Von der Molligkeit in die Magersucht gefallen

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Forum: Körper & Fitness

Sich in seinem Körper wohl zu fühlen und ihn schön zu finden, ist für fast jeden Menschen ein wichtiges Thema. Ob es um die richtige Diät und gemeinsames Abnehmen, Tattoos,  oder auch um Sport und Fitness geht, hier ist der richtige Platz dafür.

Beitrag von twiggy05 29.06.10 - 11:21 Uhr

Ich bin 42 Jahre alt und 1,80 cm gross.
ich war schon frueher oft magersuechtig und hatte, ausser bis vor 7 Jahren immer Untergewicht.
In den letzten 5 Jahren nahm ich dank meines Mannes immer mehr zu.
Irgendwann 20 kg Uebergewicht.
Ich gefiel mir so nicht mehr und ging nicht mehr unter Leute, da ich mich schaemte.
Sie sagten alle, du bist nicht dick, aber mollig.
Besonders die Oberweite war mit D 95 kein Witz mehr.
Ich hasste es ein Prinzip an meinem Koerper zu zeigen ,dass ich mein ganzes leben abgelehnt hatte.
Das Essen.
Bei mir war es die mangelnde Bewegung, die mich zunehmen liess, und dass mein Mann immer kochte und einkaufte. Dadurch ueberwand ich meine Abneigung vor dem Essen.

Vor einem halben Jahr hoerte ich auf zu Essen und wurde bewegungssuechtig. Ich fuehlte mich nur mehr wohl, wenn ich weite Touren mit dem Fahrrad oder zufuss ging.
Dann ass ich nur mehr Salate und Kartoffeln, Jogurt und Soja.
Das Gewicht ging innerhalb von 4 Wochen herunter.
Ich hatte wieder eine ansehliche Figur und haette aufhoeren koennen.
Aber nun gefaellt es mir zu hungern und immer in Bewegung zu sein.
Es gibt ein tolles Gefuehl.
Habe wieder Untergewicht und nehme weiterhin ab. Ich kriege keine normalen Essgewohnheiten mehr hin.
Mich ekeln Suessigkeiten, suesse Getraenke, Mehlspeisen, Fleisch, Nudeln, Brot, Fisch, Milch, Getreide,
Reis.
Eigentlich alles ausser Rohkost, Kartoffeln Tofu und Quark.
Wie soll ich ein stop in die mittlerweile unfreiwillige Diaet reinbekommen?
Wer Magersucht hat, geniesst es immer duenner zu werden.
Ich muss allerdings sagen, dass ich nie im Krankenhaus war oder sonst gesundheitlich in Gefahr.
Wie sich das heute entwickelt, weiss ich allerdings nicht.
Weiss jemand was man da tun kann?



Beitrag von claerchen81 29.06.10 - 11:37 Uhr

Hallo twiggy05,

das tut mir sehr leid für dich. Die Essstörung begleitet dich nun schon sehr, sehr lange, ich denke, du wirst um eine Therapie nicht herum kommen. Laienhaft vermute ich mal, dass noch mehr dahinter steckt, als du akut vermutest - einfach, weil du fast dein ganzes Leben lang kein normales Essverhalten zeigst (weder Über-/ noch Untergewicht bekommt man durch normale Ernährung).

Überwinde dich uns suche dir - vielleicht ambulanten - Therapieplatz, du findest hier bestimmt Frauen, die dir bei der Suche helfen können.

Ich wünsche dir alles Gute,
C.

Beitrag von germany 30.06.10 - 17:28 Uhr

Hey,

mich begleitet meine Essstörung seit nun mehr 10 Jahren (Magersucht und Zeitweise Bulimie). ich habe nie ein richtiges Essverhalten gelernt und war bis April nie bei einem psychologen. Jetzt war es im Mai so, das ich versuchte mir das leben zu nehmen, weil ich es nicht mehr als Lebenswert empfand immer zu hungern, zu erbrechen und keinen Ausweg zu finden. Ich war dann 3 Wochen in der geschlossenen Psychatrie und dort ging es mir auch gut, aber richtigregelmäßiges Essen lernte ich dort nicht. Ich werde bald eine stationäre Therapie machen, weil es anders nicht in den griff zu bekommen ist.


Schau mal unter:

www.Magersucht.de


Dort findest du sicher Hilfe.

Du hast eingesehen das du krank bist und das ist schonmal sehr gut. Mach eine Therapie, denn es müssen die Gründe für deine essstörung herausgefunden werden.



Wenn du noch Fragen hast, schreib mich ruhig auch über VK an.


lG germany