Gemeinsam ein Haus gebaut, aber nur einer ins Grundbuch?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von heimliche Sache 1 27.06.10 - 08:34 Uhr

Hallo,

mein Mann und ich haben gemeinsam ein Haus gebaut, geheiratet haben wir erst als das Haus fertig war und wir eingezogen sind.

Das Grundstück kam von ihm und ein Teil Geld zum Haus von seinen Eltern, ich habe die Küche und alles Geld das ich verdient habe und viel Eigenleistung mit reingesteckt und jetzt fliest noch alles übrige ins Haus.

Wir wohnen jetzt schon 9 Jahre drin, aber im Grundbuch steht nur er, wir wollen es jetzt ändern, die günstigste Variante wäre einen Vertrag aufzusetzen mit einem gewissen Betrag den ich im Fall der Scheidung oder Sterbefall bekomme (Ehe und Erbvertrag kostet knapp900€), oder wir ändern das Grundbuch kostet allerdings ca. 2000€ ( meinem Mann ist es egal, ich soll entscheiden). Allerdings muß ich dann auch gewisse Nießbrauchspflichten erfüllen, wenn die Schwiegis alt werden, wie mal einkaufen, ab und zu Essen kochen, leicht beim putzen unterstützen.

Im Falle der Scheidung oder Todesfall würde ich bei beiden gleich dastehen, aber bei dem einen halt mit im Grundbuch stehen.

Wir haben zwei Kinder 4+6 Jahre.

Was nun?

LG

Beitrag von echtnicht. 27.06.10 - 08:47 Uhr

Ich verstehe nicht, warum Frauen sich so über den Tisch ziehen lassen.
Warum sollst du Pflichten übernehmen, wenn du im Grundbuch stehst?
Wenn er der Meinung ist, dass er mehr zu dem Haus beigetragen hat, soll er dich eben nicht zu 50% beteiligen, wobei ich das absolut blöde fände, denn du hst bisher SEINE Kinder großgzogen.

Beitrag von tux007 27.06.10 - 09:13 Uhr

Frage dich was dir lieber ist. Oder was dir mehr Vorteile bringt. Oder wie sehr du am Haus hängst.
Steht es um eure Ehe eigentlich schlecht?

Beitrag von shiningstar 27.06.10 - 09:27 Uhr

Wir wohnen seit zwei Jahren in unserem Haus -mein Mann steht alleine im Grundbuch.
Sollte etwas passieren, wir uns trennen oder was auch immer (da klopfe ich drei Mal auf den Tisch, damit nichts passiert), will ich nichts mit irgendwelchen finanziellen Verpflichtungen zu tun haben.
Im Falle einer Scheidung ziehe ich einfach aus, passiert ihm was kann ich das Haus eh nur verkaufen.
Wenn es zwischen euch gut läuft verstehe ich nicht, warum man etwas ändern muss?!
Ich würde aber wahrscheinlich die günstigere Variante wählen.

Beitrag von gh1954 27.06.10 - 09:41 Uhr

Und wenn das Haus in 15 Jahren abbezahlt ist und dein Mann sich eine jüngere Frau zulegt, hast du zwar das Haus mitbezahlt, aber stehst ohne was da.
Ich verstehe solche Frauen wie dich nicht, da schafft der Mann Eigentum, woran die Frauen finanziell beteiligt sind, aber haben keinerlei Rechte.

Beitrag von ayshe 27.06.10 - 09:43 Uhr

Kann ich auch niht verstehen.

Angst vor den Schulden?
Aber keine Angst, ewig zugebuttert zu haben und dann nichts zu haben?


Wir stehen immer 50/50 beide drin.

Beitrag von gh1954 27.06.10 - 09:48 Uhr

Mich hätte es damals ungeheuer misstrauisch gemacht, wenn mein Mann allein ins Grundbuch gewollt hätte.

Beitrag von ayshe 27.06.10 - 10:05 Uhr

Ja, mich auch. Ist ein komischer Gedanke.

Beitrag von heimliche Sache 1 27.06.10 - 11:12 Uhr

Das war so, weil wir nocht nicht vereheiratet waren und das Grundstückt von seinen Eltern auf ihn überschrieben wurde.

Beitrag von gh1954 27.06.10 - 11:29 Uhr

Na und? Niemnd wird gezwungen, einen Grundbucheintrag 50:50 machen.
Aber 0:100...niemals.

Beitrag von ayshe 27.06.10 - 11:33 Uhr

Eben!

Beitrag von heimliche Sache 1 27.06.10 - 11:11 Uhr

Das stimmt doch nicht, wenn er sich eine jüngere sucht und sich trennt, regelt der Ehevertrag, dass mir die hälfte vom Haus gehört.

Beitrag von gh1954 27.06.10 - 11:27 Uhr

Welcher Vertrag? NOCH existiert kein Vertrag.

Beitrag von shiningstar 27.06.10 - 13:17 Uhr

Hast Du mal in meine VK geschaut?!
Mein Mann ist 10 Jahre älter als ich, Beamter auf Lebzeit und ich war zum Zeitpunkt des Hauskaufs noch STUDENTIN -was soll ich denn im Grundbuch stehen und womöglich mit 50 % der Schulden dastehen, falls ihm was passiert oder er sich trennt?!
Übrigens zahlt er heute noch alleine, da ich zwar mit dem Studium fertig bin, aber noch keine Festanstellung gefunden habe...

Absichern kann man sich im übrigen auch durch einen Ehevertrag, nicht nur durch Grundbucheintragung...

Außerdem gehe ich davon aus, dass wir uns nicht trennen werden ;o)

Beitrag von manavgat 27.06.10 - 14:42 Uhr

Es ist sehr wohl möglich, dass einer den Kredit aufnimmt und somit für die Schulden gerade steht und der andere trotzdem mit der Hälfte im Grundbuch steht.

Da lass Dir mal keinen Bären aufbinden.

Gruß

Manavgat

Beitrag von sini60 27.06.10 - 15:04 Uhr

Das stimmt nicht! Wenn die Bank als Sicherheit nur ein halbes Haus hat, bekommst du auch nur die Hälfte vom Kredit.

Beitrag von manavgat 27.06.10 - 15:24 Uhr

Die Sicherheit liegt immer auf dem ganzen Haus. Also erzähl das bitte nicht, es stimmt einfach nicht.

Gruß

Manavgat

Beitrag von oooollldd 27.06.10 - 09:38 Uhr

Ich würde mich an deiner Stelle auch nicht ins Grundbuch einschreiben lassen.
Ich bin jetzt geschieden,ich und mein EX haben 3 Eigentumswohnungen.
Fazit,nächstes Jahr gehe ich in die Privatinsolvenz,weil ich die Kosten mit meinem Lohn nicht mehr tragen kann.

Beitrag von 99999977777 27.06.10 - 10:02 Uhr

Lass dich schnellstmöglich ins Grundbuch eintragen!!
Ich kann echt nur den Kopf schütteln #schock

"( meinem Mann ist es egal, ich soll entscheiden)" Na dann tu das endlich!

Was für Sicherheiten hättest du denn im Falle einer Trennung? Gar keine. Dein gesamtes Geld wäre in ein Haus geflossen, in dem du nicht mal mehr wohnst.

"Allerdings muß ich dann auch gewisse Nießbrauchspflichten erfüllen,"
Wirklich??? Warum? Du bist doch dann Miteigentümer, weil du dieses Haus mitfinanziert hast! Was haben denn die Schwiegereltern damit zu tun??

Nießbrauch ist doch was ganz anderes.

Ich glaub, hier soll dir mit "Fremdwörtern" Angst eingejagt werden...
Am besten lässt du dich mal ganz unabhängig allein von einem Anwalt beraten.

Alles gute.

Beitrag von sini60 27.06.10 - 10:50 Uhr

Es ist nicht gerecht, wenn sie zur Hälfte im Grundbuch steht, aber der Großteil von Seite des Mannes (Grundbuch und Geld) erbracht wurde.

Wenn ich meinem Sohn ein Grundstück und Geld schenke, möchte ich auch die Garantie, dass bei einer Trennung wenigstens meine Geschenke bei meinem Sohn bleiben. Aus diesem Grund bestehen die Eltern wenigstens darauf, dass sie auch nachher noch irgendwelche Vorteile davon haben. Meiner Meinung nach völlig verständlich.

Beitrag von gh1954 27.06.10 - 10:56 Uhr

>>>Es ist nicht gerecht, wenn sie zur Hälfte im Grundbuch steht, aber der Großteil von Seite des Mannes (Grundbuch und Geld) erbracht wurde<<<

Grundbuch - was kostet das? #rofl

Geld? Das hängt doch wohl davon ab, welches Lebensmodell ein Paar lebt.
Wenn sie nicht berufstätig ist, weil sie sich um die Kinder kümmert, leistet sie sehr wohl ihren Teil dazu, auch wenn das nicht in Euro zu messen ist.

Beitrag von heimliche Sache 1 27.06.10 - 11:17 Uhr

Ich verstehe sie schon, von den Schwiegereltern kam das Grundstück und ein sehr großer finanzieller Teil.

Beitrag von sini60 27.06.10 - 12:03 Uhr

Du verstehst glaub gar nichts. Es geht doch nicht um Gebühren oder um das, was sie gemeinsam abbezahlt haben. Es handelt sich hier um ein Grundstück und Bargeld, vl. 100000,-- € oder noch mehr. Daher sollte ihm auch nachher das Haus gehören. Das ist auch der Wunsch der Eltern.

Alles andere ist Zugewinn und wird bei einer Scheidung sowieso je zur Hälfte aufgeteilt.

Beitrag von gh1954 27.06.10 - 12:36 Uhr

>>>Du verstehst glaub gar nichts.<<<

Was ist das denn fü ein verqueres Deutsch?

>>>Alles andere ist Zugewinn und wird bei einer Scheidung sowieso je zur Hälfte aufgeteilt.<<<

Wenns sowieso aufgeteilt wird, kann sie doch ebensogut ins Grundbuch.
Im Todesfall (falls die Ehe lange hält) hat sie dann die Arschkarte, wenn Kinder da sind.

Beitrag von sini60 27.06.10 - 13:11 Uhr

Sobald sie im Grundbuch steht haftet sie auch für die jetzigen Schulden und kann sich natürlich bei einer Scheidung quer stellen. D.h. sie zieht z.B. nicht aus, dann muss er aus dem Haus oder sie besteht darauf das Haus zu verkaufen. In beiden Fällen hat er eben dieses Haus verloren.

Für den Todesfall macht man ganz einfach ein Testament.

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