Authismus - bitte helft mir!!!

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von katjasch1977 30.06.10 - 10:21 Uhr

Hallo ihr,

ich habe einen 5 1/2 monatealten Sohn, der nur sehr wenig Sozialkontakt aufnimmt. Er lächelt zwar öfters wenn man in lächelt anspricht, auch habe ich das Gefühl, daß er meinen Mann und meine Tochter erkennt, doch schon nach Sekunden wendet er den Blick ab. Ab und zu kommt es vor, daß er länger Kontakt aufnimmt. Auch hört er bis dato nicht immer auf Geräusche. manchmal schon, manchmal überhaupt nicht. Beim Essen macht er Schwierigkeiten. Ich habe ihn die 3 Monate gestillt, war nicht immer einfach. Wurde dann wegen wahnsinniger Angst ins Krankenhaus geliefert und mußte abstillen. Ich selbst leide schon seit einiger Zeit an einer Angststörung, habe Angst vor Krebs und jetzt Angst, daß mein Sohn Autist ist oder eine andere Störung hat. Bin seit kurzem in Behandlung. In der Schwangerschaft hatte ich auch ständig Angst, war bei meiner Tochter auch nicht so. Außerdem habe ich in der 7. Woche 3 große Radler getrunken, wußte noch nicht, daß ich schwanger war (hatte die Regel) und mache mir ständig Vorwürfe, daß ich Schuld bin, daß was mit ihm nicht in Ordnung ist. Bin ständig im Internet am "googlen". Ich finde, er ist nicht "normal". Sein Spielzeug interessiert ihn mehr als ich. Wenn er damit beschäftigt ist, schenkt er mir null Aufmerksamkeit. Meine Familie sieht es nicht so eng, aber mein Mann hat vor kurzem gesagt, daß er auch glaubt, mit unserem Sohn sei was nicht in Ordnung. Waren auch schon in Klinik, dies abzuklären, aber da wurde nur gesagt, für das Alter normal entwickelt, müssen schauen, wie es weiter geht. Auch gibt er kaum Laute von sich, wenn dann nur so ein Raunzen. Autistische Kinder sprechen doch nur so, oder? Auch ist er oft gereizt und zornig, wenn etwas mit seinem Spielzeug nicht funktioniert.

Ich bin völlig am Ende, habe Angst, mit ihm alleine zu sein und bin ständig am Weinen, daß ich es nicht schaffen könnte. Bin selbst Ordnungsmensch und Perfektionist. Ich liebe meine Kinder, aber ich habe so Angst, es nicht zu schaffen, wenn es so sein sollte, daß mein bzw. unser Leben völlig aus den Fugen gerät. Bitte versteht mich nicht falsch, aber wie sind Eure Erfahrungen mit Autismus. Wir leben am Land, die nächste Hilfestellung wäre 100 km entfernt. Ich wäre Euch sehr dankbar für Eure Antworten.

Danke,

Katja

Beitrag von sweety03 30.06.10 - 11:47 Uhr

Hallo,

ich habe keine direkte Erfahrung mit Autismus, aber ich denke, die Sache spielt sich ausschliesslich in Deinem Kopf ab (Angststörung).
Im KH haben sie gesagt, dass er normal entwickelt ist. Ausserdem gehst Du doch zu den Vorsorgeuntersuchungen zum Kinderarzt, da wird sicher auch etwas auffallen, wenn es so wäre.
Und mit 5,5 Monaten würde ich das ganz entspannt werden.
Wenn er grösser ist (ca. 2 Jahre) und sein Sozialverhalten auffällig ist, kannst Du Dich immer noch ein SPZ wenden und ihn vorstellen.
Als erstes solltest Du Deine Ängste nicht auf Deine Kinder übertragen und auf jeden Fall weiter Deine Therapie machen.

Sweety

Beitrag von sriver 30.06.10 - 13:37 Uhr

Hallo Katja,

mit 5 1/2 Jahren ist es viel zu früh, an Autismus zu denken, das wird meist erst im Vorschulaltler diagnostiziert. Auch deine "Anzeichen" weisen nicht darauf hin, ich denke, manche brabbeln halt mehr vor sich hin,andere weniger. Ich hab schon von einem Mädchen gehört, die nie gesprochen hat, dafür mit 2 Jahren gleich in ganzen Sätzen geredet hat. Das Problem liegt eher bei dir (Angststörungt), vielleicht kannst du daran arbeiten.

LG Sriver

Beitrag von hopsi2005 22.08.10 - 22:10 Uhr

Das Kind ist aber 5 1/2 Monate alt und nicht Jahre!

Beitrag von nanoukaladar 30.06.10 - 14:31 Uhr

Du hast doch bereits vor einigen Wochen mit der gleichen Frage hier geschrieben, oder?

Erstens: Autismus ist absolut nichts wovor man sich zu fürchten braucht, auch dann nicht wenn man es selber hat oder Kinder mit Autismus hat.

Zweitens: deine Angststörung finde ich persönlich zum Fürchten, was du in deinen Sohn reinprojezierst spricht wohl eher nicht für Autismus bei ihm, sondern für Münchhausen by proxy Syndrom bei dir! Bitte überlege dir ernsthaft eine stationäre Therapie für dich, deinen Kindern zu liebe. Ein psychisch kranker Elternteil ist für Kinder eine unvorstellbare Belastung.

Beitrag von kati543 30.06.10 - 14:59 Uhr

Hallo Katja,
ich denke, du brauchst dringend Hilfe, nicht dein Kind. Hast du dich mal richtig psychologisch durchchecken lassen?

Dein Kind ist 5,5 MONATE alt. Autismus kann man erst im Schulalter verläßlich diagnostizieren. Mein Sohn (4 JAHRE) hat autistische Züge. Wir waren deswegen jetzt beim Psychologen. Die meisten Fragen konnten wir noch nicht beantworten, da er einfach noch zu jung war. Autismus wurde bei ihm allerdings fast ausgeschlossen. Beim Autismus gibt es unwahrscheinlich viele verschiedene Formen. Ein Autist hat unglaubliche Probleme, Blickkontakt herzustellen und aufrechtzuhalten. Dein Kind kann das...du schreibst "doch schon nach Sekunden wendet er den Blick ab". Das ist eine unwahrscheinlich lange Zeit für einen Autisten. Mein Großer kann Blickkontakt noch nicht einmal 1 Sekunde halten.
Alles was du schreibst, ist völlig normal für ein 5 Monate altes Baby. Reagierst du denn immer sofort auf jedes Geräusch? Nein. Warum verlangst du es dann von deinem Sohn?

Beitrag von kati543 30.06.10 - 15:03 Uhr

Ach ja...Autisten können übrigens auch ganz normal sprechen. Allerdings gibt es auch Autisten, die gar nicht reden. Aber wenn du natürlich von einem 5 Monate alten Baby ein grammatikalisch perfektes Deutsch erwartest...

Beitrag von textzauber 01.07.10 - 11:12 Uhr

Hey, ich wollte Dir in einer Sache kurz widersprechen, obwohl es nichts mit Katjas Problem zu tun hat.

Mein Sohn (4,5 Jahre) hat auch autistische Störungen und wir wurden gerade auch in ein Autismuszentrum überwiesen. Was Du schreibst, dass alle Autisten keinen Blickkontakt halten können, ist faktisch falsch.

Es gibt Kinder mit autitischen Zügen, die sehr wohl Blikkontakt halten, zum Beispiel unser Sohn. Der kann mich minutenlang anschauen, wenn es ein muss. Dennoch zeigt er in vielen anderen Bereichen typisch autistisches Verhalten.

Das Spektrum ist sehr weit und man kann Autisten nicht auf die eine oder die andere Verhaltensweise reduzieren.

Das nur am Rande.

Liebe Grüße, Simone

Beitrag von alpenbaby711 03.07.10 - 15:03 Uhr

Du übertreibst maßlos. WElche Maßstäbe setzt du denn bei einem gerade m 5.5 Monatigen Kind????
Ganz ehrlich mein Sohn hat Autismus aber du übertreibst es total.
Lass dir helfen wenn du selbst schreibst das du Probleme hast.
Ela

Beitrag von happy-ness 06.07.10 - 08:15 Uhr

Hallo
Ich will dir nicht zu nahe treten, aber kann es sein dass du vielleicht eine Depression hast?
So wie du deinen Sohn beschreibst, scheint er mir völlig normal zu sein. Du scheinst dir allgemenein sehr viele Sorgen zu machen, manchmal kommt durch SS der Hormonhaushalt ganz gehörig durcheinander und das reisst einen dann sehr runter. vielleicht lässt du dich mal durchchecken?
Lg