Verkehrt, wenn Geschwister voneinander lernen (SILOPO?)

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von bald-dreifachmama 28.06.10 - 18:00 Uhr

Ich habe heute in einem anderen Chat im Kinderforum erzählt, dass meine kleine Tochter (1 1/2) viel von ihrer grossen Schwester (4 1/2) abschaut und auch nach macht. Dabei lernt sie meiner Meinung auch viel und die Grosse lernt dabei, dass sie ein Vorbild ist und benimmt sich auch anständiger.
Es ging heute auch darum, dass ich die Kleine trocken bekommen möchte. Die ersten male hab ich mich aufs Töpfchen gesetzt und hab auch rein gemacht, nur damit sie sieht, was ich von ihr möchte. Meine Grosse fand das lustig und möchte von nun an mit der Kleinen aufs Töpfchen gehn, sprich erst geht dir Grosse drauf und zeigt ihr, was sie machen soll, danach setzt sich die Kleine drauf.
Oder wenn die beiden Traubenzucker bekommen erwarte ich von der Grossen, dass sie das leere Papier in Müll bringt. In letzter Zeit drückt sie das Papier der Kleinen in die Hand und zeigt ihr, wo es hin muss. Zweimal hat die Kleine es jetzt schon ganz allein, ohne was zu sagen in Müll geworfen.
Es gibt noch einiges, was die Grosse in der Kleinen zeigt. Jetzt meinten einige Mütter, das wäre alles ganz falsch. Ich wäre schliesslich die Mutter und müsste meinem Kind alles lernen. Denn meine grosse Tochter könnte ja auch noch nicht alles und würde so vieles falsch weiter geben. Ich wäre dann diejenige, die jammern würde, weil keines meiner Kinder etwas auf die Reihe bringen würde.
Dabei lerne ich mit beiden meiner Töchter alles und hab es jetzt nicht schlimm gefunden, wenn die Grosse auch mal was gezeigt hat. Ich dachte statt dessen, dass es sie bestätigt, wenn sie sieht, dass ihre Schwester von ihr was gelernt hat. Und wenn doch mal was falsch beigebracht wird, bin ich immer gleich hinten dran und erklär es richtig.
Jetzt wäre es nett, wenn ich hier auch ein paar Meinungen bekommen würde. Bin ich wirklich so eine unbegabte und faule Mutter, als die ich hingestellt wurde? Oder lässt noch jemand seine Kinder in den Geschwistern was zeigen?
Danke schon mal, für die Antworten

Beitrag von silbermond65 28.06.10 - 18:15 Uhr

"Die ersten male hab ich mich aufs Töpfchen gesetzt und hab auch rein gemacht, nur damit sie sieht, was ich von ihr möchte. "

DAS ist nicht dein Ernst oder ??? DU setzt dich aufs Kindertöpfchen und pinkelst rein ,damit dein Kind weiß ,was du von ihm willst ? Das hast du hoffentlich nur falsch geschrieben.


"Oder wenn die beiden Traubenzucker bekommen erwarte ich von der Grossen, dass sie das leere Papier in Müll bringt. In letzter Zeit drückt sie das Papier der Kleinen in die Hand und zeigt ihr, wo es hin muss."

Klasse für deine ältere Tochter.Die hat dadurch einen "Dienstboten" gefunden ,der IHREN Müll wegräumt.
Geschwister lernen auch so voneinander ,ohne daß du da ständig zwischenpfuscht.

Beitrag von bald-dreifachmama 28.06.10 - 18:48 Uhr

So habe ich es meiner grossen Tochter beigebracht, als sie einfach nicht auf ihr Töpfchen wollte. Den Tipp hab ich von einer Mehrfachmama bekommen. Und es gibt noch zig andere, die es so ihren Kindern beigebracht haben. Mit Erfolg. Wie hast DU denn deinen Kindern beigebracht aufs Töpfchen zu gehn? Bin immer wieder für neue Ideen offen.

Beitrag von silbermond65 28.06.10 - 18:59 Uhr

Wie hast DU denn deinen Kindern beigebracht aufs Töpfchen zu gehn? Bin immer wieder für neue Ideen offen.

Ganz sicher NICHT mit der Methode.Und ehrlich gesagt kenne ich auch niemanden der sowas je veranstaltet hat.
Meine Kinder durften immer mit zur Toilette .Und ich hab niemanden einfach so auf den Topf gesetzt ,weil ICH das Kind trocken kriegen wollte.
Meine Tochter hat sich ca. 2 Wochen vor ihrem 3.Geburtstag von ganz alleine auf den Topf gesetzt. Innerhalb weniger Tage war sie tagsüber trocken.....völlig stressfrei.

Beitrag von bald-dreifachmama 28.06.10 - 19:16 Uhr

Zwingen werde ich meine Tochter auch nicht dazu. Aber da Kinder eben viel lernen, indem sie etwas nachmachen, hab ich es eben auf diese Weise versucht.
Und da meine Kleine zur Zeit einen wunden Po hatte (sie hat die Windel, die ich getestet hab nicht vertragen), muss ich sie vom Arzt aus den Tag über ein paar Stunden "nackt" lassen. Vielleicht lernt sie es jetzt in der Zeit. Wenn nicht, ist es kein Beinbruch und die Windel kommt wieder dran.

Beitrag von whiteangel1986 28.06.10 - 19:35 Uhr

komische methode, ich kenne aber auch niemand der dem Kind gezeigt hat, auf dem töpfchen zu gehen, indem man sich selbst drauf setzt. Falsch finde ich das jetzt nicht. Aber machen würde ich das auch nicht, ist einfach zu komisch. Vor allem, was machen mutti´s die nicht so fit sind? oder schwerer (wie ich z.b.) bei einer größe von 1,77cm und einem gewicht von rund 90kg setzte ich mich nicht auf das töpfchen....

Auch wenn man seine daten nicht so veröffendlicht, spreche ich bestimmt aus was viele hier denken #hicks

Beitrag von marionr1 28.06.10 - 21:15 Uhr

#rofl#rofl#rofl

Als ich deinen Beitrag gelesen habe, habe ich mich, vor lauter lachen, an meinem Chips verschluckt.
Ich stelle mir gerade vor, wie der Topf unter meinen 90 Kilo zusammenkracht.#schock

Beitrag von inis 28.06.10 - 18:20 Uhr

Hallo,

klingt für mich nach einem typischen Fall von Mütter-Zickigkeit, wenn du mich fragst... ich finde es immer so schade, wenn Mütter sich gegenseitig runtermachen und die Methoden der Anderen grundsätzlich falsch sind. Versuchen wir uns doch lieber gegenseitig zu unterstützen! #liebdrueck

Alle Kinder und Familien sind doch unterschiedlich, warum müssen alle Mütter ihre Kinder auf die gleiche Weise erziehen?

Vielleicht sind die Kritikerinnen aber auch nur im Geheimen ein bißchen neidisch gewesen, weil ihre kleinen Kindern noch nicht so weit sind? #hicks Oder: weil die Kinder der anderen Mütter z.B. eine solche Vorbildfunktion nicht übernehmen könnten, können sich die betreffenden Mütter das eben auch nicht für andere Kinder vorstellen?
Oft gehen viele Eltern unterschwellig davon aus, daß andere, fremde Kinder eben doch so sind wie ihre eigenen...

Nur so meine Gedanken dazu...

lg,
inis
mit Iulian (2) und Zellknubbel (5. Wo)

Beitrag von schullek 28.06.10 - 18:45 Uhr

hallo,

das ist doch eine alberne diskussion. natürlich lernen die kinder voneinander, ob wir das nun wollen oder nicht., wieder mal ein beispeil (die vion dir angesprochene diskussion), dass viele mütter sich gedanken über sinnlose sachen machen, statt über die wirklich wesentlichen.

lg

Beitrag von miau2 28.06.10 - 18:57 Uhr

Hi,
also, das mit dem Töpfchen in dem Alter - na ja, andere Diskussion.

Zum Rest: natürlich lernen Kinder voneinander. Ich habe zwei Jungs, 2,5 Jahre auseinander, und mein Großer konnte mit 1,5 noch nicht über eine waagerecht liegende Leiter klettern - der KLeine kann es. Warum? Weil er seinem Bruder zugeguckt hat - und es ihm nachmachen WILL.

Der Große konnte auch mit 1,5 noch nicht seine Jacke alleine ausziehen, der kleine kann es. Der Große wollte in dem Alter auch noch nicht beim Tischdecken helfen (bitte jetzt keine Diskussion darüber, dass ich nicht perfekt bin als Mutter, dass meine Kinder noch nicht mit einem Jahr den Tisch perfekt für ein 3-Gänge-Menü eindecken konnten...), der Kleine besteht drauf.

Die Liste könnte ich endlos fortsetzen.

Ganz besonders süß: der Große hat natürlich gelernt, sich zu bedanken. Der Kleine auch - nach Mama und Papa war DANKE! (und meistens an der richtigen Stelle gebracht!) sein drittes Wort.

Natürlich lernen Kinder voneinander. Natürlich lernen sie auch Dinge voneinander, die nicht so super sind. Der Große hat neulich versucht, am (wegen Umzug leergeräumten) CD-Regal hochzuklettern. Der Kleine sofort hinterher...DAS ist meine Aufgabe als Mutter - da eingreifen, wo es notwendig ist.

Ansonsten finde ich es einfach super, wenn der Große den Kleinen (wörtlich oder auch nur im übertragenen Sinne) an die Hand nimmt und ihm die Welt zeigt. Und die ist ja auch für 4jährige schon ziemlich groß.

Und ich habe eine Menge Vertrauen in meinen Großen - wie wenig müssen das die Mütter, die das kritisieren in ihre eigenen Kinder haben (und DANN sollten sie sich mal fragen - warum nicht?).

Was genau soll denn deine Tochter falsch weitergeben, was ein 3 Jahre jüngeres Kind gleich richtig lernen soll?

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von gussymaus 28.06.10 - 19:36 Uhr

"Ganz besonders süß: der Große hat natürlich gelernt, sich zu bedanken. Der Kleine auch - nach Mama und Papa war DANKE! (und meistens an der richtigen Stelle gebracht!) sein drittes Wort."

#pro jaaa meine maus auch... sie sagt zwar nur "dannn" das "ke" fehlt immer als wenn sie stecken bleibt, aber es klappt... auch bei der wursttheke #huepf und das ist sicher nicht nur mein verdienst ;-) die kinder sagen unereinander auch danke wenn sie sich was zulangen... und natürlich wenn sie was bekommen von anderen, und da steht die kleine ja meist daneben...

und tröste dich: einjöhrigen müssen gar nicht tisch decken können #rofl es riecht doch wenn sie es mal versuchen. und wenn nicht ist auch noch zeit genug das beizubringen #cool

schön dass es doch noch mamas gibt (hier in diesem thread mehrere) die sich nicht bei jeder gelegenheit der verunsicherung preis geben und noch ihre eigenen gedanken haben #freu

Beitrag von misslila 28.06.10 - 19:15 Uhr

Hi,

ich habe zwar nur ein Kind, aber ich finde es gut, wenn Kinder voneinander lernen.

Und irgendeine Funktion muss doch die Mama oder Papa noch haben, so dass man Eingreift, wenn es mal falsch bzw. gefährl. ist. Aber das muss man auch bei einem Kind, das sich ausprobiert.

Meine Maus probiert sich im moment sehr oft aus. Sie hat vor kurzem Laufen gelernt, und jetzt ist klettern üben dran. Und klar hab ich Angst, das sie sich was tut, aber ich muss sie sich aus ausprobieren lassen und natürl. schützend daneben sein, dass ich sie ovn einer falschne bzw. gefährl. Sache abhalte und ihr kurz zeige wie es richtig geht. usw.

Dazu ist es doch für deine große Tochter eine schöne Sache, sie ist nicht nur vorbild, sondern Mama hat soviel vertrauen, dass sie es ihr überlässt, der kleinen etwas beizubringen. Das stärkt die Große und das ist eine super sache.

viele liebe grüße

miriam

Beitrag von gussymaus 28.06.10 - 19:32 Uhr

sooo falsch finde ich es nicht. die verantwortung solltest du der schwester nicht geben, ich finde geschwister sollten nicht müssen, aber wenn sioe mögen können sie uach mal auf ihre geschwister "aufpassen" mit ihnen spielen, ihnen dinge zeigen oder ihnen helfen, was sonst mamas job ist. aber eben NUR wenn sie WOLLEN. sie sollten jederzeit die freiheit haben zu sagen "nein, ich mag jetzt nicht helfen" oder "nein ich will sie jetzt nicht mit raus nehmen zum spielen" bis auf kleine notfälle mal abgesehen, da finde ich können größere kinder schon mal helfen müssen, wenn es eben nicht anders geht. aber eben nicht nur weil es so bequem ist. aber was das große kind dem kleinen von sich aus zeigen will soll es tun. verbietze das bloß nicht! das verantwortungsbewusstsein lernt man nirgends so einfach. meine großen jungs sind immer stolz wenn ihre kleine schwester sich was gutes von ihnen abgeschaut hat und ich das lobe, dass sie es so schön vorgemacht haben statt ihr quatsch zu zeigen..

ich sehe es schon kommen dass nicht ich sondern die brüder ihr das radfahren lehren - sie nehmen sie unheimlich gerne mit vors haus zum driradfahren/schieben usw. und wenns so ist: gerne. dann gönne ich es ihnen auch sagen zu können "das hab ICH ihr beigebracht"

das einzige: das mit dem töpfchen finde ich doch sehr befremdlich... mal abgesehen davon, dass ich nie ein töpfchen benutzen wollen würde, und auch nie ein eineinhalbjähriges zum trocken werden animieren würde, finde ich es doch seltsam wenn ein erwachsener in en kinderpötti macht.. aber wenn das für euch ok ist macht es. aber wunder dich nicht wenn das jemand seltsam findet... es gibt eben so dinge die gesellschaftlich nicht akzeptiert sind... z.B. auch dass große geschwister die muttermilch für ihre kleinen geschwister probieren. ich finds ok, besser als sie wegzuschicken... schmecken tut es denke ich doch den wenigsten... mein großer mochte bei der kleinen gerne die reste aus den milchschalen trinken... schaden wirds ihm sicher nicht und er hat einmal nmehr gemerkt: ich bekomme auch alles, wie meine schwester. warum sollte ich ihm das verbieten? einige finden das ekelig. kann ich mit leben. ich finde es legitim dass er probieren will. bei nuckelflaschen die die großen brüder urplötzlich wieder haben wollen findet es auch nahezu jeder ok...

Beitrag von 1familie 28.06.10 - 20:14 Uhr

Hallo,

natürlich lernen Kinder von Kindern.
Meine Söhne sind fast 6 Jahre auseinander und natürlich schaut sich der Kleine vieles vom Grossen ab und nicht umsonst gibt es gemischte Kitagruppen.

Mein grosser Sohn muss dem Kleinen nichts beibringen, wenn er aber möchte, kann er dies gern tun und wenn der Kleine sich einfach so was abschaut - auch kein Problem :-)

Ich werde aber dennoch meinen Sohn und auch mich nicht aufs Töpfchen setzen. Der Kleine weiss auch so, wenn der Grosser auf die Toilette geht, kann er das gern auf dem Topf machen oder eben auch auf der Toilette.
Mein Grosser war mit 2 jahren trocken und mein Kleiner fängt auch schon gut an :-)

LG