kann.
Somit wird auch das Gespräch im Kindergarten dementsprechend ausfallen. Denen werde ich das dann auch so erklären, das ich nicht lange Zeit habe und eben die Eingewöhnung in der Art gestalten will.

Wir wohnen nur fünf Minuten vom KiGa. Vielleicht kann ich ja wirklich schon gleich mal gehen und hole ihn eben anfangs immer etwas früher dort ab und verlängere die Zeit damit er immer sicher sein kann, das ich definitiv wieder komme? Letztenendes müsste er von 8 - 14 Uhr dort bleiben und das wäre ja von Anfang an für so ein kleines Kind schon ganz schön lange?!

Beitrag von bine3002 25.06.10 - 23:39 Uhr

Bei uns im Kindergarten gab es Schnuppernachmittage. Die begannen im März und sollten monatlich einmal stattfinden. Letztlich waren es dann durch gewisse Umstände nur 2 Nachmittage und 1 Fest bis dann im August der Kindergarten los ging. Die Nachmittage waren aber auch nur für die neuen Kinder.

Die Eingewöhnung wurde uns überlassen. Dazu sagte uns niemand etwas Konkret. War ein bißchen blöd.

Und deswegen habe ich meiner Tochter von Anfang an gesagt, dass ich sie Montag, den 3.8. um 8 Uhr dort abgebe und dann mittags um 13 Uhr wieder abhole. Ich habe die gesamte Woche vorher immer wieder mit ihr darüber geredet. Darauf war sie also vorbereitet und letztlich klappte das sehr gut so. Am Stichtag stand dann auf dem Frühstückstisch ein Korb mit ihrem Kindergartenkram und eine Überraschung. Ich hatte ein lila Kissen mit ihrem Namen und einer "Waldmaus" (Name der Gruppe) bedrucken lassen. Dieses Kissen war ihr Sitzkissen für den Morgenkreis. Da war sie sehr stolz.

Wir kamen dann also morgens rein, sie durfte sich einen Garderobenplatz aussuchen, ihr Kissen unterbringen und dann zog ich ihr ihre neuen lila Hausschuhe an (auf die sie sich so gefreut hatte). Anschließend ging ich mit ihr zu der Erzieherin, sie nahm meine Tochter an die Hand und dackelte mit. Ich deutete nochmal per Geste an, dass sie mich anrufen sollen, wenn was ist. Ich fuhr nach Hause *Puuuuuuuuuh* und wartete auf einen Anruf, aber es kam keiner, also holte ich sie um 13 Uhr wieder ab. Alles lief prima.

Sie bekam dann einige Wochen später Probleme, das hatte aber viele verschiedene Ursachen. Und daran hätte eine sanfte Eingewöhnung auch nichts geändert.

Beitrag von miratom 26.06.10 - 08:42 Uhr

Hallo Melanie,

Tom ist auch sehr schüchtern und zurückhaltend Fremden gegenüber. Bei uns hätte eine Hau-Ruck-Aktion nach dem Motto 'Tschüß und weg" nicht geklappt. Es hat 4 Wochen gedauert, bis er dageblieben ist.

Könnte seine Oma die Eingewöhnung nicht auch weiterführen, wenn er länger als 1,5 Wochen braucht ?

Liebe Grüße
Svenja mit Tom fast 4 Jahre

Beitrag von mama-1984 26.06.10 - 15:47 Uhr

Hallo

Meine Große kam mit 2,5 Jahren in den Kita und es lief super.
den 1 Tag war ich mit dort bis mittag, dannach wieder Heim gegangen.
Den 2 Tag sie da gelassen 2 Stunden daweile bin ich gegangen und habe sie dann abgeholt.
Den 3 Tag blieb sie dann die ganzen 4 Stunden alleine.
Nach 1 Monat habe ich die Stundenzahl auf 6 Stunden hochgesetzt den nächsten Monat auf 9 Stunden.
Muss sagen wir hatten auch zeit was ich sehr gut fand.
Beim kleinen sind wir momentan noch dabei.
Er ist sehr Mama bezogen und kuschelt extrem gerne.
wir waren jetzt 1 woche lang mit im Kita wo er nur dort gespielt hat ab und an war ichw eg mal für 30 minuten oder 1 stunden.
Nächste woche sind wir wieder von 9 uhr 30 bis 12 uhr da dann isst er mittag mit und ab freitag bleibt er dann mal 2 stunden alleine mal sehen.