Schwere Depression-Kind zur Adoption freigeben?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von misskakadu 29.06.10 - 09:21 Uhr

Hallo,

ein großes Problem beschäftigt mich in den letzten Wochen. Nie hätte ich gedacht mal vor so einer Entscheidung stehen würde.

Seit ca. 2 Jahren leide ich unter Depressionen. MIttlerweile sehr starke Depressionen..ich kann mich an nichts mehr freuen,bring nur wenig Gefühle auf.
Ich habe Angst daß das meinem Sohn schadet. Ich versuche mich so gut es eben geht um Ihn zu kümmern, aber es fällt mir schwer. Ich bin sehr ungeduldig.
Ich zermarter mir jetzt den Kopf ob es nicht für ihn besser wäre in einer intakten liebevollen Familie aufzuwachsen. Ich kann ihm das im Moment nicht bieten.
Was mich noch davon abhält ist dieses' Rabenmutterimage', das mir dann sicher aufgedrückt wird.
Aber was ist das schon gegen eine glückliche stabile Kindheit die mein Sohn haben könnte?

lg.

Beitrag von petra1982 29.06.10 - 09:33 Uhr

Hallo,

das Image scheiss drauf sorry

wie wäre es deinen Sohn erstmals in eien Pflegefamilie zu geben? dann kannst du dir helfen lassen und deine Depresionen in Griff zu bekommen und Ihn dann wieder zu dir zu holen? #liebdrueck

Beitrag von polar99 29.06.10 - 09:34 Uhr

Hallo,

bist Du in Behandlung? Hast Du schon mal eine stationäre Therapie gemacht?

lg polar

Beitrag von landmaus 29.06.10 - 09:55 Uhr

*Aber was ist das schon gegen eine glückliche stabile Kindheit die mein Sohn haben könnte? *

Hallo,

das ist etwas schönes, aber ersetzt nicht die liebevolle Mutter, die Du ihm offensichtlich bist. Nur ein Mensch der wirklich liebt, denkt darüber nach einen so schweren Schritt auf sich zu nehmen, um dem eigenen Kind das Lebensglück zu ermöglichen.

Ich würde auch vorschlagen, dass Du Dich ans Jugendamt wendest und Deinen Sohn für die Zeit Deiner Genesung in eine Pflegefamilie gibst. Vielleicht hast Du ja auch Freunde oder Verwandte, denen Du so vertraust, dass diese die Pflegestelle sein könnten.

Ich denke, dass es wichtig ist, dass Du entlastet wirst, Dich auf Dich konzentrieren kannst und Dir geholfen wird. Und das Euer Mutter-Sohn-Verhältnis in der Zwischenzeit geschützt und die Bindung so eng wie möglich gehalten wird. Eine Pflegefamilie kann Dir dabei wohl am besten helfen.

Viele Grüße und alles Gute

Beitrag von winnie_windelchen 29.06.10 - 09:57 Uhr

Hi, also ganz ehrlich -> wenn ich merke das mit mir etwas nicht stimmt würden mir Gedanken von wegen ich gebe mein Kind ab niemals aufkommen, im gegenteil, ich würde kämpfen, kämpfen für mich und mein Kind.

Ich weiß selbst wie es ist, so in etwa zumindest. Ich hatte Jahrelang mit Ängsten und Panikattacken zu tun. Auch ich habe mir Gedanken gemacht "wie soll das nur alles weiter gehen, ich kann meinem Kind ja nicht mal einen schönen Tag auf dem Spielplatz gönnen oder ein paar Stunden". Aber weg geben? Niemals!

Ich habe dann eine Therapie gemacht und zusätzlich noch eine 5 wöchige Reha und das alles hat mir sehr geholfen bzw. uns.

Versuch mal mit deiner KV zu reden bzw. mit deinen Ärzten. Wie man dir helfen kann, welche Therapien du machen könntest ect.

So einfach aufgeben käme für mich nicht in Frage und ich hoffe für dein Kind, das auch du dir das mit einer Adoption überlegst.

Es gibt immer Wege und Mittel, man muss sich nur kümmern und vorallem gewillt sein.

Lieben Gruß

Beitrag von landmaus 29.06.10 - 10:35 Uhr

*Es gibt immer Wege und Mittel, man muss sich nur kümmern und vorallem gewillt sein*

Hallo,

Deinen Lebensweg in allen Ehren, aber manchmal ist der richtige Weg einfach (vorübergehend) loszulassen.

Liebe Grüße

Beitrag von winnie_windelchen 29.06.10 - 12:00 Uhr

Vorübergehend....

Ich geb mein Kind in eine Pflegefamilie zb. für ein Jahr und hol es mir dann zurück? Meinst du nicht das auch dieser Weg große Risse hervorbringen kann?

Ich würde es verstehen wenn man zb. schon Therapien oder ähnliches gemacht hat, wenn man sich eben bereits bemüht hat und keine Erfolge sieht aber ich würde es nicht nachvollziehen können wenn man bisher noch nichts dergleichen getan hat.

Lg

Beitrag von landmaus 29.06.10 - 12:33 Uhr

*Ich geb mein Kind in eine Pflegefamilie zb. für ein Jahr und hol es mir dann zurück? Meinst du nicht das auch dieser Weg große Risse hervorbringen kann?*

Genauso ist das und ich weiss, dass das ein guter Weg ist. Meine Eltern haben häufig Kinder bis drei Jahren in Bereitschaftspflege. Diese Kinder sollen maximal 6 Monate bis 1 Jahr in der Pflegefamilie bleiben. Der Kontakt zwischen den Eltern und dem Kind wird in Fällen wie diesem hier sehr stark gefördert und das Kind in der schweren Zeit unterstützt. Die Zeit mit den Eltern ist unbeschwert und wieder voller Sicherheit. Die Eltern können sich auf sich konzentrieren und Ihre Krise dadurch schneller bewältigen.

Meiner Meinung nach sind die Risse viel größer, die entstehen, wenn Kinder einen solchen (Über-)Lebenskampf aus nächster Nähe mit erleben müssen. Wenn das Seelenleben der Mutter , wie im konkreten Fall, einem Krisengebiet gleicht, dann gibt es für ein Kind egal welchen Alters keine Sicherheit mehr. Das hat nichts mit kämpfen, versuchen oder sich bemühen zu tun. Die feinen Antennen eines Kindes nehmen das auf. Die Reaktionen reichen von übermässiger Angepasstheit, Rollenumkehr, Verhaltenstörungen bis hin zu kaum auffälligen Veränderungen. Aber die kindliche Seele bezahlt für den Ausnahmezustand. Immer. Davon bin ich fest überzeugt.

Beitrag von winnie_windelchen 29.06.10 - 13:12 Uhr

Jeder hat so seine Meinung und sicherlich gibt es auch gravierende Fälle wobei ich dann mit dir einer Meinung wäre, vieleicht ja auch bei der TE, es wäre schön wenn sie einigen noch antworten würde damit zu diesem Beitrag einige direkter antworten könnten, bisher ist alles ja nur spekulation.

Wenn es bei ihr wirklich so arg schlimm ist dann wird das evtl. "der Weg" für sie sein aber das kann nur sie selbst einschätzen bzw. die Behörden die ihr zustimmen oder abraten werden.

Lg

Beitrag von king.with.deckchair 29.06.10 - 21:08 Uhr

Denkst du, diese Selbstbeweihräucherung und das unterschwellige Runterputzen der TE ("man muss sich nur kümmern und vorallem gewillt sein" = sie kümmert sich nur nicht und will nur nicht ODER WIE?!) war nun hilfreich?!

Beitrag von winnie_windelchen 29.06.10 - 21:20 Uhr

Oh Man #augen

Sie hat sich bisher nicht 1x zu unseren Fragen geäußert.....ich frag mich warum?

Wenn sie denn schon irgendwas getan hat, wieso schreibt sie es dann nicht?

Ich habe ihr mit keinem meiner Sätze irgendwas unterstellen wollen und wenn das so rüber kommt (wie irgendwie so gut wie bei jedem 5. Beitrag den man liest) dann tuts mir leid.

Und runterputzen??? Ich weiß sehr wohl wie es ist hier runter geputzt zu werden und habe daher nicht vor dies hier irgendjemandem auch anzutun, im Gegenteil. Aber da es immer irgendjemanden gibt der das aus Texten raus liest, wunderts mich nicht!

Bevor das hier zu weit geht....ich gebs auf....ich hätte ihr nützliche Tips geben können ect., weil ich annäherend weiß wie es ist aber naja....

Beitrag von jeanie25 29.06.10 - 21:34 Uhr

Vielleicht hat sie auch anderes zu tun, als nur online sein und sich gegen deine Äüßerungen zu wehren!

Beitrag von winnie_windelchen 29.06.10 - 21:46 Uhr

Ich glaub die Hitze schadet langsam aber sicher. #rofl

Beitrag von hummelinchen 01.07.10 - 20:19 Uhr

hey winnie,

der Mensch ist verschieden und nur, wer selber mal eine Depression gehabt hat, kann nachvollziehen, was da passiert. Zudem kommt es auf den Auslöser an, und auf den Menschen an sich, nicht jeder ist ne Kampfsau... (in diesem Zusammenhang ist Kampfsau durchweg positiv gemeint ;-))

In einer Depression festzustecken ist die Hölle auf Erden. Diesen Beitrag zu schreiben, dürfte ihr schon fast alles an Kraft abverlangt haben..
Und im Grunde ist es ein Hilfeschrei, sie will ja nicht, sie weiß nur gerade nicht weiter...

Gib ihr positive Denkanstöße, gib ihr was von deiner Kraft ab... Schreibe diplomatisch...

Schön, dass du es geschafft hast... #pro :-)

Beitrag von winnie_windelchen 02.07.10 - 07:15 Uhr

Hi, meine Texte waren ja auch wirklich absolut nicht negativ gemeint, ich wollte nur hinterfragen.

Als ich dann ihren Beitrag mit den vielen Antworten wieso, weshalb, und warum gelesen habe konnte ich es dann 100% nachvollziehen.

Ich glaube nur das ich letztendlich nicht viel weiter helfen kann denn sie hat ja schon so viel probiert und ich lese auch raus das auch sie schon sehr lange kämpft.

Ein paar kleine Tips hab ich vieleicht noch und ich werd mir die Zeit nehmen dies ihr noch zu schreiben.

Lieben Gruß :-)

Beitrag von jeanie25 29.06.10 - 10:05 Uhr

Hallo,

ich finde es toll, das du trotz deiner schweren Krankheit so an das wohl deines Kindes denkst!

Ich habe eine Freundin, die mit einer schwer depressiven Mutter groß geworden ist. Sie hatte keine schöne Kindheit und leidet heute noch sehr darunter.

Ich würde dir raten dich mit dem Jugendamt in Verbindung zu setzen. Dein Sohn könnte vorrübergehend in eine Pflegefamilie. Dann kannst du dich voll auf dich konzenrieren und eine staionäre Therapie machen.

Ich wünsch dir viel Kraft und alles Gute!
LG

Beitrag von manavgat 29.06.10 - 13:04 Uhr

Bist Du überhaupt in Behandlung?

Gruß

Manavgat

Beitrag von misskakadu 29.06.10 - 15:31 Uhr

Hallo,

danke für die vielen Antworten.

Ein paar Hintergründe, kurz und knapp:

-2003 mittelschwere depressive Episode, 9 Wochen Klinik..geheilt und Jahrelang beschwerdefrei

-2006 ungeplante Schwangerschaft , Beziehung hatte ich schon beendet
bevor ich wußte dasß ich schwanger bin... Die Beziehung war nur kurz, aber trotzdem traumatisch ( missbräuchlich )

-Hab mich dann nach langem Überlegen für mein Kind entschieden

- Im Frühjahr 2007 kam mein Sohn zur Welt und es klappte gut mit Höhen und Tiefen, klar...

- 2008 Mutter KInd Kur da ich etwas ausgebrannt war. Akuter Schlafmangel...Kind wurde Nachts bis zu 14 Mal wach.

-2009 Beginn der Depression, für 8 Wochen in einer psychsomatischen Klinik mit Kinderbetreuung. Wenig Besserung..Bergabtrend...

-2010 seit einem halben Jahr stehe ich auf der Warteliste für Therapie. bin im Moment in einer Art Gesprächstherapie bei meiner Ergotherapeutin.

- Ich arbeite halbtags und das ziemlich gern

- Der KV kann und möchte sich nicht kümmern.

Vielleicht würde auch ein Klinikaufenthalt ohne Kind helfen..aber wie?

Ich fühle mich kraftlos, lustlos, die Nerven liegen blank. Am liebsten würde ich nur noch alleine sein..Schlafen...

Ich hasse diess Krankheit.

Beitrag von manavgat 29.06.10 - 17:07 Uhr

Auch Eltern die krank sind, können gute Eltern sein!

Ich würde Dir empfehlen, die Krankenkasse zu kontaktieren, ob es die Möglichkeit einer Therapie gibt, bei der das Kind mit aufgenommen werden kann. Alternativ kannst Du überlegen, ob Du Dein Kind für die Dauer der Behandlung in eine Pflegefamilie gibst.

Dein Kind komplett abzugeben, weil Du krank bist, halte ich für die schlechtere Variante. Jeder kann krank werden: Schlaganfall, Herzinfarkt oder einen Unfall haben. Das allein ist kein Grund, die Familie aufzusplitten.

Sicherlich brauchst Du Hilfe. Vielleicht antwortet Dir hier noch jemand, der vom Fach ist und der weiß, welche Stellen Du anlaufen kannst, damit Dein Kind versorgt wird, bis es Dir wieder besser geht.

Die Wartezeit auf einen Therapieplatz kann man u. U. verkürzen, indem man sich in einer Akutphase in die nächste psychiatrische Notaufnahme begibt. Nur löst das Dein Betreuungsproblem nicht.

Alles Gute

Manavgat

Beitrag von king.with.deckchair 29.06.10 - 21:05 Uhr

Was macht der Fuß?

#liebdrueck

Beitrag von manavgat 29.06.10 - 21:18 Uhr

Hi, ich hatte Dir eine Statusmeldung über VK geschickt, vor etwa 10 Tagen. Hattest Du das Traktat gelesen?

Bin jetzt mobil, aber Treppe geht immer noch nicht ohne Krücke und wenn ich den Fuß länger belaste, dann schwillt der Knöchel an. Autofahren geht auch nicht und den Urlaub haben wir abgesagt, macht ja keinen Sinn. Ich bin jetzt in Woche 8 nach dem Unfall und der Arzt meinte, es könne 12! Wochen dauern....

AAAAAAHHHHHHHHHHHHH #schock

Mental geht es wieder. Man glaubt kaum, wie wütend man werden kann, wenn man ständig auf andere angewiesen ist. Und wenigstens kann ich jetzt auf den Balkon - endlisch Sommär.

Wie läuft es bei Dir?

#tasse

schon mal virtuell die Kaffeemaschine anschmeiß.....

LG

Manavgat

Beitrag von king.with.deckchair 29.06.10 - 21:05 Uhr

Da du aus Hessen bist:

Wende dich doch vielleicht mal an den Internationalen Bund bei Dir vor Ort:

http://www.lag-arbeit-hessen.net/index.php?id=92

Der IB bietet unter anderem in manchen Orten "Mobile Familienhilfe" an, die man auch über das SGB VIII (= SGB acht - Kinder- und Jugendhilfe, Ansprechpartner: örtliches Jugendamt) finanziert bekommen kann. Unter der Mobilen Familienhilfe ist sozialpädagogische Hilfe gemeint, aber auch Hilfe im Sinne eines Art Notmütterdienstes - wenn die Mutter für eine gewisse Zeit nicht mehr "kann", dann kommt in dieser Zeit eine Frau stundenweise und je nach Bedarf in den Haushalt und unterstützt ganz tatkräftig bei den Alltagsdingen wie Wäsche, Kochen, Einkaufen, Kind bespaßen. Das ist ja schon mal viel an Untrstützung. Und dieser Kontakt und diese tatkräftige Hilfe können dir auch aus dem Loch mit heraushelfen, dich mitziehen.

Wie gesagt, der IB ist denke ich eine ganz gute Anlaufstelle. Oder auch andere Beratungsstellen vor Ort: Diakonie, Verband der Alleinerziehenden, in Frankfurt am Main auch die Waisenhausstiftung zum Beipiel.

LG und halt dich tapfer
Ch.

Beitrag von krypa 29.06.10 - 19:35 Uhr

Hallo misskakadu,

Du bist keine ''Rabenmutter'' wenn Du so was denkst!

Gib Dein Kind in vorübergehende Pflege. Geh zur Caritas oder dem Diakonischen Werk und lass Dich beraten.

Ruf da morgen früh an und mach einen Termin! Mach es dringend.
Die helfen Dir.

Pack es an, mensch, Mädchen, Dein Kind braucht Dich!
Versuch zu beten und vertrau Dich dem guten Geist einer höheren Macht an.

Machste halt noch mal eine Kur, Du mußt ja auch immer wieder essen und trinken. Nach jeder Nacht gibts auch wieder einen Tag.

Öffne wieder die Tür und lass durch den Spalt das Licht wieder herein, das Licht, das Dein Leben wieder erhellen und in Freude erstrahlen lassen wird.

Geh eine halbe Stunde spazieren, beweg Dich!

Alles Gute krypa

Beitrag von misskakadu 29.06.10 - 21:25 Uhr

Hallo,

bin richtig motiviert von Euren unterstützenden, ja teilweise auch
sehr empathischen Antworten...#liebdrueck

Vielen Dank ihr habt mir wirklich gute Impulse gegeben..bin ganz perplex....#kratz
Ganz ehrlich hätte ich eher auch mit wenigstens ein paar negativen Beiträgen gerechnet..

Ich danke Euch...

Lg.#herzlich

Beitrag von clazwi 30.06.10 - 07:51 Uhr

Hallo Misskakadu,

ich bin selbst Adoptiv- und Pflegemama und Dein Beitrag berührt mich sehr.
Erst mal spreche ich meinen Respekt für Deinen Mut zu diesem Posting aus und auch dafür, dass Du Dir selbst gegenüber so ehrlich bist.

Was ich Dir empfehle ist, dass Du Dich sehr gut beim Jugendamt beraten lässt.
Keine Angst davor! Die Jugendämter werden oft negativ dargestellt, ich selbst habe aber seit über 13 Jahren mit "dem Jugendamt" zu tun, arbeite selbst mittlerweile in der Kinder- und Jugendhilfe (bei einem freien Träger) und habe bisher fast nur gute Erfahrungen gemacht.

Was Du wissen solltest ist, dass Adoption für Dich als leibliche Mutter ein "endgültiger Schritt" ist. Du hast dann keine Rechte mehr an Deinem Kind und bist praktisch auf das Wohlwollen der Adoptiveltern angewiesen.

Wenn Du Dich für eine Adoptionsfreigabe entscheiden solltest, überleg' Dir gemeinsam mit einer kompetenten Beraterin (die eigentlich am Jugendamt sitzen sollte), ob eine "offene" oder "halboffene" Adoption in Frage käme, so dass Dein Kind und Du Kontakt haben könnt.


Die andere Option ist "Pflege".
Ich bin selbst, wie ich schon schrieb, Pflegemutter und wir haben einen recht stabilen Kontakt zur Familie unserer Pflegetochter.
Aber Achtung:
es gibt auch Pflegefamilien, die stark gegen die leibliche Familie arbeiten!


Und dann gibt es noch die Möglichkeit, dass Du Dir die "Familienhilfe" ins Haus holst.
Das würde für Dich keine Trennung vom Kind bedeuten, sondern Du würdest regelmässige Unterstützung einer Familienhelferin bekommen.
In dem Fall kannst Du auch einen Antrag zur "Hilfe zur Erziehung" bei Deinem zuständigen Jugendamt stellen.


Du kannst mich jederzeit per PN kontaktieren (meine Kontaktdaten findest Du in meiner Visitenkarte).

Alles Gute für Dich,
Claudia

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