Meine Große Tochter ist am Freitag "ausgezogen"

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von nicola_noah 26.06.10 - 14:49 Uhr

Hallo Ihr#winke

Meine Große (Wird 15) ist weg.
Am Freitag habe ich sie ins Jugendwohnheim gebracht...
Seit 4 Monaten war sie nicht mehr sie selbst - Falsche Freunde,schlechter Umgang.
Ihr es zu verbieten hat nichts gebracht, sie ließ sich von den Freunden nicht abbringen ist gegangen wann sie wollte (Durchs Fenster abgehauen etc.)und hatte einen Ton mir gegenüber am Leib da haben mir die Ohren geschlackert.(Möchte darauf nicht näher eingehen, ist nicht "Jugendfrei"#aerger)
Aber am Freitag Abend ist alles Eskaliert.
Sie kam nach Hause und sagte direkt das sie sich das Fußballspiel (Um 20.30) bei einer Freundin angucken würde.
Ich sagte das dass nicht gehen würde da sie ja bereits um 20.00 zu Hause sein sollte.
Dann gings los: Ich habe ihr garnichts zu sagen,ich werde schon sehen,sie macht was sie will.
Ich sagte wieder das ich in dem Ton nicht mit ihr rede und es so zu keiner Einigung kommt.
In dem Moment nahm sie ein Großes Messer aus dem Schneideblock,richtete es auf mich und schrie das sie mich abstechen würde#schock
Meine Schwiegermutter die gerade kam riss ihr das Messer aus der Hand...
Ich sagte ihr das sie ja nicht hierbleiben müsse wenn es ihr nicht passt.
Sie sagte sie geht ihre Sachen packen, hat keinen Bock mehr auf den "Scheiß" hier.
Gesagt getan,also haben wir sie mit Voriger Absprache unserer Sozialarbeiterin in ein Jungendwohnheim gebracht um das ganze hier zu entkrampfen.
Dort ist sie immer noch - Von Einsicht das sie was falsch gemacht haben könnte keine Spur...
Ganz im Gegenteil - Nun bin ich die Böse.

Ich verstehe einfach nicht was mit ihr passiert ist...Sie war immer Lieb und Freundlich zu anderen,bis vor 4 Monaten (Wo sie in den Neuen Freundeskreis gerutscht ist)
Pupertät hin oder her,aber gewisse Grenzen müssen eingehalten werden.
Unsere Sozialarbeiterin meinte sie müsse das jetzt erstmal aussitzen um zu merken das es so nicht geht,das sei die Konsequenz aus ihrem Verhalten.

Mir geht es nicht gut dabei,sie fehlt mir so....#schmoll

Sorry für das #bla

Wie seht ihr das ganze?


Beitrag von erimar030279 26.06.10 - 14:55 Uhr

Das ist hart...sehr hart sogar.

Denke das sie irgendwann aufwachen wird.

Aber:
Warum habt ihr eine Sozialarbeiterin?
Was ist mit deinem Mann?
Was lief denn vorher, das sie sich so änderte? Was für ein Freundeskreis?

Beitrag von nicola_noah 26.06.10 - 15:02 Uhr

Sie ist von ProFam und untertützt uns (Macht Termine etc.)und arbeitet mit dem Jugendamt zusammen.
Das Jugenamt wiederum untertützt uns indem wir Honorarkräfte bekommen.
(Das Jugendamt ist nicht immer Böse;-))
Mein Mann ist nicht ihr Leiblicher Vater...

Ich weiß nicht was vorher lief,hier war alles in Ordnung...:-(

Beitrag von erimar030279 26.06.10 - 15:07 Uhr

Ja, dachte ich mir... habe mich durch deine Visitenkarte gelesen.

Und der Freundeskreis?
Was sind das für Freunde? Kennt ihr sie? Oder sind das eher Vermutungen wie sie sind? Schlimmer noch...hören-sagen?

Beitrag von nicola_noah 26.06.10 - 15:08 Uhr

1-2 haben wir kennen gelernt,den Rest "kennen" wir nur vom Telefon her und wie die ich dort schon gegeben haben lässt keine gute Kindertube erahnen

Beitrag von erimar030279 26.06.10 - 15:24 Uhr

Hm...doofe Frage...
Welches Klientel?

Lade sie doch mal alle ein zu einer kleinen Party, oder so.

Beitrag von nicola_noah 26.06.10 - 15:31 Uhr

"Welches Klientel? "

Hm..Auf jeden Fall nicht das unsere.
Auch wenn viele immer noch das Typische Schubladendenken haben was Familien mit Vielen Kindern angeht;-)


Viele ihrer "Freunde" sind im Heim aufgewachsen (Das Heim liegt direkt gegenüber der Schule)

Beitrag von erimar030279 26.06.10 - 15:53 Uhr

Mit Klientel meinte ich nicht euch ;-)
Eher Punks, Gothics, Hiphoper usw.
(die langhaarigen Bombenleger lass ich mal weg, war früher ja selbst einer ;-)

Könnte man die schule wechseln?
Wobei das schwer wird.

Ist sie in einem Verein?

Beitrag von nicola_noah 26.06.10 - 16:11 Uhr

*lach**andenkopffass*

Ich würde sagen das die eher in die Richtung Hiphopper gehen.
(Hosen die unter dem Hintern hängen,Baseballmütze)

Ja man könnte die Schule wechseln,haben das auch angedacht.
Allerding denke ich nicht das sie ihre Freunde wegen dem Schulwechsel aufgibt.

Sie ist in keinem Verein,spielt in ihrer Freizeit Fußball

Beitrag von erimar030279 26.06.10 - 16:21 Uhr

Naja Vorteil in nem Verein, wäre das sie andere soziale Kontakte bekommt. Somit unter umständen einen neuen Freundeskreis.

Wie soll es denn nun mit ihr weitergehen?

Beitrag von nicola_noah 26.06.10 - 16:33 Uhr

Bis Dienstag soll sie erstmal dort bleiben,dann wird weiter entschieden.

Beitrag von gh1954 26.06.10 - 16:00 Uhr

>>>Auch wenn viele immer noch das Typische Schubladendenken haben was Familien mit Vielen Kindern angeht<<<

Du bist laut VK 31 Jahre alt und hast 8 Kinder.
Hast du genug Zeit für deine Große gehabt, gerade jetzt in der Pubertät?
Oftmals geraten Kinder in die falschen Kreise, weil sie dort Anerkennung bekommen und sich geborgen und angenommen fühlen.

>>>Viele ihrer "Freunde" sind im Heim aufgewachsen<<<

Ist das nicht auch Schubladendenken?

Beitrag von nicola_noah 26.06.10 - 16:08 Uhr

So war das nicht gemeint...Ich war mit 13 selber kurze Zeit in einem Jugendwohnheim.
Dennoch ist gerade DIESES Heim ein Sozialer Brennpunkt.

Beitrag von motte1986 26.06.10 - 16:40 Uhr

hi!

nix für ungut, aber ich versteh gh's gedankengänge schon...

du hast acht kinder, ich bezweifel nicht, dass du dir um alle große mühe machst, aber (fast) alle kinder "haben irgendwas".

versteh mich nicht falsch, ich will dir nicht zu nahe treten oder dich verletzen, aber vielleicht hätte grade deine große viel viel mehr zeit nur allein mit dir gebraucht.

ich kenn das gefühl, wenn andere wichtiger sind, auch wenns die eigene mutter nicht begreift oder merkt.
als ich so alt war wie deine große, war meine mutter grade dabei, sich von meinem dad zu trennen, mein bruder war im internat und immer der herzibubi (daran musste ich denken, als ich den satz über deinen max in deiner VK gelesen hab) und ich war immer der depp. ich war ja schon groß, musste unter der woche auf mutters verletzte seele rücksicht nehmen und wochenends auf meinen verzogenen bruder.

schlussendlich bin ich nicht in die falschen kreise gerutscht, da gabs auf meinem dorf keine möglichkeit, ich ging den weg, dass ich schwer depressiv wurde und mich am ende dann vor den zug schmeißen wollte, wäre mein heutiger mann nicht gewesen...


ich will damit nur sagen, dass deine große in ihrer "normalität" vielleicht unter den "vielen besonderen kindern" untergegangen ist...

lg

Beitrag von king.with.deckchair 26.06.10 - 23:28 Uhr

Sehe ich ähnlich.

Irgendwas ist dort gewaltig in Schieflage. Ich erinnere mich auch an das Theater, das sie gemacht hat, weil keiner das Grab ihres in der 14. (vierzehnten) SSW zu den Sternen gegangenen Kindes besucht. Wie gesagt: Irgendwas läuft bei denen gewaltig schief.

Ich denke auch, dass die Älteste einfach schon länger eine Art Außenseiter war. Ist schon "nur" ein "mitgebrachtes" Kind und dann legt Muttern auch noch sozusagen und auch tatsächlich Jahr um Jahr ein Kind nach dem anderen nach. Von denen dann wiederum einige "besonders" sind (wobei ich teils denke, dass man auch hier um die "Besonderheit" mehr Brimbes macht als nötig), was die Älteste noch mehr an den Rand schiebt.

Und dass die finanzielle Lage auch noch angespannt sein dürfte (= auch hier für die Kinder, gerade die älteren, einiges "auszuhalten" sein wird), das kann man sich an fünf Fingern ausrechnen.

Beitrag von nicola_noah 27.06.10 - 09:07 Uhr

So so,ich habe also Theater gemacht deswegen.
Das was ich dort (in dem damaligen Thread) geschrieben habe war in dem Moment einfach mein Empfinden, und ich hatte auch nachher noch geschrieben da die anderen recht haben!

Meine Tochter war nie nur ein mitgebrachtes Kind, mein Mann hat sie mit aufgezogen und hat nie Unterschiede zwischen seinen Leiblichen Kindern und ihr gemacht.

"(wobei ich teils denke, dass man auch hier um die "Besonderheit" mehr Brimbes macht als nötig)"

Wie soll man denn um die Beonderheit mehr "Brimbes" machen als Nötig?!

Und was die Finanzielle Lage angeht: Wir leben weder von Hartz4 noch bekommen wir was anderes vom Staat (Außer Kindergeld natürlich).

Beitrag von motte1986 27.06.10 - 11:35 Uhr

es geht doch nicht um deinen mann und seine beziehung zu seiner stieftocher, aber was ich zum beispiel schon als außenstehende verletzend finde: warum hat dein "ganz besonderes" kind max eine website, auf der lediglich euer sternenkind erwähnt wird, aber kein weiteres kind?

ich hätte meine mutter dafür gehasst.

und, nicht böse gemeint, aber in der heutigen zeit sollte man sich FÜR seine kinder überlegen, WIEVIELE kinder man bekommt.

andere kinder sind nämlich grausam.


Beitrag von nicola_noah 27.06.10 - 11:40 Uhr

Das stimmt nicht so ganz,ich habe auch eine Website von der ganzen Familie,habe den Link hier nur nicht drin und den bekommt auch nicht jeder;-)

"andere kinder sind nämlich grausam"

Ja,das stimmt...

Beitrag von motte1986 27.06.10 - 11:46 Uhr

und warum musst du dann das leben deiner beiden kleinsten so breit treten????

versteh ich echt net!!!!

dann lass beide links für private zwecke laufen und nicht so.

macht nämlich den eindruck, dass nur die beiden am allerwichtigsten sind...

Beitrag von king.with.deckchair 27.06.10 - 11:51 Uhr

"warum hat dein "ganz besonderes" kind max eine website, auf der lediglich euer sternenkind erwähnt wird, aber kein weiteres kind?"

Das habe ich mich auch gefragt.

"aber in der heutigen zeit sollte man sich FÜR seine kinder überlegen, WIEVIELE kinder man bekommt."

#pro

Ganz genau.

Beitrag von motte1986 27.06.10 - 11:54 Uhr

ich habs grad unten bei elsa glaub geschrieben, ich will auch noch ein oder zwei kinder, aber das geht eben nicht. größere wohnung (hier nicht finanzierbar), größeres auto (na toll, ich bin glücklich mit unserer limousine) und eventuell ein zweites, einschränkungen im urlaub, etc.

darunter leiden kinder!!!

aber naja, manche wollen es nicht verstehen, dass auch kinder mal gefragt werden wollen, was sie möchten, was sie dazu denken.

das einzige, was ich meinen eltern zu gute halte: sie haben uns gefragt, ob wir einverstanden mit nem pflegekind sind, da für immer bleibt...

lg

Beitrag von motte1986 27.06.10 - 11:45 Uhr

weist, das glaub ich auch.

ich hab meinen ben auch in der 13.ssw verloren, ich hab nichtmal ein grab, geschweige denn irgend ne gedenkstätte im garten (ich hab nämlich keinen garten:-P ) und klar ist das schwer, ein kind zu verlieren, aber es wäre das 9. (!!!!) kind in 15 jahren gewesen, 4 kinder davon mit intensivbetreuung und wer weis, was der kleine gehabt hätte, mein kleiner wäre nämlich schwerbehindert gewesen, deshalb der verlust.


eine 15jährige braucht mehr als nur weitere 7 geschwister und eine mutter, die nur dem "besondersten" kinder eine website einrichtet und dort nur den toten bruder zusätzlich erwähnt. kein anderes kind.

ich weis, wie blöd es ist, immer der idiot unter den kindern zu sein, ich hab schwer darunter gelitten und mich erst jetzt durch meinen mann und meine eigene familie befreien können von dem druck und dem gefühl, zwar zur pflege eines "besonderen" familienangehörigen gebraucht zu werden, mehr aber auch nicht.


das ganze erinnert mich ein bisschen an meine mutter, die um jeden preis immer ne extrawurst brauchte. sie ist nochmal (mein jüngster bruder pflegekind, mittlerweile adoptiert, mein dad pflegebedürftig, weil fortgeschrittene MS) vor 10 jahren schwanger geworden und sie hat das kind verloren. und sie hat ein theater drum gemacht, jeder musste es wissen, sogar irgendwelche tratschtanten in der gemeinde, jede macke von irgendeinem familienmitglied wurde schon wie wahnsinnig aufgebauscht, dass das ja sowas besonderes und schon fast tolles ist#bla#bla#bla

für mich persönlich ist das ein geltungsbedürfnis. und das sage ich nicht abwertent, sonder neutral. "schaut her, meine kinder haben das und das und das und wir haben ja soooooo viele kinder und alles ist supidupitoll"....#kratz

naja, mir kanns egal sein. ich finds nur schade für die kinder...

lg

Beitrag von king.with.deckchair 26.06.10 - 23:17 Uhr

"Auch wenn viele immer noch das Typische Schubladendenken haben was Familien mit Vielen Kindern angeht"

Sorry, aber was soll man bitte denken bei einer 31jährigen, deren ältestes Kind 15 wird und die insgesamt acht Kinder hat?! Es ist gut, dass hier Hilfe bekommt, denn offenbar bist du eindeutig überfordert mit dieser Kinderzahl. Ich frage mich ernsthaft, warum man sowas macht!

Beitrag von moonlight83 27.06.10 - 09:04 Uhr

Ich dachte mir das alles auch schon lange...
Vor allem warum man es unbedingt drauf anlegt, wenn schon Kinder "besonders" sind, noch weitere mit Krankheiten zu bekommen, da anscheinend genetisch bei den Eltern was nicht stimmt.
Sie hat ja auch Verantwortung für die anderen Kinder, und die kommen mit Sicherheit zu kurz, wenn 4 Stück Intensivbetreuung brauchen.

Beitrag von nicola_noah 27.06.10 - 09:09 Uhr

Bei uns ist Genetisch alles in Ordnung,wir haben uns alle Im Humanmedizinischen Zentrum testen lassen!!

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