Röhchen setzen oder zum Homöopathen??

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von bienie 28.06.10 - 08:20 Uhr

Hallo Zusammen,

bei meiner Tochter (3 jahre) wurde festgestellt, dass das Sekret im Ohr nicht richtig ablaufen kann. Dadurch hört sie schlecht, die hohen Töne kommen wohl garnicht mehr durch, dadurch sprichst sie sehr undeutlich - daher soll sie Röhchen gesetzt bekommen.

Ich habe aber wahnsinnige Angst, dass bei der Vollnarkose etwas schief gehen kann. Jetzt habe ich von meiner Freundin erfahren, dass man beim Homöopathen dieses wohl auch beseitigen könnte - irgendwie mit Kerzenwachs in Ohr oder sowas in der Art!!

Kennt das jemand, oder weiß jemand was damit gemeint ist??? Bin nämlich momentan soweit, dass wenn wir keine Alternative finden ich es nicht machen lasse!!!

Vielen Dank im Voraus für eure Antworten.


Sabrina + Merle (07.04.2007)

Beitrag von jsteinba 28.06.10 - 08:30 Uhr

Vileicht meint sie Ohrkerzen? Ich habe allerdings noch nicht gehröt, dass diese bei Paukenergüssen eingesetzt werden... kann aber sein.

Bei unserem Sohn wollte der Arzt auch operieren, ich hatte kein gutes Gefühl und wir haben es erst einmal anders versucht. Wir haben über einen längeren Zeitraum Otovowen gegeben. Haben ihn viel Pusten lassen. Auf dem vom Arzt empfohlenen "Ballon aufblasen" haben wir aus Sicherheitsgründen jedoch verzichtet, da der Bruder eine früheren Freundin dabei ums Leben gekommen ist. Aber Watte pusten, Kerzen auspusten usw.

Bei unserem Sohn hat es sich so gelegt.



Viele Grüße
Julia

Beitrag von wemauchimmer 28.06.10 - 08:34 Uhr

Kerzenwachs ins Ohr als Alternative zu einer Drainage?
Mit Verlaub, die Freundin und ihr Homöopath haben einen Knall.
Hilf Deiner Tochter, laß die Röhrchen machen, gutes Hören ist sehr wichtig für die Entwicklung. Es geht hier doch nicht um irgendein Wehwehchen. Und es kommen auch nicht massenhaft Leute zu Schaden bei einer Vollnarkose.
LG

Beitrag von wort75 28.06.10 - 09:57 Uhr

probiers aus.

mein kind sprach sonst auf homöopathie gut an. (virale aphten im mund, heuschnupfen etc.) aber gegen seine chronische MOE half der homöopath erstaunlicherweise gar nicht. OBWOHL die genau bei solchen erkrankungen unglaublich grosse erfolge hatten.
aber unser homöopath hat schliesslich selber gesagt, wir sollen bitte beim spezialisten bleiben, er wolle diese verantwortng nicht. und - oh ausnahme - hand in hand haben der homöopath und der ohrenspezilist zusammengearbeitet... und es hat genau nichts gebracht...

wir hatten zwei mal röhrchen - hat nix gebracht, sind zu schnell rausgefallen. bei uns waren die ops grauenhaft. ich kanns nicht anders sagen. grund war ein akuter, nicht entdeckter infekt, der eine tierfere narkose nicth zuliess. so hat der kleine wohl einiges mitbekommen von der op... und hatte zu wenig sauerstoff im blut. aufgewacht ist er sehr schlecht, hat vier stunden gebüllt und geschriehen. ABER man muss agen: am op tag waren sicher 50 kinder dort (der tag ist reserviert für diese ops, es hat natürlich merhere ärzte!) und nur unserer und ein weiteres kind unter vier hatte solche probleme. alle anderen sind aufgewacht, haben sich geschüttelt und gut war...
wir haben zeitgleich mit der zweiten op die mandeln entfernen lassen.d as war hingegen gut - das ohr wird mehr belüftet... was wir nicth merken. hingegen kann er besser atmen, schläft besser, kriegt mehr luft uns ist von dem tag an sporltich eine superkanone, wo er früher sehr tapsig war...

homöopathie ist wirklich gut bei MOEs, probiers zumindest und halte bei veränderungen immer kontakt zum homöopathen. achte auf alles- ob der ausfluss anders richt etc. und bereite dich darauf vor, dass das erste gespräch beim homöopathen mehr als zwei stunden dauert - er beobachtet das kind halt auch sehr gut in der zwischenzeit musst du alle krankheits-vorgeschichten erzählen. mach am besten dahiem schon notitzen und nimm den impf-pass mit. dass kann auch helfen.

Beitrag von 4mausi 28.06.10 - 10:37 Uhr

Bei uns fingen in diesem Jahr die Ohrenprobleme an.

Seit einem halben Jahr hat meiner 3 Mittelohrentzündungen hinter sich gebracht, und hat ebenfalls seit Feb. Wasser im Ohr und hört schlecht.

Meine 2 kompetenten Ärzte (Kia+HNO) sagen beide, daß eine OP möglichst umgehen werden sollte.
Die Flüssigkeit wird bald von alleine verschwinden (vor allem im Sommer).

Ansonsten kann man Nachbehandeln und das tun wir gerade! Frag mal beim HNO.

Oder schreib mich auch ruhig mal über die VK an.

LG

Beitrag von daddy69 28.06.10 - 10:54 Uhr

Hi,

nichts gegen die (gut gemeinten) Tipps der hiesigen Laien, aber Du solltest Dir im Zweifelsfall lieber die Meinung von weiteren Ärzten einholen.

Und wenn Deine Tochter jetzt schon undeutlich spricht, kann sie auch in anderen Bereichen Defizite entwickeln. Also nicht länger warten.

LG
Peter

Beitrag von tinebine 28.06.10 - 13:23 Uhr

Hallo,

wir haben auch das gleiche Problem. Bei uns war es nur so, daß meine Kleine aufgrund einer anderen Geschichte kurz vor dem ersten Auftreten der "Schwerhörigkeit" erst eine Vollnarkose bekommen hat. Daher wollte ich sie nicht gleich wieder in Vollnarkose legen lassen. Wurde auch mit dem HNO-Arzt abgesprochen.

Dann sind wir zu einer Osteopathin (ist auch auf Kinder spezialisiert) gegangen. Was soll ich sagen, es wurde um Welten besser. Kann aber mehrere Sitzungen dauern. Bei uns wars nach der ersten Sitzung viel besser. Wir sind aber trotzdem weiter zur Beobachtung der Situation regelmäßig beim HNO-Arzt. Dieser hat übrigens auch die Verbesserung kaum glauben können.

Die Ohrkerzen helfen bei sowas nicht.

Liebe Grüße

Christine

Beitrag von knuffelbunt 28.06.10 - 13:56 Uhr

Hallo Sabrina!

Ich kann "Peter" nur zustimmen!!!!

Meine Tochter ist einen Monat älter als Deine Merle. Sie ist Sprachentwicklungsverzögert...aufgrund der gleichen Probleme!!!!

Sie hat ihre erste OP mit Polypen entfernen und Paukenröhrchen im Nov. 2009 bekommen. Die Röhrchen waren aber leider schon nach kurzer Zeit verstopft und sind nach nur 2 Monaten heraus gefallen!!!
Das war schon sehr frustrierend. Nach öanger Überlegung und einigen Arztbersuchen weiter, haben wir uns gegen die Mehrheit der Ärzte entschieden und im April 2010 eine weiter OP mikt "Dauerröhrchen" vornehmen lassen.
Der Erfolg ist da! Seit dieser OP macht meine Tochter enoorme Fortschritte! Es macht richtig Spaß zu sehen, wie sie jeden Tag dazu lernt und mehr Spaß am Leben hat! Den Unterschied sieht man ja dann doch erst hinterher!
Jetzt hört und spricht sie nicht nur besser, sondern hat auch ein besseres Körpergefühl/Gleichgewicht, bewegt sich besser und balanciert so gerne!

Ich würde diese OP jederzeit wieder vornehmen lassen. In dem Alter ist Zeit sehr kostbar....die Sprachentwicklung ist irgendwann nur noch schwer einzuholen und das Kind wird von anderen ausgegrenzt. Als Eltern bekommt man oftmals doofe Blicke, wenn sich das Kind nicht ausdrücken kann...so nach dem Motto: Das Kind wird nicht gefördert und sitzt nur vor dem Fernseher.

Aber Ihr werdet sicher einen Weg finden um Eurer Tochter zu helfen!

Alles Gute! #klee

Beitrag von bienie 28.06.10 - 14:02 Uhr

Hallo,


vielen lieben Dank für deine Antwort!! Ich würde diese OP ja auch immer machen lassen, wenn wir dieses Jahr nicht 2010 haben.

Wir haben alle 5 Jahr Todesfälle in der Familie die mir bisher immer sehr nahe gegangen sind. 1985 der Freund meiner Oma, war wie mein Opa; 1990 mein Onkel, 1995 mein Cousin mit 20 Jahren, 2000 meine über alles geliebte Oma und 2005 mein Papa!! Ich bin eigentlich überhaupt nicht abergläubig, aber wenn ich daran denke läuft es mir Eiskalt den Rücken runter und ich habe einfach Angst das man mir noch meine Maus nehmen will.

Ich weiß aber auch, dass ich bei meinem Mann da auf taube Ohren treffe wenn ich ihm das sage. Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll!!

LG

Sabrina

Beitrag von desi14 28.06.10 - 18:56 Uhr

Hallo,
unsere Tochter hat die >Röhrchen auch mit 2,5 Jahren bekommen. Ich bin ständig zum Arzt gerannt weil sie nicht sprechen konnte und überhaupt nicht reagiert hat. Sei froh das dein Arzt es von alleine anspricht. Wir sind zu einer Menge von Ärzten gegangen sie waren nämlich immer der Meinung das sie gut hört und wir es mit ihrer Zwillingsschwester vergleichen(bei der sind wir froh wenn sie mal 5min die Klappe hält). Nun endlich hat sie Röhrchen( letztes Jahr August) Seitdem keine Erkältung mehr und die Sprache entwickelt sich super. Vorher kam nur mama papa tinken selbst für mich als mama sehr unverständlich.

Dank der Ärzte die vorher meinten das Kind hat nichts können wir jetzt bis sie zur Schule geht zum Logopäden rennen. Das sind ja nur noch 3 Jahre jede Woche 1x:-[

Übrigends der Arzt der sie operiert hat war der Meinung das wenn wir noch länger mit der OP gewartet hätten wäre durch das Sekret und die ständigen Entzündungen die Knöchelchen im Ohr angegriffen worden und sie hätte ganz taub werden können#schock