Leistung von Überstunden. Wieviele sind zulässig??

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von ghosti 28.06.10 - 07:18 Uhr

Guten morgen!!!

Ich habe da ein grosses Problem. Arbeite in einem Altenheim als Fachkraft. Habe bisher immer im Nachtdienst gearbeitet, aber seit 01.06. musste ich wieder in den Tagdienst. Leider kann ich nur Frühdienste machen, was ich auch vorab mit der Heimleitung so besprochen habe.
Das das natürlich ein Problem ist, war mir ja klar. Habe auch gesagt, wenn das nicht geht, dann gehe ich. Wäre zwar nicht schön gewesen, aber nicht zu ändern. Na ja, im Juni ging es ja noch. Ich wurde ganz normal für die Frühdienste eingeteilt.
Der Dienstplan für Juli erschien dann endlich mal am 25. und was sehe ich da. Ich habe von vorne herein 45 Überstunden geplant. Ich müsste nächsten Monat bei 30 Stunden die Woche 133 Stunden arbeiten. Laut Plan arbeite ich aber schon 179 Stunden. Also die Anzahl einer Vollzeitkraft.
Habe mich bei der PDL beschwert und die sagte dann nur von wegen ich wäre ja auch so unflexibel und da müsste man immer gucken wer denn da den gegen Part für den Spätdienst macht. Ausserdem ist halt Urlaubszeit und wir haben zu wenig Personal.
ICh bin echt sauer. Wusste, dass die Retourkutsche kommt von wegen sie können ja nur morgens.
Ich habe ihr auch gesagt, dass ich diese Stunden nicht leisten kann. ICh bin die Woche über alleine mit meiner Tochter und muss sehen wie ich das alles auf die Reihe bekomme. Die Kleine muss regelmäßig zur KG. Die haben aber meistens nur vormittags Termine frei. Da fängt es dann schon an.
Ich bin ausserdem auch nicht auf 30 Stunden runter gegangen um dann als Vollzeitkraft zu arbeiten.
Ich bekomme da auch Probleme mit meiner Tagesmutter. ICh habe einen Vertrag über 156 Stunden. Wenn die Dienste so bleiben, dann komme ich im Juli auf 190 Stunden. Diese Stunden müsste ich dann extra zahlen. Das sind dann noch mal zusätzliche Kosten, die ich mir nicht leisten kann.
Kann ich irgendetwas dagegen tun???
Es ist ja nicht das erste mal, dass sowas passiert. Seit wir im November 09 eröffnet haben ist das ein Dauerzustand und jeden Monat hört man das gleiche. Einen Betriebsrat haben wir nicht, da wir alle nur Zeitverträge haben und Betriebsvereinbarungen gibt es auch nicht. Im Arbeitsvertrag steht halt nur drin, dass man zu Mehrarbeit verpflichtet ist.
Kann ich mich weigern diese Stunden zu leisten??? Ich kann das einfach nicht.
Wer hilft mir da mal weiter??

Beitrag von manavgat 28.06.10 - 10:45 Uhr

Ich hatte das Problem immer mal wieder. War auch eine 30 Stundenkraft, dazu allein erziehend. Ich habe mich durchgesetzt. Wer Teilzeit arbeitet - und auch nur Teilzeit bezahlt bekommt - ist nicht verpflichtet Überstunden regelmässig und in dieser Anzahl zu leisten. Notfälle sind etwas anderes. Urlaubszeit ist jedoch kein Notfall, sondern planbar.

Ich würde mich wehren. Wer zahlt dir die Mehrkosten für die Betreuung?

Gruß

Manavgat