Frühförderung bei Babys

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von deschnegge 29.06.10 - 10:54 Uhr

Hallo!

Ich muss demnächst mit meiner Tochter (5 Wochen) zur Frühförderung wg Hypoxie wg vorzeitiger Plazentalösung und -blutung. Sie ist kein Frühchen!

Wie läuft das ab?
Was kann mein Kind da lernen?

Zut Zeit sind wir zur Reha. Damit sie trinken lernt. Sie hatte kein Greif- und Saugreflex. Hat sie mittlerweile.

Danke für alle Antworten!

Beitrag von kati543 29.06.10 - 11:44 Uhr

Welche Art der Frühförderung bekommt sie denn? Bei uns gibt es keine so jungen Babys. Die sind alle mindestens 3-4 Monate alt. Die Kinder sind dann im Spielkreis zusammen mit den Mamas oder Papas.
Oder hat sie erst den Ersttermin in der Frühförderstelle? Wurde sie denn dem Gesundheitsamt schon vorgestellt?

Beitrag von deschnegge 29.06.10 - 14:03 Uhr

OhGott, gibts da verschiedene Arten? Keine Ahnung. Dachte es wär immer gleich.
Muss das erste Mal hin. Also wird es wohl erstmal nur n Gespräch geben. Und die Termine liegen ja auch in weiter Ferne. Da wird sie dann wohl so 3-4 Monate alt sein.
Und warum muss ich bzw. sie zum Gesundheitsamt? Was wird da gemacht?

Beitrag von kati543 29.06.10 - 15:54 Uhr

Hallo,
ja, je nachdem, was das Kind hat, gibt es verschiedene Möglichkeiten in der Frühförderung.
Bei dem ersten Termin nimmst du dein Baby mit und alle Arztberichte, die du hast. Dort schauen sich dann 1-2 Leute dein Kind und diese Berichte an und entscheiden dann, ob es Sinn macht, dieses in die Frühförderung aufzunehmen und wenn ja, was alles gefördert werden muß. Wird dann ein Platz frei in dieser Fördermaßnahme bekommt dein Kind (was vorher auf einer Warteliste stand - die ist bei uns so ca. 6 Monate) den Platz. Könnte natürlich auch schneller gehen, da gerade die Schule wieder beginnt und so eine Menge Plätze frei werden. Irgendwann wirst du dann vom Gesundheitsamt eingeladen (beiuns ist das auch in der Frühförderstelle) und da schaut sich ein Amtsarzt alles nochmal genau an (Arztberichte + Kind) und genehmigt dann die Maßnahme oder aber nicht. Das Gesundheitsamt schaut sich prinzipiell alle Kinder an, für die eine Maßnahme der Eingliederungshilfe beantragt wurde. Diese Maßnahmen zahlt der Staat komplett und sie sind eben sehr teuer. Es kann sein, dass im Rahmen der komplexen Frühförderung bei euch auch andere Therapien (Physio, Logo, Ergo,...) stattfinden. Das ist dann von Kreis zu Kreis verschieden.

Beitrag von deschnegge 29.06.10 - 19:06 Uhr

Danke für die ausführliche Antwort.

So kompliziert und langwierig hab ich mirs nicht vorgestellt.

LG

Beitrag von kati543 29.06.10 - 19:14 Uhr

Das ist weder kompliziert noch langwierig...warte mal ab, was später noch alles kommt ;-)
Das ist eines der schnellsten Sachen gewesen, die wir durchhatten. Die Pflegestufe haben wir im März beantragt...wir warten noch heute. Bei uns war noch nicht einmal der Gutachter da. Der SBA ging mit 3 Monaten Wartezeit beim Kleinen richtig schnell. Beim Großen sind wir vor 1 Monat in Widerspruch gegangen und warten auch noch... Die Integration im Kiga hat sage und schreibe 8 Monate gedauert, bis die durch war.

Beitrag von deschnegge 30.06.10 - 14:20 Uhr

Darf ich fragen, was dein Kind hat? Klingt gar nicht gut.
Wenn du möchtest, gern auch über VK.

Beitrag von zubbeline 01.07.10 - 09:04 Uhr

Hallo,

also bei uns war das damals nicht so langwierig und kompliziert wie bei der anderen Antwort.
Das erste Kind (war allerdings da schon ein paar Monate älter) wurde von den Mitarbeiterinnen der Frühförderung angeschaut. Einen Einzelplatz hatten sie nicht frei und uns um uns direkt helfen zu können, sofort in eine Spielgruppe aufgenommen. Ein paar Monate später bekam er dann zusätzlich Einzelförderung. Wie die ausschaut hängt von den Problemen ab, die dein Kind hat.
Das Kind nochmal beim Amtsarzt vorstellen brauchte ich nicht. Ein kurzer Bericht des KiA und der Frühförderstelle reichte für die Genehmigung.

Als sich beim zweiten Kind im Kiga-Alter auch Probleme auftaten, lief ganz ähnlich ab. Beim ersten Anruf wurde mir gesagt, es beständ eine lange Warteliste. Zum Erstgespräch kam dann die Dame, die uns vom ersten Kind halt schon kannte. Sie hat dann umgehend aus einer Einzelförderung eines anderen Kindes eine Kleingruppe gebildet. Die Kinder hatten ganz ähnliche Probleme und haben gegenseitig sehr voneinander provitiert. Wir brauchten also überhaupt nicht warten. Auch da war kein Besuch beim Amtsarzt notwendig. Die Förderung lief unbürokratisch sofort an und die Genehmigung lief dann auch problemlos wieder mit einem Kurzbericht des Kinderarztes und der Frühförderstelle.

Also warte erstmal das Erstgespräch ab. Es scheint sehr unterschiedlich zu laufen.

Alles Gute