Probleme mit Hund vom Tierschutz

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von prettyfly1 27.06.10 - 11:58 Uhr

Hallo,
habe seit 2 Wochen einen Hund vom Tierschutz aus Griechenland. Er hat sich schon gut eingelebt, das Problem ist aber, dass er draußen totale Angst hat vor Menschen. Ich kann mit ihm nirgends hingehen (zum Glück wohnen wir aufm Dorf), da bekommt er Panik. Ich gehe jetzt mit ihm zur Hundeschule (Therapie), es ist schon besser geworden, aber ich weiß nicht ob ich das noch durchhalte. Der Hund wurde vermittelt mit"er liebt alle Menschen, ganz besonders Kinder". Ok, er ist nicht aggressiv, aber von Menschen lieben ist er weit entfernt. Ich bin alleine mit zwei Kindern und habe mir dass mit dem Familienhund etwas anders vorgestellt, bin ehrlich gesagt mit diesme Hund etwas überfordert.
Ich hatte bereits 13,5 Jahre einen Rottweiler SH Mix und hatte keine Probleme mit dem, habe also auch Hundeerfahrung. Aber dieser Hund gehört für mich in fachmännische Hände, der ist eigentlich nicht vermittelbar. Nun meine Frage, habt ihr eine Idee, was ich da machen kann? ich habe bereits die Frau vom Tierschutz angeschrieben dazu. Bin ja mal gespannt was sie sagt. Was kann ich machen?
LG Diana

Beitrag von sora76 27.06.10 - 14:26 Uhr

Hallo!

Das ist natürlich blöd. So ein Hund braucht viel Geduld und Liebe, wenn du das nicht aufbringen kannst ist es nicht der richtige Hund für euch.
Es gibt noch die Möglichkeit mit Bachblüten was zu versuchen. Das enspannte eben ein wenig. Wirkt aber nicht bei jedem Hund.
Ansonsten: Wie war der erste Kontakt mit ihm? Was hat die Frau sonst noch gesagt? Wenn ein Hund Angst hat, dann sieht man das ja sofort. Da wäre ich eben mißtrauisch geworden. Euch kannte er ja auch nicht direkt.

Davon abgesehen ist er erst 2 Wochen bei euch. Für so einen Hund noch nicht wirklich viel Zeit. Wer weiß was er erlebt hat?!
Ich hätte ihn wahrscheinlich auch nicht direkt zu einer Hundeschule geschleppt. Er sollte sich erstmal bei euch einleben und Sicherheit bekommen. Das ist so alles wohl auch zuviel für ihn. Solche Hunde brauchen erstmal Sicherheit und das sie merken das ihnen nichts passiert.
Habt ihr einen Garten?! Wenn er sich da sicher fühlt, dann ist das doch nicht schlecht. Die Nachbarn sieht er ja dann auch jeden Tag und kann sich daran gewöhnen.
Ihr solltet bei so einem Hund auch schauen, das er einen geregelten Tagesablauf hat. Das eben alles immer Gleich abläuft. Wenn ihr immer zur gleichen Zeit geht, dann sind meist auch die gleichen Leute unterwegs. Somit gibt das wieder Sicherheit. Das er eben nicht dauernd mit fremden Leuten konfrontiert wird. Wir gesagt, das wird alles dauern und geht nicht in 2 Wochen.

LG Sonja

Beitrag von prettyfly1 13.10.10 - 15:04 Uhr

Hallo,
wollt mich nochmal melden und euch mitteilen, wie es läuft. Also Hundi hat sich nach jetzt fast 4 Monaten zu einem prima Kumpel entwickelt, er läuft auf dem Feld ohne Leine und kommt wenn ich ihn rufe, ist ein super lieber Hund, natürlich auch noch scheu ggü. Fremden aber ich versuche da nicht so drauf ein zu steigen, sondern laß ihn in Ruhe und dann kommt er von alleine.
Danke nochmal für alle eure Tipps und die aufmunternden Worte #herzlich!
LG Diana + Lousy#hund

Beitrag von honeygirly18 27.06.10 - 14:41 Uhr

Hallo,

wir haben auch einen Hund aus einer Tierschutzorganisation aus Griechenland. Meine ist auch ein absoluter Problemhund, sie ist sehr sehr ängstlich, aggressiv fremden Menschen gegenüber und man muss halt immer aufpassen. Ich geh mit ihr regelmäßig in die Hundeschule und übe viel mit ihr. Draußen wird es immer ein Problemhund bleiben aber daheim ist sie die liebste und brävste Hündin überhaupt und ich bin sehr froh das ich sie habe.

Allerdings wenn ich mir einen Hund aus dem Ausland hole muss ich mir darüber im Klaren sein das es diese Hunde nicht unbedingt einfach sind und evtl. mehr Erziehung und intensivere Betreuung brauchen als ein Hund vom Züchter. Vielen dieser Hunde fehlt die Prägungsphase und von daher kennnen sie viele Sachen nicht.

Wenn du mit dem Hund überfordert bist gib ihn der Organisation zurück hole dir dann aber auch bitte keinen Hund mehr aus dem Ausland, schließlich kann der nächste Hund auch wieder so sein. Man weiss nie was für einen Hund man bekommt, aber bei einem Hund aus dem Ausland weiss man es noch weniger.

LG

Beitrag von manavgat 27.06.10 - 15:08 Uhr

Das ist das Problem, wenn man einen Hund aus dem Ausland importiert. Mit Tierliebe hat das wenig zu tun, es ist schlicht zu kurz gedacht.

1. sollten sich die Griechen um ihr Tierproblem selbst kümmern. Mit solchen Aktionen entlässt man die Verursacher aus der Verantwortung.

2. Diese Tiere können bei Problemen und besonders bei falschen Angaben nicht zurück gegeben werden. Hättest Du einen Hund von deutschen Tierschützern übernommen, dann wüßtest Du jetzt, wohin wenden und könntest das Tier auch zurückgeben. Außerdem kann man - zumindest

Ist für Dich jetzt keine Hilfe, ich hoffe aber, dass andere sich zukünftig eher mal überlegen, ob dieser Hunde/Katzenimport wirklich sinnvoll ist.

Gruß

Manavgat

Beitrag von blaue-blume 28.06.10 - 14:54 Uhr

endlich sprichts mal jemand aus...#pro seh ich genauso...

lg anna

Beitrag von ici27 29.06.10 - 09:24 Uhr

Sag mal was erzählst du für einen Quatsch?
Informier dich genau über Auslandtierschutz und dann rede weiter.
Schwarze Schafe gibt es natürlich auch im Auslandtierschutz,
aber auch reichlich bei deutschen Vereinen!!!

Beitrag von martina75 27.06.10 - 15:10 Uhr

Hallo,
wir hatten ein ähnliches Problem. Nachdem unser erster Hund verstorben war, haben wir uns einen Hund aus dem Tierschutz geholt. Er war 1,5 Jahre, seit 4 Wochen in der Pflegestelle und lt. Aussagen der Pflegefamilie problemlos im Umgang mit Kindern jeden Alters (die Familie hatte 2 Kinder im Alter von ca. 3 und 5 Jahren). Es war auch erst soweit alles o.k. bis er nach ca. 4 Wochen unseren großen Sohn (er war da 5,5 Jahre alt) mehrfach gebissen hat. Unser Sohn hat im Wohnzimmer gelegen und gespielt, als der Hund auf einmal auf ihn loslief und in den Po biß. das war der erste Biß, den wir noch damit abgetan haben, daß sich der Hund vielleicht vor etwas erschrocken hat und unseren Sohn als "Verursacher" gesehen hat. Die nächsten beiden Male habe ich direkt dabeigestanden, als unser Sohn nebem dem Hund (Abstand ca. 1 m) herging, der Hund aufsprang und ihn ins Bein gezwickt hat. Daraufhin haben wir den Hund schweren Herzens wieder zur Pflegestelle gebracht, da uns das Risiko zu groß war, daß das Tier irgendwann mal richtig böse zupackt, zumal wir auch noch einen kleinen Sohn haben, der damals knapp 14 Monate alt war.
Uns wurde zwar von der Pflegestelle vorgeworfen, unser Sohn hätte sich falsch verhalten, aber ich bin ja dabeigewesen. Wir vermuten, daß unser Sohn in seinem Spiel den Hund an irgendjemanden/irgendetwas Böses erinnert hat, aber wie gesagt, das Risiko war uns einfach zu groß, daß mal was wirklich dramatisches passiert.
Wir haben uns dann entschieden, die Zeit in die Erziehung eines Welpen zu investieren, das kostet zwar am Anfang viel Zeit und Kraft (und viel Zewa für die kleinen Pfützen), aber die Wahrscheinlichkeit, daß der Welpe in seinem bis dahin erst kurzem Leben eine böse Erfahrung gemacht hat, ist sehr gering. Wir konnten uns beim Züchter beide Elterntiere ansehen.
Mittlerweile hat sich unser Welpe zu einem sehr quirligen jungen Hund entwickelt, der sehr stürmsich, aber sehr lieb im Umgang mit unseren Kindern ist.
Nach unserer Erfahrung denke ich, daß die meisten erwachsenen Hunde aus dem Tierschutz doch eher für Familien ohne bzw. mit größeren Kindern geeignet sind.
LG,
Martina75

Beitrag von bellababy 27.06.10 - 15:13 Uhr

Hallo,

seit 2 Wochen hast Du den Hund das ist noch keine lange Zeit. Die Hunde aus Griechenland sind Strassenhunde, schonmal gesehen was mit denen passiert da unten? Die werden gejagt, geschlagen, vergiftet, verstümmelt, gequält und kein Tierschützer kann Dir je sagen was das arme Tier wirklich durch hat. Ich habe einen Hund aus Griechenland seit 4 Jahren, immer mit gearbeitet immer in allen Situation mitgenommen und was soll ich sagen? Er wird niemals angstfrei sein! Ich kann aber damit leben das ich nunmal einen Hund habe der halt nicht so ist wie alle anderen aber dafür liebt er mich abgöttisch und gibt mir soviel Dankbarkeit zurück.




liebe Grüße
Janine

Beitrag von prettyfly1 13.10.10 - 15:08 Uhr

Hallo und ich wollte mich nochmal für deine Antwort bedanken und dir mitteilen, dass es mit dem Hundi jetzt super läuft. Er hat natürlich oft noch Angst, aber ich versuche da nicht einzusteigen und ihn zu nix zu drängen. Er ist ein super lieber Hund und kommt auch mit den Kindern gut klar. Wie ihr schon gesagt habt, man braucht sehr viel Geduld!
#herzlich e Grüße
Diana

Beitrag von bruchetta 27.06.10 - 20:12 Uhr

Wenn es zu Hause okay ist, ist doch schon mal gut!

Müsst Ihr ihn denn überall mit hinnehmen? Wenn er sich zu Hause wohler fühlt, dann laßt ihn doch da, wenn ihr irgendwo hingeht, wo er Angst bekommt.
Zumindest erstmal.

Geht nur an ruhige, ihm vertraute Plätze und erweitert das ganz laaangsam, unmerklich quasi.

Von der Hundeschule würde ich ggfs. auch erstmal Abstand nehmen. Womöglich überfordert ihr ihn.
Er war vermutlich Straßenhund, er kennt von all dem hier NICHTS.

Ich finde das nicht sonderlich anstrengend, man darf nur nicht zuviel erwarten. Schon gar nicht nach 2 WOCHEN!! #schwitz

Beitrag von pechawa 27.06.10 - 22:34 Uhr

Hallo,

hast du niemanden im Bekanntenkreis mit einem "hundeverträglichen" Hund? Mach die beiden miteinander bekannt und wenn sie sich aneinander gewöhnt haben, mit der/dem Bekannten und Hund los ziehen! Dein Hund kennt wahrscheinlich noch nichts und ist überfordert, außerdem hat er Angst. Einen so überängstlichen Hund kannst du mit einem anderen souveränen Hund am besten beruhigen. Und das wird dauern, von heute auf morgen wird da nichts klappen!

LG

Beitrag von binecz 28.06.10 - 20:59 Uhr

Also wenn es garnicht geht würde ich ihn auch lieber zurückgeben oder jmd. suchen der die Zeit und Energie hat sich um den Hund zu kümmern wie er es braucht.

Als Anmerkung, mein Hund ist auch aus dem Tierschutz und es hat gute 6Monate gedauert bis er sich halbwegs eingelebt hat und "er selbst" sein konnte wobei er (wie es scheint) kaum Erfahrungen mit Gewalt gemacht hat. Somit quasi nur ein "mittelschwerer" Fall.
Nach 2wochen hat sich kein Tierschutzhund eingewöhnt!!!

Alles Gute!

Beitrag von petra1982 29.06.10 - 08:17 Uhr

Also entschuldige bitte, selbst ein Laie kann sich doch vorstellen wie ein Strassenhund sich verhält bzw auf Menschen reagiert und aus Griechenland sowieso, die sind doch zu Hunden wie zu Mist sorry

Habt ihr gedacht oder geglaubt was die da schreiben? Bischen Naiv oder? Hättest uns vorher gefragt, habe zwei Kinder und suche Familienhund wie wäre es mit einem Strassenhund, hätten dir alle abgeraten, nun was willste machen? TH? Ich würde sagen da müsst Ihr durch und das nächste mal denken bevor man sich ein Tier holt mein Gott

Beitrag von ici27 29.06.10 - 09:27 Uhr

Generell ist es natürlich schade, wenn Angaben zum Hund nicht stimmen.
Aber 2 Wochen sind auch viel zu kurz.
Gerade Tierschutzhunde (egal ob Ausland oder Innland) brauchen ca. 8-12 Wochen für die Eingewöhnung.
Diese Zeit muß du dem Hund schon geben.
Und glaub mir der größte Lohn ist, wenn du durchhälst und die Erfolge siehst.

Beitrag von lutzi123 29.06.10 - 10:41 Uhr

1. wie du sagst 2 Wochen haben und meinen man hat einen supi Hund geht nicht

2. wenn man einen Strassenhund aufnimmt ist einem doch bewusst das er Menschen nicht wirklich gewöhnt ist oder?

3. eine Katze hätte da wohl besser gepasst als überhaupt ein Hund, denn jeder Hund heisst eine Menge arbeit an erziehung.....