Will wieder in meine alte Haut

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von altes-leben 29.06.10 - 06:56 Uhr

Hallo

Ich war früher immer mit Amerikanern zusammen. Mir hat die ganze Einstellung, das Verhalten immer so gut getan (im Gegensatz zu den Deutschen).

Nach einer sehr verpatzten Beziehung habe ich einen Deutschen kennengelernt (weit ab von den Ammis). Nach drei Jahren Beziehung haben wie geheiratet. Er war auch immer so zuvorkommend, beschützend - eben das, was ich von den Ammis her kannte...

Jetzt ist das ganze aber vorbei. Jetzt hab ich einen typischen Deutschen hier... leider. Ich liebe ihn noch, ganz klar, möchte auch nicht unsere Familie aufs Spiel setzen.

Nur leider zieht es mich immer mehr zu anderen (in Gedanken). Ich träume wieder auf Englisch, manchmal erwische ich mich, wie ich über etwas nachdenke, dafür aber eher auf Englisch die Worte finde als auf Deutsch. Ich bin immer öfter in der "guten alten Zeit".

Die Zeiten sind vorbei, ich weiß - sie müssen vorbei sein, denn ich würde vermutlich nicht versuchen zu widerstehen, wenn ich mich wieder in diese "Gesellschaft" begebe.

Gibt es noch jemanden hier, der gerne wieder in die gute alte Zeit zurück möchte (egal in welcher Beziehung - einfach wieder so leben wie früher, mir hatte das so gut getan)

Vielleicht wäre ja ein Chat sinnvoll? Nur wo?!

Es vergeht nicht mal mehr eine Stunde, in der ich nicht daran denken muss :-(

LG

Beitrag von achje 29.06.10 - 07:28 Uhr

Wonach sehnst du dich zurück?
Nach der Unbeschwertheit der Jugend?
Du kannst die Uhr nicht zurückdrehen.
Vielleicht überdenkst du mal deine Klischee-Vorstellungen.
Wie ist der typische deutsche Mann?

Beitrag von altes-leben 29.06.10 - 07:58 Uhr

So genau kann ich das gar nicht sagen, aber es ist nicht die Jugend. Ich sehne mich nach Beachtung, nach Freude, nach Offenherzigkeit, nach dem "anderen Teil meiner Familie".

Die Klischee-Vorstellungen sind meine eigenen, aus eigener Erfahrung... der typische Deutsche ist demnach eher plump, kann seinen Gefühlen keinen Namen geben und ist so wenig auf seine Frau und Familie bedacht. Sie muss halt funktionieren.

Die Vorstellung eines Amerikaners: er ist auf seine Familie stolz, trägt ab und an mal seine Frau fast auf Händen, ist zuvorkommend, denkt nach, beschützt seine Familie.

Meine Klischee-Vorstellungen kann ich schlecht überdenken, da es meine eigenen Erfahrungen sind. Ich war und bin wohl noch immer absolut begeistert :-(

Beitrag von achje 29.06.10 - 08:08 Uhr

Ich verstehe nicht, warum du mit deinen Erfahrungen einen plumpen Deutschen geheiratet hast, wenn die Amis alle so anders und besser sind.
Wollten die Amis keine plumpe Deutsche :-) heiraten?

Dein Klischee vom Ami als Familienvater kennst du nur aus Fernseh-Serien?
Du warst nie mit einem verheiratet, glaubst du allen ernstes, dass dich ein Ami lange nach der Hochzit noch fast auf Händen trägt?
Die hohe Scheidungsrate haben uns die Amerikaner vorgemacht.

Ich glaube, der Alltag langweilt dich, sei dein Mann ein Deutscher oder Amerikaner.

Beitrag von altes-leben 29.06.10 - 08:14 Uhr

Wie ich bereits geschrieben habe, war mein Mann anders.

Das Klischee kenn ich nicht aus Fernseh-Serien. Mein Mann hätte mich bestimmt weiterhin auf Händen getragen, doch leider starb er. Ich lebte auch einige Jahre in USA.

Die verpatzte Beziehung war nach dem Tod meines Mannes. Alles lief falsch, ich war einfach noch nicht soweit. Danach kam ich wieder nach Deutschland.

Vielleicht langweilt mich der Alltag wirklich, mal sehen.

Beitrag von meine güte... 29.06.10 - 11:33 Uhr

Wieso trennst du dich nicht einfach und gehst wieder zurück nach Amiland???? Damit wären dann deine Probleme alle gaaaaaannnnzzz schnell gelöst.....

Beitrag von lichtchen67 29.06.10 - 09:29 Uhr

so, und jetzt hast Du Dich ausgeheult, den alten zeiten nachgejammert. die sind vorbei. und anstatt zu jammern und zu klagen, krempel die Ärmel hoch und schau hin, wo Du vielleicht im Jetzt was ändern kannst und Dir Zufriedenheit erschaffen kannst.

Sprich mit Deinem Mann offen, das wäre ein Anfang, erzähle ihm von Deinen Unzufriedenheiten, von Deinen Wünschen und Vorstellungen, dass er am Anfang anders war, dass Du das gerne zurückhättest....

ein gedankliches Leben in der alten Zeit ist eine Flucht aus dem momentanen Alltag - das tut auf Dauer nicht gut und schafft immer größere Unzufriedenheiten.

Vielleicht findet der typisch deutsche Mann ja auch selber nichts mehr in seiner Familie, worauf er stolz sein kann?

ein Chat... wäre weiterhin flucht.

lichtchen