Was passiert im Fall der Fälle?

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von annili 29.06.10 - 20:46 Uhr

Hallöchen,

ich hatte heute ein Gespräch mit einer Freundin, bei dem wir nicht wirklich weiter gekommen sind.
Über solche Dinge spricht man natürlich nicht gerne.

Aber... was würde geschehen, wenn mir mal etwas zustösst?
Hört sich finster an, aber diese Frage kann ich mir gar nicht beantworten.

Ich bin vom KV getrennt und habe das alleinige Sorgerecht.
Muss ich mich darum kümmern, wer das Sorgerecht im Falle eines Falles bekäme?
Oder geht es dann automatisch an den KV?

Also ich springe morgen nicht vom Hochhaus ;-) aber diese Frage hätte ich doch schon gern mal generell beantwortet.

Ich hab nun schon 2 x gehört, das ich notariell beglaubigen lassen müsse, wer im Falle des Falles das Sorgerecht für meinen Sohn bekommen sollte.

Könnt ihr mir weiterhelfen?

Liebe Grüße von der lebenslustigen Anni ;-)

Beitrag von no-limit 29.06.10 - 21:02 Uhr

hallo,

ich habe eine hinterlassungserklärung bei der oma, also meiner mutter liegen. da steht, das wenn dem kindsvater und mir was passieren sollte; emanuel bei seiner oma leben soll. wichtig ist das beide unterschreiben. du kannst es auch beim anwalt hinterlegen lassen.

da du das alleinige sorgerecht hast, meine ich das du es allein entscheiden darfst. aber lass dich doch bei einem anwalt für familienrecht beraten ....

lg

Beitrag von kati543 29.06.10 - 21:19 Uhr

"da du das alleinige sorgerecht hast, meine ich das du es allein entscheiden darfst. aber lass dich doch bei einem anwalt für familienrecht beraten .... "

Nein, das darf sie eben nicht. Sie hat noch nicht einmal ein Mitspracherecht. Der Grund ist einfach: das Kind gehört einem nicht und kann nicht vererbt werden. Das Sorgerecht ist kein vererbbares Recht.
Sie hat nur eine Möglichkeit. Sie kann ein Testament bei einem Notar aufstellen und dort hineinschreiben lassen, wer ihrer Meinung nach am besten geeignet wäre, für das Kind nach ihrem Tod zu sorgen. Entscheiden tut das letztendlich aber das Gericht. Sie hat mit dem Testament nur die Möglichkeit sozusagen vor Gericht noch einmal angehört zu werden. Daher ist es durchaus sinnvoll zu begründen, warum diese Person geeignet wäre und nicht eine andere.

Beitrag von kati543 29.06.10 - 21:21 Uhr

"wichtig ist das beide unterschreiben."
Ich hoffe du weißt, dass es für Testamente, die nicht vom Notar aufgesetzt wurden sind, eine ganze Reihe mehr Regeln gibt als nur die eigenhändige Unterschrift. Ansonsten ist es absolut ungültig. Ich würde z.B. nie auf die Idee kommen ein Schriftstück handschriftlich aufzusetzen - ist aber Vorschrift.

Beitrag von hedda.gabler 29.06.10 - 23:42 Uhr

Hallo.

Ist ist ganz gut beschrieben, wie Du Dich absichern kannst:
http://www.umstaendehalber.com/recht/mediation.asp#testament

Gruß von der Hedda.

Beitrag von matata 30.06.10 - 14:49 Uhr

aber das testament wie dort beschrieben muss doch auch beglaubigt werden.... oder?

Beitrag von hedda.gabler 30.06.10 - 17:14 Uhr

Ja, wie man es mit jedem ordentlichen Testament tun sollte.

Beitrag von juki 02.07.10 - 22:43 Uhr

Huhu...

ich hab bei uns im Amtsgericht ein Schreiben hinterlegt, in dem steht, dass meine Maus zu meinen Eltern bzw. zu meinem Bruder kommt wenn mir etwas passieren sollte....

weiß, dass das auch Freunde von mir so gemacht haben....

LG