Abstillen: Fragen...

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von unsicher8981 27.06.10 - 08:33 Uhr

Mein Sohn ist gut 13 Monate alt und vorgestern Nacht habe ich spontan beschlossen, jetzt reicht es... . Er kommt in der Nacht noch mindestens zwei Mal, eher öfter. Nachdem er um 23.00 Uhr schon das zweite mal an die Brust wollte, habe ich einfach beschlossen, jetzt ist Schluss. Er ist vorher auch an der Brust eingeschlafen, hat aber nur noch Nachts die Brust bekommen. Ich habe jetzt umgestellt, ihm im Bett die Flasche zu geben und danach den Schnuller, damit funtioniert das Einschlafen auch recht problemlos. Heute Nacht hat er dann zweimal ein Fläschchen mit Wasser bekommen und gegen 4.00 Uhr noch einmal eine Flasche Milch. Jetzt frage ich mich, wie oft es nötig ist, ihm in der Nacht Flüssigkeit zu geben. Ich möchte auf keinen Fall, dass er Durst hat und nichts bekommt. Aber ich möchte ihn auch nicht nur aus Gewohnheit an der Flasche nuckeln lassen... Was denkt ihr denn dazu?
Meine Brüste explodieren fast, wie lange hat es denn bei euch gedauert, bis sie sich daran gewöhnt hatten? Wusstet ihr, dass es der richtige Zeitpunkt ist, oder hattet ihr Zweifel? Ich habe jetzt einfach beschlossen, es durchzuziehen, denn ich fange nicht gerne etwas an ohne es zu Ende zu machen.

Lg Moni (dich schon ein wenig übernächtigt ist, die erste "brustlose" Nacht war schon sehr ermüdend)

Beitrag von blumella 27.06.10 - 09:41 Uhr

Wenn die Brust zu sehr spannt, kannst Du ausstreichen oder auch abpumpen, aber nur so lange, bis der größte Druck weg ist, denn wenn man zu viel abpumpt, dann produziert die Brust ja weiter Milch.

Ich hatte gegen Ende eh kaum noch Milch, da war nach drei Tagen die größte Spannung vorbei und ich hatte eigentlich keine Probleme mehr.

Das Trinken in der Nacht ist dann die nächste Baustelle.
Schlaue Ratgeber sagen, dass ein Kind ab sechs Monaten vom Magen her in der Lage ist, abends genug zu trinken und dann die Nacht durchzuschlafen.
Aber in der Praxis kenne ich ganz viele Kinder, bei denen es anders läuft.
Und ich finde es auch schwierig zu unterscheiden, ob es wirklich Hunger bzw. Durst oder einfach nur eine Angewohnheit ist.

Beim Stillkind kommt natürlich auch in der Stillzeit schon ganz immens der Kuschelfaktor dazu.
Wenn man dann abstillt und auf Flasche umstellt, bleibt dem Kind zwar die Nahrung, aber der Kuschelfaktor ist ja erstmal weg.

Wir haben mit der Zeit einfach mal nur noch die Hälfte in die Flasche gefüllt und geguckt, ob sich was ändert.
Aber Muckel ging es nur um das Ritual, nachts noch eine Flasche zu bekommen, danach den Schnuller und dann war Ruhe, egal wie viel in der Flasche war.
Daraus habe ich dann geschlossen, dass es anscheinend nur die Routine war und die Flasche irgendwann ganz weg gelassen.
Es hat ein paar Tage gedauert und die Nächte in diesen Tagen waren natürlich mit wenig Schlaf und ganz viel Trösten ausgefüllt, aber es hat sich gelohnt, die Nachtflasche ist weg.

Beitrag von elileni 27.06.10 - 10:34 Uhr

Hallo,
hab jetzt auch abgestillt meine kleine Anna ist ein Jahr alt.
Hab ihr das fläschen gegeben und das nimmt sie auch ganz brav!!
Naja mit der Brust das war echt schmerzhaft weil sie noch stündlich kam ich also seeeehr viel MIlch hatte!!
Hab sie drei Nächte lang nochmals in der Früh austrinken lassen und gut wars, aber irgendwie schwindet meine gesammte Oberweite #schock

Jedenfalls braucht sie momentan noch 2-3 Milchfläschen und 2-3 mal Tee! Aber es is auch heiß in der Nacht und sie trinkt dann echt 200ml und will nochwas, da trag ich sie halt bis sie schläft!

Ich hatte nur kurz Zweifel aber es geht ihr gut damit und irgendwann ist es einfach genug, sie hat so oft gebissen das tat irre weh und uns geht es gut damit, sie schläft sogar bissl besser :-)
Ich finde ein Jahr bzw. 13 Monate ist eine sehr schöäne und lange Stillzeit gewesen und man kann zufrieden damit sein!!

lg Marlene

Beitrag von a79 27.06.10 - 23:09 Uhr

Mein Sohn wurde 14,5 Monate gestillt und hat von selbst schon ab dem 4. Monat durchgeschlafen - damit hatte sich für mich das nächtliche Stillen erledigt. Selbst, als er dann nachts mal wieder kam, hat er weder etwas zu trinken noch Milch verlangtu nd wollte nur seinen Schnuller...
Bei der Hitze, die tagsüber derzeit herrscht, würde ich schon immer noch Wasser zur Verfügung stellen, wenn er nachts aufwacht. An normalen Tagen/Nächten müßte es eigentlich auch ohne gehen aber es gibt eben wie bei Erwachsenen auch Vieltrinker und Wenigtrinker. mein Großer trinkt nachts so um die 200ml ( er ist 4), mein Kleiner gar nix. Ich trinke nachts so gut wie nie etwas, während mein Mann fast jede nacht eine ganze Flasche Wasser wegzischt...so verschieden ist das eben.

IOch habe gaaaaanz langsam abgestillt, immer alle paar Tage ein paar Minuten weniger trinken lassen, weil ich solche Milchstauprobleme hatte undi mmer gleich Fieber begam. Ich denke aber, dass es sich nach ca. 2 Wochen wieder eingespielt haben sollte - bei manchen geht es auch schneller. ich empfehle Dir für nachts Retterspitzwickel, alternativ auch Kohl oder Quark ( wobei Quark die größte Sauerei macht). Insgesamt wenig trinken und dann überwiegend Salbei- oder Pfefferminztee - wirkt abstillend...

LG

Andrea

Beitrag von unsicher8981 28.06.10 - 07:46 Uhr

Hallo ihr Lieben,

danke für die Antworten!
Es spielt sich ein bißchen ein. Heute Nacht hat der Spatz nur einmal Wasser und einmal ein Milchfläschchen getrunken, wobei ich mir überlege statt der Milch einfach noch einmal Wasser anzubieten. Ich habe nicht das Gefühl, dass er die Milch unbedingt braucht.
Meine Brüste (Dolly Buster lässt grüßen) waren gestern besonders schmerzhaft, ich hebe dann zweimal ausgestrichen, abends ein bißchen mehr und zu meiner Überraschung ist heute Nacht schon gar nicht mehr so viel Milch nachgeflossen.
Danke für die moralische Unterstützung und die Tips!

Lg Moni