Kann uns das Jobcenter einen Umzugverbieten?

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von anschesa 30.06.10 - 10:09 Uhr

Mein Freund hatte beim Jobcenter schon seiner neuen Sachbearbeiterin (so eine ganz junge übermotivierte Person) erzählt, das wir umziehen wollen. Die hat uns denn erzählt, was uns rein theoretisch zustehen würde für ne Wohnung- uns allerdings nicht, da wir ja in einer günstigeren ausreichenden Wohnung wohnen und wir keinen triftígen Grund haben umzuziehen (assoziales Umfeld zählt da nicht). Letztendlich hat sie aber gesagt, das sie uns nicht aufhalten kann umzuziehen, wir aber nur das an Geld bekommen würden, was wir jetzt auch bekommen. (den Umzug würden wir ja auch selber übernehmen und Kaution wollen wir vom Amt auch nicht)

Gestern hat mein Freund denn angerufen und der Frau erzählt, das wir umziehen und da meint sie "Na denn reichen sie mal die Unterlagen ein, mal sehen ob ich das Genehmige!" d.h. im schlimmsten Fall sagt die -nö- und wir können die andere Wohnung solang bezahlen bis wir sie wieder abstossen können? und müssen hier wohnen bleiben?
Mietvertrag ist ja schon unterschrieben, am 12.Juli sollen wir schon die Schlüssel bekommen... #aerger

Beitrag von johanna1972 30.06.10 - 10:13 Uhr

Hi,

wenn das Jobcenter den Umzug nicht genehmigt bekommt Ihr keine Umzugskosten und keine Kaution vom Amt. Die Differenz von der jetzigen Miete und der neuen Miete müsst ihr selber zahlen.

Nur sowas kläre ich doch vorher ab und nicht erst wenn der Mietvertrag schon unterschrieben ist.

Beitrag von anschesa 30.06.10 - 10:17 Uhr

Wie oben geschrieben- wir hatten ja schon mit der gesprochen.

Beitrag von altehippe 30.06.10 - 10:46 Uhr

und da hat sie doch genau DAS gesagt#kratz

Und was heißt hier übermotiviert? Ist doch klasse, wenn sie ihren Job mit Elan macht.

Beitrag von windsbraut69 30.06.10 - 10:54 Uhr

Ja und sie hat Euch gesagt, dass die Kosten nicht übernommen werden, oder?

Beitrag von king.with.deckchair 30.06.10 - 10:56 Uhr

Find' ich immer klasse: Da bekommen die Leute eine KORREKTE! Auskunft und dann muss sich die Mitarbeiterin als "junge übermotivierte Person" im Internet verunglimpfen lassen! Unmöglich!

Tipp: Die gleiche Auskunft hätte euch auch eine "ältere unmotivierte Person" gegeben, denn so ist die Rechtslage, Teuerste. Siehe § 22 SGB II, goolge ist dein Freund. Und nein, ein - subjektiv empfundenes - "asoziales Umfeld" (mit einem "s" übrigens) zählt wirklich nicht als wichtiger Grund. Nirgends.

Beitrag von anschesa 30.06.10 - 11:11 Uhr

Stimmt die Junkies um die Ecke finden den Spritzenautomat total klasse und mein Kind baut sich denn irgendwann aus den Dingern Schiffchen, Häuschen etc.. Weiss gar nicht wo mein Problem ist...#kratz

Beitrag von seikon 30.06.10 - 11:16 Uhr

Weisst du was ich nicht verstehe?
Die Drogenszene wird ja nicht erst seit gestern da so schlimm sein. Es ist also anzunehmen, dass es die schon gab, als ihr da eingezogen seid. Damals war also diese Wohnung offenbar gut genug für euch beide. Jetzt mit Kind aber plötzlich nicht mehr.
Wieso habt ihr euch nicht vorher schon Gedanken um sowas gemacht?
Das klingt irgendwie alles sehr blauäugig nach dem Motto "Die Arge wirds schon richten"

Beitrag von anschesa 30.06.10 - 11:30 Uhr

Ich wohn hier seit 5Jahren, mein Kind ist 2. Wir suchen auch schon länger (quasi seit der Lütte da ist). Für einen Erwachsenen ist die Wohngegend i.O. aber ein Kind möcht ich hier nicht in den Kiga oder die Schule schicken. Zudem kann man nicht mal sagen "geh man raus spielen" da das Umfeld einfach nicht passt. ich müsste ständig Angst haben, das er überfahren oder vom Hund angefallen wird, ne gebrauchte Spritze findet...

Ich weiss gar nicht, warum ich mich hier verteidige. Alle die mit Steinen werfen haben nicht das Problem und spielen sich daher eh nur auf, weil sie davon keine Ahnung haben.

Beitrag von windsbraut69 30.06.10 - 12:22 Uhr

Ein 2jähriges Kind schickt man doch eh nicht allein vor die Tür, oder?
Bis er so alt ist, dass er allein zur Schule marschiert, seid Ihr finanziell ganz sicher unabhängig und könnt Euch mieten, was das Herz begehrt.

Beitrag von king.with.deckchair 30.06.10 - 12:24 Uhr

Woher willst du denn eigentlich wissen, dass wir alle eine solche Lage nicht kennen, hm?

Das ist doch nur eine dumm-bockige Behauptung von dir, weil dir sonst nichts mehr einfällt! Tipp: Ich habe auch schon mal ALG II beziehen müssen und vor vielen Jahren auch schon mal Sozialhilfe. Und ich habe auch schon mal in einer "asozialen" Gegend mit Straßenstrich und Junkies um die Ecke gewohnt, Spritzen, Kacke und Scherben auf dem Spielplatz inklusive; zwei Zimmer auf 48 m² mit KOHLEofen und Kleinkind! - zu eben dieser Sozialhilfezeit (1992).

Aber weißt du, was ich gemacht habe? Ich habe mir eine Tagesmutter gesucht, als mein Kind zwei war, dann eine Vollzeitstelle und dann eine neue Wohnung. SO! macht man das. Und nicht mit Beschimpfung meiner Kolleginnen und bockiger "Ich will aber"-Haltung.

Fräuleinchen, das ist UNSER ALLER Geld, von dem du da lebst! Eine Menge Menschen buckeln und ackern jeden Tag und haben dank schlechter Löhne und der Steuern selbst gerade soviel dass es zum Leben reicht. Und dank eben dieser Steuern, die ANDERE für euch zahlen, müssen du, dein Kind und dein Kerl nicht verhungern und unter der Brücke schlafen, mach dir das vielleicht mal klar!

Wenn man von staatlicher Unterstützung lebt, dann muss man sich eben für diese Zeit nach der Decke strecken. Und das heißt, man muss unter Umständen mal eine Weile in einer nicht so genehmen Gegend oder in einer kleinen Wohnung wohnen. Schließlich wird die Zeit kommen, in der man wieder arbeiten geht und sich selbst versorgt.

ODER ETWA NICHT?!

Beitrag von zwiebelchen1977 30.06.10 - 12:35 Uhr

Wenn man abhängig von anderen Leuten ist, hat man nicht so die grosse Auswahl.

Wenn ihr dann mal selber für euch sorgen könnt und mehr Geld habt, könnt ihr euch auch eine bessere Gegend leistn

Beitrag von seikon 30.06.10 - 12:44 Uhr

Du ich kenne so eine Wohnsituation sehr gut. Ich habe während des Studiums in Hamburg auf dem Kiez gewohnt. Direkt wo sich zwei 4 spurige Hauptverkehrsstraßen kreuzen. Da war es auch an der Tagesordnung, dass Obdachlose im Hauseingang geschlafen haben und sich leider dort auch entsprechend erleichtert haben.

Aber als wir dort weg gezogen sind haben wir schon im Vorfeld geschaut, dass die neue Wohnung und das Umfeld kindgerecht sind. Und das auch, obwohl wir "erst" 3 Jahre nach Einzug hier Nachwuchs bekommen haben.

Und wieso du dich hier verteidigst? Naja wenn du dein Leben vollständig allein finanzieren kannst, dann brauchst du das natürlich nicht.

Beitrag von windsbraut69 30.06.10 - 11:17 Uhr

Dein Problem ist, dass Ihr Euren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten könnt und somit finanziell eingeschränkt seid!

Beitrag von zwiebelchen1977 30.06.10 - 12:33 Uhr

Das wird doch nicht erst seid gestern so sein. Selbst Schuld, wenn man da hinzieht.

BIanca

Beitrag von cunababy 01.07.10 - 15:24 Uhr

tja, dann hättest mal lieber keine Kinder bekommen, wenn du es dir nicht leisten kannst...

scheiß Sozialschmarozer...

unsere Beiträge steigen immer mehr, wegen Leuten wie euch, die anscheinend ihr Wunschleben auf Kosten anderer einfach leben.

Tut mir wirklich leid, ich wollte euch nicht persönlich angreifen, aber ich habe dafür einfach kein Verständnis. Und wenn ihr euch denn Mehrpreis an Miete selbst leisten könnt, dann bekommt ihr ja anscheinend noch zu viel vom Staat...

Beitrag von goldtaube 30.06.10 - 10:42 Uhr

Es ist tatsächlich so, dass die ARGE einem Umzug nicht zustimmen muss. Nur wenn ein triftiger Grund im Sinne der ARGE vorliegt. Z. B. Jobaufnahme weiter weg, nach Aufforderung die Kosten zu senken etc.

Holt ihr keine Genehmigung ein bzw. stimmt die ARGE nicht zu, bekommt ihr nur die angemessenen Kosten der Unterkunft maximal in der Höhe der jetzigen Kosten der Unterkunft. Die Differenz müsst ihr selber zahlen.
Umzugskosten und Kaution etc. gibt es auch nicht.

Und ganz ehrlich: Sie hat es euch doch vorher schon gesagt.

Beitrag von seikon 30.06.10 - 10:56 Uhr

Man unterschreibt doch den Mietvertrag nicht, bevor man das ok der Arge eingeholt hat. Das ist aber ein böser Formfehler.

Rechtlich ist es so, dass ihr in einer offensichtlich angemessenen Wohnung lebt. Und wichtige Gründe scheinen bei euch auch nicht vorzuliegen. Von daher muss die Arge dem Umzug nicht zustimmen. Da die neue Wohnung offensichtlich auch noch teurer ist wird sie das vermutlich auch nicht tun.

Natürlich darf euch niemand "zwingen" in der alten Wohnung wohnen zu bleiben. Es steht euch frei umzuziehen. Allerdings werdet ihr eben keine Umzugsbeihilfe bekommen. Das heisst, ihr kriegt keine Kaution, ihr müsst zusehen, wie ihr die Möbel von A nach B bekommt, ihr müsst zusehen wie ihr die alte und die neue Wohnung renoviert bekommt und ihr bekommt auch keine doppelte Miete erstattet, falls sich Kündigung und Vertragsbeginn überschneiden sollten.

Ausserdem übernimmt die Arge nur die Miete, die ihr jetzt auch bekommt. Selbst dann, wenn die aktuelle Miete noch unter der Grenze dessen ist, was ihr maximal bekommen könntet.
Ihr müsst also die Differenz zwischen der neuen Miete und eurer aktuellen Miete selbst aus dem Regelsatz bezahlen. Das gleiche gilt für die Nebenkosten und somit auch für etwaige Nebenkostennachzahlungen.


Ich würde mir wirklich wünschen, wenn manche Leute mal so eine Motivation in die Jobsuche stecken würden, wie sie hier nach dem "was steht mir zu" und "darf die Arge das" schreien.

Beitrag von anschesa 30.06.10 - 11:07 Uhr

Ich weiss gar nicht was das Problem ist- höchstwahrscheinlich, das manche Leute nur die Überschrift lesen.

Wir wollen kein Geld für den Umzug, wir wollen kein Geld fürs renovieren und wir wollen kein Geld für eine Kaution. Wir wollen auch nicht die komplette Miete vom Jobcenter gesponsert bekommen. Wir wollen nur das was wir für die jetzige Wohnung kriegen weiterbekommen- das ist das was sie uns bewilligen soll- nichts weiter.

Uuuund! Sowohl ich alsauch mein Freund haben Arbeit! Nur bin ich momentan in Elternzeit und da langt das Geld nicht. Also vorsicht mit solch bekloppten Sprüchen- wenn man jemanden nicht kennt sollte man sich nich anmaßen über andere zu Urteilen!

Beitrag von vwpassat 30.06.10 - 11:14 Uhr

Was Ihr jetzt bekommt, werdet Ihr schon weiterhin gezahlt bekommen.

Deine Äußerungen (junge, übermotivierte....... und asoziales Umfeld) sind unter der Gürtellinie.

Wer bekommt denn hier ALGII, wenn auch nur aufstockend?

Beitrag von seikon 30.06.10 - 11:14 Uhr

Ich weiss nicht, wo dein Problem ist.
Du hast in deinem Ausgangsbeitrag so schön die Sachbearbeiterin zitiert:

"Letztendlich hat sie aber gesagt, das sie uns nicht aufhalten kann umzuziehen, wir aber nur das an Geld bekommen würden, was wir jetzt auch bekommen."

Damit hast du doch die Antwort auf deine "Frage" bereits in deinen ersten Beitrag rein geschrieben.

Vielleicht hättet ihr da mal besser zuhören sollen, bzw. die Person die es direkt "betrifft", nämlich eure Sachbearbeiterin, fragen sollen anstatt hier einen riesen Aufriss zu machen.

Beitrag von windsbraut69 30.06.10 - 11:15 Uhr

Vieeeeeeelleicht hast DU Dich aber auch sehr ungeschickt ausgedrückt, wenn Dich hier 5 Leute falsch verstehen?

Niemand darf Euch irgendwo festhalten, Ihr könnt ziehen, wohin Ihr wollt!

Gruß,

W

Beitrag von goldtaube 30.06.10 - 11:17 Uhr

<<Wir wollen kein Geld für den Umzug, wir wollen kein Geld fürs renovieren und wir wollen kein Geld für eine Kaution. Wir wollen auch nicht die komplette Miete vom Jobcenter gesponsert bekommen. Wir wollen nur das was wir für die jetzige Wohnung kriegen weiterbekommen- das ist das was sie uns bewilligen soll- nichts weiter.
<<

Und genau das hat sie euch doch erklärt. Ihr bekommt die angemessenen Kosten der Unterkunft maximal in der Höhe der alten Kosten der Unterkunft.
Im übrigen egal ob sie es euch genehmigen oder nicht und egal ob ihr euch die Genehmigung holt oder nicht.

Beitrag von king.with.deckchair 30.06.10 - 12:27 Uhr

"Wir wollen nur das was wir für die jetzige Wohnung kriegen weiterbekommen- das ist das was sie uns bewilligen soll- nichts weiter."

Ja und? Genau das hat sie doch schon angekündigt oder etwa nicht?

Viel Spaß damit, dem Kind die Butter vom Brot zu nehmen (=Geld fürs Essen zum Bezahlen einer teureren Wohnung hernehmen), nur damit man genehm wohnt!

Beitrag von zwiebelchen1977 30.06.10 - 12:37 Uhr

Anscheinend könnt ihr euch deine Elternzeit aber nicht leisten. Dann wäre ich doch wieder arbeiten gegangen.

Wieso musst du in Elternzeit bleiben, wenn es finanziell nicht geht?

  • 1
  • 2